Prozessmanagement

Prozess und Qualität

Prozess und Qualität

Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen des Prozessmanagements auf universitärem Niveau und decken zentrale Konzepte wie Prozessmodellierung, -analyse und -optimierung ab. Sie erklären Methoden zur Darstellung von Prozessen, Werkzeuge zur Verschwendungsreduktion und Ansätze zur kontinuierlichen Verbesserung. Studierende und Praktiker profitieren gleichermaßen, da die Inhalte sowohl theoretische Grundlagen als auch praxisnahe Anwendungen wie PDCA-Zyklus oder Kaizen vermitteln.
Cartes-fiches
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Langue
Allemand
Catégorie
Economie politique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
15.12.2025 / 11.03.2026

Cartes-fiches

Was fast sicher in der Prüfung kommt

Welche Massnahmen können zur Verbesserung von Prozessen getroffen werden?

  • Anwendung des PDCA-Zyklus zur kontinuierlichen Prozessverbesserung

  • Nutzung des Ishikawa-Diagramms zur Analyse von Problemursachen

  • Einführung von Kaizen / KVP zur kontinuierlichen Verbesserung

  • Reduktion von Verschwendung durch Lean Management

  • Verbesserung der Arbeitsplatzorganisation durch 5S-Methode : Sortieren / Systematisieren / Sauberkeit / Standardisieren / Selbstdisziplin

6-R Definition der Logistik (9-R Definition)

1. Menge
2. Objekte / Ware / Gut 
3. Ort
4. Zeit
5. Qualität
6. Kosten

7. Kunde
8. Umwelt
9. Soziales

Logistik Funktion und Aufgaben

Basisfunktion: Transport - Umschlag - Lagerung  (TUL Logistik)

Steuerung und Kontrollfunktion : Aufgaben de der Auftragentwicklung 

Administrative und Strategische Funktion: Planung und Gestaltung des Logistiksystems

(Logistische Prozesse, Strukturen und Resoercen)

Das übergeordnete Ziel der Logistik

Die Logistikprozese in allen Bereichen und allen Stufen Nachhaltig zu Verbessern.

Unternehmensstrategie  ⇒ Logistikstrategie  ⇒ Logistikziele

Instrumente des Prozessmanagament / Logistische Zieldreick

Zeit

  • Durchlaufzeiten
  • Bearbeitungzeiten
  • Liegezeit
  • Termintreue
  • Einarbeitungzeit

Kosten

  • Personalresourcen
  • IT-Systeme und Raum
  • Kosten nicht Qualität

Qualität

  • Kundenzfriedenheit
  • Reklamationquate
  • Ausschlussrate
  • Anzahl Prüfungen

Entwicklung von Prozesskennzahlen

Erfolgsfaktoren - Kennzahlen - Messgrössen - Zielgrössen

Welche Prozesse? - Welche Leistungen? - Welche Aufgaben?

Erfolgsfaktoren Unternehmen 

Erfolgsfaktoren Unternehmen 

  • Strategie 
  • Kundennähe / -orientierung.
  • Personal, Human Kapital.
  • Führung 
  • Kultur
  • Prozesse, Strukturen
  • Innovationsfähigkeit, - bereitschaft.
  • (Produkt-)Qualität

Outsourcing- Kontralogistik

Outsourcing:

Auslagerung Logistische Funktionen /Leistungen an einen Spezialirten Partner.

Keine Kernkompotenzen

Kontralogistik:

Langfrischtige Leistungsverträge im Bereich Logistik an einem Logistikdienstleister zu übergeben.

 

Was ist oder was verstehen wir unter Qualität?

Qualität ist der Grad, in dem ein Produkt oder eine Dienstleistung festgelegte oder vorausgesetzte Anforderungen erfüllt.

Qualitätsverständnis

Gebrauchswert einer Ware (Funktionalität, Langlebigkeit, Wetterbeständigkeit)

Nutzen eine Dienstleistung (Beratung, termingerechte Lieferung etc.)

Qualitäts-Triologie

  • Qualitätsplanung (SMART):
    Qualitätsziele kundenorientiert und SMART festlegen sowie Prozesse planen.

  • Qualitätsregelung:
    Prozesse überwachen, Soll-Ist-Vergleiche durchführen und Abweichungen korrigieren.

  • Qualitätsverbesserung:
    Ursachen von Fehlern analysieren und Qualität kontinuierlich steigern.

Zentrales Element ist die Kundenorientierung!!

Ishikawa: Company-wide Quality Control (CWQC)

  • Übertragung der Qualitätsprüfung auf alle Wertschöpfungsprozesse

  • Qualität wird unternehmensweit gesteuert, nicht nur in der Endkontrolle

 Auswirkungen / Vorteile von CWQC Ishikawa (Company-wide Quality Control)

  • Höhere Produktivität und einheitliche Produktqualität

  • Weniger Produktionsfehler und Ausschuss

  • Weniger Fehlleistungen (Nachbearbeitung)

  • Geringere Inspektions- und Testkosten

  • Standardisierung der Arbeitsmethoden und –techniken

  • Rationelle Produktion und Dienstleistungen

  • Höhere Informations- und Datenqualität

  • Geringere Gesamtkosten der Leistungserstellung

  • Bessere Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern und Abteilungen

  • Qualität von statistisch geprägten Produkteigenschaften → unternehmensweit steuerbare Prozessleistung

  • Engere Beziehung zwischen Lieferant und Kunde

  • Marktforschung und Berücksichtigung von Kundenbedürfnissen

  • Qualitätsverbesserung als zyklischer Prozess (kontinuierliche Verbesserung)

Ishikawa-Diagramm (Fischgräten- oder Ursachen-Wirkungsdiagramm)

Aufbau

Definition

  • Ein Werkzeug zur systematischen Analyse von Ursachen für ein Problem oder einen Effekt.

  • Ziel: Ursachen identifizieren, die zu Qualitätsproblemen führen.

 

  • Kopf / Effekt: Problem oder Ziel wird rechts notiert.

  • Rücken / Wirbelsäule: Richtung der Analyse (Problem → Ursachen).

  • Gräten / Hauptursachen: Kategorien der Ursachen (häufig 6 M):

    1. Mensch (Man) – Fehler durch Bediener, Schulung, Motivation

    2. Maschine (Machine) – Anlagen, Werkzeuge, Wartung

    3. Material – Rohstoffe, Qualität, Lagerung

    4. Methode (Method) – Arbeitsabläufe, Prozesse, Vorschriften

    5. Messung (Measurement) – Prüfmethoden, Genauigkeit

    6. Milieu / Umwelt (Mother Nature / Environment) – Temperatur, Umgebung, Rahmenbedingungen

  • Untergräten: Detaillierte Ursachen, die zu den Hauptursachen gehören

KVP (KaiZen) Merkmale

Verändere das Gute zum Besseren
(Lebensphilosophie)

Schrittweise Verbesserung in kleinen schritten der Produkte durch 
Einbezug aller Führungskräfte und Mitarbeitenden.

  1. Prozesorientierung 
  2. Einführung eines Qualitätmanagaments
  3. Betriebliches Vorschlagwesen
  4. Investition in die Weiterbildung Mitarbeiter
  5. Mitarbeiterorientierte Führung

PDCA (Plan-Do-Check-Act) :Qualitäts-Regel-Kreis 

Plan  (Planung) Planen, Ziele, Prozesse

  • Ziele
  • Resourcen
  • Verfahren
  • Termine

Do  (Durchführung) Planung, umsetzten

  • Asuführung 
  • Ergebnisse
  • Messungen
  • Auditieren

Check (Überprüfen IST/SOLL)

  • Analyse
  • Audiranalyse
  • Conrolling
  • Feedback

Act (Massnahmen)

  • Review
  • Beschlüsse
  • Budgets

Unterschiede PDCA vs. KVP

PDCA-Zyklus

Ansatz : Zyklisch, projekt- oder prozessbezogen

Ziel: Problem lösen / Maßnahmen verbessern

Beteiligung: Oft Projektteam oder Prozessverantwortliche

Umfang: Einzelne Prozesse, Projekte

Zeithorizont: Kurz- bis mittelfristig

Methoden: Werkzeuge zur Problemlösung (z. B. PDCA)

 

KVP

Ansatz: Dauerhaft, unternehmensweit

Ziel: Stetige Verbesserung aller Prozesse

Beteiligung: Alle Mitarbeiter

Umfang: Gesamtes Unternehmen

Zeithorizont: Langfristig

Methoden: Integriert PDCA, Kaizen, 5S, Vorschlagswesen

Kontinuierliche Verbesserung des Qualitätsmanagementsystems

Wertschöpfung und Muda

  • Wertschöpfung: alles, was für den Kunden einen Mehrwert schafft

  • Muda: alles, was keinen Wert für den Kunden liefert

  • Lean Management Ziel: Wertschöpfung maximieren und Muda eliminieren

 

  • Muda – Verschwendung

  • Mura – Unausgeglichenheit

  • Muri – Überlastung.

Push-Produktion (Vorausplanung) Merkmale

Bei der Push-Produktion werden Produkte auf Vorrat produziert, basierend auf Prognosen oder Plänen, bevor eine konkrete Kundenbestellung vorliegt.

  • Produktion „drückt“ Produkte durch die Fertigungslinie.

  • Entscheidungen über Produktionsmenge und Termin werden im Voraus getroffen.

 

Planbasierte Fertigung:

  • Produktionsmenge wird nach Absatzprognosen geplant.

Lagerhaltung:

  • Produkte werden auf Lager produziert und gelagert, bis Kunden sie bestellen.

Geringe Flexibilität:

  • Änderungen bei Kundenwünschen sind schwer umsetzbar.

Risiko von Überproduktion:

  • Fehlprognosen führen zu Bestandsüberhängen.

Kosten:

  • Lager- und Kapitalbindungskosten können hoch sein.

Pull-Produktion (Auftragsorientiert) Merkmale

Bei der Pull-Produktion wird die Fertigung erst durch eine konkrete Kundenbestellung ausgelöst.

  • Produktion „zieht“ Produkte durch die Fertigungslinie, basierend auf dem tatsächlichen Bedarf.

Merkmale der Pull-Produktion

Bedarfsorientiert:

  • Produktion erfolgt nur bei tatsächlicher Nachfrage.

Geringe Lagerbestände:

  • Produkte werden erst nach Auftrag gefertigt → weniger Lagerkosten.

Hohe Flexibilität:

  • Schnelle Anpassung an kundenspezifische Wünsche möglich.

Risikominimierung:

  • Überproduktion wird vermieden.

Kostenoptimierung:

  • Reduzierte Lager- und Kapitalbindungskosten.

 TQC Total Quality Control Grunsätze

Der Kunde definiert Qualität:

  • Qualität wird durch die erwartung des Verbrauchers (Kunden) bestimt.

Qualität wird von allen Funktionen gemacht:

  • Alle Funktionen leisten ihren Beitrag zur Qualität

Qualität ist jedermanns Sache

  • Jeder Mitarbeiter auf allen Stufen ist für die Qualität vreantwotlich 

Von der Basis bis zum obersten Managament.

Six Sigma (Motorola 1980er) definition und Ziele?

Strategie zur Erreichung von Kosteneinsparungen und Umsatzwachstum.

ISO-Normen

ISO-Normen sind internationale Normen, die dabei helfen, 
die Qualität und die Sicherheit von Waren und Dienstleistungen 
zu
verbessern und nicht zuletzt damit ihren Austausch zwischen 
Ländern und Unternehmen zu vereinfachen.

Verbesserungen der Leistungen des Unternehmens /Qualitätsprozesse 
Merkmale

  1. Prozessorientierte Struktur (Annäherung an EFQM-Modell)
  2. Kompatibilität mit anderen Managementsystemen (z.B. ISO 14001) 
  3. Flexible Anwendung für sämtliche Branchen und alle Produktarten
  4. Verständliche Darstellung der Inhalte

Was sind quantitative Qualitätsmerkmale?

Als quantitative Merkmale bezeichnet man Merkmale, deren 
Merkmalsausprägungen intervallskalierte metrische Werte 

annehmen. Typische Beispiele sind Körpergewicht, Einkommen 
oder der IQ-Wert.

Was ist ein qualitatives Merkmal?

Als qualitative Merkmale bezeichnet man Merkmale, bei denen 
sich die Merkmalsausprägungen (Antworten) zwar eindeutig 
in Kategorien unterscheiden lassen, diese Antworten jedoch 
keinen mathematischen Wert annehmen können.

Unternehmens Führung 

Führen von Mitarbeitern: 

  • Sozialkompetenz Zwischenmenschliche Herausvorderungen

Führen der Organisation:

  • Sachkompetenz Strukturen, Prozesse, Regeln

Führen der eigenen Person:

  • Sozialkompetenz, Werte, Ziele, Zeitmanagement

Effizienz und Effektivität

Effektivität
→ Die richtigen Dinge tun
→ Ziele erreichen

Effizienz
→ Dinge richtig tun
→ Ziele mit möglichst wenig Ressourcen erreichen

Fünf Prozesskenzahlen

Kundenzufriedenheit: Wie zufrieden sind die Kunden mit unseren Leistungen?

Termintreue: Wie gut werden die vereinbarten Termine eingehalten?

Prozessqualität: Wie gut erfüllen die Prozessergebnisse die Kundenanforderungen?

Prozesskosten: Wie hoch ist die aufwand für die Leistungserstellung?

Prozesszeiten: Wie schnell werden die Kundenanforderungen erfüllt?

Effizienzsteigerung 

Qualität, Zeit und Kosten können nicht gleichzeitig das Optimum erreichen.

Sie stehen in einem währendem spannungsfeld gegeneinander und müssen je nach situation ausbalanciert werden

Der Organisationswürfel

Elemente:

  • Aufgaben
  • Aufgabenträger
  • Sachmittel
  • Information

Dimensionen

  • Zeit 
  • Raum 
  • Menge 
  • Logik

Beziehungen

Ablauforganisation (Prozessaorganisation)

Aufbauorganisation

Stellenbeschreibung ?

Aufgaben, Ziele, Kompetenzen und Verantwortung (ergänzt mit einem Anforderungsprofil)

Was macht die Stelle, mit welchen Befugnissen und mit welcher Verantwortung?

Funktionendiagramm Stellenbeschreibung 

In einer Matrix wird das funktionale Zusammenwirken verschiedener Stellen bei der 
Aufgabenerfüllung dargestellt.

Darstellung

  • Zeilen: Aufgaben / Tätigkeiten

  • Spalten: Stellen / Abteilungen

  • Matrixfelder: Art der Beteiligung (z. B. verantwortlich, mitwirkend, informierend)

Beispielhafte Kennzeichnungen:

  • V = verantwortlich

  • M = mitwirkend

  • I = informierend

Instrumente der Ablauforganisation (Prozessablauf)

Flussdiagramm (Flow Chart)

  • Grafische Darstellung der Reihenfolge der Aufgabenerfüllung.
    Es besteht aus verschiedenen Elementen mit unterschiedlicher Aussagen.

Balkendiagramm

  • Grafische Darstellung der Reihenfolge der Arbeitsvorgänge/Zeit.

Netzplan

  • Grafische Darstellung der Reihenfolge der Arbeitsvorgänge/Zeit.

Die 7 Arten der Verschwendung (7 Muda)

1. Überproduktion

Produkte werden mehr oder früher hergestellt als benötigt.

Probleme:

  • Lagerkosten

  • gebundenes Kapital

2. Warten

Zeit, in der Menschen oder Maschinen nichts tun können.

Beispiele:

  • Mitarbeiter warten auf Material

3. Transport

Unnötige Bewegung von Materialien oder Produkten.

Problem:

  • kostet Zeit

4. Überbearbeitung

Es wird mehr Arbeit gemacht als notwendig.

Beispiele:

  • unnötige Qualitätskontrollen

5. Lagerbestände

Zu große Lagerbestände von Materialien oder Produkten.

Probleme:

  • Kapitalbindung

6. Bewegung

Unnötige Bewegungen von Mitarbeitern.

Beispiele:

  • Mitarbeiter muss ständig Werkzeuge suchen

  • lange Wege zum Materiallager

7. Fehler / Nacharbeit

Produkte müssen repariert oder neu produziert werden, weil Fehler entstanden sind.

Beispiele:

  • Qualitätsprobleme

Folgen:

  • zusätzliche Kosten

  • Zeitverlust

Orrientierung Rahmen Unternehmen Führung

1- Führen der eigene Person

  • Selbstkompetenz
  • Werte
  • Ziele 
  • Zeitmanagement

2- Führen von Mitarbeitern

  • Sozialkompetenz
  • Zwischenmenschliche Herausforderungen

3- Führen der Organisation

  • Sachkompetenz Strukturen
  • Prozesse Regeln

Unternehmen Organisation ( Drei Bedeutung )

  1. ist eine Organisation
  2. Wird Organisiert
  3. Hat eine Organisation

Spannungsfeld Strategie - Struktur - Kultur - Sachmittel

Alle Vier elemente müssen aufeinander abgeschtimt und im Gleichgeweicht sein.

Strategie Ziele :

Wegweisend für die unternehmerischen Entscheidungen.Strategie gibt die Richtung vor für alle anderen Elemente

Kultur:

Gemeinsame werte,Verhaltengrundsätze und einstellungen, die das Verhalten Mitarbeiten in der Zusammenarbeit wie auch Beziehungen zu den übrigen Ansprungsgruppen Prägen.

Sachmittel :

 Die sind alle technischen und materiellen Ressourcen

Struktur: 

Die Struktur beschreibt den formalen Aufbau:

  • Aufbauorganisation (Abteilungen, Hierarchien)

  • Ablauforganisation (Prozesse, Zuständigkeiten)

 

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