Betriebliches Management

Betriebliches Managemenz

Betriebliches Managemenz


F. K.
Diese Lernkarten decken betriebliche Managementthemen auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf die Analyse von Prozessen, die Planung und Steuerung von Projekten sowie die Personalentwicklung und -beschaffung. Die Karteikarten behandeln auch die Kommunikation, Konfliktlösung und verschiedene Organisationsformen. Sie sind besonders nützlich für Studierende und Berufstätige, die ihr Wissen in betrieblichem Management vertiefen und praktische Anwendungen verstehen möchten.
Karten
114
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
19.07.2025 / 12.11.2025

Lernkarten

Welche Widerstände in der Organisationsentwicklung sind zu erwarten?

- Personelle Widerstände

- Rechtliche Widerstände

- Wirtschaftliche Widerstände 

Nenne Erfolgs und Misserfolgsfaktoren der Organisationsentwicklung!

Erfolg:

- offene klare Informationspolitik

- Notwendigkeit der Veränderung muss deutlich sein

- Führungskräfte leben die Veränderung vor 

Misserfolg:

- Top down 

- Probleme werden nicht erkannt

- unrealistische Vorgaben 

- keine Bereitschaft zur Veränderung

Unterschied Zentralisation und Dezentralisation?

Zentralisation: Enscheidungen werden in der Zentrale getroffen

Dezentralisation: Entscheidung werden vor Ort getroffen

Nenne vier wesentliche Veränderungsmodelle des Change Management!

1. Kaizen oder KVP (kontinuierlicher Veränderungsprozess): kleine Schritte

2. Business Prozess Reengineering (BPR): radikaler Wandel

3. TQM (Total Quality Management): umfassende Qualitätsorientierung aller Teilbereiche

4. Lernende Organisation: anpassungsfähige Organisation lernt voneinander Folgen: - Lernkompetenz höher, Kommunikation besser, aktivere Mitarbeiter, in kleinen Schritten verbessern

Was sind die Ziele der Personalentwicklung?

Unternehmen:

- höheres Qualifizierungsniveau

- Fluktuationsrate senken

- Senkung der Personalbeschaffungskosten

Mitarbeiter:

- besser Karrierechancen und am Arbeitsmarkt

- Zufriedenheit bei der Arbeit

- eigenes Potential wird genutzt

Wer trägt die Verantwortung bei der Personalentwicklung?

- Personalwesen konzipieren durchführen

- Führungskräfte Mittel zur Verfügung stellen

Nenne Instrumente der Personalentwicklung!

- Stellenbeschreibung

- Assessment-Center

- Leistungsbeurteilung

- Potentialanalyse

- Persönlichkeits und Intelligenztests

- Gespräche zur Personalentwicklung

Beschreibe das Instrument der Personalentwicklung die Stellenbeschreibung!

Inhalt:

- Stellenbezeichnung

- Einordnung in Organisation und Vertretung

- Aufgaben/Ziele

- Kompetenz und Befugnisse

- tarifliche Einordnung ohne Gehalt

Erkläre die Potentialanalyse der Personalentwicklung!

Analyse der Qualifizierung der Mitarbeiter

Kompetenzbereiche:

- Fachkompetenz (Z.B. Fremdsprachen und Know-How)

- Methodenkompetenz (richtige Anwendung der Methoden zu Führung z.B.)

- Sozialkompetenz (Kommunikation)

- Persönlichkeitskompetenz (Lernbereitschaft)

Nenne die Phasen der Qualifizierung bzw. Personalentwicklung!

- Planungsphase: 

a) Zweck Ziele formulieren

b) Abgleich mit vorhandener Qualifikation 

c) entscheiden ob extern oder interne Bildungsträger 

d) Wahl der Maßnahme 

e) Ort und Durchführung 

f) Methoden

- Durchführungsphase:

a) Erwartungshaltung erfragen

b) Durchführung 

c) Kontrolle während und am Ende 

d) Beurteilungsbögen

- Transferphase:

a) Reflexion anregen

b) Planung Praxis Umsetzung 

c) Kontrolle wie und ob Wissen genutzt wird 

Welche Personalentwicklungsmaßnahmen gibt es?

- Job-Enlargement: erweitern des Arbeitsspektrums

- Job-Enrichement: höheres Niveau 

- Job-Rotation: Tauschen der Arbeitsplätze 

- Coaching: externe und interne Berater betreuen Fach und Führungskräfte

- Mentoring: erfahrene Mitarbeiter geben Wissen an junge weiter

Nenne die sechs Trainingmaßnahmen der Personalentwicklung!

- Training-on-the-Job

- Training-Nest-the-Job

- Training-off-The-Job

- Training-along-The-Job

- Training-Intro-The-Job

- Training-parallel-to-the-Job

Was ist das Trainee-Programm?

Eine Form des Training-Beat-the-Job für hochqualifizierte Mitarbeiter. Diese werden für zukünftige bestimmte Einsätze geschult durch vielfältige Seminare

Müss berücksichtigt werden:

- Zeitraum, Dauer, Kosten

- welche Abteilung Projekte werden durchlaufen

- wer hat die Verantwortung 

- wann ist das Programm abgeschlossen

Formen der außerbetrieblichen Fortbildung

- Lehrgänge: aufstiegsfortbildung 

- Seminare: Bestimmtes Lernziel, interaktiv, geringe Teilnehmer

- Tagung: Basiswissen vorhanden, viele Infos geringe Nachhaltigkeit 

- Konferenz: themenspezifische Sitzung und keine Vorträge sonder Kommunikation

- Kongress: mehrtägig, verschiedene Einzelveranstaltungen, vielfältige Themen 

Stufen von Aus- und Fortbildung!

- Ausbildung: Grundstufe

- Fortbildung: • Aufstiegsfortbildung 

• Anpassungsfortbildung

• Erweiterungsfortbildung

• Erhaltungsfortbildung

Planungsinhalte von Seminaren?

- Zielgruppe bestimmen

- Ort festlegen

- Budget fixieren

- Termin und Dauer beschließen 

- Inhalte abstimmen

Interne vs externe Bildungseinrichtungen

Intern:

- unabhängig von externen Anbietern 

- keine Weitergabe interner Infos 

- genaue Abstimmung auf Anforderung 

- direkte Verwendung am Arbeitsplatz 

Extern:

- größere Kompetenz

- größere Auswahl an Spezialisten 

- keine betriebsblindheit 

- größere Auswahl an Maßnahmen

Nenne Kriterien bei der Wahl externer Bildungseinrichtungen!

- Referenz Anbieter, Ort und Erreichbarkeit

- Kosten 

- Seminarangebote

- fachliche, didaktische und praktische Qualifikationen 

- Zertifizierungen

Wie wird die Erfolgskontrolle von Seminaren bestimmt?

- Beurteilungsbogen

- Interview

- Beobachtung

- Kennzahlen

Inhalt:

- wurde Wissen aufgenommen?

- Steigerung der Zufriedenheit?

- Leistungszunahme der geschulten?

Ursachen für Fachkräftemangel? 

- alternde Gesellschaft

- ausufernde Bürokratie 

- Reduzierung der durchschnittlichen Arbeitszeit 

- Modernisierung 

- Studierendenquote 

- zu wenig Zuwanderung 

-> steigende Nachfrage aber sinkendes Angebot 

Maßnahmen für Unternehmen gegen Fachkräftemangel?

- kurzfristige Personalentwicklungsmaßnahmen

- zeitarbeitsfirmen 

- eigene Auzubis und Mitarbeiter binden 

- neue Mitarbeiter aus anderen Regionen 

- Vereinbarkeit von Beruf und Familie schaffen 

- Fluktuation reduzieren 

- Übernahmegarantie 

- Azubi-Programme

Was ist das Ziel des Wissensmanagements?

Erfassen, selektieren, verarbeiten, analysieren und verbreiten des im Betrieb vorhandenen Wissens 

Möglichkeiten:

- Mitarbeiter teilt individuelles Wissen mit Unternehmen 

- nach einer Personalentwicklungsmassen für einen bestimmten Mitarbeiter, teilt dieser sein Wissen mit den anderen

- Schaffung von organisatorischen oder technischen Regeln zur Speicherung des individuellen Wissens z.B. Archiv

Gründe von Vorgesetzten um Wissen nicht weiter zugeben:

- infobedarf der Mitarbeiter wird nicht richtig erkannt

- es wird davon ausgegangen dass Mitarbeiter nicht genügend Fachkompetenz um verarbeiten zu können

- zu viele wichtige und unwichtige Infos überfordern Mitarbeiter 

- herrschaftswissen (Wissensvorsprung von Vorgesetzten durch nicht Weitergabe von Wissen) 

Nachteile von zu geringen Wissenaustausch?

- höhere Kosten der Infobeschaffung an anderen Stellen 

- möglicherweise entgehende Umsätze, Kosteneinsparungen 

- nicht ausreichend informierte Mitarbeiter sind demotiviert und leistungsmindernd 

- Fehlentscheidungen

Formen und Ziele des Wissens?

Formen:

- Daten (gesprochen oder schriftlich in Buchstaben, Zahlen usw) -> sinnvolle Ansammlung von Daten ist eine Information -> Info für jmd. relevant dann nennt man das Wissen

- individuelles Wissen ( Wissen des einzelnen Menschen)

- strukturelles Wissen (individuelles Wissen in Unternehmen gespeichert)

- impliziertes Wissen (Erfahrungen oder Erkenntnisse die sich nicht schriftlich oder mündlich ausdrücken lassen) -> undokomentiertes Wissen 

- explizites Wissen (mündlich oder schriftlich formulierbar) -> dokumentiertes Wissen 

Ziel: individuelles in strukturelles und impliziertes in explizites Wissen umwandeln und Weitergabe von wissen

Instrumente des Wissensmanagements?

- wissensdatenbank = data warehouse ( Mitarbeiter kann bei Bedarf auf gespeicherte Informationen wie in einem Kaufhaus zugreifen. Vorteil: schnell, Wissen geht nicht verloren, einfach)

- Pflichtenheft (wie will Leistungserbringer die Leistungen aus lastenheft umsetzen)

- Lastenheft ( Anforderung von Unternehmen an erbringer z.B. Muss-, Kann-, Sollkriterien sowie technische vertragliche und rechtliche Bedigungen und Anforderung an Materiallien)

- Dokumentenmanagementsystem (Mitarbeiter mit Zugang kann auf zentrale Datenbank zugreifen. Einfach, schnell, kostengünstig, einheitlich) 

- sonstige zb Workshops oder mentoring 

Was bedeutet IT und was ist ihr Ziel?

IT = Informationstechnologie

Ziel: 

- Kostensenkung

- Entscheidungsvorbereitung

- Prozess und Qualitätsoptimierung

- Managementunterstützung

- Forschung & Entwicklung unterstützen 

Quellen: 

- intern: Warenwirtschaftssystem, unternehmenssoftware, Betriebsstatistiken, Management-Infosysteme

- extern: Internet, Bib, Messen, Fachtagung, Forschungsinstitute 

Unterscheidung von KI und vor und Nachteile?

- schwache KI: spezieller Bereich übersteigt Menschen 

- starke KI: übersteigt generell den Menschen

Arbeitnehmer: arbeitserleichterung aber auch Gefahr von Arbeitsplatzverluste

Arbeitgeber: weniger Fachkräftemangel aber auch Gefahr fehlender Datenschutz und mehr Fehler

Gesellschaft: bessere Wettbewerbsfähigkeit aber auch weniger Datenschutz und Abhängigkeit von nicht EU-Ländern

Nennen sie 4 Zeitmanagement Methoden

1. Pareto-Prinzip

2. ABC-Analyse

3. ALPEN-Methode

4. Eisenhower-Prinzip

Was ist das Pareto-Prinzip?

Auch 80/20 Regel genannt

Besagt:

20% des gesamten Inputs macht 80% des möglichen Outputs

Restliche 20% Output nur durch 80% Input möglich

-> 20% Zeiteinsatz können 80% Ergebnis erzielen und restlichen 20% Ergebnis benötigt 80% Zeit

Was ist die ABC-Analyse im Zeitmanagement?

Erweiterung des Pareto-Prinzips

Unterscheidet in wichtig, halbwichtig und unwichtige Dinge beim Zeitmanagement 

Bedacht werden Leistung und Zeiteinsatz

A-Tätigkeiten: wenig Zeit große Leistung -> sofortige Konzentration darauf

B-Tätigkeiten: relativ wenig Zeit weniger Leistung -> delegieren

C-Tätigkeiten: viel Zeit wenig Leistung -> delegieren bis reduzieren

Was ist die Alpen-Methode im Zeitmanagement?

Verfahren um in schriftlicher Form die Aufgaben zeitlich zu erfassen.

A - Aufgabe erfassen

L - Länge schätzen

P - Pufferzeit einräumen

E - Entscheidung treffen

N - Nachkontrolle

Beschreibe die Methode des Zeitmanagement Eisenhower-Prinzip!

Unterscheidung der Kriterien Wichtigkeit und Dringlichkeit wobei Dringlichkeit nachrangig ist

1. wichtig/dringend -> sofort erledigen

2. wichtig/nicht dringend -> später selbst aber mit Termin

3. unwichtig/dringend -> delegieren

4. unwichtig/nicht dringend -> ablegen oder Papierkorb

Welche Fehler/Prinzipien der Tagesplanung im Zeitmanagement gibt es?

- realistisch eingeschätzt

- Reserve geplant

- schriftlich am PC festgelegt

- Einordnung der Dringlichkeit/Bedeutung

- schwierige Aufgabe -> in ruhiger Phase erledigen

- Routinetätigkeiten -> in unruhigen Phasen

- keine Überforderung

Welche Problemdiagnosetechniken der Entscheidungsfindung gibt es?

- Ursache-Wirkungsdiagramm (Ishikawa-Diagramm)

- FMEA (Fehler-Möglichkeiten-Einfluss-Analyse

- FMEA und Risikoprioritätszahl (RPZ)

- Kano-Modell der Kundenzufriedenheit

Was ist ein Ursache-Wirkungsdiagramm?

Ist eine Problemdiagnosetechnik und wird auch Ishikawa-Diagramm genannt. 

In Form eines Fischgräten-Diagramms werden Haupt und Nebenursachen eines Problems/einer Wirkung gezeigt

Fischkopf = Wirkung/Problem

Gräten = Ursachen

Was ist die FMEA?

Die Fehler-Möglichkeiten-Einfluss-Analyse dient zur Analyse von Risiken des Auftretens von Fehlern.

Varianten: 

- Design-/Konstruktions-FMEA: Phase der Forschung/Entwicklung

- Prozess-FMEA: Fehleranalyse bei betrieblichen Prozessen

- System-FMEA: Fehleranalyse fertiges Produkt

Ziele der FMEA:

- Zuverlässigkeit sichern

- Reduzierung Garantie-/Gewährleistungsfälle

- Senkung der Rückrufgefahr

Schritte:

1. Ermittlung der Einflussfaktoren

2. Identifizierung möglicher Fehler

3. Einschätzung Auftretungswahrscheinlichkeit/Häufigkeit

4. Bedeutung/Schwere Fehler

5. Abschätzung Entdeckungswahrscheinlichkeit

6. Lösungsansätze finden

Was ist die FMEA und RPZ?

Hier wird die FMEA mit einer Risikoprioritätszahl RPZ ergänzt.

Es werden die Schritte 3-5 der FMEA von 1-10 bewertet (1= seltener Fehler, leichter Fehler, wird wahrscheinlich entdeckt, 10= häufiger Fehler, schwerer Fehler, wird nicht entdeckt)

- Häufigkeit = H

- Schwere = S

- Entdeckungswahrscheinlichkeit = E

Formel: RPZ = H • S • E

Kritik:

- genaue Ermittlung der Größen schwer

- Multiplikatoren der Größen bedenklich da nicht gleiche Gewichtung 

Erkläre das Kano-Modell der Kundenzufriedenheit!

Erklärt den Zusammenhang zwischen den Eigenschaften eines Produkts und der resultierenden Kundenzufriedenheit.

- Basismerkmale (Muss): von Kunden als selbstverständlich angesehen -> keine Zufriendenheitsfolge

- Leistungsmerkmale (Soll): für Kunden von Bedeutung -> reduziert Unzufriedenheit bis schafft Zufriedenheit

- Begeisterungsmerkmale (Kann): sind nicht zu erwarten

- Ablehnungsmerkmale (Soll-Nicht): sind unerwünschte negative Leistungsmerkmale

- irrelevante Merkmale (Darf): Keine Relevanz für Zufriedenheit

- zeitliche Entwicklung: Entwicklung von Begeisterungsmerkmal zu Leistungsmerkmal zu Basismerkmal

Was sind Kreativitätstechniken und welche gibt es?

Faktoren zur Entscheidung welcher Methode man wählt:

- Anzahl Teilnehmer

- Zeitraum

- Komplexe/Kreative Ideen

- Bereich

Vorteile: 

- Potenzial ausnutzen durch verschiedenes Wissen durch verschiedene Mitarbeiter

- Kreativität

- Hohe Motivation

- Kreativität führt zu Innovationen

- Kostenersparnis

Nachteile:

- oberflächlich

- viel Fülle an Ideen

- möglicherweise negative Dynamik 

- für komplexe Zusammenhänge ungeeignet

- nichts für Einzelkämpfer

Methoden:

A) Brainstorming

B) Brainwriting

C) 6-3-5 Methode

D) Mind-Mapping

E) Morphologischer Kasten

F) Bionik

Lernen