zur AKAD Kurs


Z. M.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Interaktion und Netzwerkpflege in der Betriebswirtschaftslehre. Sie konzentrieren sich auf die Gesprächsführung, einschließlich der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Führungsgesprächen, sowie auf die Klärung von Standpunkten, die Analyse von Hintergründen und die Treffen von Vereinbarungen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Führungskräfte und Mitarbeiter, die ihre Kommunikationsfähigkeiten verbessern und effektivere Gespräche führen möchten, um die Motivation und Zufriedenheit im Unternehmen zu steigern.
Flashcards
60
Students
1
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
Other
Created / Updated
10.06.2025 / 10.06.2025

Flashcards

Rollenkonflikte entstehen

Rollenkonflikte entstehen, wenn ein Träger mehrerer Rollen sich widersprüchlichen Erwartungen ausgesetzt sieht.

Schlüsselfragen zur Rollenklärung:

Wer sind die Beteiligten?

Welche Erwartungen haben die Gesprächspartner in dieser Situation an mich?

Stimmen die Erwartungen mit meinem eigenen Rollenverständnis überein oder ist ein Rollenkonflikt vorprogrammiert?

Wie kann ich mein Rollenverständnis klar und verständlich vermitteln? Wie kann ich verständlich machen, warum ich welche Erwartungen nicht erfüllen kann oder darf?

Verhalten in einem akuten Rollenkonflikt:

Das Gespräch nicht aufnehmen und Rollenkonflikt umgehen, um das Ansehen als integre Person bewahren zu können. 

Das Gespräch unterbrechen und den Rollenkonflikt bzw. die möglicherweise schwelenden Erwartungen thematisieren und gegebenenfalls einen personellen Wechsel anbieten.

Ablauf eines Führungsgesprächs

Gesprächsvorbereitung

Organisatorische Vorbereitung: Teilnehmerkreis, Termin, Raum, Sitzordnung

Eigene Vorbereitung: Sach- und Beziehungsebene

 

Gesprächsdurchführung

Gesprächseinstieg

Gesprächsführung: Standpunkte klären, Hintergründe beleuchten, Entscheidungen fällen, Vereinbarungen treffen

Gesprächsabschluss

 

Gesprächsnachbearbeitung

Gesprächsauswertung

Gesprächsnotiz

Protokoll

Selbstreflexion

Unterschied zwischen Teamsitzungen und Einzelbesprechungen

Teamsitzungen dienen dazu, die Mitarbeitenden zu vereinen, gemeinsame Probleme oder Aufgaben vor Ort zu klären, wichtige Informationen direkt auszutauschen und dadurch wertvolle Synergien zu schaffen.

Einzelbesprechungen sind dann angebracht, wenn es um persönliche oder um schwierige Themen geht oder wenn die Diskretion gewahrt werden muss.

Leitfragen für die eigene, innere Vorbereitung

Sachebene

Wie sehe ich den Sachverhalt?

Wie sieht mein Gesprächspartner den Sachverhalt?

Welche zusätzlichen Informationen brauche ich allenfalls?

Welche Gesprächsziele verfolge ich?

Was will ich unbedingt ansprechen?

Was erwarte ich vom Gespräch?

Welchen Beitrag erwarte ich vom Gesprächspartner?

Was wäre ein gutes Gesprächsergebnis?

 

Beziehungsebene

Wie stehe ich zum Gesprächspartner?

Wie schätze ich unsere Beziehung ein?

Was halte ich vom Gesprächspartner, was hält er wohl von mir?

Welche Rolle nehme ich in diesem Gespräch ein?

Gibt es möglicherweise einen Rollenkonflikt (z. B. als Freund und als Vorgesetzter)?

Welche Interessen verfolge ich (persönlich oder in meiner Rolle)?

Wie gross ist mein Handlungsspielraum?

Gesprächsrahmen klären:

Sofern mehrere Personen am Gespräch teilnehmen, sie persönlich und ihre Rollen vorstellen

Gesprächsanlass und Gesprächsthema nennen

Ungefähre Gesprächsdauer bekannt geben

Vier Elemente der Gesprächsführung

Vereinbarungen treffen

Standpunkte klären

Hintergründe beleuchten

Entscheidungen fällen

Bewusst haben wir die Gesprächsführung als Kreislauf dargestellt, weil es immer wieder zu Rückschlaufen kommen kann:

Aus der Analyse der Hintergründe geht hervor, dass offenbar noch nicht alle Standpunkte geklärt sind; bei der Entscheidungsfindung stellt man fest, dass wesentliche Aspekte noch zu wenig klar beleuchtet wurden; getroffene Vereinbarungen lassen sich nicht verfolgen, weil man an etwas Entscheidendes noch nicht gedacht hat, oder sie führen zu Vorbehalten, sodass noch einmal eine Klärung der Standpunkte notwendig wird, usw.

Stellen Sie sich im Gesprächsverlauf immer wieder innerlich die folgenden Fragen:

Bin ich mir meiner Rolle bewusst und nehme ich sie auch wahr?

Behalte ich meine ursprüngliche Zielsetzung im Auge? (Oder sind wir vom Thema abgeschweift?)

Richte ich meine volle Aufmerksamkeit auf das Gegenüber?

Sende ich Ich-Botschaften? Stelle ich offene Fragen?

Habe ich eine entspannte Körperhaltung?

Wie stehe ich innerlich zum Gesprächsthema und zum Gegenüber?

Stellen Sie sich im Gesprächsverlauf immer wieder innerlich die folgenden Fragen:

Bin ich mir meiner Rolle bewusst und nehme ich sie auch wahr?

Behalte ich meine ursprüngliche Zielsetzung im Auge? (Oder sind wir vom Thema abgeschweift?)

Richte ich meine volle Aufmerksamkeit auf das Gegenüber?

Sende ich Ich-Botschaften? Stelle ich offene Fragen?

Habe ich eine entspannte Körperhaltung?

Wie stehe ich innerlich zum Gesprächsthema und zum Gegenüber?

Folgende Fragen helfen beim Gesprächsabschluss:

Ist dem Gespräch noch etwas anzufügen?

Gibt es noch offene Fragen?

Wurden die Ziele erreicht?

Sind die Abmachungen klar und verbindlich formuliert?

Sind die nächsten Schritte definiert?

Steht der Termin für die nächste Besprechung bzw. für das Überprüfen der vereinbarten Ziele fest?

Wie verlief das Gespräch? Wie geht es jetzt den Beteiligten?

Gesprächsnachbearbeitung

Die Nachbearbeitung hilft Ihnen, das Gesagte nochmals Revue passieren zu lassen und daraus neue Erkenntnisse zu ziehen, sei dies in Bezug auf das Gesprächsthema, auf die Gesprächsführung, auf die Gesprächspartner, auf sich selbst oder auf die Gesprächsergebnisse.

Die Beschlüsse machen Sie fass- und messbar, indem Sie

ie getroffenen Entscheidungen konsequent umsetzen,

die definierten Massnahmen einleiten,

die Vereinbarungen kontrollieren und

den Gesprächsverlauf bzw. die Gesprächsergebnisse mit einer Gesprächsnotiz dokumentieren.

Inhalt einer Gesprächsnotiz

Festzuhalten

Im Detail

Allgemeines

Gesprächsdatum und -ort

Gesprächsleitung

Auflistung der Anwesenden

Ausgangslage, Ziele

Anlass, Grund für das Gespräch

Kurze Zusammenfassung der Vorgeschichte

Ziele, Erwartungen an das Gespräch

Gesprächsinhalt

Kurze, stichwortartige Zusammenfassung des Gesprächs

Welche Massnahmen wurden vereinbart?

Welches Vorgehen wurde beschlossen?

Müssen Fristen eingehalten werden?

Was passiert, wenn die Massnahmen bzw. die Vereinbarungen nicht eingehalten werden? Festhalten der Konsequenzen

Formelles

Unterschrift (des Gesprächsleiters; Abmahnungen zudem vom Mitarbeiter bestätigen und unterzeichnen lassen)

Verteiler (an alle Betroffenen, in Absprache Kopie an alle Anwesenden oder weitere Stellen, wie z. B. die Personalabteilung)

Leitfaden für das Führungsgespräch, 1. Teil - Vorbreitung

 

Gesprächsrahmen organisieren: Termin, Raum, Sitzordnung und Unterlagen

Gesprächsziele und eigene Bedürfnisse definieren

Eigene Rolle und eigene Interessen erkennen

Eigene Haltung zum Gesprächsthema klären

Beziehung zum Gesprächspartner ergründen

Argumentationen und mögliche Reaktionen des Gesprächspartners gedanklich durchspielen

Handlungsspielraum abstecken

Leitfaden für das Fühurngsgespräch : Gesprächseinstieg

Freundliche Begrüssung, Dank für Bereitschaft und Zeit

Gesprächsrahmen klären: Teilnehmende, Anlass, Thema und Dauer

Eventuell Spielregeln für das Gespräch vereinbaren

Sogleich zur Sache kommen

Leitfaden für das Führung: Gesprächsführung

Standpunkte klären:

Schwieriges / Wichtiges offen ansprechen

Standpunkt des Gesprächspartners akzeptieren

Hintergründe beleuchten:

Gemeinsame und gegensätzliche Interessen klären

Handlungsspielraum für Lösungen abstecken

Entscheidungen fällen:

Lösungsvarianten besprechen, gegeneinander abwägen

Sich gemeinsam auf eine Lösung einigen

Objektive, realistische und praktikable Lösungen bevorzugen

Vereinbarungen treffen:

Weiteres Vorgehen vereinbaren

Massnahmen als Aufträge definieren

Ergebnisse zusammenfassen

Leitfaden: Gesprächsabschluss

Falls nötig, Termin für Nachbesprechung festlegen

Bedanken für Offenheit, Gesprächsbereitschaft, Vorschläge, zeitliche Inanspruchnahme etc.

Eventuell den Gesprächsverlauf gemeinsam reflektieren (Metakommunikation)

Verabschiedung

Leitfaden : Nachbearbeitung

Vereinbarungen (Ergebnisse, Massnahmen, Vorgehen) schriftlich festhalten

Massnahmen einleiten, Vereinbarungen kontrollieren

Selbstreflexion über Gesprächsführung und -verlauf

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