Interaktion und Netzwerkpflege
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Flashcards
Rollenkonflikte entstehen
Rollenkonflikte entstehen, wenn ein Träger mehrerer Rollen sich widersprüchlichen Erwartungen ausgesetzt sieht.
Schlüsselfragen zur Rollenklärung:
Wer sind die Beteiligten?
Welche Erwartungen haben die Gesprächspartner in dieser Situation an mich?
Stimmen die Erwartungen mit meinem eigenen Rollenverständnis überein oder ist ein Rollenkonflikt vorprogrammiert?
Wie kann ich mein Rollenverständnis klar und verständlich vermitteln? Wie kann ich verständlich machen, warum ich welche Erwartungen nicht erfüllen kann oder darf?
Verhalten in einem akuten Rollenkonflikt:
Das Gespräch nicht aufnehmen und Rollenkonflikt umgehen, um das Ansehen als integre Person bewahren zu können.
Das Gespräch unterbrechen und den Rollenkonflikt bzw. die möglicherweise schwelenden Erwartungen thematisieren und gegebenenfalls einen personellen Wechsel anbieten.
Ablauf eines Führungsgesprächs
Gesprächsvorbereitung
Organisatorische Vorbereitung: Teilnehmerkreis, Termin, Raum, Sitzordnung
Eigene Vorbereitung: Sach- und Beziehungsebene
Gesprächsdurchführung
Gesprächseinstieg
Gesprächsführung: Standpunkte klären, Hintergründe beleuchten, Entscheidungen fällen, Vereinbarungen treffen
Gesprächsabschluss
Gesprächsnachbearbeitung
Gesprächsauswertung
Gesprächsnotiz
Protokoll
Selbstreflexion
Unterschied zwischen Teamsitzungen und Einzelbesprechungen
Teamsitzungen dienen dazu, die Mitarbeitenden zu vereinen, gemeinsame Probleme oder Aufgaben vor Ort zu klären, wichtige Informationen direkt auszutauschen und dadurch wertvolle Synergien zu schaffen.
Einzelbesprechungen sind dann angebracht, wenn es um persönliche oder um schwierige Themen geht oder wenn die Diskretion gewahrt werden muss.
Leitfragen für die eigene, innere Vorbereitung
Sachebene
Wie sehe ich den Sachverhalt?
Wie sieht mein Gesprächspartner den Sachverhalt?
Welche zusätzlichen Informationen brauche ich allenfalls?
Welche Gesprächsziele verfolge ich?
Was will ich unbedingt ansprechen?
Was erwarte ich vom Gespräch?
Welchen Beitrag erwarte ich vom Gesprächspartner?
Was wäre ein gutes Gesprächsergebnis?
Beziehungsebene
Wie stehe ich zum Gesprächspartner?
Wie schätze ich unsere Beziehung ein?
Was halte ich vom Gesprächspartner, was hält er wohl von mir?
Welche Rolle nehme ich in diesem Gespräch ein?
Gibt es möglicherweise einen Rollenkonflikt (z. B. als Freund und als Vorgesetzter)?
Welche Interessen verfolge ich (persönlich oder in meiner Rolle)?
Wie gross ist mein Handlungsspielraum?
Gesprächsrahmen klären:
Sofern mehrere Personen am Gespräch teilnehmen, sie persönlich und ihre Rollen vorstellen
Gesprächsanlass und Gesprächsthema nennen
Ungefähre Gesprächsdauer bekannt geben
Vier Elemente der Gesprächsführung
Vereinbarungen treffen
Standpunkte klären
Hintergründe beleuchten
Entscheidungen fällen
Bewusst haben wir die Gesprächsführung als Kreislauf dargestellt, weil es immer wieder zu Rückschlaufen kommen kann:
Aus der Analyse der Hintergründe geht hervor, dass offenbar noch nicht alle Standpunkte geklärt sind; bei der Entscheidungsfindung stellt man fest, dass wesentliche Aspekte noch zu wenig klar beleuchtet wurden; getroffene Vereinbarungen lassen sich nicht verfolgen, weil man an etwas Entscheidendes noch nicht gedacht hat, oder sie führen zu Vorbehalten, sodass noch einmal eine Klärung der Standpunkte notwendig wird, usw.
Stellen Sie sich im Gesprächsverlauf immer wieder innerlich die folgenden Fragen:
Bin ich mir meiner Rolle bewusst und nehme ich sie auch wahr?
Behalte ich meine ursprüngliche Zielsetzung im Auge? (Oder sind wir vom Thema abgeschweift?)
Richte ich meine volle Aufmerksamkeit auf das Gegenüber?
Sende ich Ich-Botschaften? Stelle ich offene Fragen?
Habe ich eine entspannte Körperhaltung?
Wie stehe ich innerlich zum Gesprächsthema und zum Gegenüber?
Stellen Sie sich im Gesprächsverlauf immer wieder innerlich die folgenden Fragen:
Bin ich mir meiner Rolle bewusst und nehme ich sie auch wahr?
Behalte ich meine ursprüngliche Zielsetzung im Auge? (Oder sind wir vom Thema abgeschweift?)
Richte ich meine volle Aufmerksamkeit auf das Gegenüber?
Sende ich Ich-Botschaften? Stelle ich offene Fragen?
Habe ich eine entspannte Körperhaltung?
Wie stehe ich innerlich zum Gesprächsthema und zum Gegenüber?
Folgende Fragen helfen beim Gesprächsabschluss:
Ist dem Gespräch noch etwas anzufügen?
Gibt es noch offene Fragen?
Wurden die Ziele erreicht?
Sind die Abmachungen klar und verbindlich formuliert?
Sind die nächsten Schritte definiert?
Steht der Termin für die nächste Besprechung bzw. für das Überprüfen der vereinbarten Ziele fest?
Wie verlief das Gespräch? Wie geht es jetzt den Beteiligten?
Gesprächsnachbearbeitung
Die Nachbearbeitung hilft Ihnen, das Gesagte nochmals Revue passieren zu lassen und daraus neue Erkenntnisse zu ziehen, sei dies in Bezug auf das Gesprächsthema, auf die Gesprächsführung, auf die Gesprächspartner, auf sich selbst oder auf die Gesprächsergebnisse.
Die Beschlüsse machen Sie fass- und messbar, indem Sie
ie getroffenen Entscheidungen konsequent umsetzen,
die definierten Massnahmen einleiten,
die Vereinbarungen kontrollieren und
den Gesprächsverlauf bzw. die Gesprächsergebnisse mit einer Gesprächsnotiz dokumentieren.
Inhalt einer Gesprächsnotiz
Festzuhalten
Im Detail
Allgemeines
Gesprächsdatum und -ort
Gesprächsleitung
Auflistung der Anwesenden
Ausgangslage, Ziele
Anlass, Grund für das Gespräch
Kurze Zusammenfassung der Vorgeschichte
Ziele, Erwartungen an das Gespräch
Gesprächsinhalt
Kurze, stichwortartige Zusammenfassung des Gesprächs
Welche Massnahmen wurden vereinbart?
Welches Vorgehen wurde beschlossen?
Müssen Fristen eingehalten werden?
Was passiert, wenn die Massnahmen bzw. die Vereinbarungen nicht eingehalten werden? Festhalten der Konsequenzen
Formelles
Unterschrift (des Gesprächsleiters; Abmahnungen zudem vom Mitarbeiter bestätigen und unterzeichnen lassen)
Verteiler (an alle Betroffenen, in Absprache Kopie an alle Anwesenden oder weitere Stellen, wie z. B. die Personalabteilung)
Leitfaden für das Führungsgespräch, 1. Teil - Vorbreitung
Gesprächsrahmen organisieren: Termin, Raum, Sitzordnung und Unterlagen
Gesprächsziele und eigene Bedürfnisse definieren
Eigene Rolle und eigene Interessen erkennen
Eigene Haltung zum Gesprächsthema klären
Beziehung zum Gesprächspartner ergründen
Argumentationen und mögliche Reaktionen des Gesprächspartners gedanklich durchspielen
Handlungsspielraum abstecken
Leitfaden für das Fühurngsgespräch : Gesprächseinstieg
Freundliche Begrüssung, Dank für Bereitschaft und Zeit
Gesprächsrahmen klären: Teilnehmende, Anlass, Thema und Dauer
Eventuell Spielregeln für das Gespräch vereinbaren
Sogleich zur Sache kommen
Leitfaden für das Führung: Gesprächsführung
Standpunkte klären:
Schwieriges / Wichtiges offen ansprechen
Standpunkt des Gesprächspartners akzeptieren
Hintergründe beleuchten:
Gemeinsame und gegensätzliche Interessen klären
Handlungsspielraum für Lösungen abstecken
Entscheidungen fällen:
Lösungsvarianten besprechen, gegeneinander abwägen
Sich gemeinsam auf eine Lösung einigen
Objektive, realistische und praktikable Lösungen bevorzugen
Vereinbarungen treffen:
Weiteres Vorgehen vereinbaren
Massnahmen als Aufträge definieren
Ergebnisse zusammenfassen
Leitfaden: Gesprächsabschluss
Falls nötig, Termin für Nachbesprechung festlegen
Bedanken für Offenheit, Gesprächsbereitschaft, Vorschläge, zeitliche Inanspruchnahme etc.
Eventuell den Gesprächsverlauf gemeinsam reflektieren (Metakommunikation)
Verabschiedung
Leitfaden : Nachbearbeitung
Vereinbarungen (Ergebnisse, Massnahmen, Vorgehen) schriftlich festhalten
Massnahmen einleiten, Vereinbarungen kontrollieren
Selbstreflexion über Gesprächsführung und -verlauf