Wirtschaft und Gesellschaft Band 1

Kapitel 2 Unternehmungsmodell

Kapitel 2 Unternehmungsmodell


L. A.
Karten
41
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
28.04.2025 / 08.05.2025

Cartes-fiches

Supportprozesse

Aufgaben, welche die Bereitstellung der Infrastruktur und interner Dienstleistungen ( z.B. Einstellung von Personal oder die Abwicklung des Zahlungsverkehrs) betreffen.

Geschäftsprozesse

Geschäftsprozesse beinhalten Aufgaben, welche direkt die Herstellung der Produkte bzw. die Bereitstellung von Dienstleistungen und deren Verkauf betreffen.

Führungsprozesse

Auch Managementprozesse; beinhalten Aufgaben, welche die Führung und Organisation der gesamten Unternehmung betreffen.

Prozesse

Reihen von Aufgaben, die in einer vorgegebenen Abfolge zu erledigen sind

Strategie

"Weg zur Erreichung von vorgegebenen Zielen." Grundsätzliche, langfristige Verhaltensweise der Unternehmung gegenüber ihrer Umwelt zur Verwirklichung ihrer Ziele.

Leitbild

Formulierung der wichtigsten Absichten und Grundsätze zuhanden der Öffentlichkeit und der Mitarbeitenden. Es sollte aus Sicht der Unternehmung die folgenden drei Fragen beantworten:

- Wer sind wir?

- Was ist der Sinn und Zweck unserer Tätigkeit?

- Wie verhalten wir uns gegenüber den Anspruchsgruppen?

 

Soziales

Bereich im Unternehmungskonzept, der die Beziehungen der Unternehmung zu den Mitarbeitenden und zu Anliegen aus Gesellschaft und Umwelt umfasst.

Finanzen

Bereich im Unternehmungskonzept, der finanzielle Aspekte (z.B. Kapitalbedarf, Finanzierungsverfahren oder die Gewinnerwartung) enthält.

Leistung

Bereich im Unternehmungskonzept, der die Unternehmungsleistung (konkrete Produkte und Dienstleistungen) definiert.

(Unternehmungs-)Ziele

Konkret messbare anzustrebende Richtgrössen in den Bereichen Leistung, Finanzen (z.B. Umsatz in CHF) und Soziales – werden abgeleitet aus den "Absichten und Grundsätzen" - sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Absichten und Grundsätze

"Wegweiser“ für die Unternehmungstätigkeit. Enthält die grundlegenden Wertvorstellung, die im Unternehmen gelten sollen sowie die Verhaltensregeln (Normen) für das Zusammenleben und -arbeiten in der Unternehmung.

Unternehmungskonzept

Darstellungshilfe zur Erfassung und Beurteilung unternehmerischer Probleme und Entscheidungen. Damit können Auswirkungen und Wechselwirkungen von Entscheidungen in Bereichen Leistung, Finanzen und Soziales aufgezeigt werden.

Absatzmärkte

"Orte", an denen die Unternehmungen ihre Produkte oder Dienstleistungen verkaufen.

Bodenmarkt

Markt für den Produktionsfaktor Boden.

Gütermarkt

Markt für Investitionsgüter (Roh- und Hilfsstoffe, Betriebsmittel und auch Dienstleistungen) für die Unternehmungen.

Kapitalmarkt

Markt für mittel- und langfristige Kapitalanlagen und -aufnahmen, wird geprägt durch Angebot und Nachfrage nach Kapital.

Arbeitsmarkt

Markt für den Produktionsfaktor Arbeit (Arbeitskräfte bieten ihre "Arbeitskraft" an, Unternehmungen suchen die notwendigen Mitarbeitenden); wird massgebend geprägt durch die Wirtschaftslage.

Beschaffungsmärkte

Auf den Beschaffungsmärkten decken die Unternehmungen ihren Bedarf an Produktionsfaktoren (Arbeit, Wissen, Kapital und Boden) sowie den Bedarf an den zur Produktion nötigen Investitionsgütern (Rohstoffe, Maschinen).

Markpreis

Der Marktpreis bildet sich auf dem Markt aufgrund von Angebot und Nachfrage (geringes Angebot bei grosser Nachfrage führt zu einem Anstieg des Preises; grosses Angebot bei geringere Nachfrage führt zu einem Absinken des Preises).

Markt

"Ort", an dem Angebote und Nachfrage eines wirtschaftlichen Guts aufeinandertreffen.

Ökologie

Die Ökologie ist die "Die Lehre vom Haushalt der Natur“; sie untersucht die Beziehungen und Abhängigkeiten der Lebewesen innerhalb der Umwelt.

Ökologische Umweltsphäre

Umweltbereich, in dem die Beziehungen und Abhängigkeiten der Lebewesen innerhalb ihrer Umwelt dargestellt werden (Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Natur).

Soziale Umweltsphäre

Umweltbereich, in welchem verschiedene Gesichtspunkte des Zusammenlebens in der menschlichen Gemeinschaft betrachtet werden (Formen des Zusammenlebens, Bildungswesen, Politik, Religion).

Rezession

In einer Rezession befindet sich die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit (gemessen am BIP) in einer Abwärtsbewegung.

Hochkonjunktur

In einer Hochkonjunktur befindet sich die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit (gemessen am BIP) in einer Aufwärtsbewegung.

Konjunktur

Konjunktur bezeichnet die wirtschaftliche Gesamtlage.

Aussenwirtschaft

Die Aussenwirtschaft umfasst die Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland (Importe und Exporte, Zölle, Wechselkurse).

Volkswirtschaftslehre

Fachgebiet, in dem wirtschaftliche Vorgänge und Zusammenhänge untersucht werden, welche einzelne Branchen, Regionen und Länder oder die gesamte Weltwirtschaft betreffen.

Ökonomische Umweltsphäre

Umweltbereich, der geprägt ist durch gesamtwirtschaftliche Entwicklungen.

Verfahrensverbesserung

Das gleiche Produkt (oder die gleiche Dienstleistung) wird wegen des technischen Fortschritts auf eine kostengünstigere Art hergestellt.

Produktverbesserung

Mithilfe einer Erfindung gelingt es eine bessere Qualität beim Produkt zu erreichen oder ein neuartiges Produkt herzustellen.

Technologische Umweltsphäre

Umweltbereich, in welchem sich Veränderungen und Entwicklungen der verschiedenen Fertigungsmöglichkeiten und Arbeitstechniken ereignen, die in die Herstellung von Produkten und Erbringung von Dienstleistungen einfliessen.

Rechtliche Umweltsphäre

Bereich in der Umwelt einer Unternehmung, der durch die vom Staat erlassenen rechtlichen Regeln geprägt ist.

Umweltsphären

Bereiche in der Umwelt (im Umfeld) einer Unternehmung, in denen bedeutsame Veränderungen stattfinden. Wir unterscheiden fünf Umweltspähren, diese werden im Unternehmungsmodell als konzentrische Kreise dargestellt.

Unternehmungsmodell

Grafische Darstellung der wichtigsten Zusammenhänge, die bei der Führung einer Unternehmung zu beachten sind; es besteht aus den Umweltsphären, den Anspruchsgruppen und der Unternehmung (mit dem Unternehmungskonzept) im Zentrum.

Zielneutralität

Zwei anzustrebende Ziele sind unabhängig voneinander und beeinflussen sich gegenseitig überhaupt nicht.

Zielharmonie

Situation, in welcher die Erreichung eines Ziels einer bestimmten Anspruchsgruppe die gleichzeitige Erreichung eines anderen Zieles begünstigt (oder verstärkt); man spricht dann auch von gleichlaufenden Zielen.

Zielkonflikt

Situation, in welcher die Erreichung eines Zieles (einer Anspruchsgruppe) durch die Verwirklichung eines andern Zieles (einer andern Anspruchsgruppe) beeinträchtigt oder verunmöglicht wird.

NGO

NGO steht für Nichtregierungsorganisation (engl. Non-Governmental Organization), z.B. Rotes Kreuz, WWF, Greenpeace. NGOs zählen zur Anspruchsgruppe Institutionen.

Institutionen / NGOs

Gesellschaftliche Einrichtungen wie Verbände, Vereine, Parteien, Aktionsgruppen (Nichtregierungsorganisationen) oder auch die Medien (Presse, TV, Radio).

Étudier