Bautechnik Bewi 2024
Immobilien FA
Immobilien FA
-
- 1 / 164
-
Lernkarten
Funktion der Dampfbrenmse/-sperre
- Dampfbremse ist nach Innen und Aussen Wasserdampfdurchlässig
- Dampfsperre ist nur einseitig diffusionsoffen - d.h. nach Aussen diffudieren, nach Innen aber dicht; z.B Flachdach
- bauphysikalische Funktion zur Verhinderung der Damofwanderung von innen nach aussen (warm zu kalt)
- Schutz der darunterliegenden Konsktruktion während der Bauausführung
Flachdachsysteme Neubau
Warmdach (Standardausführung)
Einschalige, wärmegedämmte und nicht durchlüftete Flachbedachung, bei der die Abdichtung über der wärmedämmenden Schicht liegt
Verbunddach / Kompaktdach (keine Dampfsperre vorhanden)
Wärmedachsystem, bei dem alle Schichten (ausser der Schutz- und Nutzschicht) vollflächig miteinander und mit der Unterlage verbunden sind. Dach ist begehbar.
Umkehrdach
Dachsystem, bei dem die Abdichtung (wasserführende Schicht) unter der Wärmedämmschicht angeordnet ist (Wärmedämmung: extrudierter Polystyrolschaumstoff, eine Dampfbremse ist nicht erforderlich) Anwendung eher selten. Ist beschränkt begehbar.
Kaltdach (hinterlüftetes Flachdach, auch für flachgeneigte Dächer)
Dachsystem bestehend aus einer raumabschliessenden Innenschale mit Wärmedämmung, einer Aussenschale mit Abdichtung und einem dazwischenliegenden Belüftungsraum.
Flachdachsysteme bei Sanierung
Doppeldach
Bestehende Flachdachbedenkung ist intakt und dicht. Darauf wird ein zweites Dach mit einer zusätzlichen Dämmung (mind. 2-facher Dämmwert) angebracht.
Begrüntes Flachdach
Die Dachhaut erhält einen zusätzlichen Schutz vor Klimaeinwirkungen und mechanischer Beanspruchung. Der Schall- und Wärmeschutz wird verbessert. Niederschlagswasser wird teilweise zurückgehalten und verdunstet langsam -> kleinere Abflussmenge gelangt in die Kanalisation. Die durch den Baukörper verloren gegangene Grünfläche kann teilweise ersetzt werden.
Flachdachbegrünungsarten
- Spontanbegrünung
Dünne Humusschicht wird aus dem natürlichen Humusvorrat initiiert. Vegetation entwickelt sich nur sehr langsam.
- Extensivbegrünung
Über der Schutzschicht und einem Trennvlies wird eine Drainage- und Speicherschicht von 6cm verlegt (Betonkies oder Hydroperl). Eine Filtermatte trennt die darauf folgende Substratschicht von 50-70 mm. Die bestehende Vegetation besteht aus Moosen, Kräutern und Gräsern mit geringen Nährstoffansprüchen.
- Intensivbegrünung
Im Unterschied zur Extensivbegrünung weist die Humusschicht mit 20-40 cm eine grössere Nutzdicke auf. Die Vegetation besteht nebst Rasen aus Stauden, Sträuchern und kleineren Bäumen. Diese anspruchsvollen Pflanzen erfordern einen Schichtaufbau mit hoher Speicherkapazität sowie ein Bewässerungssystem.
Lebensdauer Flachdach
eine funktionale Tauglichkei von 20-25 Jahren
Aufgaben Spenglerarbeiten und eine Aufzählung der verwendeten Materialien
Die Spenglerarbeiten beinhalten das Abdichten gegen Feuchtigkeit und das Ableiten von Wasser mit dafür geeigneten Metallblechen und Blechteilen.
Materialien
- Stahlblech verzinkt
- Stahlblech aluminiert
- Chromnickelstahlblech
- Chromstahl verbleit
- Kupferblech
- Aluminiumblech
- Kupfer-Titan-Zinkblech
- Blei
Begriffe der Spenglerarbeiten - Buch S. 55-57
- Dachrinnen
Wasserableitung zum Ablaufrohr
- Einfassungen
z.B. Kamin, Dachfenster
- Seitenbleche
Anschluss an seitl. Wand
- Brustbleche
geneigte Wand an senkrechtes Wandstk.
- Dilatation
Bewegungsfugen wegen Ausdehnung der Bleche
- Stauhöhe
„offene“ Blechteile beim Flachdach 12cm über Schutzschicht
Blitzschutz
Verhinderung gefährlicher Spannungsdifferenzen während eines Blitzschalges im zu schützenden Objekt, um Personen- und Sachbeschädigungen zu vermeiden.
Warum?
- Personen- und Objektschutz
Was?
- Gebäude mit grösseren Menschenansammlungen, besonderen Wertgegenständen, Lagerung von gefährlichen Stoffen
- Hohe Bauwerke
Organe?
- Amtsstellen wie kantonales Versicherungsamt und deren Brandschutzbeauftragte
Anforderungen an Fenster
Licht
- Durchlassen von Tageslicht
- Verdunkelung störendes Licht, Verhinderung Blendung
- Verwehrung Durchsicht
Wärme
- Durchlassen der Wärme, Schutz vor Hitze
- Schutz gegen Wärmeverlust
Luft
- Luftaustausch und Frischluftersatz
- Schutz vor Luftzug, Rauch und Gestank
Schall
- Gegen Lärm von aussen sowie von innen
Aussenkontakt
- Hinauslehnen
Wasser
- Verhinderung von Kondensatbildung
Mechanische Festigkeit
- Windkräft aufnehmen
Schutz
- Einbruch, Hinausfallen, Brand
Die verschiedenen Verglasungsarten nennen und kurz beschreiben
- Wärmeschutzglas
· Spezielle Wärmeschutzbeschichtung
· Vermindert Lichtdurchlässigkeit
· U-Wert 1.0W/m2 K oder besser
- Schallschutzglas
· Meist durch dickeres Glas
- Verbundssicherheitsglas
· Mit Folienverbund
· Dort wo Absturz- oder Einbruchsgefahr besteht
· Glas zerbricht, es entsteht jedoch kein Loch
- Einscheibensicherheitsglas
· Erhöhung Bruchfestigkeit, Verhinderung von Verletzungen
· Sportanlagen, Schulhäuser, Glastrennwände
- Brandschutzgläser
· R-Verglasung: Rauch- und Flammendicht (30, 60 oder 90 min)
· F-Verglasung: Rauch-, Flammen und Wärmestrahlendicht
· T-Verglasung: dito F-V, jedoch beweglich (z.B. Türen)
- Spezialgläser
· Mit dazwischenliegenden Lamellen
- Dachflächenfenster
Welche Fensterarten gibt es? Rahmen und Flügelmaterial
Holz-Fenster
Holz-Metall-Fenster
Metall-Fenster
Kunststoff-Fenster
Kunststoff-Fenster mit Wechselrahmen
Aussentüren
Aufgaben – Beanspruchungen – Anforderungen
- Raumabschluss, Element der Gestaltung
- Dämmung (Schall/Wärme)
- Dämmung gegen Witterung (Feuchtigkeit, Wind)
- Feuer- und Rauchschutz
- Einbruchschutz
Arten von Aussentüren
Wohnungseinganstüre
· Kleinere Temperaturunterschiede
Haustüre
· Mehrschalig mit Wärmedämmun
Anforderungen an den Sonnen- und Wetterschutz
- Schutz vor direkter Wärmeeinstrahlung
- Schutz vor fremden Einblicken
- Schutz vor Strahlungsverlusten nach aussen
- Windschutz
- Schutz vor extremer Witterung
Systeme des Sonnen- und Wetterschutzes
Starre Systeme (Vordach, Dachvorsprung)
· Wenig Unterhalt
Bewegliche Systeme (Lamellenstoren, Stoffstoren, Rollladen, Fensterlasen)
· Individuelle Regelung
Definition elektrische Insallationen
Als elektrische Installationen werden alle technischen Installationen eines Bauwerkes bezeichnet, welche zur Versorgung mit elektrischem Stark- und Schwachstrom beitragen. Diese Anlagen dienen
- Der Beleuchtung
- Dem Antrieb von Elektromotoren
- Der Versorgung mit elektrischer Wärme und Kälte
- EDV, Telefon, Kommunikation
- Der Überwachung
- Alarmanlagen
Starkstrominstallationen > 50 Volt gefährlich für eine Person
- Licht, Wärme, Kraft
- Haupt- und Unterverteilungen
Schwachstrominstallationen < 50 Volt ungefährlich für Personen
- Telefon
- Sonnerie- und Gegensprechanlagen
- Antennen
Wie werden Personen und Sachen vor elektrischen Anlagen / Starkstromanlagen geschützt?
- Schutzerdung (Nullung) --> dreiadrige Kabel, dreipolige Stecker
- sonderisolierte Geräte und Isolierter Standort
- Potentialausgleich
- Fehlerstrimschutzschalter (FI)
- Kleinspannung unter 50V
- Überstromunterbrecher (Sicherungen)
Beschreibung FI-Schalter
überwacht die elektrischen Insallationen und schaltet sofort aus, bevor ein zur Erde abschliessender Strom gefährlich werden kann.
Neubau: Alle Leitungen
Umbau: mind. Nasszellen, Balkonsteckdosen, etc.
Aufgabe einer Heizungsanlage?
Den Energieverlust eines Gebäudes zu kompenzieren. Ein behagliches Raumklima schaffen.
Nenne die Komponenten einer Heizungsanlage
- Zuleitung und/oder Lagerung von Energieträgern (Öltank, Holz-Schnitzel-, Pellet-Bunker)
- Wärmeerzeuger (Umwandlung Energie in Nutzwärme) (Heizkessel mit Öl-, Gasbrenner, Brenner fpr Holzfeuerung)
- Wärmeverteiler (LEitungen zu ärmeabgabestellen)
- Wäremabgabe (Bodenheizung, Konvektoren, Radiatoren)
- Steuerung (Ventil, Klappen, Fühler)
- Sicherheitseinrichtungen (Expansionsgefäss, Überdruckventil)
- Kaminanlage (Holz-, Öl-, Gas-Heizung)
Nenne die Komponenten der Behaglichkeit
- Raumlufttemperatur
- Oberflächentemperatur
- Luftfeuchtigkeit (30-70% anzusterben sind 35-45%)
- Luftbewegung (< 0,2 m/s)
- Aussenluftbedarf (ca. 10-30 m3/h und Person)
- Kaltluftabfall
Erneuerbare Energieträger
- Biogas
- Umgebungswärme (Wärmepumpe)
- Holz
- Sonnenenergie (Sonnenkollektoren)
- Windenergie
- Wasserkraft
Nicht erneuerbare Energieträger
- Öl
- ERdgas, Flüssiggas
- Kohle
- Abfälle (Fernwärme, Wärmeverbund)
- Kernenergie
Bewertungskriterien für die Wahl des Energieträgers/Brennsroff
- erneuerbare oder nicht erneuerbare Energie
- Verfügbarkeit
- Effizienz der Heianlage & der Energieumwandlung
- Schadstoffhöhe bei Gewinnung & Verbrennung (Umweltbelastung)
- Energiekosten
- Unterhaltskosten
- Investitionskosten der Anlage
- Platzbedarf für Betrieb und Lagerung
- Contracting
Funktionsweise einer Wärmepumpe zu beschreiben
- Sole (gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel) zirkuliert in einen Kollektor/Sonde und nimmt Energie je nach System aus Erdreich, Grundwasser oder Luft
- Im Wärmetauscher trifft die Sole auf das Kältemittel in der Wärmepumpe, das sich dadurch erwärmt und verdampft
- Das Kältemittel wird durch einen Kompressor verdichtet. Die so erzeugte Wärme wird über einen Kondensator an das Heizsystem (Heizkreis) abgegeben
- Das Kältemittel zirkuliert, ein Expansionsgefäss senkt den Druck und das Mittel kühlt wieder ab. Der Prozess wiederholt sich
Womit wird Wärmeabgegeben?
1) Heizkörper
- Radiator - durch Strahlung und Konvektion (bei mir zu Hause)
- Heizwand - durch Stahlung (ohne Rillen, glatte Oberfläche)
- Konvektor - durch Konvektion (Whg. ex Telitel - kl. Heizung unterhalb Fenster
2) Fussbodenheizung
- Nassbausystem - Heizleitung im Unterlagsboden
- Trockenbausystem - Heizleitungen im Wärmedämmung
Vor- und Nachteile einer Fussbodenheizung
Vorteile
- vorteilhaft bei Wärmepumpe
- gut geeignet bei kalten Bodenbelägen wie Keramikplatten
- grosse Strahlungsfläche
- selbstregulierungseffekt
Nachteile
- Träge
- hohe Kosten bei nachträglichen Änderungen /Rep.
- längere Bauzeit wegen Trocknungszeig UB
- Kältegefühl vor grossen Glasflächen
Worfür sind Thermostatische Heizkörperventile?
- zur Raumtemperaturregulierung bei Heizkörpern
- für Regulierung von tiefer behezten Räumen der selben Heizgruppe
- Frostschutzsicherung in frostgefährdeten Räumen
- zur Sicherung von Mindesttemperatruen bei "Wärmesparern"
Elemente der Lüftungstechnischen Anlagen
- Lüftungsanlagen (Zuluft, Ablauft, Wärmerückgewinnung)
- Klimaanlage (Klimazentrale, Einzelgeräte kompakt or. gesplittet)
- Kälteanlage (Kühlräume)
- Regel- und Sicherheitsorgane, Elektro- & Pneumatiktafeln, Dämmungen
Welche 4 thermodynamischen Funktionen werden unterschieden?
- Erwärmen
- Kühlen
- befeuchten
- Entfeuchten
Funktion der kontrolliereten Wohnungslüftung (KWL) und deren Nachteile
Ist ein Zu- und Avluftsystem mit einer Wärmerückgewinnung
- Ventilator sauft Aussenluft an & wird mit Raumabluft vermischt (Wärmerückgewinnung)
- Aussenluft wird gefiktert / Innenanbluft gereinigt
- Zuluft Räume ist vergewärmt
- kleiner anpassbarer Luftwechsel (keine Zugserscheinungen)
- "es wird gelüftet" - auch ohne Fenster öffnen durch Bewohner
Nachteile:
- Platzbedarf für Kanäle und Anlagen
- Kosten für Installation und Betrieb
- Aufwand für Reinigung und Wartung
- zusätzlicher Strombedarf
- mehr Technik (Defekte, Unterhalt, etc,)
- keine Klimaanlage ("heizt" im Siommer eher)
Zweck der Wärmerückgewinnung (WRG)
- Lüftungsverlust reduzieren
- Energie- & Betriebkosten zu sparen
- die in der Ablauf vorhandene Wärme für die Erwärmung der zugeführten Kaltluft-Zufuhr nutzbar zu machen
Was ist die Aufgabe der Wasserversorgung?
- beschaffung von Frischwasser (meistens Trinkwassser)
- Abgabe desselben in hygienisch einwandfreier Qualität & in genügender Menge
Wasseraufbereitung
Warum? durch verschiedene Faktoren wie verschmutzung, höhere Komfortansprüche, verschäfte Betriebsbedinngungen, vielfältige Mineralien
Notwendig bei:
- grossen Mineraliengehalt --> Enthärtung
- schlecher Wasserqualität --> Entkeimung
- aggressivem Wasser --> Impfung