Immobilien FA


A. D.
Diese Lernkarten behandeln zentrale Themen der Bauphysik und Gebäudetechnik, von Wärmedämmung über Schallschutz bis zu Feuchtigkeitsproblemen. Im Fokus stehen Schutzschichten, Wandaufbauten, Abdichtungen und Wärmebrücken sowie deren Auswirkungen auf Energieeffizienz und Raumklima. Planer, Handwerker und Studierende profitieren von praxisnahen Erklärungen zu Konstruktion, Sanierung und Schadensprävention.
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Créé / Mis à jour
04.01.2024 / 24.05.2026

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Wofür steht SIA und welche Publikationen erstellt er? 

Schweizerischer Ingenieuren- und Architektenverein

- Berufsverband der Architekten und Ingenieure
- SIA gibt gültige Normen für das Bauwesen heraus
- Anerkannte Regeln der Baukunde
- Ist kein Gesetz sondern ergänzendes Recht

Die wichtigsten Normen sind: 

SIA 102; Ordnungen für Leistungen und Honorare von Architekten

SIA 118; Allgemeine Bedingungen für Bauarbeiten

SIA 416; Flächen und Vollumen von Gebäuden

SIA 400; Planbearbeitung im Hochbau

SIA 358; Geländer und Brüstungen

Wofür steht CRB und was publiziert er?

Schweizerische Zentralstelle für Baurationalisierungen

- Setzt Standards in der Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Bauwerken

- Führt zu einem effizient und praxisgerecht abgestimmten Informationsaustausch

Wofür steht SUVA und was wird publiziert?

Schweizerische Unfallversicherungsanstallt

- Veröffentlicht Richtlinien, Verordnungen zur Arbeitssicherheit

- Verstösse können zivilrechtliche Massnahmen oder Leistungskürzungen nach sich ziehen

Wofür steht VKF und was publiziert er?

 

Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen

- stellt die gesetzliche Grundlage für Ausführung des Brandschutzes in Gebäuden dar

- Gibt schweizerisches Branchenregister heraus

- Erarbeitet Brandschutzvorrichtungen, Richtlinien und Empfehlungen

- Beurteilt und zertifiziert Baustoffe und Bauteile

Wofür steht BfU und was piubliziert er?

Beratungsstelle für Unfallverhütung

- Gesetzlicher Auftrag Nichtbetriebsunfälle zu verhüten und Präventionsmassnahmen zu koordinieren. Problembereiche inner- und ausserhalb von Gebäuden wie z.B rutschfeste Böden, Spielplätze, Geländer

Wofür steht BKP? Beschreibe die wichtigsten Inhalte.

Baukostenplan

- Kostengliederungsmethode

- Wichtigster Standard des CRB

- Ordnet und strukturiert Planungs- und Bauablauf

- Gliedert sämtliche Baukosten, ermöglicht deren Überwachung

- Verständigungs-, Koordinations-, und Führungsmittel

- Investitionskostenplan in Arbeitsgattungen des Hochbaus strukturiert

- Dient der Gliederungsmethode (keine Berechnungsmethode, im Gegensatz zur EKG) für den KV

- Ist in 10 Hauptgruppen aufgeteilt

Nenne die 10 Hauptgruppen des BKP

- BKP 0; Grundstück

Kauf, Erschliessung, Notariat, Grundbuchkosten

- BKP 1; Vorbereitungsarbeiten

Nebenkosten für den Erwerb, Abbrüche, Sicherungen fremder Bauten

- BKP 2; Gebäude

Bauleistungen Erstellung Gebäude

- BKP 3; Betriebseinrichtung

Eingebaute Einrichtungen

- BKP 4; Umgebung

Garten, Kleinbauten ausserhalb Hauptgebäude, innere Erschliessungen

- BKP 5; Baunebenkosten

Keine Bauleistungen, Gebühren, Versicherungen

- BKP 6 / 7; Reserve

- BKP 8; Unvorhergesehenes

- BKP 9; Ausstattung

Mobile Gegenstände, Möbel, Beleuchtung, Vorhäng

Wofür steht EKG und was publiziert er?

Elementkostengliederung

- Instrument für mengen- und kostenmässige Auswertungen (Kennwerte) sowie für Kostenschätzungen und -berechnungen während der Planungsphase.

- Ermöglicht Kostenschätzungen mit einer Genauigkeit von +/- 5-10%. Aufbau basiert auf der Elementmethode.

- Ermöglicht Quantifizierung folgender wichtigen Kostenfaktoren:

  • Grösse (Geschossfläche / Volumen eines Objekts)
  • Form (Relationen zwischen Bezugsmengen und Bauwerksteilen, Z.B. Dach- zu Geschossfläche)
  • Qualität (Einheitspreise der Bauwerksteile / Elementkosten)
  • Komplexität (Installationsgrad, Relation zw. Installations- und Gesamtkosten)

Wafür steht eBKP-H und erkläre ihn.

Baukostenplan Hochbau

- Gliedert Kosten nach Bauteil-Elementen z.B Äussere Wandbekleidung 

- Gliederung von Kostenarten anwendbar von der Planung, über Realisation, Inbetriebnahme, Instandhaltung bis zur Erneuerung

- Grundlage zur systematischen Auswertung von Kosten

- Aufbau nach Bauteilelementen (Unterschied zum BKP)

- Effiziente Kostenplanung

- Einheitliche Definition für: Kostenermittlung, Kostenoptimierung, Kostenkontrolle, Kostensteuerung, Kostenauswertung

- Kompatibel mit NPK

Nenne die Hauptgruppen des eBKP-H

- A, Grundstück

Kauf, Notariatskosten

- B, Vorbereitung

Baustelleneinrichtung, Rückbau Bauwerk, Baugrube

- C, Konstruktion Gebäude

Bodenplatte, Wand-, Deckenkonstruktion

- D, Technik Gebäude

Elektro, Brandschutz, Lift

- E, Äussere Wandbekleidung Gebäude

Wärmedämmung, Fenster, Sonnenschutz

- F, Bedachung Gebäude

Dach, Blitzschutz

- G, Ausbau Gebäude

Boden-, Deckenbelag, Küche, Geräte

- H, Nutzungsspezifische Anlagen Gebäude

Produktionsanlagen, Labor, Grossküche

- I, Umgebung Gebäude

Garten

- J, Ausstattung

Mobiliar, Textilien

- V, Planungskosten

Architekt, Ingenieur, Berater

- W, Nebenkosten zur Erstellung

Bewilligungen, Gebühren

- Y, Reserve/Teuerung

- Z, Mehrwertsteuer

Wofür steht NPK?

Normpositionen-Katalog

- Genormte Grundlage zur Erstellung von Leistungsverzeichnissen

- Nach Arbeitsgattungen im gesamten Bauwesen gegliedert

Nachteil: NPK-Texte sind oft recht kompliziert und vor allem umfangreichen Beschreibungen der Positionentexte

Definiton Plansatz

Aus verschiedenen Plänen zusammengestellt (Ansichten, Grundrisse, Schnitte). Die meisten Pläne bilden Schnittstellen zu anderen Arbeiten. SIA 400 bildet die Norm für Pläne im Hochbau.

Nenne die wichtigsten Angaben im Plankopf

- Auftraggeber mit Namen und Adresse

- Planinhalt (mit der Bezeichnung des Bauobjekt, Objektteil, Massstab, Plantitel, Angaben von Planänderungen)

- Planverfasser; Namen des Büros und Adresse, Auftragsnummer und Name des Zeichners

- Planidentifikation; Plannummer, Änderungsindex, Datum und Planformat

- Erstellungsdatum und Daten von Planrevisionen

Nenne die verschieden Masstäbe und die dazugehörigen Pläne.

1:10000 / 1:5000 / 1:2000 = Übersichtspläne, Zonenpläne

1:1000 / 1:500 = Situationspläne, Katasterpläne

1:200 = Situationspläne in Städten, Wettbeberbspläne, Vorprojektpläne

1:100 = Projketpläne, Bauprojekt

1:50 = Werkpläne = Ausfühungspläne

1:20 / 1:10 / 1:5 / 1:1 = Detailpläne = Ausfühungspläne

Verschiedene Planarten zu unterscheiden und deren Inhalte zu erklären (Vorprojektplan, Baueingabeplan, Ausführungspläne)

Vorprojektpläne

- Katasterplan / Situationsplan

· Massstab 1:500 / 1:1’000

- Situationspläne in Städten, Wettbewerbspläne, Vorprojektpläne

· Massstab 1:200

Baueingabepläne

- Projektpläne, Bauprojekt

· Massstab 1:100

· Grundrisse, Fassaden, Schnitte, Kanalisation, Umgebung

Ausführungspläne

- Werkpläne

· Massstab 1:50

· Grundrisse, Fassaden, Schnitte, Details

- Detailpläne

· Massstab 1:20 / 1:10 / 1:5 / 1:1

Sinnbilder/Schraffuren von Baustoffen nach SIA 400

Alle Planarten in der Tabelle

Flächen und Vollumendefinition nach SIA 416.

Norm für die Definition von Flächen und Volumen. Vereinheitlicht die Berechnung von Grundstücks- und Gebäudeflächen.

Basis für:

- Flächen- und Volumennachweisen

- Variantenvergleiche

- Wirtschaftlichkeitsüberlegungen

- Statistische Erfassungen

GF

Geschossfläche

allseitig unschlossene und überdeckte Grundrissfläche inkl. Konstruktionsfläche (KF)

Nettogeschossfläche (NFG) + Konstruktionsfläche (KF) = Geschossfläche (GF) 

NFG

Nettogeschossfläche

KF

Konstruktionsfläche

Grundrissfläche der umschliessenden und innenliegenden Kostrunktionsbauteile wie Aussen- und Innenwände, Stüzen und Brüstungen

NF

Nutzfläche

HNF

Hauptnutzfläche

NNF

Nebennutzfläche (Abstellräume, Waschküchen, Estrich- und Kellerräume)

VF

Verkehrsfläche (Erschliessung, Treppen, Korridore)

FF

Funktionsfläche (Haustechnik, Tankräume)

AGF

Aussengeschossfläche (Balkon, Terrasse)

ANF

Aussennutzfläche

ANGF

Aussen-Nettogeschossfläche

GSF

Grundstücksfläche (kann mehrere Parzellen umfassen)

- Anrechenbare GSF für Ausnutzung; abzüglich Erschliessung, offene Gewässer, Waldabstand

GGF

Gebäudegrundfläche

UF

Umgebungsfläche

GV

Gebäudevolumen

NGV

Nettogebäudevolumen

KV

Konstruktionsvolumen

NV

Nutzvolumen

VV

Verkehrsvolumen

FV

Funktionsvolumen

Übersicht Geschossflächen

Nenne die 5 Konstruktionelemente

- Tragkonstruktion

- Fundament

- Gebäudehülle

- Haustechnik

- Innenausbau

Étudier