Immobilien FA


A. D.
Diese Lernkarten behandeln zentrale Themen der Bauphysik und Gebäudetechnik, von Wärmedämmung über Schallschutz bis zu Feuchtigkeitsproblemen. Im Fokus stehen Schutzschichten, Wandaufbauten, Abdichtungen und Wärmebrücken sowie deren Auswirkungen auf Energieeffizienz und Raumklima. Planer, Handwerker und Studierende profitieren von praxisnahen Erklärungen zu Konstruktion, Sanierung und Schadensprävention.
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Allemand
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Autres
Créé / Mis à jour
04.01.2024 / 24.05.2026

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Nenne die 4 Tragkonstruktionen

Massivbau

Schottenbau

Skelettbau

Mischbauweise

Beschreibe den Massivbau

Merkmale: Tragende Aussen- und Innenwände

Auswirkungen:

- Wirkt eher schwer

- bietet grosse Geborgenheit (einzelne Räume)

- Nachträgliche Veränderbarkeit eingeschränkt

Beschreibe den Schottenbau

Anwendung: z.B. Einfamilienhäuser

Merkmale: Tragfunktion durch paralell zueinander stehenden Tragwände

Auswirkung:

- wirkt leicht bis kompakt

- durchgehende Räume möglich, Einlass von Sonnen + Licht zweiseitig

- Veränderbarkeit möglich

Beschreibe den Skelettbau

Anwendung: z.B Gewerbe/Bürobauten 

Markmale: Tragfunktion durch Gerippe, Rahmentragwerke aus Stahl, Beton oder Holz, Aussteiffung über Decke und Wände oder Liftkern

Auswirkungen:

- wirkt leicht und offen gegliedert

- freie Raumgestalung, grosse Öffnungen sind möglich

- grosse Flexibilität

 Beschreibe die Mischbauweise

Anwendung: z.B Wohnungen 

Merkmale: Tragfunktion und Aussteiffung durch Wände und Skelettbauweise

Auswrkungen: 

- Wirkt ähnlich wie Skelettbauweise mit zusätzlichen Wandscheiben zur Ausseiffung 

Aufgabe und Funktion eines Fundament

- Übertragen Bauwerks- und Nutzlasten auf den Boden

- Stellen Standsicherheit und Grundbruch-, Rutschsicherheit sicher

- Keine unzulässigen Setzungen

- Beschaffenheit des Bodens entscheidet über Art des Fundaments

Nenne die 4 Fundamentarten

Streifenfundament

Einzelfundament

Plattenfundament 

Pfähle

Definition Streifen- und Einzelfundament

- Guter Baugrund über Grundwasserspiegel

- Unter tragenden Wänden und Stützen

- Arbeitsintensiv

Definition Plattenfundament

- Praktisch, da Keller und Schutzräume sowieso einen Betonboden brauchen

- Häufig verwendet

- Durchgehend Bodenplatte

Definition Pfähle

- Bei schlechtem Baugrund

- Überträgt Lasten auf tragfähigere Bodenschichten

Anforderungen an Aussenwände

  • Tragfähigkeit (Statik)
  • Wäme- und Schalldämmung
  • Raumbegrenzung
  • Witterungsschutz
  • Brandschutz
  • Schutz vor mechanischen Einflüssen
  • Schutz vor chemischen Einflüssen
  • Wasserdichtigkeit
  • Ästhetik
  • Wirtschaftlichkeit
  • evt. denkmalpflegerische Aspekte

Gliederung von Aussenwänden

  • Massivbau (Einschalenwände, Mehrschalenwände, Skelettwände, Montagewände)
  • Leichtbau (Holz- und Stahlkonstruktionen)
  • Montagebau (Holz- und Stahlbau)

Aussenwände über Terrain 

Sind Wände, die das Haus oberhalb des Erdreichs von Sonne, Regen, Hitze, Kälte, Schall, Wind etc. schützen. Fenster und Türen führen ins Freie.

Aussenwände unter Terrain

Sind Wände, die das Haus vom Erdreich trennen, Bsp. Keller. Tageslicht ist nur mittels Abgrabung oder einem Schacht möglich.

Einschalenwände - Gegossene Wand z.B Beton

 

Merkmale

· Funktionen der Aussenwand werden durch eine Wandschal übernommen

· Wärmedämmschicht fehlt

Eigenschaften

· Geringes Wärmedämmvermögen

· Wärmebrücken bei Deckenauflegern

· Geringe Rissanfälligkeit

· Einfache Planung

· Hohes Wärmespeichervermögen

Anwendung

· Nicht beheizte Räume (Garagen, Untergeschosse)

Einschalenwände - Gemauerte Wand

 

Merkmale

· Verbundskonstruktion von Mauerteilen und Mörtel

Eigenschaften

· Beeinflusst durch Qualität der Steine und Mörtel

Einschalenwände - Einsteinmauerwerk

 

Merkmale

· In jeder Schicht nur eine Steinreihe

· Keine zusätzliche Wärmedämmung

· Aussen oft mit Spezialputz

Einschalenwände - Verbandmauerwerk

Merkmale

· Wird heut nicht mehr verwendet

· In jeder Schicht mind. Zwei Steinreihen

Mehrschalenwände

Merkmale

- Zwei oder mehrere Wandschalen übernehmen verschiedene Funktionen (Tragen, Wärmedämmen, Schützen)

· Tragschale innen

· Wärmedämmung im Kern

· Wetterschutzschale aussen

Eigenschaften

- Gutes Wärmedämmvermögen

- Wärmebrücken können vermieden werden

- Gefahr von Rissen in der Aussenschale

- Kondensat innerhalb der Konstruktion (Dampfdiffusion beachten)

Anwendung

Aussenwände über & unter Terrain

 

Zweischalen-Mauerwerkt

Funktionen

• Wetterschutzschale gemauert

• Wärmedämmung im Wandkern

• Tragschale innen

Auswirkungen

• Tragkonstruktion im Bereich gleichmässiger Temperaturen

• keine Wärmebrücken

• relativ gute Wärmespeicherung

• verzögerter Wärmedurchgang nach innen (sommerlicher Wärmeschutz)

• sehr guter Witterungsschutz

• geringer Unterhalt

• eher teure Lösung

• Dauerhaft • guter Schallschutz

• Wandstärke (Verlust Innenraum)

Kompakt-Fassade

Funktionen

• Wetterschutzschale in Form einer auf die Wärmedämmung aufgezogene Putzschicht (inkl. Gewebeeinlage)

• Wärmedämmschicht aussen (Polystyrol- oder Mineralfaserplatte)

• Tragschale innen

Auswirkungen

• Tragkonstruktion im Bereich gleichmässiger Temperaturen

• keine Wärmebrücken

• relativ gute Wärmespeicherung

• geringe Wanddicke

• äussere Beschichtung (Putz) mechanisch verletzbar

• auch für Sanierungen geeignet (Dampfdiffusion beachten)

• geringe Feuerbeständigkeit je nach Material

• preiswert

• Unterhaltsanfällig (Ausrichtung/Umgebung)

Aussendämmung mit hinterlüfteter Fassadenverkleidung

Funktionen

• Wetterschutzschale

• Hinterlüftungsebene

• Wärmedämmschicht mechanisch geschützt

• Tragschale innen

Auswirkungen

• Tragkonstruktion im Bereich gleichmässiger Temperaturen

• keine Wärmebrücken

• relativ gute Wärmespeicherung innen

• keine Diffusionsprobleme (bauphysikalisch einwandfrei) • sehr guter Witterungsschutz

• Dauerhaftigkeit

• geringer Unterhalt

• repräsentative Wirkung

Vorzeile

Aussendämmung, Wärmespeicherung, Wasserdampfdiffusion, sommerlicher Wärmeschutz, geringer Unterhalt und Dauerhaftigkeit

Innengedämmte Aussenwand

Funktionen

• Tragschale aussen ist zugleich Wetterschutzschale

• Wärmedämmung innen

• innere Bekleidung oder VormauerungKapite

Auswirkungen

• Tragkonstruktion ist den Temperaturschwankungen ausgesetzt (Längenänderungen)

• Wärmebrücken bei Deckenauflage n und Innenwandanschlüssen

• Geringe Wärmespeicherung

• Dampfdiffusionsprobleme beachten

• Verlust von Innenraum

Innengedämmte Aussenwände sind in den wenigsten Fällen zu empfehlen! Anwendung hauptsächlich bei Sanierungen mit Erhalt des Fassadenbildes (Denkmalschutz).

Rahmenbau (Holzbau)

Funktionen

• Wetterschutzschale

• Hinterlüftungsebene

• Wärmedämmung in Ebene der Tragschale

• Verkleidung innen

Auswirkung

• Analog Aussenwand «Aussendämmung mit hinterlüfteter Fassadenverkleidung»

• Verbesserung Luftschalldämmung mittels Faserdämmstoffmatte

• Standardisierung und Serienanfertigung möglich

• Vorfabrikation und dadurch schnelles Aufrichten möglich • geringe Baufeuchtigkeit

• Bau ist demontierbar

Aufgaben und Anforderungen an Decken

- Statische Lasten

Eigenlast und Nutzlast aufnehmen und auf Fundamente übertragen

- Bauphysikalische Anforderungen

Schallschutz und Brandschutz

- Ästhetische Anforderungen

Raumwirkung, Farbe, Form

Welche Deckenkonstruktionsarten werden unterschieden?

Massive Betondecke

Holzbalkendecke

Betronrippendecke

Cobiaxdecke 

Verbunddecke

Eigenschaften der Massiven Betondecke

Anwedung: Klassiche Ausführung in fast allen Bereichen des Hochbaus wie bsp. EFH, MFH, Bürogebäuden, Spitäler

Vorteile:

  • Gute Aussteifung
  • geringe Konstrunktionshöhe
  • gute Luftschalldämmung
  • schwimmenden Unterlagsboden erzeugt sehr gute Trittschall-Werte
  • gutes Wärmespeicherungsvermögen
  • Haustechnikinstallationen können eingelegt werden

Nachteile:

  • Verbund Balkon, Gegare, unbeheizte Räume
  • Bauteil mit hoher Eigenlast
  • Lange Trocknungszeit
  • schlechtes Wärmedämmvermögen

Eigenschaften Holzbalkendecke

Anwendung: Wohnungsbau (vorwiegend EFH), Gewerbebau, öffentliche Bauten (2-3 Geschossen), lägerräume für Lad und Forstwirtschaft

Vorteile:

  • Nachwachsender Baustoff
  • sichtbare oder verdeckte Balkenlage
  • bringt keine Feuchtigkeit in de Bau
  • einfacher Einbau
  • trotz Brennbarkeit gutes Brandverhalten

Nachteil:

  • begrenzte Stützweite
  • benötigt zur Rohdeckung nich zusätzliche Schichten (z.B Trittschalldämmung)

Eigenschaften Betonrippdecke

Anwendung: Industrie-, Geschäfts- und Bürobau / Hallenbau

Vorteile:

  • Verbunddecke, ähnlich Plattenbalkendecke
  • Platte gelichezeitig mit Betonbalken betoniert
  • grosse Spannweite
  • geringes Eigengewicht (gegenüber massiver Betondecke)
  • Einfach Installationsfühung zwischen Rippen

Nachteile:

  • aufwendig, teure Schalung
  • unebene Deckenuntersicht
  • Haustechnikinstallationen schlecht quer führen
  • statische Verstärkung im Stützenbereich

Eigenschaften Coviaxdecke

Anwendung: bei grossen Deckenflächen im Wohn-/Geschäfts- und Bürobau

Vorteile:

  • Einsparung Deckengewicht bis zu 35% zu Massivbetondecke
  • geringere Deckendurchbiegung
  • weniger Stürzen = weitere Räume = Nutzungsflexibel

Nachteile:

  • mehr Planungsaufwand für Bauingenieur
  • muss in mehreren Etappen betoniert werden

Eigentschaften Verbunddecke

Man unterscheidet: Holz-Beton-Verbunddeckem & Stahlträger-Verbunddecken

Balkone und ihre Anforderungen

Früher oft als Balkonplatte (durchgehende Betonplatte) konstruiert. Heute zur Vermeidung von Wärmebrücken thermisch vom Gebäude abgetrennt.

Anforderungen

- Lage (Sonne, Schutz gegen Einsicht)

- Ausreichende Grösse, je nach Anzahl Pers. pro Haushalt (mind. 5-11m2, Tiefe mind. 1.5m)

- Geländerhöhe mind. 1m, bei festen Brüstungen 90cm

- Bis zu 75cm Höhe keine horizontale Unterteilung und Zwischenräume von max. 12 cm

Funktion der Dächer zu erläutern

- Schutz vor Regen, Schnee, Wind, Temperatur

- Brandschutz

- Schallschutz

- Nutzung des Dachraumes

- Erscheinungsform des Gebäudes (Ästhetik)

- Gestalterisches Einfügen in die Umgebung

- es wirkt raumbegrenzend

- tragend

- dämmend

- dichtend

- schützt mit den Vordächern die Aussenwände

Dei einzelnen Dacharten/formen nenne - Buch S. 47 / Rep. Folien S. 34 & 35

  • Satteldach
  • Pultdach
  • Walmdach
  • Krüppelwalmdach
  • Mansadendach
  • Viereckiger Zeltdach
  • Schleppdach
  • Lukarne mit Giebel
  • Lukarne mit Walm
  • Flachdach
  • Schlappgaube
  • Spitzgaube
  • Rundgaube
  • Sattelgaube

Wozu dient ein Unterdach?

Ein Unterdach ermöglicht eine bessere Dichtung der Eindeckung gegen Flugschnee, Staub, Russ usw. Es kann bei manchen Bedachungsmaterialien unmittelbar als Unterlage dienen. In Verbindung mit einer Konterlattung ist eine Unterlüftung der Dachhaut zu erreichen. Es wird unterschieden zwischen wasserabweisenden und wasserdichten Unterdächern.

Dacheindeckungsmaterialien

- Ziegel

- Faserzement

- Wellplatten

- Steinplatten

- Blech

Bestandteile Steildach

Sparren

- Kanthölzer, Träger der Dachhaut, verlaufen senkrecht zur Traufe

Pfetten

- Kanthölzer, Träger der Sparren, verlaufen parallel zur Traufe

Dachbinder

- Tragkonstruktion, welche die Last der Pfetten übernehmen

 

Aufbau einer Steildachkonstruktion

- Eindeckung

· Leitet Wasser ab und überträgt Lasten (Schnee, Wind) auf die Tragekonstruktion

- Durchlüftungsraum

- Winddichtung

· Kaltseitig verlegte winddichte Schicht

- Unterdach

· Separate Schicht zur Wasserableitung

- Evtl. zusätzlicher Durchlüftungsraum

- Schalldämmschicht

· Kombiniert mit Wärmedämmschicht

- Wärmedämmschicht

- Dampfbremse / Dampfsperre + Luftdichtigkeitsschicht

Zähle die Schutzfunktionen des Flachdaches auf

- Schutz vor Feuchtigkeit und Nässe

- Schall-, Wärme- und Brandschutz

- mechanische Beanspruchung je nach Nutzungsart

Unter welchen Flachdacharten wird unterschieden?

- nicht begehbare Dächer

- begehbare Dächer, Balkone, Terrassen

- befahrbare Dächer

- Begrünte Dächer (extensive und intensive Begrünung)

Arten der Abdichtungsbahnen

- Abdichtung mit Polymer-Bitumen-Dichtungsbahnen

· Zweilagig

· Mind. 5mm dick

· Verklebt und verschweisst

- Abdichtung mit Kunststoff-Dichtungsbahnen

· Einlagig

- Abdichtung mit Kautschuk-Folien (EPDM)

· Einlagig

· Schnell und sicher

Elemente der Flachbedachung

- Gefällschicht

Schicht, die zur Erreichung des verlangten Gefälles auf die Unterkonstruktion aufgebracht wird (=Gefällbeton).

- Dampfsperre/-bremse

Schicht mit definierter Wasserdampfdurchlässigkeit.

- Wärmedämmschicht

Schicht aus wärmedämmenden Baustoffen mit definierter Wärmeleitfähigkeit.

- Abdichtung

Ein- oder mehrlagige Schicht zur Abdichtung des Bauwerks gegen Regen, Schnee und Schmelzwasser.

- Schutzschicht

Bahnförmige Lage auf der Abdichtung als erster Schutz vor dem Aufbringen von Schutz- und Nutzschichten.

- Drainageschicht

Zwischenschicht zur Abführung resp. Rückhaltung (Retention) von Meteor- und/oder Sickerwasser.

- Nutzschicht

Als Gehbelag, Fahrbelag oder Vegetationsschicht ausgebildete oberste Schicht der Flachbedachung.

- Anschluss

Verbindung der Abdichtung an andersartige, an die Dachfläche angrenzende oder diese durchdringende, Bauteile

- Abschluss

Verbindung der Flachbedachung mit dem Dachrand.

- Auf- bzw. Abbordung

Fortsetzung der Flachbedachung oder von Teilen davon an den Rändern nach oben bzw. nach unten als Teil der An- und Abschlüsse.

Étudier