Bautechnik Bewi 2024
Immobilien FA
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Flashcards
Nenne die 4 Tragkonstruktionen
Massivbau
Schottenbau
Skelettbau
Mischbauweise
Beschreibe den Skelettbau
Aufgabe und Funktion eines Fundament
- Übertragen Bauwerks- und Nutzlasten auf den Boden
- Stellen Standsicherheit und Grundbruch-, Rutschsicherheit sicher
- Keine unzulässigen Setzungen
- Beschaffenheit des Bodens entscheidet über Art des Fundaments
Nenne die 4 Fundamentarten
Streifenfundament
Einzelfundament
Plattenfundament
Pfähle
Definition Streifen- und Einzelfundament
- Guter Baugrund über Grundwasserspiegel
- Unter tragenden Wänden und Stützen
- Arbeitsintensiv
Definition Plattenfundament
- Praktisch, da Keller und Schutzräume sowieso einen Betonboden brauchen
- Häufig verwendet
- Durchgehend Bodenplatte
Definition Pfähle
- Bei schlechtem Baugrund
- Überträgt Lasten auf tragfähigere Bodenschichten
Anforderungen an Aussenwände
- Tragfähigkeit (Statik)
- Wäme- und Schalldämmung
- Raumbegrenzung
- Witterungsschutz
- Brandschutz
- Schutz vor mechanischen Einflüssen
- Schutz vor chemischen Einflüssen
- Wasserdichtigkeit
- Ästhetik
- Wirtschaftlichkeit
- evt. denkmalpflegerische Aspekte
Gliederung von Aussenwänden
- Massivbau (Einschalenwände, Mehrschalenwände, Skelettwände, Montagewände)
- Leichtbau (Holz- und Stahlkonstruktionen)
- Montagebau (Holz- und Stahlbau)
Aussenwände über Terrain
Sind Wände, die das Haus oberhalb des Erdreichs von Sonne, Regen, Hitze, Kälte, Schall, Wind etc. schützen. Fenster und Türen führen ins Freie.
Aussenwände unter Terrain
Sind Wände, die das Haus vom Erdreich trennen, Bsp. Keller. Tageslicht ist nur mittels Abgrabung oder einem Schacht möglich.
Einschalenwände - Gegossene Wand z.B Beton
Merkmale
· Funktionen der Aussenwand werden durch eine Wandschal übernommen
· Wärmedämmschicht fehlt
Eigenschaften
· Geringes Wärmedämmvermögen
· Wärmebrücken bei Deckenauflegern
· Geringe Rissanfälligkeit
· Einfache Planung
· Hohes Wärmespeichervermögen
Anwendung
· Nicht beheizte Räume (Garagen, Untergeschosse)
Einschalenwände - Gemauerte Wand
Merkmale
· Verbundskonstruktion von Mauerteilen und Mörtel
Eigenschaften
· Beeinflusst durch Qualität der Steine und Mörtel
Einschalenwände - Einsteinmauerwerk
Merkmale
· In jeder Schicht nur eine Steinreihe
· Keine zusätzliche Wärmedämmung
· Aussen oft mit Spezialputz
Einschalenwände - Verbandmauerwerk
Merkmale
· Wird heut nicht mehr verwendet
· In jeder Schicht mind. Zwei Steinreihen
Mehrschalenwände
Merkmale
- Zwei oder mehrere Wandschalen übernehmen verschiedene Funktionen (Tragen, Wärmedämmen, Schützen)
· Tragschale innen
· Wärmedämmung im Kern
· Wetterschutzschale aussen
Eigenschaften
- Gutes Wärmedämmvermögen
- Wärmebrücken können vermieden werden
- Gefahr von Rissen in der Aussenschale
- Kondensat innerhalb der Konstruktion (Dampfdiffusion beachten)
Anwendung
Aussenwände über & unter Terrain
Zweischalen-Mauerwerkt
Funktionen
• Wetterschutzschale gemauert
• Wärmedämmung im Wandkern
• Tragschale innen
Auswirkungen
• Tragkonstruktion im Bereich gleichmässiger Temperaturen
• keine Wärmebrücken
• relativ gute Wärmespeicherung
• verzögerter Wärmedurchgang nach innen (sommerlicher Wärmeschutz)
• sehr guter Witterungsschutz
• geringer Unterhalt
• eher teure Lösung
• Dauerhaft • guter Schallschutz
• Wandstärke (Verlust Innenraum)
Kompakt-Fassade
Funktionen
• Wetterschutzschale in Form einer auf die Wärmedämmung aufgezogene Putzschicht (inkl. Gewebeeinlage)
• Wärmedämmschicht aussen (Polystyrol- oder Mineralfaserplatte)
• Tragschale innen
Auswirkungen
• Tragkonstruktion im Bereich gleichmässiger Temperaturen
• keine Wärmebrücken
• relativ gute Wärmespeicherung
• geringe Wanddicke
• äussere Beschichtung (Putz) mechanisch verletzbar
• auch für Sanierungen geeignet (Dampfdiffusion beachten)
• geringe Feuerbeständigkeit je nach Material
• preiswert
• Unterhaltsanfällig (Ausrichtung/Umgebung)
Aussendämmung mit hinterlüfteter Fassadenverkleidung
Funktionen
• Wetterschutzschale
• Hinterlüftungsebene
• Wärmedämmschicht mechanisch geschützt
• Tragschale innen
Auswirkungen
• Tragkonstruktion im Bereich gleichmässiger Temperaturen
• keine Wärmebrücken
• relativ gute Wärmespeicherung innen
• keine Diffusionsprobleme (bauphysikalisch einwandfrei) • sehr guter Witterungsschutz
• Dauerhaftigkeit
• geringer Unterhalt
• repräsentative Wirkung
Vorzeile
Aussendämmung, Wärmespeicherung, Wasserdampfdiffusion, sommerlicher Wärmeschutz, geringer Unterhalt und Dauerhaftigkeit
Innengedämmte Aussenwand
Funktionen
• Tragschale aussen ist zugleich Wetterschutzschale
• Wärmedämmung innen
• innere Bekleidung oder VormauerungKapite
Auswirkungen
• Tragkonstruktion ist den Temperaturschwankungen ausgesetzt (Längenänderungen)
• Wärmebrücken bei Deckenauflage n und Innenwandanschlüssen
• Geringe Wärmespeicherung
• Dampfdiffusionsprobleme beachten
• Verlust von Innenraum
Innengedämmte Aussenwände sind in den wenigsten Fällen zu empfehlen! Anwendung hauptsächlich bei Sanierungen mit Erhalt des Fassadenbildes (Denkmalschutz).
Rahmenbau (Holzbau)
Funktionen
• Wetterschutzschale
• Hinterlüftungsebene
• Wärmedämmung in Ebene der Tragschale
• Verkleidung innen
Auswirkung
• Analog Aussenwand «Aussendämmung mit hinterlüfteter Fassadenverkleidung»
• Verbesserung Luftschalldämmung mittels Faserdämmstoffmatte
• Standardisierung und Serienanfertigung möglich
• Vorfabrikation und dadurch schnelles Aufrichten möglich • geringe Baufeuchtigkeit
• Bau ist demontierbar
Aufgaben und Anforderungen an Decken
- Statische Lasten
Eigenlast und Nutzlast aufnehmen und auf Fundamente übertragen
- Bauphysikalische Anforderungen
Schallschutz und Brandschutz
- Ästhetische Anforderungen
Raumwirkung, Farbe, Form
Welche Deckenkonstruktionsarten werden unterschieden?
Massive Betondecke
Holzbalkendecke
Betronrippendecke
Cobiaxdecke
Verbunddecke
Eigenschaften der Massiven Betondecke
Anwedung: Klassiche Ausführung in fast allen Bereichen des Hochbaus wie bsp. EFH, MFH, Bürogebäuden, Spitäler
Vorteile:
- Gute Aussteifung
- geringe Konstrunktionshöhe
- gute Luftschalldämmung
- schwimmenden Unterlagsboden erzeugt sehr gute Trittschall-Werte
- gutes Wärmespeicherungsvermögen
- Haustechnikinstallationen können eingelegt werden
Nachteile:
- Verbund Balkon, Gegare, unbeheizte Räume
- Bauteil mit hoher Eigenlast
- Lange Trocknungszeit
- schlechtes Wärmedämmvermögen
Eigenschaften Holzbalkendecke
Anwendung: Wohnungsbau (vorwiegend EFH), Gewerbebau, öffentliche Bauten (2-3 Geschossen), lägerräume für Lad und Forstwirtschaft
Vorteile:
- Nachwachsender Baustoff
- sichtbare oder verdeckte Balkenlage
- bringt keine Feuchtigkeit in de Bau
- einfacher Einbau
- trotz Brennbarkeit gutes Brandverhalten
Nachteil:
- begrenzte Stützweite
- benötigt zur Rohdeckung nich zusätzliche Schichten (z.B Trittschalldämmung)
Eigenschaften Betonrippdecke
Anwendung: Industrie-, Geschäfts- und Bürobau / Hallenbau
Vorteile:
- Verbunddecke, ähnlich Plattenbalkendecke
- Platte gelichezeitig mit Betonbalken betoniert
- grosse Spannweite
- geringes Eigengewicht (gegenüber massiver Betondecke)
- Einfach Installationsfühung zwischen Rippen
Nachteile:
- aufwendig, teure Schalung
- unebene Deckenuntersicht
- Haustechnikinstallationen schlecht quer führen
- statische Verstärkung im Stützenbereich
Eigenschaften Coviaxdecke
Balkone und ihre Anforderungen
Früher oft als Balkonplatte (durchgehende Betonplatte) konstruiert. Heute zur Vermeidung von Wärmebrücken thermisch vom Gebäude abgetrennt.
Anforderungen
- Lage (Sonne, Schutz gegen Einsicht)
- Ausreichende Grösse, je nach Anzahl Pers. pro Haushalt (mind. 5-11m2, Tiefe mind. 1.5m)
- Geländerhöhe mind. 1m, bei festen Brüstungen 90cm
- Bis zu 75cm Höhe keine horizontale Unterteilung und Zwischenräume von max. 12 cm
Funktion der Dächer zu erläutern
- Schutz vor Regen, Schnee, Wind, Temperatur
- Brandschutz
- Schallschutz
- Nutzung des Dachraumes
- Erscheinungsform des Gebäudes (Ästhetik)
- Gestalterisches Einfügen in die Umgebung
- es wirkt raumbegrenzend
- tragend
- dämmend
- dichtend
- schützt mit den Vordächern die Aussenwände
Dei einzelnen Dacharten/formen nenne - Buch S. 47 / Rep. Folien S. 34 & 35
- Satteldach
- Pultdach
- Walmdach
- Krüppelwalmdach
- Mansadendach
- Viereckiger Zeltdach
- Schleppdach
- Lukarne mit Giebel
- Lukarne mit Walm
- Flachdach
- Schlappgaube
- Spitzgaube
- Rundgaube
- Sattelgaube
Wozu dient ein Unterdach?
Ein Unterdach ermöglicht eine bessere Dichtung der Eindeckung gegen Flugschnee, Staub, Russ usw. Es kann bei manchen Bedachungsmaterialien unmittelbar als Unterlage dienen. In Verbindung mit einer Konterlattung ist eine Unterlüftung der Dachhaut zu erreichen. Es wird unterschieden zwischen wasserabweisenden und wasserdichten Unterdächern.
Dacheindeckungsmaterialien
- Ziegel
- Faserzement
- Wellplatten
- Steinplatten
- Blech
Bestandteile Steildach
Sparren
- Kanthölzer, Träger der Dachhaut, verlaufen senkrecht zur Traufe
Pfetten
- Kanthölzer, Träger der Sparren, verlaufen parallel zur Traufe
Dachbinder
- Tragkonstruktion, welche die Last der Pfetten übernehmen
Aufbau einer Steildachkonstruktion
- Eindeckung
· Leitet Wasser ab und überträgt Lasten (Schnee, Wind) auf die Tragekonstruktion
- Durchlüftungsraum
- Winddichtung
· Kaltseitig verlegte winddichte Schicht
- Unterdach
· Separate Schicht zur Wasserableitung
- Evtl. zusätzlicher Durchlüftungsraum
- Schalldämmschicht
· Kombiniert mit Wärmedämmschicht
- Wärmedämmschicht
- Dampfbremse / Dampfsperre + Luftdichtigkeitsschicht
Zähle die Schutzfunktionen des Flachdaches auf
- Schutz vor Feuchtigkeit und Nässe
- Schall-, Wärme- und Brandschutz
- mechanische Beanspruchung je nach Nutzungsart
Unter welchen Flachdacharten wird unterschieden?
- nicht begehbare Dächer
- begehbare Dächer, Balkone, Terrassen
- befahrbare Dächer
- Begrünte Dächer (extensive und intensive Begrünung)
Arten der Abdichtungsbahnen
- Abdichtung mit Polymer-Bitumen-Dichtungsbahnen
· Zweilagig
· Mind. 5mm dick
· Verklebt und verschweisst
- Abdichtung mit Kunststoff-Dichtungsbahnen
· Einlagig
- Abdichtung mit Kautschuk-Folien (EPDM)
· Einlagig
· Schnell und sicher
Elemente der Flachbedachung
- Gefällschicht
Schicht, die zur Erreichung des verlangten Gefälles auf die Unterkonstruktion aufgebracht wird (=Gefällbeton).
- Dampfsperre/-bremse
Schicht mit definierter Wasserdampfdurchlässigkeit.
- Wärmedämmschicht
Schicht aus wärmedämmenden Baustoffen mit definierter Wärmeleitfähigkeit.
- Abdichtung
Ein- oder mehrlagige Schicht zur Abdichtung des Bauwerks gegen Regen, Schnee und Schmelzwasser.
- Schutzschicht
Bahnförmige Lage auf der Abdichtung als erster Schutz vor dem Aufbringen von Schutz- und Nutzschichten.
- Drainageschicht
Zwischenschicht zur Abführung resp. Rückhaltung (Retention) von Meteor- und/oder Sickerwasser.
- Nutzschicht
Als Gehbelag, Fahrbelag oder Vegetationsschicht ausgebildete oberste Schicht der Flachbedachung.
- Anschluss
Verbindung der Abdichtung an andersartige, an die Dachfläche angrenzende oder diese durchdringende, Bauteile
- Abschluss
Verbindung der Flachbedachung mit dem Dachrand.
- Auf- bzw. Abbordung
Fortsetzung der Flachbedachung oder von Teilen davon an den Rändern nach oben bzw. nach unten als Teil der An- und Abschlüsse.