Bautechnik Bewi 2024
Immobilien FA
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Lernkarten
Nenne die Sanitär Installations-Systeme
- Unterputz-Installation (Schlitzverfahren)
- Leistungsschachte für vertikale Installationen
- Vorwandinstallation konventionell oder mit Elementen (Sanbloc, Kombifix, GSI-System, Kombinierte Systeme)
- Kombinierte Installationssysteme = Metallgerüst mit vorgefertigter Installation & Verkleidung mit Sanitärmöbeln & Apparatemontage
Nenne drei elektronische Schutzmassnahmen bei Hausinstallationnen gegen die Personengefährdung
- Schutzerdung (Nullung) = dreiadrige Kabel, Stecker, usw.
- Fehlerstromschutzschalter (FI)
- Potenzausgleich
Arten und Anforderungen an eine Innentüre
- Zimmertüren ohne Anforderungen
- Schalldämmtüren
- Brandschutztüren
- Sicherheitstüren
- Abschlusstüren für Wohnungen
Zweck eines Schliessplans
Mit dem Schliessplan wird dem Schlüsselinhaber ermöglicht, bestimmte Schlösser mit einem Schlüssel zu öffnen
- Mechanik
a) ungeschützt, frei kopierbar
b) patentgeschützt (registriert) - Mechatronik
a) offnline - Elektronik
a) online (jede Türe mit Server verbundenM Schlessverwaltung)
Definition und Anforderungen an Bodenbeläge
Bodenkonstruktionen umfassen die Schichten oberhalb der Decken- Tragkonstruktion. Sie ist meist mehrschichtig aufgebaut und besteht aus Unterkonstruktion und Nutzschicht. Der Bodenbelag ist die oberste Schicht der Bodenkonstruktion und gilt als Verschleissschicht.
Anforderungen an Bodenbeläge (innen und aussen)
- Gute Haftung bzw. Gute mechanische Befestigungsmöglichkeiten am Untergrund
- Gleichmässige und genügende Belagsdicke
- Ausreichende Festigkeit
- Gute mechanische Abriebfestigkeit
- Rissfreiheit
- Gleichmässiges, fleckenloses Aussehnen ohne Ausblühungen, farbecht
- Wärmedämmend
- Trittschalldämmend
- Schallabsorbierend
- Elastisch oder oberflächenhart
- Trittsicher, rutschfest
- Bodenheizungsgeeignet
- Raumgestaltend
- Pflegeleicht
- Hygienisch
- Feuerbeständig und wenig Qualm entwickelnd
- Witterungsbeständig und frostsicher
- Elektrische Ableitfähigkeit
Unterlagsböden
- Schwimmend ausgeführt
- Dicke je nach Dämmung
- Rohreinlagen (Bodenheizung) wenn möglich in Dämmung, nicht im Unterlagsboden
Fugenlose Nutzschichten
- Hartbeton
- Wo? Garagen, Keller
- Material? Betron, Zement
- Eigenschaft? verschliessfest, druckfeste, abriebfest
- Verlegung? Gegossen - Kunzharzbelag
- Wo? Lagerräume, Nassräume
- Material? Epoxithart
- Eigenschaft? schlagzäh, schwindfest, säurefest, nicht staubend
- Verlegung? gegossen - Gussasphalt
- Wo? Garagen, Lagerräume
- Material? Mischgut aus Bitumen, Füller, Sand & Splitt
- Eigenschaft? abriebfest, wasserfest, wetterfest, nicht staubend
- Verlegung? gegossen
Bodenbeläge aus Linoleum, Kunststoffen und Textilien
- Linoleum
- Korrifor, Wohn- Esszimmer, SZ, KÜ
- Kork, Holz, etc.
- wiederstandsfähig, elastisch, wärmeisolierend
- nachwachsender Rohstoffe - PVC
- Schulen, Spitäler
- Polyvinylchlorid
- hohe Verschleissfestigkeit, gute Elsatizität, leichte Reinigung - Teppich
- SZ, KZ, WZ, Korridor
- nat. Fasern aus Baumwolle etc. / chem. Fasern
- Fusswarm, Treppen-, Rollstuhl- & Fussbodenheizunggeeignet
Böden aus Natur- & Kunststein, keramische Platten
- Granit (Naturstein)
- KÜ, Bad, WZ
- Fein bis Grobkörnig
- schwer, hart, druckfest, frost., witterung. & säurebeständig - Kunststeinbeläge
- Treppen, Fensterbönke, Bodenplatten
- wetter- & frostbeständig, viele Oberflächenarten wie geschliffen, sandgestrahlt - Keramische Bodenplatten
Steingut
- unglasiert oder glasierte Wandbeläge
- wärmespeichernd, unglasiert = schmutzempfindlich, galsiert = pflegeleicht
Steinzeug / Feinsteinzeug
- unglasierte Bodenplatten
- wiederstandsfähig, abriebfest, frostbeständig
Klinker
- rustikale Bodenbeläge für Korridore, Hallen, Restaurants
- hart, wiederstandsfähig, witterungs- & frostbeständig
Bodenbeläge aus Holz und Holzwerkstoffen
Parkett
Klebeparkett / Fertigparkett / Massivparkett
- Korridor, WZ, EZ, SZ, KÜ, Fussbodenheizggeeignet
- Imprägnierung mit Öl, Versiegelung mit Wasserlack oder DD- Lack
- Farbunterschied im Holz
- ausreichend Luftfeuchtigkeit im Raum notwendig
- lange austrocknungszeit des UB vor der Verlegung
Laminatböden
- Rohstoffe aus natürlichen Materialien
- hohe Verschleissfestigkeit
- Optik eines Holzbodens
- leicht Pflege & Reinigung
- Langlebigkeit
- Nässeempfindlich
- laute Akustik
- Mehrschichtig (1. Trägematerial, 2. Dekor (Holzimitat), 3. Overlay (Kunzartzfolie))
Wandbeläge
Wandbeläge sollen, wie sämtliche Oberflächenbeschichtungen und Beläge, den Gebrauchswert, die Dauerhaftigkeit und die Ästhetik der Bauteile verbessern. Es werden folgende Wandbeläge unterschieden
- Verputz & Abrieb
- Tapeten
- Natur- & Kunststeinplatten
- Keramische Platten
- Holz
- Brndschutzverkleidungen
Anstriche
- Decken --> Leim- oder Kalkfarbe
- Wände --> Kalkfarbe
- Metallteile --> Primer, Kunstharzfarbe, Acrylfarbe
- Holzschutz --> Kunstharzfarbe, Acrylfarbe
Deckenverkleidungen
- Holztäferdecken
- Holzfasterplatten
- Spanplatten funiert
- Mineralfaserplatten
- Gipsplattendecke
- Metalldecke
- Putzdecke
- Akustikdecke
Küchenanordnungen
- Einfrontküche
- Zweifrontküche
- Winkelküche
- U-Küche
- Mehrfrontenküche und freie anordnung wie Kochinsel
Arbeitesflächen / Abdeckungen
- Spanplatten / Kunzhartzbelegt
- Naturstein / Granit
Hitzebeständig, nahezu unverwüstlich - Kunststein
schlagfest, porenfrei, kratzempfindlich, kann geschliffen werden - Massivholz
hitze- und feuchtigskeitsempfindlich, lackiert oder geölt - Chromstahl
hitzebeständig, dauerhaft & praktisch unverwüstlich, kratzempfindlich, nachpolierbar - Keramische Abdeckung
dauerhaft, schnittfest, pflegeleicht, säurebeständig - Corian / Acrylstein
Fugenlos, sehr glatte Oberfläche, säurebeständig
Küchenapparate
- Spültrog
- Kocherd - kombiniert mit oder ohne Backofen
- Glaskeramik-Kochfeld oder Induktionskochfeld
- Backofen sep. oder integriert in Kochherd
- Dampfabzug (Abluft oder Umluftmethode)
- Kühlgeräte
- Geschirrspüler
- Mikrowelle
- Steamer
Was sind die Hauptaufgaben der Bauphysik?
- Wärmeschutz
- Feuchtigkeitsschutz und Dampfdiffusion
- Schallschutz
Durch die Anwendung bauphysikalischer Schutzmassnahmen können welche Forderungen erfüllt werden?
- Erzielung eines für den Benützer angenehmeres Raumklima
- Vermeidung von Bauschäden
- Wirtschaftlichkeit der Anlagen- und Betriebskosten
Welches sind die Folgen der Vernachlässigungen der bauphysikalischer Schitzmassnahmen?
- Gefahr von Bauschäden
- Unangenehmes Raumklima
- Unwirtschaftliche Anlage- und Betriebskosten
- Qualitätsminderung des Bauwerkes
Welches sind die SIA Normen des Wärmeschutzes?
SIA 180 - Wärmeschutz, Feuchteschutz und Raumklima in Gebäuden
SIA 380 - Grundlagen für energetische Berechnungen von Gebäuden
SIA 380/1 - Hezwärmebedarf
Von welchen Paramethern hängt die thermische Behaglichkeit ab?
- Raumeinflüsse
Raumlufttemperatur, Oberflächentemperatur, Luftbewegung, relative Luftfeuchtigkeit - Einflüsse der Bewohner
Wärmeabgabe durch Tätigkeit, Bekleidung - Luftqualität
Luftfremdstrom, Gerüche - Besonnung
Dauer pro Tag - Licht
natürliche Beleuchtung, Helligkeitsverteilung - Lärmeinfluss
von aussen und innen - Farben
Farbklima, Gestalung - Raumgestaltung
Grösse, Form, Einrichtung
Welche Temperatur wird für welchen Raum empfohlen?
- WZ - 19-21°
- SZ - 16-18°
- Bad - 22°
- KÜ - 18-20°
- Treppenhäuser - 12°
Energienachweis - es wird unterschieden zwischen
- U-Wer der Einzelbauteilen
- U-Wer der Gebäudehülle (mittlerer U-Wer)
Nachweis Einzelbauteil, Gebäudeorientierung, Klimafaktoren, Verhältnis Gebäudehülle zu Volumen. Verhäötnis Fensterflächen zu BGF - Gesamtenergie-Nachweis eines Gebäudes
Nachweis von Energieverbrauch für Heizung, Warmwasser, Beleuchtung unter Berücksichtigung allfälliger Energiegewinne, sowie den Wärmenachweis der Gebäudehülle
Nenne die drei klassischen Aggregatszustände von Wasser
- Fest
in diesem Zustand behält ein Stoff im Allg. sowohl Form wie auch Volumen - Flüssig
Volumen wird beibehalten, Form ist jedoch unbeständig & passt sich dem umgebenden Raum an - Gasförmig
Volumenbeständigkeit entfällt, Gas füllt den zur Verfügung stehenden Raum vollständig aus
Weitere verschieden Stufen von Aggregatszuständen
- Schmelzen
- Erstarren (Vereisung)
- Verdampfen
- Kondensieren (Nebel, Wasserdampf, Tau)
- Sublimation (kleine gefrorene Pfützen können «austrocknen» bis das Eis verschwunden ist
- Resublimation (durch Wasserdampf gefroren, Raureif)
- Dampfdiffusion
Bescheibe die Dampfdiffusion
- Durch Temperaturdifferent zwischen innen & aussen eines Konstruktionsteils entsteht auf der Warmseite (inne) ein grösserer Dampfdruck. Der Wasserdampf beginnt von "warm" zu "kalt" zu wandern= diffundieren
- auf diesem Weg (Dampfwanderung) steigt bei abnehmender Temperatur die relative Feuchte bis zum Sättigungsdruck an. Je weiter Abkühlung = Kondesat
- Kondensat sichtet in Aussenhautkonstrukionen Schaden an (Diffsionsnachweis)
Diffusuinsvorgang (Dampfwanderung) entsteht durch
- Temperaturgefälle von Innen nach Aussen (Warm- zur Kaltseite)
- relative Luftfeuchtigkeit
- beim Erreichen der TAupunkttemperatur (nicht 0-Punkt) entsteht ein Kondensat (Wasserausscheidung)
Definition relative Luftfeuchtigkeit
Die Wassermenge in Dampf im Vergleich zur Wassermenge, die die Luft bei der aktuellen Temperatur maximal aufnehmen kann:
- 50 % relative Luftfeuchtigkeit; Luft enthält die Hälfte der Möglichen Feuchtigkeit
- 100%, Luft ist vollständige mit Wasserdampf gesättigt
- Sättigung über 100%: überschüssige Feuchtigkeit kondensiert
Bei einer nichtprozentualem Amgabe, also im Wertebereich 0-1 spricht man auch vom Sättigungsverhältnis.
Definiton absoluter Luftfeuchtigkeit
Die absolute Luftfeuchtigkeit, auch Wasserdampfdichte oder kurz Dampfdichte, ist die Masse des Wasserdampfs in einem bestimmten Luftvolumen, also dessen Dichte beziehungsweise Konzentration. Sie wird üblich in g Wasser pro Kubikmeter Luft angegeben. Die absolute Luftfeuchte ist ein direktes Mass für die in einem gegebenen Luftvolumen enthaltene Wasserdampfmenge
Was ist eine Wärmebrücke?
Wärmebrücken sind Schwachstellen eines Gebäudes im Bereich der Wärmedämmung. Es handelt sich um örtlich begrenzte Bauteilbereiche, in denen ein höherer Wärmefluss stattfindet als in den unmittelbar angrenzenden Bereichen. Die Wärme strömt dabei in Richtung der fallenden Temperatur. Der dadurch entstehende Wärmeverlust erhöht einerseits den Heizenergieverbrauch, andererseits wird die warmseitige Oberflächentemperatur gesenkt.
- Materialbedingte Wärmebrücke
Entsteht durch den örtlichen Einbau von Materialien mit einer höheren Wärmeleitfähigkeit als die angrenzenden, gut wärmegedämmten Bauteile. - Geometrisch bedingte Wärmebrücke
Die Bauteiloberfläche auf der kalten Seite ist grösser als die entsprechende Fläche auf der warmen Seite. Z.b. die äussere Gebäudeecke. Gegenüber einer gradlinig verlaufenden Mauerkonstruktion steigt die Abkühlfläche sprunghaft an. Oder die ausragende Platte bei Balkonen und Vordächern. - Umgebungsbedingte Wärmebrücke
Die warmseitige Oberflächentemperatur wird durch umgebungsbedingte Einwirkungen verändert. Luftstrom Behinderung durch Vorhänge, Möbel oder innere Fenstersimse
Negative Auswirkungen von Wärmebrücken?
Der erhöhte Wärmefluss in den Zonen der Wärmebrücken führt zu erhöhtem Wärmeverlust verbunden mit der Vergrösserung des Energieverbrauchs.
- Verminderung der inneren Oberflächentemperatur
- Forderung nach höherer Raumtemperatur aus Behaglichkeitsgründen und daher entsprechende Vergrösserung des Energieverbrauchs
- Kondensation auf der inneren Bauteiloberfläche
- Schimmelpilzbildung
- Ablösen von Putzbeschichtungen, Farbanstrichen und Tapeten
- Erhöhte Tauwasserbildung innerhalb der Aussenbauteilkonstruktion
- Erhöhung der Wärmeleitfähigkeit bei Durchfeuchtung der einzelnen Materialschichten
- Schädigung von feuchtigkeitsempfindlichen Materialschichten
- Korrosions- und Frostschädigungen
- Rissbildungen
- Verminderung der Konstruktionstragfähigkeit
- Behebung durch Innen- (Achtung Schadengefahren) oder Aussendämmung (bevorzugt)
Thermografie
Mittels Infrarotkamera (Thermographie) können flächendeckend Temperaturdifferenzen an der Oberfläche gemessen und bildlich dargestellt werden. Die Farbinterpretation ist mit einer Referenzfläche zu vergleichen.
Thermographische Aufnahmen sind am besten während der Heizperiode aufzunehmen (Temperaturunterschiede). Kann auch als Qualitätssicherung verwendet werden aber auch zur Lokalisation von
- Wärmebrücken
- Leitungen (Heizung, Warmwasser etc.)
- Leckstellen von Heizungs- und Warmwasserleitungen
- Leckstellen von Decken, Dächern, Wänden usw.
Vor- & Nachteile der Sanierung von Wärmebrücken mit Innenwärmedämmung
Vorteile
- Möglichkeit der örtlichen Sanierung in einzelnen Räumen
- Kurze Aufheizzeit des Raumes
- Kostengünstigkeit
- kurze Ausführungstermine
Nachteile
- Tragekonstruktion wird grösseren Temperaturschwankungen ausgesetzt
- Wasserleitungen in Aussenwänden können in den Gerierbereich zu liegen kommen
- Aussenwand verliehrt Funktion als Wärmespeichereinheit
Möglichkeiten eine Schallübertragung
- Immissionen
Einwirkung von luftverunreinigenden Stoffe, Gerüche, Lärm, Erschütterungen - Emissionen
Ausstoss von luftverunreinigenden Stoffe, Gerüche, Lärm, Erschütterungen - Reflexionen
Schallausbreitung durch Reflexionen an Bauten und natürlichen Hindernissen
Möglichkeiten der Schalldämmung?
- Luftschalldämmung (in der Luft sich ausbreitender Schall, Musik
Die Verhinderung von Schallübertragung horizontal und vertikal durch schallschluckende Materialien - Körperschalldämmung (Schall in festen Stoffen; Klopfen; Schritte)
Unterbrechung der Schallausbreitung in festen Körpern. Zwischenschalten von Luftschichten oder elastischen Baustoffen - Trittschalldämmung (Art des Körperschalls)
Verhinderung der Schallübertragung durch eine Decke in einen anderen Raum durch z.B. Verlegen von Dämmschichten unter einen Parkettboden
Planungshinweise
- Lärmimmissionen bei der Planung abklären
- Gebäude-und Raumanordnungen
- Keine Installationen in Wohnungstrennwänden
- Lärmzonen zusammenfassen