Immobilien FA


A. D.
Diese Lernkarten behandeln zentrale Themen der Bauphysik und Gebäudetechnik, von Wärmedämmung über Schallschutz bis zu Feuchtigkeitsproblemen. Im Fokus stehen Schutzschichten, Wandaufbauten, Abdichtungen und Wärmebrücken sowie deren Auswirkungen auf Energieeffizienz und Raumklima. Planer, Handwerker und Studierende profitieren von praxisnahen Erklärungen zu Konstruktion, Sanierung und Schadensprävention.
Karten
164
Lernende
13
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
04.01.2024 / 24.05.2026

Cartes-fiches

Funktion der Dampfbrenmse/-sperre

  • Dampfbremse ist nach Innen und Aussen Wasserdampfdurchlässig
  • Dampfsperre ist nur einseitig diffusionsoffen - d.h. nach Aussen diffudieren, nach Innen aber dicht; z.B Flachdach 
  • bauphysikalische Funktion zur Verhinderung der Damofwanderung von innen nach aussen (warm zu kalt)
  • Schutz der darunterliegenden Konsktruktion während der Bauausführung 

Flachdachsysteme Neubau

Warmdach (Standardausführung)

Einschalige, wärmegedämmte und nicht durchlüftete Flachbedachung, bei der die Abdichtung über der wärmedämmenden Schicht liegt

Verbunddach / Kompaktdach (keine Dampfsperre vorhanden)

Wärmedachsystem, bei dem alle Schichten (ausser der Schutz- und Nutzschicht) vollflächig miteinander und mit der Unterlage verbunden sind. Dach ist begehbar.

Umkehrdach

Dachsystem, bei dem die Abdichtung (wasserführende Schicht) unter der Wärmedämmschicht angeordnet ist (Wärmedämmung: extrudierter Polystyrolschaumstoff, eine Dampfbremse ist nicht erforderlich) Anwendung eher selten. Ist beschränkt begehbar.

Kaltdach (hinterlüftetes Flachdach, auch für flachgeneigte Dächer)

Dachsystem bestehend aus einer raumabschliessenden Innenschale mit Wärmedämmung, einer Aussenschale mit Abdichtung und einem dazwischenliegenden Belüftungsraum.

Flachdachsysteme bei Sanierung

Doppeldach

Bestehende Flachdachbedenkung ist intakt und dicht. Darauf wird ein zweites Dach mit einer zusätzlichen Dämmung (mind. 2-facher Dämmwert) angebracht.

Begrüntes Flachdach

Die Dachhaut erhält einen zusätzlichen Schutz vor Klimaeinwirkungen und mechanischer Beanspruchung. Der Schall- und Wärmeschutz wird verbessert. Niederschlagswasser wird teilweise zurückgehalten und verdunstet langsam -> kleinere Abflussmenge gelangt in die Kanalisation. Die durch den Baukörper verloren gegangene Grünfläche kann teilweise ersetzt werden.

Flachdachbegrünungsarten

- Spontanbegrünung

Dünne Humusschicht wird aus dem natürlichen Humusvorrat initiiert. Vegetation entwickelt sich nur sehr langsam.

- Extensivbegrünung

Über der Schutzschicht und einem Trennvlies wird eine Drainage- und Speicherschicht von 6cm verlegt (Betonkies oder Hydroperl). Eine Filtermatte trennt die darauf folgende Substratschicht von 50-70 mm. Die bestehende Vegetation besteht aus Moosen, Kräutern und Gräsern mit geringen Nährstoffansprüchen.

- Intensivbegrünung

Im Unterschied zur Extensivbegrünung weist die Humusschicht mit 20-40 cm eine grössere Nutzdicke auf. Die Vegetation besteht nebst Rasen aus Stauden, Sträuchern und kleineren Bäumen. Diese anspruchsvollen Pflanzen erfordern einen Schichtaufbau mit hoher Speicherkapazität sowie ein Bewässerungssystem.

Lebensdauer Flachdach

eine funktionale Tauglichkei von 20-25 Jahren 

Aufgaben Spenglerarbeiten und eine Aufzählung der verwendeten Materialien

Die Spenglerarbeiten beinhalten das Abdichten gegen Feuchtigkeit und das Ableiten von Wasser mit dafür geeigneten Metallblechen und Blechteilen.

Materialien

- Stahlblech verzinkt

- Stahlblech aluminiert

- Chromnickelstahlblech

- Chromstahl verbleit

- Kupferblech

- Aluminiumblech

- Kupfer-Titan-Zinkblech

- Blei

Begriffe der Spenglerarbeiten - Buch S. 55-57

- Dachrinnen

Wasserableitung zum Ablaufrohr

- Einfassungen

z.B. Kamin, Dachfenster

- Seitenbleche

Anschluss an seitl. Wand

- Brustbleche

geneigte Wand an senkrechtes Wandstk.

- Dilatation

Bewegungsfugen wegen Ausdehnung der Bleche

- Stauhöhe

„offene“ Blechteile beim Flachdach 12cm über Schutzschicht

Blitzschutz

Verhinderung gefährlicher Spannungsdifferenzen während eines Blitzschalges im zu schützenden Objekt, um Personen- und Sachbeschädigungen zu vermeiden.

Warum?

- Personen- und Objektschutz

Was?

- Gebäude mit grösseren Menschenansammlungen, besonderen Wertgegenständen, Lagerung von gefährlichen Stoffen

- Hohe Bauwerke

Organe?

- Amtsstellen wie kantonales Versicherungsamt und deren Brandschutzbeauftragte

Anforderungen an Fenster

Licht

- Durchlassen von Tageslicht

- Verdunkelung störendes Licht, Verhinderung Blendung

- Verwehrung Durchsicht

Wärme

- Durchlassen der Wärme, Schutz vor Hitze

- Schutz gegen Wärmeverlust

Luft

- Luftaustausch und Frischluftersatz

- Schutz vor Luftzug, Rauch und Gestank

Schall

- Gegen Lärm von aussen sowie von innen

Aussenkontakt

- Hinauslehnen

Wasser

- Verhinderung von Kondensatbildung

Mechanische Festigkeit

- Windkräft aufnehmen

Schutz

- Einbruch, Hinausfallen, Brand

Die verschiedenen Verglasungsarten nennen und kurz beschreiben

- Wärmeschutzglas

· Spezielle Wärmeschutzbeschichtung

· Vermindert Lichtdurchlässigkeit

· U-Wert 1.0W/m2 K oder besser

- Schallschutzglas

· Meist durch dickeres Glas

- Verbundssicherheitsglas

· Mit Folienverbund

· Dort wo Absturz- oder Einbruchsgefahr besteht

· Glas zerbricht, es entsteht jedoch kein Loch

- Einscheibensicherheitsglas

· Erhöhung Bruchfestigkeit, Verhinderung von Verletzungen

· Sportanlagen, Schulhäuser, Glastrennwände

- Brandschutzgläser

· R-Verglasung: Rauch- und Flammendicht (30, 60 oder 90 min)

· F-Verglasung: Rauch-, Flammen und Wärmestrahlendicht

· T-Verglasung: dito F-V, jedoch beweglich (z.B. Türen)

- Spezialgläser

· Mit dazwischenliegenden Lamellen

- Dachflächenfenster

Welche Fensterarten gibt es? Rahmen und Flügelmaterial

Holz-Fenster

Holz-Metall-Fenster

Metall-Fenster

Kunststoff-Fenster 

Kunststoff-Fenster mit Wechselrahmen

Fensterflügelarten / Fensteröffnungsarten 

Buch S. 62

Aussentüren

Aufgaben – Beanspruchungen – Anforderungen 

- Raumabschluss, Element der Gestaltung

- Dämmung (Schall/Wärme)

- Dämmung gegen Witterung (Feuchtigkeit, Wind)

- Feuer- und Rauchschutz

- Einbruchschutz

Arten von Aussentüren

Wohnungseinganstüre

· Kleinere Temperaturunterschiede

Haustüre

· Mehrschalig mit Wärmedämmun

Anforderungen an den Sonnen- und Wetterschutz

- Schutz vor direkter Wärmeeinstrahlung

- Schutz vor fremden Einblicken

- Schutz vor Strahlungsverlusten nach aussen

- Windschutz

- Schutz vor extremer Witterung

Systeme des Sonnen- und Wetterschutzes

Starre Systeme (Vordach, Dachvorsprung)

· Wenig Unterhalt

Bewegliche Systeme (Lamellenstoren, Stoffstoren, Rollladen, Fensterlasen)

· Individuelle Regelung

Definition elektrische Insallationen

Als elektrische Installationen werden alle technischen Installationen eines Bauwerkes bezeichnet, welche zur Versorgung mit elektrischem Stark- und Schwachstrom beitragen. Diese Anlagen dienen

- Der Beleuchtung

- Dem Antrieb von Elektromotoren

- Der Versorgung mit elektrischer Wärme und Kälte

- EDV, Telefon, Kommunikation

- Der Überwachung

- Alarmanlagen

 

Starkstrominstallationen > 50 Volt gefährlich für eine Person

- Licht, Wärme, Kraft

- Haupt- und Unterverteilungen

Schwachstrominstallationen < 50 Volt ungefährlich für Personen

- Telefon

- Sonnerie- und Gegensprechanlagen

- Antennen

Wie werden Personen und Sachen vor elektrischen Anlagen / Starkstromanlagen geschützt?

  • Schutzerdung (Nullung) --> dreiadrige Kabel, dreipolige Stecker
  • sonderisolierte Geräte und Isolierter Standort
  • Potentialausgleich
  • Fehlerstrimschutzschalter (FI) 
  • Kleinspannung unter 50V
  • Überstromunterbrecher (Sicherungen)

Beschreibung FI-Schalter

überwacht die elektrischen Insallationen und schaltet sofort aus, bevor ein zur Erde abschliessender Strom gefährlich werden kann. 

Neubau: Alle Leitungen

Umbau: mind. Nasszellen, Balkonsteckdosen, etc.

Installationssymbole 

Buch S. 73

Aufgabe einer Heizungsanlage?

Den Energieverlust eines Gebäudes zu kompenzieren. Ein behagliches Raumklima schaffen.

Nenne die Komponenten einer Heizungsanlage

  • Zuleitung und/oder Lagerung von Energieträgern (Öltank, Holz-Schnitzel-, Pellet-Bunker)
  • Wärmeerzeuger (Umwandlung Energie in Nutzwärme) (Heizkessel mit Öl-, Gasbrenner, Brenner fpr Holzfeuerung)
  • Wärmeverteiler (LEitungen zu ärmeabgabestellen)
  • Wäremabgabe (Bodenheizung, Konvektoren, Radiatoren)
  • Steuerung (Ventil, Klappen, Fühler)
  • Sicherheitseinrichtungen (Expansionsgefäss, Überdruckventil)
  • Kaminanlage (Holz-, Öl-, Gas-Heizung)

Nenne die Komponenten der Behaglichkeit

  • Raumlufttemperatur
  • Oberflächentemperatur
  • Luftfeuchtigkeit (30-70% anzusterben sind 35-45%)
  • Luftbewegung (< 0,2 m/s)
  • Aussenluftbedarf (ca. 10-30 m3/h und Person)
  • Kaltluftabfall

Erneuerbare Energieträger

  • Biogas
  • Umgebungswärme (Wärmepumpe)
  • Holz
  • Sonnenenergie (Sonnenkollektoren)
  • Windenergie
  • Wasserkraft

Nicht erneuerbare Energieträger

  • Öl
  • ERdgas, Flüssiggas
  • Kohle
  • Abfälle (Fernwärme, Wärmeverbund)
  • Kernenergie

Bewertungskriterien für die Wahl des Energieträgers/Brennsroff

  • erneuerbare oder nicht erneuerbare Energie
  • Verfügbarkeit
  • Effizienz der Heianlage & der Energieumwandlung
  • Schadstoffhöhe bei Gewinnung & Verbrennung (Umweltbelastung)
  • Energiekosten
  • Unterhaltskosten
  • Investitionskosten der Anlage
  • Platzbedarf für Betrieb und Lagerung
  • Contracting

Funktionsweise einer Wärmepumpe zu beschreiben

  • Sole (gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel) zirkuliert in einen Kollektor/Sonde und nimmt Energie je nach System aus Erdreich, Grundwasser oder Luft
  • Im Wärmetauscher trifft die Sole auf das Kältemittel in der Wärmepumpe, das sich dadurch erwärmt und verdampft
  • Das Kältemittel wird durch einen Kompressor verdichtet. Die so erzeugte Wärme wird über einen Kondensator an das Heizsystem (Heizkreis) abgegeben
  • Das Kältemittel zirkuliert, ein Expansionsgefäss senkt den Druck und das Mittel kühlt wieder ab. Der Prozess wiederholt sich

Womit wird Wärmeabgegeben?

1) Heizkörper

  • Radiator - durch Strahlung und Konvektion (bei mir zu Hause)
  • Heizwand - durch Stahlung (ohne Rillen, glatte Oberfläche)
  • Konvektor - durch Konvektion (Whg. ex Telitel - kl. Heizung unterhalb Fenster

2) Fussbodenheizung

  • Nassbausystem - Heizleitung im Unterlagsboden
  • Trockenbausystem - Heizleitungen im Wärmedämmung

Vor- und Nachteile einer Fussbodenheizung

Vorteile

  • vorteilhaft bei Wärmepumpe
  • gut geeignet bei kalten Bodenbelägen wie Keramikplatten
  • grosse Strahlungsfläche
  • selbstregulierungseffekt

Nachteile

  • Träge
  • hohe Kosten bei nachträglichen Änderungen /Rep.
  • längere Bauzeit wegen Trocknungszeig UB
  • Kältegefühl vor grossen Glasflächen 

Worfür sind Thermostatische Heizkörperventile?

  • zur Raumtemperaturregulierung bei Heizkörpern
  • für Regulierung von tiefer behezten Räumen der selben Heizgruppe
  • Frostschutzsicherung in frostgefährdeten Räumen
  • zur Sicherung von Mindesttemperatruen bei "Wärmesparern"

Elemente der Lüftungstechnischen Anlagen

  • Lüftungsanlagen (Zuluft, Ablauft, Wärmerückgewinnung)
  • Klimaanlage (Klimazentrale, Einzelgeräte kompakt or. gesplittet)
  • Kälteanlage (Kühlräume)
  • Regel- und Sicherheitsorgane, Elektro- & Pneumatiktafeln, Dämmungen

Welche 4 thermodynamischen Funktionen werden unterschieden?

  • Erwärmen
  • Kühlen
  • befeuchten
  • Entfeuchten

Funktion der kontrolliereten Wohnungslüftung (KWL) und deren Nachteile

Ist ein Zu- und Avluftsystem mit einer Wärmerückgewinnung

  • Ventilator sauft Aussenluft an & wird mit Raumabluft vermischt (Wärmerückgewinnung)
  • Aussenluft wird gefiktert / Innenanbluft gereinigt
  • Zuluft Räume ist vergewärmt
  • kleiner anpassbarer Luftwechsel (keine Zugserscheinungen)
  • "es wird gelüftet" - auch ohne Fenster öffnen durch Bewohner

Nachteile:

  • Platzbedarf für Kanäle und Anlagen 
  • Kosten für Installation und Betrieb
  • Aufwand für Reinigung und Wartung
  • zusätzlicher Strombedarf
  • mehr Technik (Defekte, Unterhalt, etc,)
  • keine Klimaanlage ("heizt" im Siommer eher)

Zweck der Wärmerückgewinnung (WRG)

  • Lüftungsverlust reduzieren
  • Energie- & Betriebkosten zu sparen
  • die in der Ablauf vorhandene Wärme für die Erwärmung der zugeführten Kaltluft-Zufuhr nutzbar zu machen

Was ist die Aufgabe der Wasserversorgung?

  • beschaffung von Frischwasser (meistens Trinkwassser)
  • Abgabe desselben in hygienisch einwandfreier Qualität & in genügender Menge

Wasserkreislauf

  • Wasser in Wolke
  • Regen
  • Wasser in Pflanzen
  • Sickerwasser
  • Fluss-/Seewasser
  • Grund- & Quellwasser
  • Reservoir
  • Trinkwasser

Wasserhärte

Gehlat des Wassers an Kalzium- & Magnesiumsalzen 

mittelhartes Wasser = 15-22 fH oder 1.5-2.2 mmol/lt

dh = deutsche Härtegrade (dH x 1.8 = fH)

Wasseraufbereitung

Warum? durch verschiedene Faktoren wie verschmutzung, höhere Komfortansprüche, verschäfte Betriebsbedinngungen, vielfältige Mineralien 

Notwendig bei:

  • grossen Mineraliengehalt --> Enthärtung
  • schlecher Wasserqualität --> Entkeimung
  • aggressivem Wasser --> Impfung 

Verteilbatterie

  • Zuleitung
  • Wasserzähler
  • Gartenleitung
  • Druckreduzierventil
  • Filter
  • Steigleitung
  • Waschküchenleitung
  • Überdruckventil
  • Trichter
  • Wassererwärmer

Étudier