Mikro- / Makroökonomie / Semester 3 - BA Dresden BWL Industrie
Fragen/Antworten (prüfungsrelevant MiMa BWL)
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Welche Hauptaggregate spielen in den Märkten (Arbeitsmarkt, Gütermarkt, Kapitalmarkt und Geldmarkt) eine Rolle?
- Arbeitsmarkt: Arbeit --> Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage = menschliche Leistung
- Gütermarkt: Güter --> Produktion Y (meist: BIP
- Kapitalmarkt: Kapital --> Maschinen, Werkzeuge, Geräte, usw. eines UN. Kapitalnachfrage = Investitionen, Kapitalangebot S = Sparen
- Geldmarkt: Geld --> Interbankenmarkt und Geldmarkt
Weshalb sollten sich die vier Märkte im Gleichgewicht befinden?
Makroökonomisches Gleichgewicht = Gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht
- Gleichgewicht = optimaler Zustand
- Arbeitsmarkt = keine Arbeitslosigkeit & keine freien Stellen
- Gütermarkt = nicht zu wenig Produktion & keine Überproduktion
- Kapitalmarkt = es steht nur so viel Kapital wie nötig zur Verfügung
- Geldmarkt = so viel Geld zur Verfügung, wie die Wirtschaft benötigt - keine Inflation oder Deflation
... Friede, Freude, Eierkuchen
Beschreiben Sie die Makroökonomische Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und gehen Sie auf die besondere Rolle des Staates ein.
Makroökonomische Prinzipien: Markt als Basis (Wettbewerb), Staat greift lenkend und kontrollierend ein zum Wohle der Gemeinschaft (Rechtstaatlichkeit), Staatliche Eingriffe zur Erreichung von mehr sozialer Gerechtigkeit (Sozialstaatsprinzip),
Rolle des Staates
Wirtschaft soll sich selbst steuern, ALLOKATION, DISTRIBUTION und KOORDINATION bewältigt der Markt.
Staat greift nur in speziellen Fällen ein:
- staatliche Hilfen
- Einschränken schädlicher Produkte
- Verbote bei gefährlichen Produkten
- Geld für öffentliche Güter
- schützt Eigentum
Der Staat führt nach Regeln, die die Legislative vorgibt, Umverteilung durch und sorgt für Stabilität in der Gesamtwirtschaft.
Zeigen Sie einige Unterschiede von der sozi. Marktwirtschaft zum Kommunismus auf.
Kommunismus = extreme Form der Planwirtschaft ohne Geld und ohne Eigentum. Dem Individuum bleiben keine Entscheidungsspielräume im Umgang mit Ressourcen zum Konsum oder zur Produktion.
Soziale Marktwirtschaft hält am Prinzip der Marktkoordination und am Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage fest, schützt Eigentum auch an Produktionsmitteln und greift mit dem Ziel der Angleichung der Lebensverhältnisse sowie der Existenzsicherung aller Bürgern umverteilend in die Marktprozesse und Verteilungsergebnisse ein.
Zeigen Sie einige Unterschiede von der sozi. Marktwirtschaft zur freien Marktwirtschaft auf.
Neoliberalismus Der Nachtwächterstaat ist weitgehendste Form der Marktwirtschaft und durch einen in der Wirtschaftspolitik nahezu vollständig inaktiven Staat gekennzeichnet.
Der Staat regelt
- Polizei
- Justiz
- Militär
sorgt für die innere Ordnung und äußere Sicherheit, greift aber nicht in die Marktprozesse ein und nimmt auch keine Umverteilung auf der Ausgabenseite vor.
Welche Rolle spielt das Geld in diesen drei Arten von Wirtschaftsordnungen?
(Kommunismus, freie Marktwirtschaft, soziale Marktwirtschaft).
Kommunismus
Kein Geld nötig weil keine Märkte
Sozialismus
Geld = Recheneinheit für Plankennziffer
freie Marktwirtschaft
Geld von privaten Unternehmen bereitgestellt, 4 Grundfunktionnen, mehrere Geldeinheiten existieren, der Markt reguliert welches Geld genutzt wird
soziale Marktwirtschaft
Geld vom Staat bereit gestellt, Staat hat Notenmonopol, Steuerungsinstrument für Konjunktur
Wie lautet die Formel, mit der die gesamte Produktion eines Landes berechnet werden kann?
Beschreiben Sie die Komponenten dieser Gleichung.
Y = C + I + Ast + (Ex - Im)
Y = Bruttoinlandsprodukt (BIP) = Leistung aller inländischen UN. Güter und DL einer Zeiteinheit (norm: 1 Jahr) werden zum Marktpreis aufsummiert
C = Konsum (Verbrauch von Gütern durch Haushalte zur Bedürfnisbefriedigung)
I = Investitionen (Verbrauch von Gütern durch UN zum Zweck der Produktion neuer Güter)
Ast = Staatsausgaben (Verbrauch des Staates für öffentliche Güter)
Ex - Im = Export - Import = Auslandsanteil (Verbrauch produzierter Güter, die ins Ausland abfließen - deren die einfliessen)
Was bedeutet das BIP (Y)?
Y = Bruttoinlandsprodukt
- umfasst alle Leistung aller inländischen UN
- Güter und DL werden zum Marktpreis aufsummiert
- alles in einer Zeiteinheit - norm. 1 Jahr
- Marktpreis ist Erlös, der den UN zufließt
- Teil davon als Steuer an Staat
- 3 Aspekte:
- Entstehung (Wertschöpfung)
- Verwendung
- Verteilung
Weshalb muss die Differenz "Außenbeitrag" als "Ex-Im" berechnet und nicht als "Im-Ex"?
Der Außenbeitrag ist ein Teil der Gesamtleistung, die über die Grenzen hinweg ins Ausland fließt.
Würde man Importe addieren, würde zur inländischen Leistung die ausländische Leistung hinzugezählt werden.
Von "Y" kennen wir eine Verwendungs-, eine Verteilungs- und eine Entstehungsseite.
Was ist damit gemeint? Beschreiben Sie diese drei Aspekte von Y.
- Entstehung
- BIP muss erstellt werden
- aka Wertschöpfung
- Produktion oder Leistungserstellung in allen Wertschöpfungsbereichen einer Volkswirtschaft
- Wo entstehen Güter?
- Verwendung
- Abfluss der Güter in versch. Arten des Verbrauchs
- Güter fließen in Konsum der HH, Invest von UN, an Staat oder ins Ausland
- Frage dazu: Wo werden die Güter verwendet?
- Verteilung
- Bezahlung für den Erhalt der Güter ist Grundlage für Einkommen der Produzenten
- Erlös durch Verkauf = Kosten begleichen (Löhne, Zinsen, etc.)
- Rest = Gewinn
- Kosten des UN = Einkommen der Produktionsfaktoren - werden auf 4 Größen verteilt (Lohn, Zins, Pacht & Miete, Gewinn)
- funktionelle Einkommensverteilun
Welches ist der wichtigste Unterschied zwischen den makroökonomischen Modellen von Keynes und den makroökonomischen Modellen der Klassischen Schule?
- Ursachen für die Höhe des Inlandsprodukts --> Arbeit vs. Nachfrage
- Klassik:
- alles findet seinen Absatz (Say´sches Theorem)
- Es kann nur so viel abgesetzt werden wie erarbeitet
- Arbeitsvolumen ist verantwortlich für Produktionsmenge
- Keynes:
- Ablehnung Say´sches Theorem
- Nachfrage ist entscheidend für Absatz - nicht Arbeitsvolumen
- Es wird so viel produziert, wie nachgefragt
- Arbeit ist nur die Obergrenze - aber Arbeitspotenzial überwiegend nicht ausgeschöpft
- Unterbeschäftigungsgleichgewicht ist möglich
- Klassik:
- Investitionen
- Klassik:
- Investitionen hängen von Zinsen ab
- Keynes:
- Investitionen hängen von einem Risikozins der UN ab
- ohne Gewinnerwartung werden auch bei niedrigen Zinsen keine Investitionen riskiert
- Geld bekommt neue Funktionen
- Aufhebung der Trennung zwischen monetärem und realem Sektor
- Klassik:
Welche Unterschiede gibt es in der Politikberatung zwischen dem klassischen Modell und dem Modell nach Keynes?
Benutzen Sie die Begriffe Angebotspolitik und Nachfragepolitik.
- Beratung nach klassischem Modell
- Staat soll sich aus wirtschaftspolitischen Aktivitäten (zur Steuerung der Märkte) raushalten!
- Märkte regeln sich selbst - Grundlegende Einstellung
- UN haben die Fähigkeit Güter und DL anzubieten (Fähigkeit der Produktionsfaktoren)
- Faktor Arbeit, Leistung erbringen - d.h. Angebote ermöglichen
- Angebotspolitik kommt von UN
- Beratung nach keynesianischem Modell
- Betonung der kurzfristigen Einflüsse auf Konjunktur
- Auswirkung von Arbeitslosigkeit und Einkommenssenkung vermeiden
- mangelnde Nachfrage in Konjunkturlücken, sollen vom Staat gedeckt werden
- Nachfragepolitik
- Instrumente um Nachfrage zu erhöhen
- vor allem durch Staatsausgaben, die schuldenfinanziert sind
- Betonung der kurzfristigen Einflüsse auf Konjunktur
Welche Problematik hat zu heftiger Kritik und Abkehr von keynesianischer Politik geführt?
- Keyne erlebt immer wieder eine Renaissance
- massive staatliche Hilfe für UN während Corona
- Keyne wurde nie ganz aufgegeben
- Verschuldung des Staates wird immer wieder betrieben
- Kritik ist nicht theoretisch begründet, sondern an Umsetzung
- Rückzahlung der Schulden
- auf diese wurde größtenteils verzichtet
- deswegen hat der Staat immer weniger Handlungsspielraum
- Staatsverschuldung ist demokratiegefährdend und belastet kommende Generationen
- Rückzahlung der Schulden
Beim Tausch von Ware gegen Geld werden reale Dinge gegen monetäre Einheiten getauscht.
Was bedeutet "real" und was bedeutet "monetär"?
Was ist der Unterschied zwischen:
- Einkommen und Geld
- Reallohn und Nominallohn
- Einkommen
- Geld pro Zeit
- Gegenleistung für die Bereitstellung von Boden, Arbeit, Kapital
- durch Personen, die Eigentümer oder Besitzer der Produktionsfaktoren sind
- UN kaufen die Produktionsfaktoren und führen Wertschöpfung durch
- Geld
- Hilfsmittel, um Einkommen zu transportieren
- beliebig oft nutzbar
- Bestand (Geldmenge) ist zu einem Zeitpunkt t in der Gesellschaft vorhanden
- Reallohn
- Güter oder DL, die durch Personen mit erhaltenem Lohn, gekauft werde können
- Güter zur Befriedigung der Bedürfnisse
- Nominallohn
- Nennwert der Lohnzahlung
- Zahlen auf Kontoauszug, Scheinen oder Münzen
- Nennwert des Geldes für Arbeit
Wie kann es sein, dass manchmal der Lohn gleichzeitig steigt und sinkt?
Nominallohn steigt und Reallohn sinkt (man bekommt weniger für mehr Geld)
- Lohnerhöhung führt zu höherer Besteuerung (höhere Progressionsstufe)
- Steueranstieg kann Lohnanstieg übersteigen und die Summe der Güter, die vom Lohn gekauft werden können kann somit sinken
- Inflation
- Inflation höher als Lohnanstieg
- nach Lohnerhöhung kann die Menge der realen Güter geringer ausfallen als vor Lohnerhöhung und Inflation
Wie kommt es, dass Menschen Vertrauen in Geld entwickeln und weshalb tun sie es oft nicht?
Quellen für Vertrauen in Geld:
- Warentheorie
- Vertrauen kommt davon, dass man Gebrauchswerte, Güter, reale Dinge oder DL anderer zum Tausch bekommt
- Reale Theorie
- Bedürfnis nach Liquidität (in der Lage zu sein ständig Dinge bezahlen zu können)
- Geld erfüllt dieses Bedürfnis mit Tauschmittelfunktion
- Staatstheorie
- Geld wird von staatlichen Institutionen herausgegeben
- Vertrauen in Institution = Entstehung Vertrauen in Geld
- psychologische Werttheorie
- Geld hat Symbolwert und sendet Signale
- Signal für Status und Wertanerkennung
- soziale Akzeptanz, Wertschätzung, Macht, etc.
- Geld drückt Werte aus
Beschreiben Sie die Funktionen von Geld, mit und ohne Staat.
Funktionen von Geld generell (auch ohne Staat):
- Tauschmittel
- Tausch Ware gegen Ware wird erleichtert durch Zwischentauschmittel
- Recheneinheit
- Zählen, Messen, Bewerten, Summen bilden wird durch Geld möglich
- Wertübertragung
- Geld erleichtert die Übertragung von Werten, Schenkungen, usw.
- Wertaufbewahrung
- Geld kann deponiert und für späteren Konsum verbraucht werden
- Zahlungsmittelfunktion
- Wertgarantien vom Staat
- Tilgung von Krediten
- Wirtschaftspolitisches Steuerungsinstrument
- vom Staat oder von ZB zur Steuerung der Wirtschaft
- Boom: Verknappung des Geldes --> Kredite werden teurer, Investitionen lohnen sich weniger
- Rezession: expansive Geldpolitik (Ausschüttung von Geld) --> billige Kredite, Investitionen lohnen sic
Eine Zentralbank kann unabhängig, oder abhängig vom Staat konstruiert sein.
Welche Argumente sprechen für eine abhängig konstruierte Zentralbank (ZB)?
Welche für eine unabhängige?
abhängige ZB:
- Staatspolitisches Argument
- ZB unterstützt die Handlung der Regierung
- in der ZB entsteht keine geldpolitische Nebenregierung, die die Staatsregierung einschränkt
- Wirtschaftspolitisches Argument
- Wirtschaftspolitik kann aus einem "Guss" entstehen. Es besteht keine Trennung der Trägerschaft (Staat und ZB)
unabhängige ZB:
- Ökonomisches Argument
- kein Druck Wahlgeschenke zu verteilen, die den Wert der Währung mindern können
- Politisches Argument
- kann unpopuläre Maßnahmen treffen, um Stabilität zu sichern
- Technisches Argument
- schnelle Entscheidungen möglich
- keine Abstimmung mit Regierung/Kabinett nötig
Ist die Europäische Zentralbank (EZB) vom Staat abhängig oder unabhängig konstruiert?
Begründen Sie diese Entscheidung.
Die EZB ist eine unabhängige Zentralbank!
Keine Regierung eines Mitgliedstaates der EU sollte Einfluss auf die Geldpolitik der EZB haben. Das Ziel der Preisstablilität hat Vorrang vor nationalem Interessen (Neutralität).
Wie viel Geld kann und darf eine unabhängige Zentralbank (ZB) in Umlauf bringen?
- können
- theoretisch ist eine unendliche Menge an Geld ausschüttbar
- FIAT-Geld: kein Fachbegriff - fiat = "es werde" (Licht)
- dürfen
- durch den Auftrag / Mandat eingeschränkt
- unterschiedlich in Rechten und Pflichten ausgestattet
- Bsp: EZB nur an Preisstabilität gebunden
- Bsp: ZB der USA muss Wirtschaftspolitik der Regierung unterstützen
- zu wenig Geldausschüttung --> Deflation
- zu viel Geldausschüttung --> Inflation
- Kurz: Dürfen ist abhängig vom Auftrag der jeweiligen ZB
Welche zwei Kernaufgaben hat eine unabhängige Zentralbank (ZB)?
Jede ZB hat viele Aufgaben, wie Statistiken führen, Beratung der Regierung, Öffentlichkeitsarbeiten, etc. Kernaufgaben gibt es aber zwei!
- Geldversorgung
- Währungsgebiet muss mit Liquidität versorgt werden
- Geld in Umlauf bringen - damit Transaktionen der Wirtschaft monetär abgewickelt werden können
- Preisstabilität
- gezielte Steuerung der Geldmenge --> Geldpolitik
- Stabilität der Währung halten
- Verhinderung von Inflation und Deflation
- z.Z: Geldwertstabilität als Inflationsrate < 2% festgeleg
Erkläre laut Fischer´sche Verkehrsgleichung die Phänomene Inflation und Deflation.
Hinweis: Fischer´sche Verkehrsgleichung stellt Zusammenhang zwischen Gütersphäre (p*Y) und Geldsphäre (M*v) her.
p = Preisniveau, Y = BIP, M = Geldmenge, v = Umlaufgeschwindigkeit
M * v = p * Y --> Geldmenge * Umlaufgeschwindigkeit = Preisniveau * BIP
heißt: Preisniveau = (M * v)/ Y
Ziel der Geldpolitik ist Preisstabilität = p2 - p1 = 0
Inflation = steigendes p
- wenn M steigt, v steigt oder Y sinkt
- wenn M sinkt, v sinkt oder Y steig
Warum kann die Zentralbank (ZB) laut Fischer´sche Verkehrsgleichung (p*Y=M*v) nicht einfach durch Reduktion der Geldmenge die Inflation bekämpfen?
Das Problem bei der Reduktion der Geldmenge ist die Reaktion der Preise.
- Preissteigerung nach oben ist leicht umzusetzen - nach unten sind die Preise eher starr
- weil Löhne, Mieten, Zinsen, Kredite, ... bezahlt werden müssen - können Preise nicht beliebig gesenkt werden
- sinkende Geldmenge führt eher zu Reduktion der Produktion als zur Senkung der Inflationsrat
In der aktuellen wirtschaftlichen Lage betreiben die Zentralbanken (FED und EZB) expansive Geldpolitik.
Wie wirkt diese Maßnahme und welche Absicht steht hinter dieser Politik?
Bei einer expansiven Geldpolitik erhöht die Zentralbank die verfügbare Geldmenge bei den Geschäftsbanken. --> Geldmenge wird erhöh
- viele internationale ZB versuchen aktuelle Wirtschaftsschwäche der eigenen Wirtschaft mit billigem Geld zu überwinden
- günstige Kredite sollen möglich sein
- Erzeugung von Wachstum
- Steigerung des Konsums
- Einige ZB finanzieren inzwischen (sogar) die hoch verschuldeten eigenen Staaten
- bei EZB laut Gesetz nicht erlaubt!!
Beschreiben Sie die Funktionen von Geld in einer reinen Zentralverwaltungswirtschaft und im Sozialismus
Zentralverwaltungswirtschaft in Reinform ist Kommunismus
- Geld kommt in der Planwirtschaft nicht vor!
- keine Märkte, keine Tauschprozesse, nur zentrale Planung und Zuteilung
- keine Notwendigkeit für Geld
Zentralverwaltungswirtschaft in abgeschwächter Form ist Sozialismus
- privates Eigentum ist zugelassen (v.a. im Konsum: Autos, Häuser, ... - sofern Konsumgut)
- Bürger hat teils Wahlfreiheit bei Warenzuteilung
- Geld als Recheneinheit notwendig
- um zentral geplante Produktion auf Bürger zu verteilen
- Preise werden nicht über Märkte ermittel
Beschreiben Sie die vier Funktionen von Geld in einer freien Marktwirtschaft.
- Tauschmittel
- Vereinfachung von Tauschprozessen
- Recheneinheit
- zur Bewertung von Waren und Gegenständen (und Summierung)
- Wertübertragung
- Möglichkeit zum Transfer von A nach B
- Wertaufbewahrung
- Zeitlicher Aufschub des Konsum
Beschreiben Sie zwei weitere Funktionen des Geldes in einer gelenkten Marktwirtschaft (nach Tauschmittel, Recheneinheit, Wertübertragung und Wertaufbewahrung.
- Zahlungsmittel
- es können Garantien ausgesprochen werden
- Garantie: mit einem Zahlungsmittel Kredite tilgen zu können
- Steuerungsinstrument
- Staat kann Konjunkturimpulse geben
- gegen Inflation/Deflation
Beschreiben Sie, wie in einer gelenkten Marktwirtschaft eine Zentralbank (ZB) mit Hilfe von Geld Einfluss auf die Konjunktur nehmen kann.
- im Boom (Hochphase):
- Geld wird verknappt
- Kredite werden teurer
- Investitionen lohnen sich weniger
- Wirtschaft wird gebremst
- in der Rezession (Tiefphase):
- expansive Geldpolitik - Geldmenge nimmt zu
- billigere Kredite
- Investitionen sind leichter rentabel
- ausreichend Geld für Konsum und Investition
- Wirtschaft wird angekurbelt
Nennen Sie die vier Grundfunktionen des Geldes.
- Tauschmittel
- Recheneinheit
- Wertaufbewahrung
- Wertübertragung
Welche zwei Zusatzfunktionen des Geldes sind in gelenkten Marktwirtschaften gegeben?
(nur benennen)
- Zahlungsmittel
- Steuerungsmittel
Welche Eigenschaften besitzen Gegenstände, die Geldfunktionen ermöglichen?
- Seltenheit
- Teilbarkeit
- Haltbarkeit
- Homogenität
- Gleichwertigkeit der Einheiten muss gegeben sein
- Fälschungssicherheit
Wie lautet die Definition von Geld laut Geldwirtschaft?
Geld ist ein von allen Tauschpartnern anerkanntes Zwischentauschgut.
(Alle Gegenstände oder Dinge, die diese Funktion erfüllen und von den Tauschpartnern akzeptiert werden, können als Geld bezeichnet werden. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um Metallteile, Tiere, Steine, essbare Dinge, Früchte, Mühlräder, Felle oder was auch immer sich handelt. Alle Dinge, die als Zwischentauschgut anerkannt werden, können als Geld bezeichnet werden, natürlich auch Scheine und Münzen.)
Erkläre folgenden Begriff: Notenmonopol.
Recht, Banknoten zu drucken = das Recht, Euro-Banknoten zu drucken, liegt bei der Europäischen Zentralbank
Erkläre folgenden Begriff: Geldpolitik.
Die Geldpolitik hat als eine Hauptaufgabe, die Wirtschaft mit einer ausreichenden und angemessenen Geldmenge zu versorgen, die Geldmenge bereit zu stellen und zu steuern, aber sie muss auch dafür sorgen, dass der Geldwert stabil bleibt. Im Euro-Währungsraum hat diese Aufgabe die EZB.
--> Preisstabilität
Erkläre folgenden Begriff: Währung und Geldordnung.
Währung: gesetzliches Zahlungsmittel eines Staates oder einer Wirtschafts- und Währungsunion
Geldordnung: Gesamtheit aller gesetzlichen Regelungen, die das Geldwesen eines Landes betreffen.