Mikro- / Makroökonomie / Semester 3 - BA Dresden BWL Industrie
Fragen/Antworten (prüfungsrelevant MiMa BWL)
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Was versteht man unter Grenzkosten (GK)? Beschreiben Sie deren Bedeutung anhand des Ertragsgesetzes.
Grenzkosten sind zusätzliche Kosten einer zusätzlich produzierten Einheit.
- Grafisch gesehen sind Grenzkosten die Steigung der Gesamtkostenkurve. Da die Gesamtkosten die um die Fixkosten verschobenen variablen Kosten sind, unterscheiden sich auch die Steigungen beider Kurven nicht. Die Fixkosten sind eine Konstante, haben also die Steigung 0. Grenzkosten sind die 1. Ableitung der TK oder der VK.
Ertragsgesetzes:
- Im ertragsgesetzlichen Verlauf sinken die Grenzkosten zunächst und steigen nach einem Minimum wieder an, schneiden die DVK im Minimum (Betriebsminimum) und steigen weiter, schneiden die DTK im Minimum (Betriebsoptimum) und steigen bis Produktionsende.
Wie unterscheiden sich die Totalen Kosten (TK) von den Durchschnittlichen Totalen Kosten (DTK) ?
DTK = TK / X
Durschnittliche Totalen Kosten = Totalen Kosten geteilt durch Produktionsmenge !
Wie können in einem Unternehmen die Produktionsfaktoren variiert werden?
(Formel und Varianten nennen und beschreiben)
Grundlage der Variation (siehe Grafik)
- Partielle Variation bedeutet, ein Faktor bleibt konstant, der andere wird nach oben oder unten variiert.
- Proportionale Variation bedeutet, dass beide Faktoren gemeinsam proportional erhöht oder proportional gesenkt werden.
- Isoquante Variation verändert beide Faktoren jeweils so, dass die Ausbringungsmenge konstant bleibt.
- Isokline Variation variiert beide Faktoren stets so, dass die Höhe der technischen Substitution (Steigung der Tangente an die Isoquanten) bei jeder Produktionsmenge gleich ist.
Zeigen Sie, wie durch eine „partielle Faktorvariation“ die technischen Bedingungen in einem Unternehmen sichtbar gemacht werden können.
Partielle Variation bedeutet, dass alle Faktoren konstant bleiben außer einem, der in seiner Einsatzmenge variiert wird. Von diesem Faktor wird mehr oder weniger für die Produktion eingesetzt.
Genau dieses Vorgehen, nämlich die Variation eines Einsatzfaktors und dann die Ermittlung der daraus folgenden Produktionsergebnisse bei Konstanz aller anderen Faktoren entspricht der Grundidee einer einfachen Produktionsfunktion. Die Ertragsmengen verlaufen ertragsgesetzlich, linear, nach Cobb-Douglas oder progressiv, je nach den zugrundeliegenden technischen Bedingungen.
Damit Einheitspreise entstehen können, müssen die Märkte mehrere Eigenschaften aufweisen.
Beschreiben Sie, welche Merkmale ein Markt aufweisen muss, um einen Einheitspreis bilden zu können?
Merkmale von Märkten mit Einheitspreisen:
- Homogenität - Alle gehandelten Produkte in diesem Markt sind gleich und damit (austauschbar).
- Rationalität - Alle Akteure, Anbieter und Nachfrager in diesem Markt, handeln nach dem ökonomischen Prinzip.
- Punktmarkt - Alle Akteure treffen sich an einem gemeinsamen Ort (auch virtuell möglich). Damit ist unendlich schnelle Reaktion möglich.
- Vollkommene Information - Alle Beteiligten verfügen über alle marktrelevanten Informationen.
- Präferenzlosigkeit - Die beteiligten Akteure haben keine Präferenzen für einzelne Produkte in diesem Markt, z.B. aufgrund der Lage, der Personen, äußerer Umstände usw.
Wie nennen wir einen Markt, der alle diese Merkmale (Homogenität,Rationalität, Punktmarkt, Vollkommene Information, Präferenzlosigkeit) aufweist?
Einen Markt mit diesen fünf Eigenschaften nennen wir einen „Vollkommenen Markt“. Die Merkmale führen zu einem Einheitspreis.
Achtung! Ein vollkommener Markt muss kein idealer Markt sein.
Wir können die Märkte auch nach der Anzahl der Teilnehmer unterscheiden. Eine gängige Einteilung gliedert die Märkte nach 9 Kategorien, je nachdem, ob einer, wenige oder viele Teilnehmer auf der Angebots- und auf der Nachfrageseite im Markt aktiv sind.
Beschreiben Sie mindestens 5 dieser 9 Kategorien.
Unter Marktformen sind im hier betrachteten Kontext Marktkonstellationen nach der Anzahl der Marktteilnehmer auf jeder Marktseite (Anbieter, Nachfrager) zu verstehen.
Danach können auf jeder Marktseite beteiligt sein
a) einer (= Monopol),
b) wenige (= Oligopol) und / oder
c) viele (= Polypol).
Kombiniert man diese Erscheinungsmöglichkeiten, so erhält man 3 * 3 = 9 sogenannte Marktformen.
Die nachstehende Tabelle zeigt an, welche Bezeichnungen die einzelnen Marktformen haben.
Wie nennen wir den Markt, an dem viele Anbieter und viele Nachfrager teilnehmen?
Polypol / viele Teilnehmer:
Poypol = der vollständige Markt
Im Polypol nehmen viele Anbieter und viele Nachfrager am Markt teil. Wenn sich dabei viele Preise bilden können (z.B. Bierpreise in einer Stadt) handelt es sich um ein unvollkommenes Polypol.
Weshalb nennen wir ein vollkommenes Polypol auch den „Idealen Markt“?
Ein „Vollständiger Markt“ zeichnet sich durch viele Marktteilnehmer auf beiden Seiten aus. Ein vollständiger Markt muss aber kein idealer Markt sein. Wenn ein vollständiger Markt auch vollkommen ist, d.h. einen Einheitspreis bildet, nennen wir diesen Markt den idealen Markt. Das ist das „vollkommene Polypol“.
Weshalb zählen wir ein vollkommenes Angebotsmonopol zu den „vollkommenen Märkten“? Ist dieser Markt trotz Monopol ein vollkommener Markt?
Vollkommen ja, aber nicht vollständig, daher kein idealer Markt.
Aber es bildet sich ein Einheitspreis. Auch Monopole können vollkommen oder unvollkommen sein. In vollkommenen Monopolen bilden sich Einheitspreise, weil die Nachfrage vollkommen ist.
Welche zentrale Größe kann der vollkommene Angebotsmonopolist nicht beeinflussen?
Nachfrage
Die Nachfrage wird im vollkommenen Angebotsmonopol auch als PAF bezeichnet, als Preis-Absatz-Funktion. Dies ist die direkt an den Preis gebundene Nachfrage, die der Monopolist im Markt vorfindet. Daran kann er sich orientieren, sie aber nicht beeinflussen. Wir unterstellen in der Mikroökonomie i.d.R. die Ausrichtung der Produktion am Gewinnmaximum.
(Ein Angebotsmonopolist ist wie die meisten anderen Unternehmen an maximalem Gewinn interessiert. Gegenüber den anderen Unternehmen ist aber der Angebotsmonopolist in der Lage, nicht nur die Produktionsmenge, sondern auch den Preis zu bestimmen.)
Bestimmen Sie grafisch den Preis, zu dem ein Angebotsmonopolist seinen Gewinn maximiert. Zeichnen Sie hierzu ein geeignetes Diagramm und legen Sie lineare technische Bedingungen zugrunde.
Beschreiben Sie Ihr Vorgehen.
Zunächst ermittelt man entlang der Umsatzkurve (Nachfrage Preis Absatz) den maximal erreichbaren Abstand zwischen TK und Umsatz. An dieser Stelle liegt die gewinnmaximierende Produktionsmenge. Der maximale Gewinn ist bei dieser Produktionsmenge gegeben, aber der dazugehörende Preis ist nicht im Gesamtkostendiagramm ermittelbar.
Den maximalen Preis pro Stück dieser gewinnmaximierenden Menge kann man mit Hilfe der Preis-Absatz-Funktion ablesen. Zur ermittelten Menge gehört auf der Preis-Absatz-Funktion in der Stückbetrachtung ein bestimmter Stückpreis.
(Bedenken Sie hierzu, dass es sich um zwei verschiedene y-Achsen handelt, eine erste mit der Information über Preis pro Stück. In diesem Stück-Diagramm liegt die PAF (Preis-Absatz-Funktion).
Für Umsatz und Gesamtkostensicht benötigt man eine viel größere Euro-Skala. Die größere Skala, ebenfalls in entspricht der Gesamtkostenbetrachtung.)
Wie nennt man den Preis, zu dem ein Angebotsmonopolist seinen Gewinn maximiert?
Welche unterschiedlichen Arten des Marktversagens kennen Sie?
Marktversagen:
- durch Wettbewerbseinschränkungen
- Bsp: Preis- und Mengenabsprachen (verboten), Monopolbildung (teilweise verboten), Marktzugangsbarrieren (teilweise verboten)
- bei öffentlichen Gütern
- Bsp: Bildung, öffentliche Güter (Straßenbeleuchtung)
- bei externen Effekten
- Kosten & Nutzen nicht im Produktpreis enthalten - Entstehung von Über- oder Unterbewerteten Artikeln
- politische Entscheidungen notwendig
- bei asymmetrischer Information
- Anbieter und Nachfrager haben unterschiedliche Infos bezgl. Qualität
- keine Bildung eines Gleichgewichtspreises --> keine funktionierende Marktdynami
Es gibt an einem Mikromarkt 3 optimale Gleichgewichte!
Nennen und erklären Sie alle 3 !
Produktionsoptimum -----> Allokationslösung: Alle Güter, die produziert werden, werden auch gekauft.
Tauschoptimum ----- >Koordinationslösung: Der Gleichgewichtspreis führt zu einem Ende der Tauschaktivitäten.
Soziökonom. Optimum -----> Distributionslösung: Im Gleichgewicht werden die produzierten Güter optimal verteilt. Nicht alle, aber der Großteil ist zufrieden!
Aus welchen Gründen sind Unternehmen an Monopolstellungen interessiert?
Monopolstellungen schaffen Vorteile:
- Wettbewerb ist unangenehm
- keine lange Ruhephase
- Druck Neues zu entwickeln
- Gewinn wird von anderen beneidet
- Konkurrenz versucht zu partizipieren
- Druck bedroht Existenz eines UN ständig
- keine lange Ruhephase
- leichtere Kapitalbeschaffung
- aufwendige oder moderne Produktionstechniken einsetzbar
- Forschung und Forschungsförderung mehr (in höhrem Maße) möglich
- Zusatzgewinne durch Wettbewerbsbeschränkungen sind möglich (Cournotpreisbildung)
Nennen Sie die 4 makroökomomischen Märkte.
Gütermarkt, Geldmarkt, Arbeitsmarkt und Kapitalmarkt
Unterscheiden Sie Kartelle, Syndikate, Trusts und Konzerne?
- Kartelle
- vertragliche Zusammenschlüsse von rechtlich selbständigen UN
- deren wirtsch. Selbständigkeit nun eingeschränkt ist
- Bsp: Durch Vorbestimmung des Preises
- Syndikate
- besondere Form von Kartellen gemeinsamer Verkaufsorganisationen
- Trusts
- UN geben rechtliche und wirtsch. Selbständigkeit ganz auf
- Konzerne
- Unternehmensverbindungen durch Kapitalbeteiligungen/Abhängigkeiten/Verträge/...
- Zusammenschlüsse von UN, die rechtlich Selbständig sind
- Aufgabe der wirtsch. Selbständigekeit
- unter gemeinsamer Leitung
a) x-Achse: Menge, x, Stück/Liter, etc. y-Achse: Preis, Stückkosten, Grenzkosten, €, etc.
DVK = durchschn. variable Kosten, DTK = durchschn. Totalkosten, GK = Grenzkosten
b) Ein Wert auf der y-Achse, der für jede Produktionsmenge gleich groß ist. --> Marktpreis in einem vollkommenen Markt
c) Betriebsminimum = xBM, Betriebsoptimum = xBO, Gewinnmaximum = xG
Nennen Sie die 4 makroökomomischen Märkte und beschreiben Sie die 3 optimalen Gleichgewichte
ARBEITSMARKT:
Produktion->Es gibt keine Arbeitslosen und keine freien stellen. Arbeitsangebot = Arbeitsnachfrage Tauschoptimum-> Lohn im Gleichgewicht
Sozioökonomisches Optimum -> optimale Arbeitsverteilung
GÜTERSMARKT:
Produktion-> Güterangebot gleich Güternachfrage, Markträumung
Tauschoptimum ->Gleichgewichtspreis
Sozioökonomisches Optimum = optimale Güterverteilung
KAPITALMARKT:
Produktionsoptimum -> Kapitalangebot gleich Kapitalnachfrage
Tauschoptimum -> Gleichgewichtszins auf dem Kapitalmarkt
Sozioökonomisches Optimum -> optimale Kapitalverteilung
GELDMARKT:
Produktionsoptimum ->Geldangebot = Geldnachfrage
Tauschoptimum --> Gleichgewichtszins auf dem Geldmarkt
Sozioökonomisches Optimum -> optimale Geldmenge
d) Zeichnen Sie einen Preis ein, der durch den Punkt A geht. Zeichnen Sie hierzu den max. Gewinn. Gewinn = Umsatz - Kosten.
e) Der Preis für das Produkt liegt in der Höhe von A. Dennoch realisiert der Betrieb keinen Gewinn. Wie kann das sein und was raten Sie dem Management?
f) Bei welcher Produktionsmenge werden die Gewinnschwelle und die Gewinngrenze erreicht? Achtung: zwei Möglichkeiten! Wie hoch ist bei der Gewinngrenze der Gewinn?
d) max. Gewinn (Gesamtgewinn!) --> U = xGM * P
Das Max. liegt bei Grenzkosten = Preis
e) Gewinne werden erwirtschaftet, wenn
- Produktionsmenge größer als Gewinnschwelle (p= DTK)
- kleiner als Gewinngrenze (p = DTK)
f) Verluste heißt, das UN produziert zu viel oder zu wenig (über oder unter DTK9). Ratschlag= Produktionsmenge dementsprechend anpassen f) p = DTK --> siehe auch e
Gewinn = 0, wenn Gewinn bei Gewinngrenze
Beschreiben Sie ein gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht und zeichnen Sie die Variante der Klassischen Theorie.
Ein gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht bedeutet ein gleichzeitiges Gleichgewicht in allen vier Makromärkten, im Arbeitsmarkt, im Gütermarkt, im Kapitalmarkt und im Geldmarkt.
In allen vier Märkten stellen sich die optimalen Zustände – Tauschoptimum, Produktionsoptimum und Sozioökonomisches Optimum ein.
Was für Kostenarten gibt es?
variable Kosten, fixe Kosten, Stückkosten, Gesamtkosten, Durchschnittskosten, Grenzkosten, usw
Ordnen Sie folgende Kostenbegriffe zur Gesamtkosten- oder Stückkostenbetrachtung und erklären Sie die Begriffe:
fixe Kosten, variable Kosten, Stückkosten, Gesamtkosten, Durchschnittskosten, Grenzkosten, Totale Kosten
Gesamtkostenbetrachtung --> Totale Kosten, variable Kosten, Fixkosten
Stückkostenbetrachtung --> Durchschn. totale Kosten, durchschn. variable Kosten, durchschn. Fixkosten,Grenzkosten = 1. Ableitung der Gesamtkosten
Erläutern Sie, was ein Mengengerüst ist.
Das Mengengerüst besteht aus den technischen Bedingungen. Es werden die Inputmenge (UV) mit der Outputmenge (AV) in Verbindung gebracht.
Wie kann das deutsche Wirtschaftssystem auch genannt werden?
Soziale Marktwirtschaft
Welche drei gelenkte Marktwirtschaften gibt es und worin unterscheiden Sie sich?
- Ordoliberalismus
- in Deutschland bis 1967.
- grundlegende Gesetze zum Aufbau funktionierender Märkte und Regulationen der Rahmenbedingungen
- Staat = Schiedsrichter --> regelt Zusammenleben
- spielt selber nicht mit
- Wohlfahrtsstaat
- Soziale Marktwirtschaft + mehr Versorgung der Bevölkerung
- staatliche Versorgung mit Güter und DL in Bereichen Bildung, Gesundheit, Wohnen, Ernährung, Mobilität, usw.
- Staat hilft über Existenzsicherung hinau
- Norwegen, Finnland, Schweden und Dänemark sind dem Modell zuzuordnen (Nordisches Modell)
- soziale Marktwirtschaft
- alle Funktionen des Ordoliberalismus - aber umfangreicher in Umverteilung + soziale Aufgaben
- Existenzsicherung + soziale Absicherung im Alter / Krankheit / Unfälle / Arbeitslosigkeit
- Staat greift in System ein (Gegensatz zu Ordol.) --> stärkere materielle Angleichung
- Versorgung der Gesellschaft hat Prio - sonst greift Staat ein
- aber: Hilfe zur Selbsthilfe
- sobald Bürger fähig sind Existenz zu sichern - zieht sich Staat zurück
(Es gibt nur drei gelenkte Marktwirtschaften - soziale Marktwirtschaft ist eine davon)
Weshalb sind Planwirtschaft und Sozialismus immer mit Unfreiheit und Unterdrückung von Individuen verbunden und freie Marktwirtschaft immer mit großen Unterschieden im Einkommen?
Planwirtschaft und Unfreiheit
- in Planwirtschaften plant eine zentrale Behörde die Produktion und den Konsum von Güterl (und DL).
- Produktion wird vollständig vom Staat geregelt. (Im Kommunismus: + Konsum)
- Individuum hat sich dem anzupassen und unterzuordnen
- Unterdrückung des Individuums ist dementsprechend zwangsläufig notwendig
- Demokratie ist mit Planwirtschaft nicht vereinbar
- Markt reguliert Allokation, Distribution und Koordination
- Staat greift nicht in das Marktergebnis ein
- Die Verteilung des Materiellen fällt auf versch. Faktoren:
- Verteilung Stellung auf Arbeit, Vermögen, Besitz, polit. Funktion, Intelligenz, Persönlichkeit, usw.
- Ergebnisse der Verteilung sind sehr individuell = untersch. Einkomme
Was tut ein Unternehmer nachdem er Menge (Input/Output) sowie Kosten (V/F) in die Erlösfunktion eingefügt hat?
Was fehlt ?
G = x * p – [r1 * q1 + r2 * q2 + FK]
Neben Menge Input, Menge Output, Fix- und Variablen Kosten bedarf es zur Erlösfunktion noch den VK-Preis um den Erlös zu berechnen.
Was ist zu tun (Vorraussetzungen,Kenntnisse,...), wenn man den Gewinn eines Unternehmens maximieren möchte?
Welche Größe passen wir (nach Auswertung der drei Kenntnisse) an um den Gewinn zu maximieren?
Um den Gewinn eines Unternehmens zu maximieren benötigt das Unternehmen
1. Kenntnisse über die Technischen Bedingungen
2. Kenntnisse über die unternehmensspezifischen Kostenverläufe
3. Kenntnisse über den Marktpreis
Dann kommt die Entscheidung über die Produktion
4. Anpassung der Produktionsmenge an die gewinnmaximierende Menge.
Daher nennt man Unternehmen „Mengenanpasser“.
Es gibt vier Ordnungstypen der Wirtschaft.
1. Welche Ordnung haben wir in Deutschland? Was ist daran sozial?
2. Nenne und unterscheide die vier Typen. Erkläre wie die Aktivitäten des Staates und die Funktion des Geldes auf alle Ordnungstypen bezogen sich unterscheiden.
3. Woran können Sie erkennen, dass die Wirtschaftsordnung in der Schweiz keine reine Marktwirtschaft ist?
- Soziale Marktwirtschaft (keine freie!) - Typ der gelenkten Marktwirtschaft
- sozial: Sozialstaatprinzip: Staat greift in die Verteilung des Einkommens ein - um Ungleichheiten zu vermeiden.
- Hilfe zur Selbsthilfe
- vier Typen:
- Kommunismus:
- Planwirtschaft: Staat plant Produktion und Konsum. Keine Demokratie
- Geld: es gibt kein Geld, weil es keine Märkte / Tausch gibt
- Sozialismus:
- Planwirtschaft: Staat plant Produktion.
- Geld: dient als Recheneinheit
- Gelenkte Marktwirtschaft:
- Markt reguliert Allokation, Distribution und Koordination. Staat greift aber ein, um mind. Existenz der Bürger zu gewährleisten.
- Geld: privates Produkt mit 4 Grundfunktionen: Wertaufbewahrung, Wertübertragung, Rechenfunktion, Tauschfunktion, Staatliches Geld = Zahlungsmittel und Instrument zur Konjunktursteuerung
- Freie Marktwirtschaft:
- Markt reguliert Allokation, Distribution und Koordination. Staat greift nicht in Marktergebnis ein.
- Geld: Staat stellt Geld zur Verfügung, hat aber Monopolstellung.
- Siehe auch angehängte Grafik
- Kommunismus:
- Merkmale: alle Aktivitäten und Projekte des Staates mit sozialstaatlichen Absichten, wie: Bildung, Verkehrsinfrastruktur, Geldwesen, Gesundheitswesen, etc.
Die Makroökonomie geht von vier wesentlichen makroökonomischen Märkten aus. Welche? Beschreiben Sie diese.
- Arbeitsmarkt
- Arbeit wird angeboten
- reguliert wird der Markt durch den Lohn
- Gütermarkt
- Güter entstehen durch Arbeit - Einsatz von Arbeit = Güterangebot
- im klassischen System werden auch alle diese Waren nachgefragt
- Kapitalmarkt
- Sparen wird zu Investition
- der Zins (i) reguliert den Markt
- Geldmarkt
- die Zentralbank bietet Geld an
- die Geschäftsbanken fragen das Geld nach
- Die Geschäftsbanken bieten das Geld den Nichtbanken an - diese Nachfrage bildet die Liquidität der Nichtbanke