PKSA Derya Savici

Vorbereitung Prüfung

Vorbereitung Prüfung


D. S.
Diese Karteikarten bieten eine umfassende Einführung in die Preis- und Kostenstrukturanalyse (PKSA) für Unternehmen. Sie decken Themen wie Kosten, Preise, Nachfrager, Lieferanten und Anbieter ab, sowie spezifische Konzepte wie Fixkosten, Gewinn, Selbstkosten und Abschreibungen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute in der Betriebswirtschaftslehre, die ihre Fähigkeiten in der Kostenanalyse und Preisverhandlung verbessern möchten.
Karten
56
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
28.09.2021 / 03.09.2022

Lernkarten

Ansatzpunkte für die Preisanlayse

  • Preisanalyse: Angebotspreis nachvollziebar trasnparent
  • Kostenanalyse: Kostenstruktur aller Kosten
  • PKSA: Kenntnis Kostenstruktur Lieferant
  • Abwehr Preiserhöhung
  • Ziel: Abwendung/Reduktion Preiserhöhung, Vorbereitung, Preisverhandlung
  • Kostenstruktur Lieferant: Materialkostenanteil (bei Produzenten am höchsten)

Marktformen

Viele Anbieter - Viele Nachfrager: Polypol (Supermarkt)

Viele Anbieter - wenige Nachfrager - Angebotsoligopol (Strommarkt)

Viele Anbieter - Ein Nachfrager - Angebotsmonopol (Briefmonopol, Wasserwerk)

Wenige Anbieter - viele Nachfrager - Nachfrage Oligopol - Molkereien

Wenige Anbieter - wenige Nachfrager - zweiseitiges Oligopol - Flugzeugmarkt

Ein Abieter - viele Nachfrager - Nachfragemonopol (Autobahn)

Ein Anbieter - Ein Nachfrager - Zweiseitiges Monopol (Einziger Hersteller eines BMW Scheinwerfers)

Marktmechanismen

kleines Angebot / viele Nachfrager = Preis steigt

grosses Angebit / wenige Nachfrager = Preis sinkt

Marktgleichgewicht

 

Angebot und Nachfrage gleich = Marktgleichgewicht

keine Überschussanfrage /Angebotsüberhang

Preiselaszitität

Nachfrageveränderung in % : Preisveränderung in %

elastisch > 1 - Luxusgüter

unelastisch < 0 - Lebensnotwendige Güter

vollkommen unelastisch 0 - notwendige Medikamente

Commodities

  • sind austauschbar
  • Qualität standardisiert
  • Markt sehr transparent
  • Menge/Preis einzig relevante Grössen

Käufer- / Verkäufermarkt

- Ist Käufer oder Verkäufer am längeren Hebel?

- Nachfrageüberhang oder Angebotsübergang?

Gleichgewichtsmenge

- absolute Ausgeglichenheit am Markt

- Angebot und Nachfrage gleich

- Keine Angebots- und Nachfrageüberschüsse

Gleichgewichtspreis

- Aboslute Ausgeglichenheit am Markt

- Anbieten möglichst hoher Preis damit noch viel verkauft wird

- Nachfrager: möglichst tiefe Preise

- keine Nachfrage- und Angebotsüberschüsse

Kalkulation im Handel

Ermittlung der Kosten für Leistung / Leistungseinheit

Ziel: Handelskalkulation

Einstandspreise / Selbstkosten / Nettoerläs bestimmen

Zuschlagssätze ermitteln

 

Gesamtkalkulation

erfasst gesamte Kosten für alle Artikel / Leistungen

Zuschlagssätze aus Einzelkalkulation ableiten

Einzelkalkulation

Erfasst Kosten für bestimmten Artikel /Leistungen

Zuschlagssätze aus Gesamtkalkulation zur Bestimmung Selbstkosten

Kostenarten - Kostenstellen - Kostenträgerrechnung

Kostenartenrechnung

  • Grundlage für Kostenstelle- Kostenträgerrechnung
  • Welche Kosten in welcher Höhe angefallen?

Aufgaben

  • Ableitung Kosten aus Erfolgsrechnung
  • Ermittlung kalkulatorischer Zinsen
  • Gliederung Einzel- und Gemeinkosten
  • Datenbasis Planung und Kontrolle

Kostenstellenrechnung

  • Gemeinkosten der Kostenstellen verursachergerecht verteilen
  • Basis Zuschlagskalkulation
  • dient Kostenkontrolle und Kalkulation
  • Kosten mittels BAB auf Kostenstelle
  • durch Ermittlung Zuschlagssätze Basis für Zuschlagskalkulation

Kostenträgerrechnung

Wofür Kosten entstanden?

Wie hoch Gesamtkosten für Kostenträger?

Wie hoch Stückkosten?

Kostenträger = Leistung die Kosten verursacht

Kostenhöhe und Kostenstruktur ermitteln

Info für Preispolitik, Entscheidungsrechnung, Planungsrechnung

Bewertung Eigenleistungen, Fertigerzeugnisse - unfertige Erzeugnisse

Herstellerkalkulation

 

Berechnung Herstell-, Selbstkosten und erzielende Verkauspreise

Vorkalkulation - voraussichtliche Kosten

Nachkalkulation - tatsächliche Kosten nach Beendigung

Zuschlagskalkulation

Kalkulationsschema:

  • Herstell- und Selbstkosten, Verkaufspreis berechnen
  • Welche Kostenbestandteile?

Herstellkosten (Kosten bis Fertigstellung, Eingang Fertigwarenlager)

  • Material- und Feritungskosten

Selbstkosten (Herstell-Vermarktung)

  • Vertriebs- und Verwaltungskosten inkl. Material- und Fertigunskosten

Verkaufspreis

  • über Selbstkosten um Gewinn zu erzielen

Divisonskalkulation

einfachste Form Kostenträgerstückrechnung

Voraussetzung: -keine Kundenspezifische Wünsche - nur 1 Produkt produzieren

 

Formel: Kosten der Rechnungsperiode : Menge der Abrechnungsperiode

 

Divisonskalkulation mit Äquivalenzziffer

  • gleichartige Produkte, geringe Unterschiede
  • Verschiedene Formen, Grössen und Qualitäten
  • gleicher Produktionsprozess - mehr oder weniger beanspruchen

Auswertung der Kalkulation

  • Nachkalkulation durchführen mit tatsächlichen Gemeinkostenzuschlagssätzen
  • nur Gemeinkosten ändern sich unter dem Jahr
  • neuer Gewinn wird ermittelt

Der angemessene Gewinn

  • unterschiedlich pro Branche
  • übliche Gewinnspanne ggf. bekannt aber Markt sehr dynamisch

Einflussfaktoren

  • Marktstruktur

Monopol, grössere Gewinnspanne als wenn viele Anbieter vorhanden.

  • Marktlage

Hochkonjunktur / Angebotsverknappung höhere Gewinne

Konjunkturtief weniger Gewinn ggf. nicht kostendeckend

  • Grösser der Bestellung

Kleinauftrag höherer Gewinn als bei Grossbestellung

Lieferant mit Erfahrung hohe Zuverlässigkeit (Qualität, Liefertreue etc.)

  • Lieferant bei Herstellung aussergewähnliche Risiken eingeht

hohe Gewinnrate durch Risikoübernahme

Produktion völlig neuer Produkte

  • dynamischer Lieferant

Technologien in House, Innovativ, effizient

höhere Gewinnspanne

  • Lieferant abhängig von Abnehmer

Hilfe bei Beschaffung, finanzielle Hilfe etc. - kleinere Gewinnspanne

Je mehr Hilfe an Lieferant desto weniger Gewinn

Grundlagen Deckungsbeitrag

Wesen Teilkostenrechnung (nur variable Kosten) / Deckungsbeitragsrechnung

 

  • Teilkostenrechnung

Info über Preisuntergrenze, Eigen- und Fremdfertigung, Sortimentsplanung

  • Vollkostenrechnung

Durch proportionalisierung Fixkosten können Kosten nicht richtig abgebildet werden

 

 

Deckungsbeitrag = Erlöse - variable Kosten

Betriebsgewinn = Deckungsbeitrag - Fixkosten

 

Teilkostenrechnung Definition und Ziele

 

Definition

  • Kostenrechnungssystem (Teil der Kosten an Leistungen zu rechnen)
  • variable Kosten und direkte Kosten
  • Fixkosten (Kostenblock, in verschiedene Schichte aufgeteilt)

Ziele

  • Info über Preisuntergrenze
  • Daten für Make or Buy
  • Auswirkung von Sortimentsänderung aufzeigen auf Betriebsergebnis

 

 

 

Deckungsbeitragsrechnung

Verkauserlös - variable Kosten = Deckungsbeitrag

Deckungsbeitrag - Fixkosten = Betriebsgewinn

 

 

Variable Kosten - Fixe Kosten - Sprungfixe Kosten

Definition

Variable Kosten (direkte Kosten)

  • Veränderung mit Produktmenge
  • Kosten je Einheit verändern sich nicht
  • Rohstoffe, Abschreibungen je Leistungseinheit, Energieverbrauch, Akkordlohn

Fixe Kosten (indirekte Kosten) 

  • Keine Veränderung  mit Produktmenge
  • Gehälter, lineare Abschreibung, Zinsen, Miete

Sprungfixe Kosten

  • Für bestimmte Dauer gleich, danach sprunghafter Anstieg - wieder konstant weiter
  • Anschaffung zusätzlicher Maschine da zu wenig Kapazität mit 1 Maschine

Deckungsbeitrags Marge (Formel)

(100 : Erlös) x DB = x %

BEP - Break even Point (Formel Anzahl Tage)

Fixkosten : DB = x Tage

oder

Fixkosten : DB Marge = x .-

Methoden der PKSA

Infoquelle BMF

Sekundär- und Primärmarktforschung

Eigen- oder Fremdforschung

 

Partieller Preisvergleich

  • Spzielles Verfahren der Preisstrukturanalyse 
  • Offenlegung Lieferantenkalkulation und anschliessender Preisvergleich
  • Vollkosten- oder Teilkostenbasis

Preisstrukturanalyse

  • Ermittlung Anteil Kostenarten an Stückkosten
  • Nachvollziehung Lieferantenkalkulation
  • Prüfung Angemessenheit Lieferantenkalkulation

Ablauf partieller Preisvergleich

 

  1. Weranalytische Vorgehensweise
  2. Berechnung der Komponenten / Rohstoffeinsatz mit Preisen
  3. Maschinenstundensatzrechnung (AK,HK, Abschreibungen, Mietzins, Lohnkosten)
  4. Berechnung Kostenanteile
  5. Berechnung Wirkung Kostenveränderung auf Einkaufspreis

Lernkurveneffekt - Erfahrungskurve

je mehr Produkte ein Lieferant produziert hat desto günstiger wird es

ca 20% - 30% Rückgang

Lerneffekt Arbeitskräfte

Fixkostendegression

Technologischer Fortschritt, Rationalisierungsmassnahmen

%-Satz kann nur bei Lohnkosten abgezogen werden

Nutzwertanalyse

Einsatzgebiet

  • Für Entscheidungen
  • Auswahl optimale Lieferanten / Investitionsvorhaben
  • neuer Standort
  • Integriert qualitativen Aspekt

Definition

  • Bewertungsverfahren
  • verschiedene Zielkriterien bewerten vergleichen

Schritte

  • Zielbestimmung, Festlegung Bewertungskriterien und KO-Kriterien
  • Beschreibung Alternativen, Gewichtung Ziele, Zuordnung Gewichtungsverfahren
  • Bewertung Alternativen
  • Ergebnisermittlung, Rangfolgenermittlung

 

+ Entscheide transparent

+ schriftliche Entscheidungsfindung (kann in Zukunft nachvollzogen werden)

+ im Team von verschiedenen Personen durchführen - Diskussion

 

- Subjektiv

- Gewichtung / Punktevergabe nicht messbar

- viele Alternativen, Bewertungskriterien zeitaufwändig

Preisanpassung / Preisgleitformel

 

  • Preisgleitformel Teil-Preisgleitklausel in Lieferverträgen
  • Langfristige Verträge in denen Preise stark schwanken können
  • Verkäufer Recht vorbehelt Preis anzupassen
  • Preisgleitformel legt fest inwiefern Preis angepasst werden kann in Preisgleitklausel

Preisgleitklauseln ohne Formel - unbestimmte Preisgleitklauseln

  • immer Absprache mit Parteien wenn Preis angepasst werden soll

Preisgleitklauseln mit Formel - definierte Preisgleitklauseln

  • Preisänderung mit Formel anpassen
  • Materialpreis, Börsenpreise nehmen
  • Lohnkosten - Referenz-Lohngruppe  der Tarifverträge

 

Sensitivitätsanalyse

Planungsinstrument bei Unsicherheit

Auswirkungen unsicherer Einflussgrössen ermitteln für Entscheidung

 

Analysemöglichkeiten:

  • Angebote analysieren
  • Preisentwicklungen der Vergangenheit vergleichen
  • aktuelle Marktdaten einholen/auswerten
  • Lieferantenbefragung

Kostenvergleich bei Kapazitätsstilllegung

Kostenvergleich bei Kapazitätsausbau

Stilllegung:

  • Kapazitäten stilllegen um Fixkosten zu senken
  • Nur ein Teil der Fixkosten kann gesenkt werden, nie alles!
  • Kostenvergleich durch Invstitionsrechnung

Ausbau:

  • Umfang ist durch Einschätzung der zu erzielenden Menge und Preis abhängig

 

Qualitative Faktoren

  • Variable Kosten / Fixkosten
  • räumliche Gegebenheiten
  • Infrastruktur
  • Einschätzung technische Weiterentwicklung
  • Entsorgungsfaktoren

Absatz bei Eigenfertigung muss gleichmässig sein, da höhere Fixkosten gedeckt werden müssen!

Was ist unter Sekundärmarktforschung zu verstehen?

Die Gewinnung von Informationen aus bereits vorhandenem Datenmaterial

Welches sind die wichtigsten Quellen der sekundären Marktforschung?

Amtliche Statistiken

Statistiken von Verbänden und Instituten

Eigene Statistiken

Was ist unter Primärmarktforschung zu verstehen?

Die Gewinnung von Informationen aus eigener Beobachtung und Befragung.

 

Welche Erhebungsmethoden stehen bei der Primärmarktforschung zur Verfügung?

Befragung

Beobachtung

Test

Panel

Was ist unter Panel zu verstehen?

Eine fest Anzahl von befragten, die wiederholt, in gleichen Zeitabständen zum gleichen Untersuchungsgebiet befragt werden oder das Verhalten selber aufzeichnen.

Make or Buy Entscheid

  • strategische Entscheidung
  • wenn andere Unternehmen billiger/günstiger sind - buy
  • Kosten, Ausbildung, Qualität, technologische/logistische Voraussetzung berücksichtigen
  • fehlendes Know-how, mangelnde Kapazität sind Gründ für Buy-Entscheid

 

 

Möglichkkeiten Fremdbezug

Bereich Eigendproduktion:

  • Feritgpabrikate
  • Werkslager
  • eigener Fuhrpark
  • Werbeabteilung
  • eigene Entwicklung
  • Konstruktionsabteilung
  • Buchhaltung

Bereich Fremdbezug

  • Handelswaren
  • Aussenlager
  • Spediteur
  • Werbeagentur
  • eigene Institute
  • Ingenieurbüro
  • Steuerberater

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