Vorbereitung Prüfüng


D. S.
Diese Lernkarten behandeln das Lieferantenmanagement und richten sich an Fortgeschrittene. Sie beleuchten die Auswahl, Bewertung und Entwicklung von Lieferanten, sowie Strategien zur Kostenreduktion und Optimierung der Lieferantenstruktur. Unternehmen profitieren davon, indem sie ihre Lieferketten effizienter gestalten und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern.
Cartes-fiches
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Allemand
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
23.09.2021 / 12.01.2025

Cartes-fiches

4 Hauptziele bei der Lieferantenauswahl

1. Versorgungssicherheit

2. Kostensenkung

3. Vermeidung von Abhängigkeit

4. Kooperation

 

Bewertungskriterien der 4 Hauptziele bei der Lieferantenauswahl

1. Versorgungssicherheit

  • Inländische/Ausländische Lieferanten
  • Transportzeit des Lieferanten (Wege und Zuverlässigkeiten
  • JIT und JIS
  • Produktionskapzität

2. Kostensenkung

  • Einstandspreise
  • Liefer-/Zahlungsbedingungen
  • Konditionen
  • Losgrössen

3. Vermeidung von Abhängigkeit

  • Monopolstellung/Oligopol der Liefernten
  • Lieferantenmacht
  • Substitutionsgüter

4. Kooperation

  • Teamfähigkeit
  • andere bereits bestehende Kooperationen (Entwicklung)
  • Offenheit
  • Firmenkultur
  • Image

Kostenreduktionstools - Preisanfrage

Definition, Vor- und Nachteile

Anfrage auf Basis eines vereinbarten/festgeschriebenen Kalkulationsschemas (cost Break Down)

Festlegung des Termins Angebitsabgabe

Angebitsvergleich und detailierte Prüfung der Kostenblöcke entsprechend des vereinbarten/festgeschriebenen Kalkulationsschemas

+ Geeignet für alle Teile und Umfänge, sofern Spezifikation vorliegt.

- Konzeptideen werden kaum berücksichtigt

Kostenreduktionstools - Beschaffungsoptimierung

Definition, Vor- und Nachteile

Optimierung der Beschaffungsvorgänge durch eindeutigen Datenbestand und durch Optimierung der Losgrössen bzgl.

Lagerungs- / Kapitalkosen

Teile- / Logistikkosten

+ Geeignet für alle Teile und Umfänge

- keine

Kostenreduktionstools - Nutzung Lieferantenvorschläge

Definition, Vor- und Nachteile

Ziel ist die gemeinsame Optimierung der Zukaufteile

Lieferant wird vorab zu inen Ideengenerierungsworkshop eingeladen

Vorbereitung: Transparenz über das Teil (Kalkulation) und evtl. Wettbewerbsteile, interne und externe Ideenabfrage

+ Vertretbarer Aufwand

- Es muss noch Freiheitsgrade an der Konstruktion geben

Kostenreduktionstools - Systematische Endverhandlung bei Neuvergaben/jährliche Preisverhandlung

Definition, Vor- und Nachteile

Verhandlung aller Neuvergben mit dem potenziellen Lieferanten und jährliche Preisverhandlung.

 

+ Mit relativ geringem Aufwand können die Kosten schnell reduziert werden.

- Die Lieferantenentscheidung bei Neuvergaben darf nicht vorab kommuniziert werden

Kostenreduktionstools - Lieferanten KVP

Definition, Vor- und Nachteile

KVP: Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Instrument zur Produktkosten - und Prozessoptimierung bei Kaufteilumfängen (Steigerung der Wertschöpfung bei Lieferanten)

Erkennen des Handlungsbedarfes anhand z.B. Richtpreiskalkulation

Durchführen eines mehrtägigen Workshops bei Lieferanten vor Ort

Massnahmen mit Lieferanten vereinbaren und Umsetzung controllen

+ Optimierung der Wertschöpfung beim Lieferanten

- Kooperatives Verhältnis zum Lieferanten muss vorhanden sein

Kostenreduktionstools - Online Bidding/Auktionen

Definition, Vor- und Nachteile

Nutzung von Online Bidding Plattformen

Ausgewählte Bieter können über das Internet Gebote für genau spezifizierte Waren und Umfänge platzieren.

+ Geeignet für Standardteile, rduzierte Verhandlungszeit

- Funktionierender Marktwettbewerb muss vorhanden sein. 

- Grosse Vergabevolumen je Vergabeumfang

Exakte Spezifikation muss existieren

Kostenreduktionstools - Richtpreiskalkulation

Definition, Vor- und Nachteile

 

Herleiten eines Richtpreises über entsprechende interne Kalkulations- Software/Know-how/Datenbank

Vergleich der Richtpreiskalkulation mit Angebotswerten bzw. Kalkulation des Lieferanten (im Zuge der Preisanfrage)

Durch Vergleichen können die Kostentreiber identifiziert werden

+ Kostentreiber können schnell identifiziert werden

- Mehrere unabhängige Kalkulationen müssen vorhanden sein

Nutzen der Lieferantenselbstauskunft

Standardisierte Fragen ermöglichen die Vergleichbarkeit von unterschedlichen Firmen. Zudem kann ein Bewertungssystem hinterlegt sein.

Die Lieferantenselbstauskunft ermöglicht einen schnellen Überblick über eine Firma zu erhalten, mit hoher Vergleichbarkeit, dank standardisierter Fragen, ohne die Firma direkt zu besuchen.

Gestaltung einer Lieferantenselbstauskunft

  • Kontaktdaten (Adresse, Homepage etc.)
  • Erreichbarkeit, Sprachen
  • Unternehmensorganisation (Organigramm)
  • Ansprechpartner (GF, Bereichsleitung, Erreichbarkeit, Sprachen)
  • Unternehmensgrösse
  • Standorte
  • Gründungsjahr
  • Konzernzugehörigkeit
  • Eigentumverhältnisse
  • Kernkompetenz
  • Entwicklung von
  • Fertigung von
  • Handenln von
  • Kennzahlen (Umsatz, Gewinn)
  • Hauptkunden/Branchen
  • Zertifizierung und Zulassungen
  • Fertigungskapazitäten / Maschinenliste
  • Frachtkonditionen / Incoterms

Vorbeugende Massnahmen in der Lieferantenentwicklung

  • Lieferantenbeurteilung
  • Lieferantenselbst-Auskunft
  • Betriebsbesichtigung
  • Systematische Lieferantenqualifikation
  • Prozessaudit
  • Aktuelle Spezifikationen
  • Stammdatenqualität
  • QSV - Qualutätssicherungsvereinbarung

 

Massnahmen der begleitenden Lieferantenentwicklung

  • Lieferantenbewertung
  • KVP
  • Operatives Lieferanten Management
  • Lieferanten-Workshop
  • Lieferanten-Coaching
  • Wareneingangskontrolle
  • Lieferantenaudit

Massnahmen reaktive Methoden der Lieferantenentwicklung

  • Mängelrüge
  • Erfassung der Qualitäts-Themen
  • Spezialaudits
  • Kaizen-Workshop (permanente Verbesserung)
  • Task Force
  • Claim-Management (Nachforderungsmanagement)
  • Lessons Learned

Lieferantenförderung - Zielsetzung und Nutzen der Lieferantenintegration

Nutzen:

  • Nuzung von externen Know how und externen Technologien
  • Aufwands- und Kostenoptimierung entlang des gesamten Produktentstehungsprozessen bzw. am Produkt selbst
  • Enge und effiziente Zusammenarbeit zwischen Liefernt und Abnehmer
  • Verkürzung der Entwicklungszeit

Zielsetzung:

  • Schaffung von Wettbewerbsvorteilen
  • Maximierung des Kundenwertes
  • Kostenoptimierte Produkte und Produktentstehung
  • Besser, attraktive Produkte 
  • Verkürzung der Entwicklungszeit (Time to Market)

Intengrationsebenen

 

  1. Entwicklung
  2. Industrialisierung
  3. Logistik
  4. Beschaffung

Integration bedeutet Massnahmen zur Verbesserung der Leistung zwischen Lieferant und beschaffendes Unternehmen.

Automatische Nachschubmechanismen

CRP - Continoud Replenishment Program

  1. VMI - Vendor Management Inventory - Lieferant organisiert Lager des Kunden
  2. CMI - Co Managed Inventory - gemeinsamer Entscheid zur Bestellauslösung
  3. BMI - Buyer Manged Inventory - der Kunde bestellt beim Lieferanten nach Bedarf/Disposition

Lieferantenverträge die die Lieferantenentwicklung und Integration ergänzen

  • Geheimhaltungsvereinbarung
  • Rahmenvereinbarung
  • Werkvertrag
  • Entwicklungsvereinbarung
  • Leistungsverzeichnis
  • Schnittstellenvereinbarung
  • Logistikvereinbarung
  • Qualitätssicherungsvereinbarung
  • Service Level Agreement
  • Dienstleistungsvereinbarung
  • Allgemeine Einkaufsbedingungen

 

Man beachte: 

  • Klar formulierte Anforderungen
  • Vereinbarte, erreichbare Ziele
  • Marktgerechte Bedingungen und Konditionen

Prozess-Audit

  • Fokus auf Unternehmensrelevante Prozesse
  • WIE Frage - Schlüsselfrage bei Prozessaudit

Z.B. wird die Auftragsabwicklung auditiert: vom Eingang der Bestellung bis zur Auslieferung

 

 

Arten von Lieferantenaudits

  • Finanzaudit
  • Prozessaudit
  • Zertifizierungsaudit
  • Umweltaudit

Mögliche Audit Themen

 

  • Produktion
  • Qualitätsmanagement
  • Infrastruktur
  • Wirtschaftlichkeit
  • Ökologie
  • Logistik
  • Technologie

Étudier