Lieferantenmanagement Derya Savici
Vorbereitung Prüfüng
Vorbereitung Prüfüng
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Cartes-fiches
4 Hauptziele bei der Lieferantenauswahl
1. Versorgungssicherheit
2. Kostensenkung
3. Vermeidung von Abhängigkeit
4. Kooperation
Bewertungskriterien der 4 Hauptziele bei der Lieferantenauswahl
1. Versorgungssicherheit
- Inländische/Ausländische Lieferanten
- Transportzeit des Lieferanten (Wege und Zuverlässigkeiten
- JIT und JIS
- Produktionskapzität
2. Kostensenkung
- Einstandspreise
- Liefer-/Zahlungsbedingungen
- Konditionen
- Losgrössen
3. Vermeidung von Abhängigkeit
- Monopolstellung/Oligopol der Liefernten
- Lieferantenmacht
- Substitutionsgüter
4. Kooperation
- Teamfähigkeit
- andere bereits bestehende Kooperationen (Entwicklung)
- Offenheit
- Firmenkultur
- Image
Kostenreduktionstools - Preisanfrage
Definition, Vor- und Nachteile
Anfrage auf Basis eines vereinbarten/festgeschriebenen Kalkulationsschemas (cost Break Down)
Festlegung des Termins Angebitsabgabe
Angebitsvergleich und detailierte Prüfung der Kostenblöcke entsprechend des vereinbarten/festgeschriebenen Kalkulationsschemas
+ Geeignet für alle Teile und Umfänge, sofern Spezifikation vorliegt.
- Konzeptideen werden kaum berücksichtigt
Kostenreduktionstools - Beschaffungsoptimierung
Definition, Vor- und Nachteile
Optimierung der Beschaffungsvorgänge durch eindeutigen Datenbestand und durch Optimierung der Losgrössen bzgl.
Lagerungs- / Kapitalkosen
Teile- / Logistikkosten
+ Geeignet für alle Teile und Umfänge
- keine
Kostenreduktionstools - Nutzung Lieferantenvorschläge
Definition, Vor- und Nachteile
Ziel ist die gemeinsame Optimierung der Zukaufteile
Lieferant wird vorab zu inen Ideengenerierungsworkshop eingeladen
Vorbereitung: Transparenz über das Teil (Kalkulation) und evtl. Wettbewerbsteile, interne und externe Ideenabfrage
+ Vertretbarer Aufwand
- Es muss noch Freiheitsgrade an der Konstruktion geben
Kostenreduktionstools - Systematische Endverhandlung bei Neuvergaben/jährliche Preisverhandlung
Definition, Vor- und Nachteile
Verhandlung aller Neuvergben mit dem potenziellen Lieferanten und jährliche Preisverhandlung.
+ Mit relativ geringem Aufwand können die Kosten schnell reduziert werden.
- Die Lieferantenentscheidung bei Neuvergaben darf nicht vorab kommuniziert werden
Kostenreduktionstools - Lieferanten KVP
Definition, Vor- und Nachteile
KVP: Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
Instrument zur Produktkosten - und Prozessoptimierung bei Kaufteilumfängen (Steigerung der Wertschöpfung bei Lieferanten)
Erkennen des Handlungsbedarfes anhand z.B. Richtpreiskalkulation
Durchführen eines mehrtägigen Workshops bei Lieferanten vor Ort
Massnahmen mit Lieferanten vereinbaren und Umsetzung controllen
+ Optimierung der Wertschöpfung beim Lieferanten
- Kooperatives Verhältnis zum Lieferanten muss vorhanden sein
Kostenreduktionstools - Online Bidding/Auktionen
Definition, Vor- und Nachteile
Nutzung von Online Bidding Plattformen
Ausgewählte Bieter können über das Internet Gebote für genau spezifizierte Waren und Umfänge platzieren.
+ Geeignet für Standardteile, rduzierte Verhandlungszeit
- Funktionierender Marktwettbewerb muss vorhanden sein.
- Grosse Vergabevolumen je Vergabeumfang
Exakte Spezifikation muss existieren
Kostenreduktionstools - Richtpreiskalkulation
Definition, Vor- und Nachteile
Herleiten eines Richtpreises über entsprechende interne Kalkulations- Software/Know-how/Datenbank
Vergleich der Richtpreiskalkulation mit Angebotswerten bzw. Kalkulation des Lieferanten (im Zuge der Preisanfrage)
Durch Vergleichen können die Kostentreiber identifiziert werden
+ Kostentreiber können schnell identifiziert werden
- Mehrere unabhängige Kalkulationen müssen vorhanden sein
Nutzen der Lieferantenselbstauskunft
Standardisierte Fragen ermöglichen die Vergleichbarkeit von unterschedlichen Firmen. Zudem kann ein Bewertungssystem hinterlegt sein.
Die Lieferantenselbstauskunft ermöglicht einen schnellen Überblick über eine Firma zu erhalten, mit hoher Vergleichbarkeit, dank standardisierter Fragen, ohne die Firma direkt zu besuchen.
Gestaltung einer Lieferantenselbstauskunft
- Kontaktdaten (Adresse, Homepage etc.)
- Erreichbarkeit, Sprachen
- Unternehmensorganisation (Organigramm)
- Ansprechpartner (GF, Bereichsleitung, Erreichbarkeit, Sprachen)
- Unternehmensgrösse
- Standorte
- Gründungsjahr
- Konzernzugehörigkeit
- Eigentumverhältnisse
- Kernkompetenz
- Entwicklung von
- Fertigung von
- Handenln von
- Kennzahlen (Umsatz, Gewinn)
- Hauptkunden/Branchen
- Zertifizierung und Zulassungen
- Fertigungskapazitäten / Maschinenliste
- Frachtkonditionen / Incoterms
Vorbeugende Massnahmen in der Lieferantenentwicklung
- Lieferantenbeurteilung
- Lieferantenselbst-Auskunft
- Betriebsbesichtigung
- Systematische Lieferantenqualifikation
- Prozessaudit
- Aktuelle Spezifikationen
- Stammdatenqualität
- QSV - Qualutätssicherungsvereinbarung
Massnahmen der begleitenden Lieferantenentwicklung
- Lieferantenbewertung
- KVP
- Operatives Lieferanten Management
- Lieferanten-Workshop
- Lieferanten-Coaching
- Wareneingangskontrolle
- Lieferantenaudit
Massnahmen reaktive Methoden der Lieferantenentwicklung
- Mängelrüge
- Erfassung der Qualitäts-Themen
- Spezialaudits
- Kaizen-Workshop (permanente Verbesserung)
- Task Force
- Claim-Management (Nachforderungsmanagement)
- Lessons Learned
Lieferantenförderung - Zielsetzung und Nutzen der Lieferantenintegration
Nutzen:
- Nuzung von externen Know how und externen Technologien
- Aufwands- und Kostenoptimierung entlang des gesamten Produktentstehungsprozessen bzw. am Produkt selbst
- Enge und effiziente Zusammenarbeit zwischen Liefernt und Abnehmer
- Verkürzung der Entwicklungszeit
Zielsetzung:
- Schaffung von Wettbewerbsvorteilen
- Maximierung des Kundenwertes
- Kostenoptimierte Produkte und Produktentstehung
- Besser, attraktive Produkte
- Verkürzung der Entwicklungszeit (Time to Market)
Intengrationsebenen
- Entwicklung
- Industrialisierung
- Logistik
- Beschaffung
Integration bedeutet Massnahmen zur Verbesserung der Leistung zwischen Lieferant und beschaffendes Unternehmen.
Automatische Nachschubmechanismen
CRP - Continoud Replenishment Program
- VMI - Vendor Management Inventory - Lieferant organisiert Lager des Kunden
- CMI - Co Managed Inventory - gemeinsamer Entscheid zur Bestellauslösung
- BMI - Buyer Manged Inventory - der Kunde bestellt beim Lieferanten nach Bedarf/Disposition
Lieferantenverträge die die Lieferantenentwicklung und Integration ergänzen
- Geheimhaltungsvereinbarung
- Rahmenvereinbarung
- Werkvertrag
- Entwicklungsvereinbarung
- Leistungsverzeichnis
- Schnittstellenvereinbarung
- Logistikvereinbarung
- Qualitätssicherungsvereinbarung
- Service Level Agreement
- Dienstleistungsvereinbarung
- Allgemeine Einkaufsbedingungen
Man beachte:
- Klar formulierte Anforderungen
- Vereinbarte, erreichbare Ziele
- Marktgerechte Bedingungen und Konditionen
Prozess-Audit
- Fokus auf Unternehmensrelevante Prozesse
- WIE Frage - Schlüsselfrage bei Prozessaudit
Z.B. wird die Auftragsabwicklung auditiert: vom Eingang der Bestellung bis zur Auslieferung
Arten von Lieferantenaudits
- Finanzaudit
- Prozessaudit
- Zertifizierungsaudit
- Umweltaudit
Mögliche Audit Themen
- Produktion
- Qualitätsmanagement
- Infrastruktur
- Wirtschaftlichkeit
- Ökologie
- Logistik
- Technologie