PW


S. D.
Diese Lernkarten behandeln das Prüfungswesen auf universitärem Niveau und konzentrieren sich auf Risiken, Prüfungsmethoden und die Darstellung von Unternehmensdaten. Sie decken Themen wie die Rolle des IDW, die Beurteilung von Geschäftsvorfällen, die Bedeutung von Lageberichten und die Anforderungen an Abschlussprüfer ab. Besonders relevant sind die Analyse von Risiken, die Beurteilung von Angaben und die Auswirkungen auf die Unternehmensbewertung. Diese Karteikarten sind ideal für Studierende und Berufstätige in der Betriebswirtschaftslehre, die sich auf Prüfungen oder die Praxis im Bereich der Unternehmensprüfung vorbereiten.
Cartes-fiches
92
Utilisateurs
2
Langue
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
24.07.2020 / 26.11.2020

Flashcards

Welche Methoden der Bestätigungsabfrage gibt es? (IDW PS 320)

  • Positive Methode
    • Offen
    • Geschlossen
  • Negative Methode
    • Geantwortet wird nur, wenn die dargelegte Information falsch ist

Welche Voraussetzungen müssen vorliegen, damit die negative Methode als Bestätigungsabfrage in Betracht kommen kann? (IDW PS 302)

  • Geringes Fehlerrisiko
  • Wirksamkeit relevanter Kontrollen
  • Grundgesamtheit besteht aus kleinen, homogenen Elementen
  • Es wird eine sehr geringe Anzahl von Abweichungen erwartet
  • Gewissheit, dass der Empfänger die Anfrage nicht unebachtet lässt

Welche Überlegungen können Abweichungen, die als falsche Darstellung beurteilt werden nach sich ziehen (Saldenbestätigungsabfrage IDW PS 302)

  • Hinweise auf dolose Handlungen
  • Mängel im IKS
  • Hinweise auf weitere vergleichbare falsche Darstellungen

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen, um auf die Einholung einzelner Bankbestätigungen verzichten zu können?

  • Keine bedeutsamen Risiken 
  • Funktionierende relevante Kontrollen
  • Ausnahmesituation, die das Einholen unwirtschaftlich macht (Im Einzelhandel: Pro Filiale eine eigenständige Bank)

Welche Anlässe für Unternehmensbewertungen gibt es?

  • Unternehmerische Initiative
    • IPO
    • Kauf/Verkauf
    • Management Buyout
  • Gründe der externen Rechnungslegung
    • Impairment Test
    • PPA
  • Gesellschaftsrechtliche oder gesetzliche Vorschriften
    • Squeeze out
    • Ermittlung von Barabfindungen im Zusammenhang mit Verschmelzungen
  • Vertragliche Grundlagen
    • Ein- und Austritt von Gesellschaftern
    • Erbteilungen

Führen Sie die Grundsätze zur Ermittlung von Unternehmenswerten auf und beschreiben Sie diese

  • Maßgeblichkeit des Bewertungszwecks
    • In Abhängigkeit vom zu ermittelnden Unternehmenswert (objektivierter Unternehmenswert, subjektiver Entscheidungswert, Einigungswert) ergeben sich unterschiedliche Annahme über die Prognose der künftigen finanziellen Überschüsse
  • Bewertung der wirtschaftlichen Unternehmenseinheit
    • Wert wird nicht durch einzelne Bestandteile (Vermögenswerte oder Schulden), sondern durch das Zusammenwirken aller Faktoren bestimmt
    • Kann von der rechtlichen Unternehmenseinheit abweichen und sich zB nur auf eine strategische Geschäftseinheit beziehen
  • Stichtagsprinzip
    • Es ist nur der Informationsstand zu berücksichtigen, der bei angemessener Sorgfalt am Stichtag hätte erlangt werden können
  • Bewertung des betriebsnotwendigen Vermögens
    • Unechte Synergieeffekte
    • Managementfaktoren
  • Bewertung des nichtbetriebsnotwendigen Vermögens
    • Gesonderte Bewertung - weitere Verwertung oder Liquidation
  • Unbeachtlichkeit des bilanziellen Vorsichtsprinzips
    • Handelsrechtliche Vorsichtsprinzip würde eine ungleiche Verteilung von gegenläufigen Interessen mit sich bringen (Käufer würde unter Umständen besser gestellt als Verkäufer oder andersherum)
  • Nachvollziehbarkeit der Bewertungsansätze
    • Es muss deutlich gemacht werden welche wesentlichen Annahmen und Typisierungen zu Grunde gelegt wurden

Beschreibe Szenario 1 bis 4 in Hinblick auf Going Concern

  • Szenario 1
    • Keine Ereignisse oder Gegebenheiten identifiziert, die einzeln oder insgesamt bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Unternehmensfortführung aufwerfen könnten
  • Szenario 2
    • Ereignisse oder Gegebenheiten wurden identifiziert es besteht aber keine wesentliche Unsicherheit.
      • Abschluss und Lagebericht enthalten angemessene Angaben >> Keine Pflicht zur Aufnahme eines gesonderten Abschnitts zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Bestätigungsvermerk
  • Szenario 3 
    • Ereignisse oder Gegebenheiten wurden identifiziert und es besteht eine wesentliche Unsicherheit
      • Abschluss und Lagebericht enthalten angemessene Angaben >> Es ist ein gesonderter Abschnitt zur Unternehmensfortführung im Bestätigungsvermerk aufzuführen
  • Szenario 4
    • Bilanzierung zu Liquidationswerten oder Versagung des Prüfungsurteils

Vorteile der Equity-Methode ggü. der Anschaffungskostenmethode

  • Zutreffendere Darstellung der Vermögenslage im Konzern
    • Gewinnthesaurierungen beim assoziierten Unternehmen wird im Beteiligungsbuchwert des Mutterunternehmens reflektiert (Durchbrechung des Anschaffungskostenprinzips)
    • Im Einzelabschluss des Mjutterunternehmens führen Gewinnthesaurierungen beim assoziierten Unternehmen zu stillen Zwangsreserven im Beteiligungsbuchwert
  • Zutreffendere Darstellung der Ertragslage des Konzerns
    • Gewinne- und Verluste des assoziierten Unternehmens werden im Konzernabschluss stehts phasengleich realisiert (Durchbrechung des Realisationsprinzips
    • Im Einzelabschluss des Muterunternehmens können Gewinne erst phasenverschoben realisiert werden

Anforderungen an die Ordnungsmäßigkeit der IT-Buchführung (IDW RS FAIT 1)

  • GoB-Anforderungen
    • Vollständigkeit
    • Richtigkeit
    • Zeitgerechtigkeit
    • Ordnung
    • Nachvollziehbarkeit
    • Unveränderulichkeit
    • Beleg-Journal und Kontenfunktion
    • Dokumentation 
    • Aufbewahrungspflichten
  • Sicherheitsanforderungen
    • Vertraulichkeit
    • Integrität
    • Verfügbarkeit
    • Autorisierung
    • Authentizität
    • Verbindlichkeit
  • Elemente einer IT-Buchführung
    • IT-Umfeld
      • Grundeinstellung, Sicherheitsbewusstsein
    • IT-Organisation
      • Definition von Verantwortlichkeiten und IT-Prozessen
    • IT-Infrastruktur
      • IT-Sicherheitsmaßnahmen, Datensicherung
    • IT-Anwendungen
      • Eingabe-, Verarbeitungs-, Ausgabekontrollen
    • IT-gestützte-Geschäftsprozesse
      • Datenqualitätskontrollen
    • Überwachung IT-Kontrollsystem
      • IT-Innenrevision
    • IT-Outsourcing
      • Verträge und Überwachung des Outsourcens

GoB-Anforderungen bei Auslagerung per Cloud Computing (IDW RS FAIT 5)

  • Klassische Auslagerungen
    • IT-Infrastruktur (zB Rechenzentrum)
    • IT-Anwendungen (zB FiBu)
    • IT-gestützte-Geschäftsprozesse (zB Business Process)
    • IT-Outsourcing / SSC (zB Lohn und Gehalt)
  • Definition Cloud Computing
    • Zugriff auf Ressourcen des Dienstleisters
    • Werden per Cloud Lösung orts- und Hardwareunabhängig zur Verfügung gestellt
  • Cloud Computing Service Modelle
    • IaaS
    • PaaS
    • SaaS
  • Bereitstellungsformen
    • Public Cloud
    • Private Cloud
    • Hybrid Cloud
  • GoB Anforderungen
    • Verantwortung für die Einhaltung der GoB-Anforderungen bei den gesetzlichen Vertretern des auslagernden Unternehmens
    • Dienstleister hat ein IT-Kontrollsystem einzurichten
    • Ordnungsmäißgkeit
      • Vollständigkeit
      • Richtigkeit
      • Zeitgerechtheit
      • Ordnung
      • Nachvollziehbarkeit
      • Unveränderlichkeit
      • Beleg-,Journal-, Kontenfunktion
      • Dokumentation
      • Aufbewahrungspflichten
    • Sicherheit
      • Vertraulichkeit
      • Integrität
      • Verfügbarkeit
      • Autorisierung
      • Authentizität
      • Verbindlichkeit
  • Zusätzliche Risiken bei Outsourcing
    • Sicherheitsrisiken
    • Ordnungsmäßigkeitsrisiken
    • Rechtliche Risiken
  • Zusätzliche Anforderungen
    • Überwachung
    • Beendigung

Konzept der Wesentlichkeit - roter Faden

  • Mit hinreichender Sicherheit falsche Angaben aufdecken, die wegen der Größenordnung oder Bedeutung einen Einfluss auf den Aussagewert der Rechnungslegung für den Adressaten haben
  • Festlegung der Wesentlichkeit liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers
  • Konzentration auf entscheidungserhebliche Sachverhalte
  • Abschlussprüfer kommuniziert mit Aufsichtsorgan über die von den gesetzlichen Vertretern nicht korrigierten falschen Angaben
  • Gilt auch für die Auswirkungen, die die nicht korrigierten Angaben auf das Prüfungsurteil haben
  • Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsorgan Gelegenheit zu geben die gesetzlichen Vertreter zur Korrektur aufzufordern
  • Sind die gesetzlichen Vertreter nicht zur Anpassung oder Korrektur bereit hat der Abschlussprüfer den Bestätigungsvermerk einzuschränken oder zu versagen sofern die Angaben für den Abschluss wesentlich sind

Beziehungen zu nahestehenden Personen - roter Faden

  • Bei Geschäften mit nahestehenden Personen: Hohes Kontrollrisiko Geschäfte vollständig zu erfassen und Ernsthaftigkeit der Geschäfte sowie Konditionen festzustellen
  • IKS ist auch in Bezug auf Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen angemessen und wirksam auszugestalten
  • Gesetzliche Vertreter haben sicherzustellen, dass Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen ordnungsgemäß erfasst und abgebildet sind
  • Abschlussprüfer hat Prüfungshandlungen durchzuführen, die angemessene und ausreichende Prüfungsnachweise liefern, um zu beurteilen, ob das IKS angemessen und wirksam ist
  • Erwartungshaltung ist nicht, dass alle Beziehungen und Geschäftsvorfälle aufgedeckt werden
  • Team sollte während der Prüfung auf Beziehungen und Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen achten

Lernen