Wirtschaft 1. Semester WI
WI 1. Semester
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Lernkarten
Investitionsgründe
Normativ (Wirtschaftlich erfolgreich, mit möglichst geringer Umweltbelastung) (z.B. Erneuerbare Energien)
Strategisch (Technologiewechsel, Make or Buy) (z.B. Neue Maschinen, Qualifiziertes Personal)
Statische Methode der Investitionsrechnung
Konzept: Peridoenerfolgskonzept der traditionellen Finanzbuchhaltung.
Relevanz: Aufwände und Erträge während den einzelnen Jahren der Nutzungsdauer eines Investitionsprojekts, verursacht durch den Investtionsenscheid
Zeitwert des Gelden wird nicht berücksichtigt.
Methoden der Investitionsrechnung
Statische und Dynamische Methoden
Dynamische Methode der Investitionsrechnung
Konzept: Zahlungsflusskonzept des Investors
Relevanz: Cash Einnahmen und Cash Ausgaben während den einzelnen Jahren der Nutzungsdauer eines Investitionsprojektes verursacht durch den Investitionsentscheid
Zeitwert des Geldes wird berücksichtigt
Amortisationsrechnung
Anz. Jahre berechnen, die bis zum Rückfluss einer investierten Geldsumme streicht
\(Amortisationszeit in Jahren = \frac {Kapitaleinsatz} {(Gewinn + Abschreibungen)}\)
Produktion
Umwandlung von Sachgütern und Dienstleistungen in andere Sachgüter und Dienstleistungen
Produktionslogistik
Ziel, Produktionsprozesse art- und mengenmässig, räumlich und zeitlich abgestimmt mit den benötigten Produktionsfaktoren versorgen
Produktionsprogramm
Bestimmt Art, Menge und Zeitpunkt der zu produzierenden Produkte in einem Unternehmen
Produktionsprogrammbreite
Anzahl der von einem Unternehmen hergestellten Produktarten
Produktionstiefe
Anzahl der Artikel und Typen, die innerhalb einer Produktart vom Unternehmen angeboten werden
optimales Produktionsprogramm
hängt ab von Beschaffung, Kapazität und Absatz
Fertigungstiefen
Geringe Fertigungstiefe = grosse Teile der Produktion werden extern durchgeführt
Mittlere Fertigungstiefe
Grosse Fertigungstiefe = die meisten Leistungen werden selbst erstellt und nur wenige Aufträge extern vergeben
Make or Buy?
(Vor- und Nachteiel von Buy)
Vorteile Buy
- Konzentration auf Kerngeschäft
- Zugang zu Know-how (von Zulieferer)
- Freisetzung von Kapazitäten und Finanzmitteln
- Bessere Steuerbarkeit der Kosten
- Variable statt fixe Kosten
- Standardisierung und klar definierte Leistungen
Nachteile Buy
- Abhängigkeit
- Risiko schlechte Leistung des Outsourcing-Partners
- Langfristiger Verlust von Know-how
- Sensible Daten, Geheimhaltung
- schwer Rückgängig zu machen
- Transaktions- und Umsetzungskosten
- Kommunikationsintensiv
Ziele Produktionsplanung
Kurze Lieferfristen, Hohe Liefertreue, Koordination mit Lieferanten => geringe Durchlaufzeit
Durchlaufzeit
Durchführungszeit + Übergangszeit
Fertigungstypen
Einzelfertigung
Einzel- und Kleinserienfertigung
Massenfertigung
Serienfertigung
Fertigungsverfahren
Werkstattprinzip (gleichartiges Bearbeitungsverfahren in Abteilungen zusammengefasst) Einzel- / Kleinserienfertigung
Fliessprinzip (nach Fertigungsfolgen geordnet und stark verkettet) Massenfertigung
Gruppenfertigung (zur Bearbeitung ähnlicher Objekte benötigte Fertigungsmittel räumlich zusammengefasst)
Corporate Social Responsibility (CSR)
Auswirkungen der unternehmerischen Tätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt (z.B. Arbeitsbedingungen, Umwelt, Menschenrechte, fairer Wettbewerb, etc.)
Qualität-Sicherheit-Umwelt
Managementqualität nach ISO Normen zertifiziert
(Energie-)management
Plan
Do
Act
Check
Ökobilanz (Life Cycle Assessment)
Umweltwirkungen von Produkten, Dienstleistungen, Prozesse während des gesamten Lebenswegs
Ökobilanz
- Ziel und Systemgrenze (Definition Untersuchungsziel, Definition funktioneller Einheit, Definition der Systemgrenzen)
- Sachbilanz (Erfassung Input- und Outputströme, Datenquellen, Datenqualität)
- Wirkungsabschätzung
- Interpretation Massnahamen
Controlling
Führung des Unternehmens nach Zielen / steuern und regeln
4 Funktionen von Controlling
- Informationsfunktion
- Planungsfunktion
- Koordinationsfunktion
- Kontrollfunktion
Informationsfunktion von CTR
Organisiert das bereichsübergreifende Berichtswesen, Aufbau eines Management-Informationssystem, Visualisierung mit z.B. einem Kennzahlen-Cockpit
Planungsfunktion von CTR
Erstellen erforderlicher Planungsunterlagen für die Budgetierung in den Teilbereichen der Unternehmung. Fixierung und Dokumentation der Soll-Vorgaben in Form von Budgets
Koordinationsfunktion von CTR
Koordination zwischen dem Planungs- und Kontrollsystem auf zwei Arten:
- Systembildende Koordination (Bereitstellung eines funktionsfähigen Planungs- und Kontrollsystems)
- Systemkopplende Koordination (Abstimmung zwischen Teilsystemen (Informationsfluss))
Kontrollfunktion von CTR
- Strategische Kontrolle -> "Plangenerierungskontrolle" (Leitbildkontrolle, Zielkontrolle, Profitabilitätskontrolle, Planungssystemkontrolle, Interne Machbarkeitskontrolle, Externe Durchführbarkeitskontrolle)
- Operative Kontrolle -> Plan-Soll-Vergleich / Soll-Ist-Vergleich
Arten von Controlling
- Operatives Controlling (Fokus auf quantifizierbare Grössen als Grundlage für die Steuerungsprozesse im Unternehmen. Steuerung der Wirtschaftlichkeit, Rentabilität und Liquidität)
- Strategisches Controlling (Einbezug von qualitativen Faktoren in den Planungsprozesse, Aufbau neuer Potentiale)
Operative Controlling-Instrumente
- Kostenrechnung BAB
- Analyse Jahresabschluss
- Geldfluss-Rechnung (Cash-Flow)
- Kalkulation
- Investitionsrechnung
- Deckungsbeitragsrechnung
Strategische Controlling-Instrumente
- Marktwachstum-Marktanteil-Portfolio
- Marktattraktivität-Wettbewerbsvorteil-Portfolio
- Lebenszyklusanalyse
- Szenario-Analyse
- GAP-Analyse
- SWOT-Analyse (Stärken-Schwächen-Chance-Risiken-Analyse)
- Analyse der Unternehmenssituation -> Stärken / Schwächen
- Balanced Scorecard
- Benchmarking
- Six Sigma
Stärke-Schwächen-Analyse
- Auffinden von ungenutzten Potentialen und Ressourcen
- Und gleichzeitige Identifikation von Schwächen
- Drei Hauptvergleichsmöglichkeiten
- Zeitvergleich
- Konkurrenzvergleich
- Vergleich mit kritischen Erfolgsfaktoren
- Vorteile: Guter Überblick und Vergleich
- Nachteile: Betrachtung eines Teilbereichs, kein Gesamtbild / Einschätzung der Ressourcen Subjektiv / Stärken und Schwächen bedingen sich oft gegenseitig
SWOT-Analyse
- SO-Strategien: Durch Stärken sollen Chancen genutzt werden
- ST-Strategien: Durch Stärken sollen Risiken, die Unternehmen bedrohen entschärft werden
- WO-Strategien: Indem Schwächen abgebaut werden, sollen Chancen genutzt werden
- WT-Strategien: Durch Abbau von Schwächen sollen Risiken reduziert werden
GAP-Analyse
Früherkennungsmethode zur Feststellung von Abweichungen vom geplanten Zielpfad. Bezeichnet Abweichung bei Fortführung der derzeitigen Entwicklung (IST) von der gewünschten Entwicklung (SOLL).
- Operative Lücke: Abweichung zwischen Basisgeschäft und dem potentiellen Basisgeschäft
- Strategische Lücke: Abweichung zwischen dem erwarteten Neugeschäft und der Entwicklungsgrenze (potentielles Basisgeschäft)
Vorteile: Finden der strategischen Lücken, erstes grobes Analyseraster
Nachteile: Keine Bewertung, Keine Handlungsempfehlungen, Hohe Umweltdynamik bleibt unberücksichtigt
Szenario Analyse
Dient der strategischen Führungsaufklärung
Simulier alternative Umweltszenarien; Best- und Worst-Case Szenarien
- Vorteile: Fördert Flexibilität, Interdisziplinärer Hintergrund vergrössert den Horizont der Entscheidungsverantwortlichen
- Nachteile: Grosser Aufwand, Komplex und führt zu sehr wenigen quantitativen Aussagen, bei Verringerung der Komplexität können Fehler auftreten
Produktlebenszyklus-Analyse
Ermöglicht durch die Positionsbestimmung der Produkte strategische Massnahmen abzuleiten
- Einführungsphase (Entscheidung durch die Kunden, ob es nachgefragt wird, Stückkosten sehr hoch, weil noch nicht genug abgesetzt wird, Ende der Phase = Break Even)
- Wachstumsphase (Es werden grössere Stückzahlen umgesetzt, Die Gewinne und der Cashflow steigen, Ende der Phase -> höchster Gewinn erwirtschaftet)
- Reifephase (Neue Konkurrenten mit günstigeren Preisen kommen auf den Markt, Preissenkung, Kundeninteresse nimmt ab)
- Sättigungsphase (Gewinne sinken, Marktsättigung ist erreicht, Entscheidung zum Aufgaben des Produktes)
Portfolioanalyse
Ermöglicht es dem Unternehmen notwendige Strategien und Stossrichtungen für Geschäftseinheiten (Produkte zu bestimmen)
- Marktanteils- und Marktwachstums-Portfolio (Vier-Felder-Matrix) der Boston Consulting Group
- Marktattraktivitäts- und Wettbewerbsstärken-Portfolio (Neun-Felder-Matrix) nach Mckinsey
- Investitionsstrategie (Question Marks)
- Wachstumsstrategie (Stars)
- Abschöpfungsstrategie (Cash Cows)
- Desinvestitionsstrategie (Poor Dogs)
Vor- und Nachteile Profolioanalyse
Vorteile: Unterschiedliche Unternehmen können sich durch das Portfolio im gleichen Masstab messen. Strategien sind ablesbar. Durch die Veranschaulichung der Matrix ergibt sich ein hoher Kommunikationswert.
Nachteile: Es fehlt die Komplexität dadurch können wichtige Faktoren verloren gehen. Abhängigkeiten und Verbundeffekte werden nicht berücksichtigt. Allgemeine Normastrategien sind für spezielle Probleme nicht anwendbar.
Balanced Scorecard
Ziel: monetäres Kennzahlensystem im Sinne der kritischen Erfolgsfaktoren zu verbinden. Unternehmung wird aus vier Perspektiven betrachtet. (Finanz-, Prozess-, Kunden- und Entwicklungsperspektive)
Ableitung der Kennzahlen aus Kundenbedürfnissen und Verknüpfung mit den Strategien zur Befriedigung dieser Kundenbedürfnisse
Probleme bei der Umsetzung aufgrund Informationsmangel und Umsetzung der Strategien
Benchmarking
Kontinuierlicher Prozess beim welchem Produkte und Dienstleistungen der eigenen Unternehmen mit denen des stärksten Mitbewerbers verglichen werden