MPS2

System Dynamics

System Dynamics


M. R.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Einblick in die System Dynamics, insbesondere für Universitätsstudierende. Sie behandeln zentrale Konzepte wie Modelle, Variablen, Systeme und deren Entwicklung, wobei der Fokus auf der Struktur, Veränderung und Entscheidungsfindung liegt. Die Karteikarten helfen dabei, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und anzuwenden, insbesondere in der Analyse und Lösung von Problemen durch die Identifikation von Interventionspunkten und Strategien. Ideal für Studierende, die sich mit dynamischen Systemen und deren Modellierung auseinandersetzen möchten.
Cartes-fiches
106
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
29.01.2019 / 29.01.2019

Cartes-fiches

Systemarchetyp 3: Problemverschiebung

s. Kärtli

Systemarchetyp 4: Erodierende Ziele

s. Kärtli

Systemarchetyp 5: Eskalation

s. Kärtli

Systemarchetyp 6: Erfolg der Erfolgreichen

s. Kärtli

Systemarchetyp 7: Tragödie der Allmende

s. Kärtli

Systemarchetyp 8: Scheiternde Korrekturen

s. Kärtli

Systemarchetyp 9: Widersacher wider Willen

s. Kärtli

Sysemarchetyp 10: Wachstum und Unterinvestition

s. Kärtli

Indikatoren

Sind Anzeiger für den Zustand eines Systems. Sind stets auch Variablen, welche auf eine Art messbar ist und einen Toleranzbereich besitzt. (bspw. Ph-Wert im Wasser)

Gute Indikatoren

kausal nahe am Sachverhalt, messbar, schnell verfügbar.

Interventionspunkte

Wo liegen im Modell die Interventionspunkte? Wo im Modell kann etwas zur Lösung beigetragen werden?

Interventationspunkte (Grad der Beeinflussbarkeit)

  • Szenario: Veränderung wird durch das Umfeld definiert
  • Policy: Atkeur definiert die Veränderung selbst

Interventionspunkte (Effizienz)

  • Hebelpunkt: sehr gutes Verhältnis von Mitteileinsatz zu Wirkung
  • Schwarzes Loch: Schlechtes Verhältnis von Mitteileinsatz zu Wirkung

Szenario

Es lässt sich nicht viel verändern, weil die Veränderungen durch das Umfeld definiert werden (Neue Gesetzgebung, Konkurrenz etc.)

Ziel des Szenariodenkens ist es, mögliche Entwicklungen der Zukunft zu analysieren und systematisch in die Entscheidungsfindung einzubringen. 

Policy

Eine Variable, die man verändern kann. Ziel ist es, die Variable mit Hebelwirkung zu finden, da diese eine hohe Wirkung zeigt, wenn man sie beeinflusst.

Arten von Policy-Änderungen

  • Veränderung von exogenen Variablen: Diese Variablen haben nur ausgehende Pfeile. Keine Variable hat Einfluss darauf. Wir verkleinern/vergrössern exogene Variablen.
  • Veränderung von Verzögerungen: Wir verkürzen Verzögerungen.
  • Veränderung der Strukturen von Stocks und Flows: Neue Variablen hinzufügen.
  • Regelkreise erzeugen oder brechen: Feedbackloops verändern
  • Veränderung der Stärke der Regelkreise.

Veränderung von bestehenden Strukturen (Erstellungsmodus)

Eliminieren:

  • breche Feedbackloops
  • exogenisiere Variable
  • lösche Variable

Erzeugen:

  • neue Feedbackloops
  • endogenisiere Variable
  • Neue Variable

Veränderung von bestehenden Strukturen (Einflussmodus)

Reduzieren:

  • Feedbackloops schwächen
  • Werte von Variablen reduzieren
  • Verzögerungen reduzieren

Erhöhen

  • Feedbackloops verstärken
  • Wert von Variablen erhöhen
  • Verzögerungen verlängern

Strategie im system-dynamischen Verständis

  • eine zeitgerichtete Konfiguration von Interventionen (Ressourcenveränderungen) mit der Absicht, das relevante Ressourcensystem so zu beeinflusse, dass die Zielgrössen im Zeitverlauf bestmöglich erreich werden können.
  • Eine Strategie besteht aus min. einer Veränderung einer Policy. Im Regelfall werden jedoch ca. drei Policies verändernt. 

Validierung des Modells

Prozess, der dazu führt, dass das Modell näher an die Realität kommt.

Validität 

Die Modellvalidität - die Eigenschaft eines Modells, das zu modellierende System angemessen widerzuspiegeln, abhängig vom Zweck des Modells (....) - ist ein primäres Maß für den Nutzen und die Wirksamkeit des Modells. 

Validierungstest (Test zum Modellkontext)

Ist System Dynamics eine geeignete Methodik? Hilft das Modell, Schlussfolgerungen abzuleiten, welche für die Problemlösung hilfreich sind? Können durch das Modell neue bzw. bessere Konfigurationen von Entscheidungsregeln abgeleitet werden?

Validierungstest (Test zur Nomenklatur) 

Sind nur Variablen im Modell vorhanden? Sind die Variablen klar und einfach verständlich? (eindimensionale Substantive)

Test zur Modellstruktur

  • Sind die kausalen Beziehungen in der Realität vorhanden?
  • Sind die kausalen Verbindungen mit nur einer Polarität gekennzeichnet?
  • Entspricht das zeitliche Verhalten der Regelkreise den realen Begebenheiten?
  • Stimmen die Verbindungen von Flows und Stocks?
  • Ist das Modell in seinen Einheiten konsistent?
  • Sind alle Regelkreise auch kreisförmig dargestellt?
  • Sind alle Regelkreise korrekt beschriftet?
  • Enthält das Modell Feedback-Elemente?

Test zur Angemessenheit der Modellgrenze

  • Ist die Modellgrenze angemessen für den Zweck des Modells?
  • Können die wesentlichen Managementmassnahmen, Entscheidungsregeln und relevanten Umfeldszenarien «simuliert» (abgebildet) werden?
  • Kann das Modell reduziert werden, ohne Erkenntnisse zu verlieren?
  • Entspricht die Modellgrenze dem zu beobachtenden Zeithorizont?

Typische Fehler 

  • Einheitenfehler:
    • Unpassende Einheiten
    • Inkonsistente Einheiten
    • Fehlende Einheiten
    • Plurale Einheiten (z.B. „Fahrzeuge“ anstatt „Fahrzeug“)
  • Nomenklatur
    • nicht unipolare Substantive
  • Unklare Variablennamen
  • Polaritäten:
    • Unmögliche Polaritäten (weder „+“ noch „-“)
    • Falsche Polaritäten (z.B. „-“ anstatt „+“)
  • Fehlende oder unnötige kausale Verbindungen
  • Kausale Verbindungen wirken auf Bestandesgrößen direkt ein

Étudier