MPS2

System Dynamics

System Dynamics


M. R.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Einblick in die System Dynamics, insbesondere für Universitätsstudierende. Sie behandeln zentrale Konzepte wie Modelle, Variablen, Systeme und deren Entwicklung, wobei der Fokus auf der Struktur, Veränderung und Entscheidungsfindung liegt. Die Karteikarten helfen dabei, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und anzuwenden, insbesondere in der Analyse und Lösung von Problemen durch die Identifikation von Interventionspunkten und Strategien. Ideal für Studierende, die sich mit dynamischen Systemen und deren Modellierung auseinandersetzen möchten.
Flashcards
106
Students
1
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
29.01.2019 / 29.01.2019

Flashcards

Vuca-Welt

Volatility = Ubeständigkeit

Uncertainty = Unsicherheit

Ambiguity = Zweideutigkeit

Ursachen für turbulente, komplexe Welt.

Beschleunigung technologischer Wandel (Dynamik)

Zunahme der Vernetzung

Schlüsselkompetenz von heutigen Unternehmen

Komplexitätsbewältigung

Zusammenhang bisherige Methoden zur systemmethodischen Methotik

SWOT --> Zu einem gewissen Zeitpunkt

Im SD wird aber ein Zeitablauf abgebildet. Zudem werden im SD Ursache und Wirkung in Zusammenhang gebracht.

System Dynamics

Beschreibung und Analyse von komplex-dynamischen Problemen. (Werbewirkung)

Agend-Based Modeling

Beschreibung und Analyse von komplex-dynamischen System (Schwarmverhalten von Vögel)

Network-Analytics

Beschreibung und Analyse von Netzwerken (Familie, virtuelle Freunde, Schulfreunde etc.) 

Prinzip komplexer Systeme

In einer Welt von interagierenden Teilsystemen muss man in interagierenden Teilsystem denken àNetzwerke! (bspw. politische Umstände eines Landes, können heute alle Länder betreffen.)

Konsequenz von interagierenden Teilsystemen

Man löst die anstehenden Probleme, ohne an die Probleme zu denken, welche durch die Problemlösung neu erzeugt werden. àAlles wird noch viel komplizierter. 

Ursache dafür, das nicht in interagierenden Teilsystem gedacht wird

Etwas nicht vorhergesehen zu haben, wozu es spezifische Fachkenntnisse und komplizierte Gedankengänge benötigt, macht niemanden betroffen.  

Lösung, um in interagierenden Teilsystemen zu denken

Über die Situation hinausdenken, die Notwendigkeit, die Einbettung eines Problems in den Kontext von anderen Problemen beachten.

Verhalten von komplexen Systemen

Komplexe Systeme verändern sich im Zeitverlauf.

Strategisches Zeitdilemma in komplexen Systemen

Je höher die Dynamik, desto weniger verfügbare Zeit für Entscheidungen.

Kontraintuitives Verhalten

Unerwartetes Verhalten. 

Ein sich ergebender Sachverhalt entgegen dem, was intuitiv richtig zu sein scheint. Verhalten, das nicht herrschenden Regeln oder Gesetzen folgt, ist somit oft kontraintuitiv.

Policy Resistance

  • Resistenz ggü. Veränderungen/Interventionen. 
  • Das Wirken von Akteuren in einem System, um die vorhandenen Entscheidungsregeln ggü. Veränderungen beizubehalten. zeigt sich meist in unerwarteten Entwicklungen/Reaktionen des Systems, welche von der Tendenz her positiv beabsichtigte Interventionen verzögern, abschwächen oder aufheben.
  • Manche Fälle von “Policy Resistance“ sind im Vorfeld dem Beobachter bereits bekannt. Dadurch verlieren diese Fälle ihren kontraintuitiven (unerwarteten) Effekt.
  • Andere Fälle von Policy Resistance sind im Vorfeld dem Beobachter nicht bekannt. Dadurch sind diese unerwartet und somit kontraintuitiv.
  • Beispiel: das Ziel, die Geburtenrate zu erhöhen, führte zu vermehrten Abtreibungen im Ausland

Gründe für kontraintuitives Verhalten und Policy Resistance

Die Gründe liegen in unseren mentalen Modellen (Vorstellung wie etwas ablaufen sollte)

Beide sind immun gegen Veränderungen

Mentales Modell

Überzeugungen über die Netzwerke von Ursachen und Wirkungen, die beschreiben, wie ein System funktioniert und welche Grenzen (einbezogene und ausgeschlossene Variablen) sowie welcher Zeithorizont dafür gelten.

Probleme eines mentalen Modells in komplexen Systemen. 

  • Nichtlineare Wirkungsbeziehungen
  • Rückkoppelung (Informations-Feedback)
  • Verzögerungen
  • Akkumulationen (Vergangenheits-abhängig)
  • Dynamik der Veränderung
  • mehrere Akteure mit verschiedenen interdependenten Zielen
  • regionale Heterogenität

Verzerrung in der Entscheidungsfindung: Anker-Falle

In einer Entscheidungssituation gewichtet das menschliche Gehirn diejenige Information am stärksten, die es zuerst erhält.

Verzerrungen in der Entscheidungsfindung: Die Status-Quo Falle

Entscheidungsträger zeigen eine Tendenz zu Alternativen, die den Status Quo bewahren.

Verzerrungen in der Entscheidungsfindung: Die Sunk-Cost-Falle

Wir tendieren zu Entscheidungen, die vergangene Entscheidungen rechtfertigen, selbst wenn diese nicht länger richtig erscheinen.

Verzerrungen in der Entscheidungsfindung: Die Bestätigungs-Falle

Wir entscheiden unbewusst bereits, was wir tun wollen, bevor wir darüber nachdenken, warum wir es tun wollen. Zudem engagieren wir uns eher für Dinge, die wir mögen, als für solche, die wir ablehnen.

Verzerrungen in der Entscheidungsfindung: Die Rahmen-Falle

Entscheidungsträger tendieren dazu, den ursprünglichen Erzählrahmen und die Gewichtung einer Problemstellung bezüglich Aufwand, Ertrag und Referenzwerten zu akzeptieren, unabhängig davon, ob diese von ihnen selbst oder von jemand anderem stammt.

Verzerrungen in der Entscheidungsfindung: Die Vorhersage-Falle

Unser Gehirn ist nicht dazu geeignet, Vorhersagen unter Unsicherheit zu machen.

Lösung für mentale Modelle

Mentale Modelle werden durch systemisches Denken und Modellierung verbessert (System Dynamics)

Teile im System

  • Teilsystem
  • Subsystem
  • Systemelement
  • Interface (Schnittstelle)
  • Systemgrenze
  • Elemente in Beziehungen
  • Beziehungen
  • Umweltelement

HNFR-Analsyse

  • H=Hauptwirkung ist die beabsichtigte Konsequenz einer getroffenen Massnahme
  • N=Nebenwirkung ist eine den Hauptwirkungen in der Wichtigkeit nachgelagerte Konsequenz der getroffenen Massnahmen. Kann gleichzeitig oder zeitlich verzögert zur Hauptwirkung eintreten.
  • F=Fernwirkung ist eine in einem entfernten Teil des Systems ausgelöste Konsequenz der getroffenen Massnahmen. Kann gleichzeitig oder zeitlich verzögert zur Hauptwirkung eintreten.
  • R=Bei einer Rückwirkung hat die getroffene Massnahme eine Wirkung auf die Ursache selbt. Kann gleichzeitig oder zeitlich verzögert zur Hauptwirkung eintreten

Schritte des Modellierungszyklus

  1. Auswahl des dynamischen Problems/Aufgabe (Komplexes reales System)
  2. Konzeptionalisierung (Modell)
  3. Formulierung (Modell)
  4. Szenario- und Policyanalyse (Qualitative Ergebnisse)
  5. Auswahl von Policies und Umsetzungsplanung (Folgerungen für das reale System)
  6.  Implementierung (Folgerungen für das reale System)

Auswahl des dynamischen Problems/Aufgabe

Festlegen des Zwecks/Ziels der Modellierung sowie der Modellgrenze. (Immer mehr Patienten im Notfall)

Konzeptionalisierung

Analysieren der Ursache-Wirkungsbeziehungen und Entwickeln des systemdynamischen Modells. (Welche Variablen beeinflussen dieses Problem und wie hängen sie zusammen? àKonzeptualisierung durch qualitatives CLD/SSD)

Formulierung

Erstellen eines Simulationsmodells (quantitatives SSD) (Wie sind diese Beziehungen definiert? Wie sieht der Einfluss aus? Math. Beschreibung (linear, exponentiell etc.))

Szenario- und Policyanalyse

Entdecken und Variieren von Szenariovariablen (Szenarioanalyse) und Interventionspunkten (Policyanalyse) Intepretieren der Systemveränderungen, insbesondere Indikatoren. (Welche Effekte hat die Veränderung der Variable?)

Auswahl von Policies und Umsetzungsplanung

Abklären der Möglichkeit, diese Hebelpunkte tatsächlich beeinflussen zu können; Auswählen von Maßnahmen, Definieren einer Strategie bzw. eines Maßnahmenplans zur Zielerreichung

Implementierung

Implementierung der Policy. 

 

Validierung des Systems

Kontinuierliche Sicherstellung der Qualität und Zielorientierung des Modells

Eisbergmodell

  • Mentale Modelle beeinflussen zugrundeliegende Systemstrukturen
  • Zugrundeliegende Systemstrukturen verursachen Trens
  • Ereignisse sind Bestandteil von Trends

Mentale Modelle im Eisbergmodell

Welche Annahmen, Überzeugungen und Werte haben die Personen über das System? Welche Überzeugungen sind verantwortlich, das bestehende System zu erhalten --> anpassen!

(Welches sind die zugrundeliegenden mentalen Modelle?)

Zugrundeliegende Systemstrukturen im Eisbergmodell

Was hat die Trends beeinflusst? (z. Bsp. Gesetze, Entscheidungsregeln, physische Strukturen). Wie sind die Beziehungen zwischen den Elementen? àgestalten!

(Wie sind die Variablen untereinander verknüpft?)

Trends im Eisbergmodell

Was ist im Zeitverlauf passiert? Welche Trends oder Muster gab es im Zeitverlauf? --> antizipieren (Globalisierung, soziale Ungerechtigkeit, Immigration, Integration)

Ereignisse im Eisbergmodell

Was ist gerade geschehen? --> reagieren! (Terroranschlag Paris)

Study