Holzer ETH


A. T.
Diese Lernkarten behandeln die Konstruktionsgeschichte von Bauwerken auf Universitätsniveau. Sie beleuchten die Entwicklung und Besonderheiten von Gewölben, Kuppeln und Brücken, wobei die Verwendung von Materialien wie Stein, Holz und Stahl sowie die Vorteile von Spitzbögen und speziellen Mauerwerksverbänden im Fokus stehen. Die Lernkarten sind besonders nützlich für Studierende der Architektur und Bauingenieurwesen, die sich mit historischen und modernen Konstruktionsmethoden vertraut machen möchten.
Karten
162
Lernende
16
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geschichte
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
12.01.2019 / 11.08.2020

Lernkarten

2018HS_VL3__AltroemischeBautechnik

Was hat man gemacht um Holz zu sparen bei den Leergerüsten?

Verlorene Schalung aus ziegel auf die Holzelemente gelegt, damit man nicht so viel Holz braucht

2018HS_VL3__AltroemischeBautechnik

Für was ist das?

 

  • Verlorene Schalung in Form von alten Amphoren (Vasen)
  • Gefässe die nicht mehr gebraucht werden werden im Gewölbe mit eingebaut.
  • Dadurch spart man Material, Arbeitszeit und Trocknungszeit.

2018HS_VL4__MediterranesPfettendach

 

Balkendecke

  • über die kürzere seite relativ dicht nebeneinander und parallel zueinander stehende Deckenbalken
  • max. 1m abstand zwischen den Balken
  • Auf die Balken liegen aufgenagelt Bohlen oder Bretterdussboden welche in richtung der Spannung eine Aussteifung sind

 

2018HS_VL4__MediterranesPfettendach

Balkendecke mit Unterzügen

  • Falls der Abstand des zu überdeckenden Raumes zu gross ist für ein Balken
  • Die Unterzüge zerteilen die kürzere Seite des Raumes, nochmals in kleinere Abschnitte, die für die Balken einfach zu überbrücken sind
  • Oft relativ grosse querschnitte nötig wegen der grossen Spannbreite (schwieriger zu beschaffen, Stammbäume)
  • Oft hat man deshalb mehrere dünnere Balken nebeneinadner gelegt umd die Steifigkeit zu erhöhen

2018HS_VL4__MediterranesPfettendach

  • Aus den Unterzügen werden Pfetten
  • Die Deckenbalken werden zu Sparren die man aber Rafen nennen sollte! 
  • Diese ligen auf der Unterkonstruktion auf sind jedoch statisch nicht wirksam
  • Durch zwei aufeinandertreffende Pultdächer wird ein Satteldach in Pfettenkonstruktion
  • Die Rofen kragen an der Traufe über die Fusspfette ein Stück heraus und bilden so einen Dachüberstand 
  • Diese Konstruktion ist eng verbunden mit der Massivbauweise, weil die Balken bzw. die Pfetten auf den Mauern aufliegen!
  • Hier liegt das Pfettendach auf sogenannten Schwibbögen

2018HS_VL4__MediterranesPfettendach

Zeichne dazu einen Schnitt

  • Balken
  • Pianele (flache dicke Ziegelplatten)
  • Tegole (flache Ziegel)
  • Canali (Hohlziegel)

eigentlich so nur in Italien gebaut!

2018HS_VL4__MediterranesPfettendach

Sparren

Ein zur Dachfläche parallell liegender auf Druck und Biegung beanspruchter Balken, der Teil einer quer zum Raum gespannten Tragwerks ist.

2018HS_VL4__MediterranesPfettendach

zeichne Schematische Skizze mit beschriftung und beschreibe die Kräfteverläufe

zeichnen sie ebenfals das Detail an der First und and dem Fusspunkt

Pfettendach auf einfachen Bindern

  • will man keine Schwibbögen bauen so muss man eine zwischenstützung der Pfetten durch dreiecksförmige Querträger bauen
  • Der Abstand der Binder beträgt etwa. 2 bis maximal 5.6m
  • Im einfachsten Fall wie hier besteht der Bilder aus einem horizontalen Balken (Zerrbalken) und zwei unter der Dachschräge aufsteigenden Streben die sich am First treffen.
  • Diese Streben tragen unmittelbar due Auflasten aus den Pfetten und werden daher auf Biegung beansprucht.
  • Sie bilden mit dem Zerrbalken ein geschlossenen Dreiecksverband und nehmen daher zudem Druckkräfte auf, die mit er waagrechten Zugkraft im Zerrbalken im Gleichgewicht stehen
  • Die beiden schrägen Streben werden als Hauptsparren bezeichnet

2018HS_VL4__MediterranesPfettendach

Doppelbinder

  • Mit Zerrbalken und Kehlbalken
  • für grössere Spannweiten reichte das einfache System mit einem Hauptsparrenpaar nicht aus, da die Sparren eine zu grosse Biegbeanspruchung auf sich nehmen müssten
  • Hier wird es verstärkt durch ein Doppelten Binder

2018HS_VL4__MediterranesPfettendach

Beschriften sie die einzelnen Bestandteile

Kehlbalken = controcatena

2018HS_VL4__MediterranesPfettendach

Beschtriften sie die einzelnen Elemente. Was ist das für eine Konstruktionsart?

Dreiecksbinder

2018HS_VL4__MediterranesPfettendach

Für was dienen diese Spriessen?

  • Schräge Streben zwischen Hängesäule und Hauptsparren
  • Sie fungieren als Zwischenauflager für die langen, flachen Hauptsparren und verhindertn deren Durchbiegung
  • Sie werden also durch Druckkräfte belastet
  • Diese Druckkräfte stehen mit einer entsprechenden Zugkraft in der Hängesäule im Gleichgewicht
  • Die Hängesäule hängt also die Strebenkräfte zum First hoch und wird simit endgültig zu einem nicht nur konstruktiven sondern auch statisch wirksamen Element des Binders.

2018HS_VL4__MediterranesPfettendach

Was ist der Unterschied zwischen Italienischem und den anderen Europäischen Dachkonstruktionen?

  • In Frankreich Knotenpunkten immer gezapft in Italien mit mit Versatz
  • In Frankreich und Deutschland ist die Firstpfette mit den Hängesäulen durch Kopfbänder verbunden, so dass eine Längsaussteifung in Form von biegesteifer Rahmen entsteht
  • Deutschland oft zusätzlich Eiserne Zusatzsicherungen
  • Auch das fehlen einer Firstpfette könnte ein Unterschied sein

2018HS_VL4__MediterranesPfettendach

Sottopuntoni

  • Wenn man die Spiesse nicht durch ein Sattelholz an die Hauptsparren anmachen will kann man auch mit "Untersparren" arbeiten
  • Die Untersparren liegen direkt unter den Hauptsparren und stützen diese in der unteren zwei Dritteln ihrer Länge auch wenn keine schubfeste Verbindung vorhanden ist.

2018HS_VL4__MediterranesPfettendach

Doppeltes Hängewerk

2018HS_VL4__MediterranesPfettendach

Beschriften Sie die Elemente, Was ist es für eine Konstruktion?

Mehrfaches Hängewerk

 

2018HS_VL4__MediterranesPfettendach

Bennenen sie die unterschiedlichen Dächer

oben nach unten

  • Kehlbalken von sottopuntoni (Unterbalken) getragen 
  • Pfettendach mit monaco und sottopuntone und Spriessen
  • Mehrfaches Hängewerk

2018HS_VL4__MediterranesPfettendach

  • Doppeltes Hängewerk
  • Palladiana
  • Keine Firsthängesäule
  • Hängesäulen unterbrechen Hauptsparren mit einem schwalbenschwanzförmigen Fersenversatz
  • Durch die Unterbrechung der Hauptsparren verieren diese ihre biegesteilfe Durchlaufwirkung und der Dachbinder nähert sich im Konzept einem modernen Dachwerkbinder aus dreieckigen Maschen

2018HS_VL4__MediterranesPfettendach

Zugfester Stoss

  • Bei Unterzügen mit einer grossen Spannweite werden oft grosse Querschnitte benötigt
  • Deshalb verzahnung weil es schwieriger ist grosse monolitische Holtelemente zu finden
  • spiegelbildlich zueinander sägezahnartige Kerben
  • weil es sehr schwirig ist das genau zu schneiden wurden zwischen den Zähnen oft Hartholzkeile eingetrieben
  • Bei normalen verzahlnungen wie hier der dritte ist normalerweise der Untergurt durchlaufend (auf Zugbeansprucht) und der Druckgurt besteht aus mehreren Teilen die in der Mitte gestossen werden.
  • Der Untergurt wurde leicht gebäugt und dann beim einsetzen des Obergurtes wieder losgelassen. Dadurch entsteht eine leichte Vorspannung

2018HS_VL5__BautechnikMittelalter

Zisterzienser

 

  • Es gab keine kostbare Ausstattung, kein wertvolles Kirchengerät und keinen Bauschmuck.
  • Nichts sollte die Mönche von der Liturgie ablenken.
  • Einfachheit und Funktionalität sind Kriterien, die die mittelalterlichen Klosterbauten der Zisterzienser ebenso kennzeichnen wie monumentale Größe und ästhetische Raumwirkung.

2018HS_VL5__BautechnikMittelalter

 

  • Mittelalterliches Tonnengewölbe mit Gurtbögen

2018HS_VL5__BautechnikMittelalter

Kirche des Zisterzienser Kloster Fontenay, 1140

  • Spitztonnengewölbe die durch Gurtbögen unterteilt sind

 

2018HS_VL5__BautechnikMittelalter

2018HS_VL5__BautechnikMittelalter

Weshalb hat man das Kreuzgewölbe erfunden?

Weil das Tonnengewölbe eine schlechte Ausgangslage war für die Belichtung des Rauminneren.

2018HS_VL5__BautechnikMittelalter

  • Kreuzgradgewölbe 
  • mehrere hintereinander damit ein grosser Raum überspannt werden kann Die einzelnen Felder nennt man Gewölbejohce
  • Die Gewölbejoche werden durch Gurtbögen voneinander getrennt
  • Eine Jochreihe nennt man ein Schiff
  • Da Form der Grate oft ungenau wird es im Nachhinein  durch aufstuckierte Graten korrigiert

2018HS_VL5__BautechnikMittelalter

Was sind die Vorteile von Kreuzrippen?

Kreuzrippengewölbe

  • Wenn der Kreuzgrad ohnehin durch ein Lehrbogen unterstütz wird, bietet es sich an die verschneidungskanten durch Werksteine zu markieren
  • hier ein beispiel mit speziellem Kreuzungsstein
  • + Die Kreuzrippen verdecken in der Ansicht des Gewölbes  von unten den Grat und fixieren eine klare Gratgeometrie
  • + Die Verzahnung der Gewölbekappen kann sorglos erfolgen 
  • + Sie sind von der Konstruktion so zu sehen wie Leergerüse "Leerbogen" und können mittragende Funktionen haben
  • + bei kleinen Gewölben könnten die Kreuzrippen sogar träger für eine leichte Schalung sein 
  • + Ermöglicht ein Wölben ohne Schalung (freihändig)
  • Haben aber keine wesentliche Statische Rolle!!

2018HS_VL5__BautechnikMittelalter

Was ist der Vorteil von Freihändigen wölben im Gegensatz mit Schalung?

  • Der Maurer nicht vom Gewölberücken her arbeiten muss sondern auf einem Arbeitsgerüst vom inneren des Gewölbes her arbeiten kann, dadurch bessere Kontrolle
  • Die Eigengewichtlast des Gewölbes schrittweise aufgebracht und nicht ruckartig wie beim Ausrüsten eines vollfächigen geschalten Gewölbes

Antike

 

Mittelalter 

 

  •  Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit, also etwa die Zeit zwischen dem 6. und 15. Jahrhundert.
  • Im Übergang von der Spätantike ins Frühmittelalter zerbrach die politische und kulturelle Einheit des durch die griechisch-römische Antike geprägten Mittelmeerraums.
  • Es bildeten sich neue Reiche 
  • feudalistische Herrschaft
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Feudalismus

Neutzeit

2018HS_VL5__BautechnikMittelalter

Was ist der unterschied von den Steinbauten in der Antike und den Steinbauten im Mittelalter/ Neuzeit?

  • In der Antike waren es grosse Steine einschalig und in der Neuzeut wurde es zum "mehrschaligen Mauerwerk"
  • Das heisst dass die wan im innern massiv scheint, aber im Kern oft ein Bruchsteinmauerwerk sich befand

2018HS_VL5__BautechnikMittelalter

Steinbearbeitung

  • Ebenen der Werksteinoberflächen durch Glattfläche
  • Der Steinmetzgt steht an einem Punkt und von dem aus glättet er die Steine deshalb eine einheitliche Spurenrichtung (fächerförmig verlaufende Spur)

2018HS_VL5__BautechnikMittelalter

Steinmetzzeichen

  • Etwa um dieselbe Zeit, als der Paradigmenwechsel vom glatten zum gezahnten Werkzeug in der europäischen Baukunst einsetzt, tritt auch ein neues Merkmal des Werksteinbaus auf, nämlich das «Steinmetzzeichen»
  • Steinmetzzeichen sind Symbole oder Buchstaben, die gut sichtbar – meist mitten auf dem Werkstück – mit sichtlicher Sorgfalt angebracht sind
  • einfach ganz profane «Herstellermarken» des jeweils verantwortlichen Steinmetzen sind.
  • In der Hoch- und Spätgotik etablierten sich Steinmetzzeichen als feste, individuelle Marke der einzelnen Steinmetzmeister bzw. der verantwortlichen Architekten
  • Der ursprüngliche Grund für die Einführung der Zeichen im 12. Jahrhundert mag im individuellen Stolz des Steinmetzen auf die vollbrachte Leistung gelegen haben – die Bedeutung wäre also ähnlich jener einer Signatur auf einem Gemälde.

2018HS_VL5__BautechnikMittelalter

beschreiben sie grob das bild

diagonal geflächter Quader mit feinem Randschlag

2018HS_VL5__BautechnikMittelalter

Beschreiben sie grob das Bild

Steinmetz mit Klüpfel und Schlageisen

2018HS_VL5__BautechnikMittelalter

2018HS_VL6__Kuppeln

Baptisterium, Florenz, 11Jh.

 

    Baptisterium, Florenz, 11Jh.

    • Eigentlich keine Kuppel sondern Zeltdach
    • Doppelschalig innen Massiv
    • Zwischen den Schalen gibt es eine Art Rippen
    • Im unteren Teil ist  eine Ringzugkraft die mit einem "Gürtel" gehalten werden muss

    2018HS_VL6__Kuppeln

    Beschriften sie die Elemente

    2018HS_VL6__Kuppeln

     

     

    Kathedrale von Florenz 1436 Filippo Brunelleschi, Meisterleistung der frühen Renaissance.

    2018HS_VL6__Kuppeln

    Beschreiben sie die Konstruktion

    • zweischalige Klosterkuppel mit einem Zwischenraum 
    • 8 Eckrippen und 16 senkrechte Mittelrippen
    •  konstruktiven Elemente Tambour, Innen- und Außenschale, Rippen und Anker
    • Spitzbogige Kontur
    • Kuppel wurde ohne Schalung gebaut (Prinzip der Rotationskuppel)
    • Steine in Fischgräteverband gesetzt

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