WIWI
Einführung für Juristen
Einführung für Juristen
-
- 1 / 118
-
Lernkarten
Die Organisationskultur tritt über bestimmte Symbole und Zeichen nach außen. Zu
diesen gehören unter anderem Bekleidung, Umgangston oder das äußere
Erscheinungsbild.
Die Sachziele eines Unternehmens kann man weiter in Ressourcen- bzw.
Potenzialziele, Leistungsziele und Wirkungsziele unterteilen.
Die Sachziele in einem Unternehmen erstrecken sich auf die Art und die Menge der
produzierten Leistungen. Zu ihnen zählen die Ziele von Liquidität, Produktivität,
Wirtschaftlichkeit und Rentabilität.
Ein "Unternehmen" ist im Lichte der Systemtheorie als ein produktives soziales
System anzusehen. Es erbringt für den eigenen und fremden Bedarf in
Arbeitsteiligkeit Leistungen, die von Menschen disponiert werden.
Ein erwerbswirtschaftliches Unternehmen kann die Erwartungen der Kapitalgeber
nur dann erfüllen, wenn es mit seiner Tätigkeit langfristig Gewinne erzielt.
Kurzfristig können entstandene Verluste durch frühere oder spätere Gewinne
ausgeglichen werden.
Ein negativer externer Effekt liegt beispielsweise dann vor, wenn kulturelle
Organisationen durch ihr Kulturprogramm den Absatz touristischer Leistungen
fördern, ohne dass sie dafür eine unmittelbare Abgeltung erhalten.
Ein System kann als strukturierte Ganzheit angesehen werden, die aus einzelnen
Elementen mit bestimmten Eigenschaften besteht, welche zueinander in Beziehung
stehen. Es ist zwischen gedanklichen Systemen und realen Systemen zu
unterscheiden.
Ein System kann als strukturierte Ganzheit beschrieben werden, die aus vielen
einzelnen Elementen besteht, welche zueinander in Beziehungen stehen. Jedes
System kann Teil eines übergeordneten Systems sein, selbst aber auch in Teil- oder
Subsysteme untergliedert werden.
Eine extrinsische Motivation liegt vor, wenn die "Belohnungen" in der Tätigkeit
selbst liegen.
Erwerbswirtschaftliche Unternehmen agieren auf Märkten. Als Märkte gelten jene
Orte wo Angebot und Nachfrage aufeinander treffen und (individuelle) Leistungen
gegen Entgelt getauscht werden.
Erwerbswirtschaftliche Unternehmen werden als erfolgreich bezeichnet, wenn sie
Gewinne erwirtschaften. Diese Gewinne werden letztlich an die Eigentümer des
Unternehmens ausgeschüttet und dienen diesen als Einkommen. Dabei werden die
Rentabilitätsziele den Sachzielen untergeordnet.
Formalziele sind für jedes einzelne Unternehmen gesondert zu bestimmen und
erstrecken sich u.a. auf die Art und die Menge der produzierten Leistungen und auf
die hierfür benötigten Ressourcen.
Für bedarfswirtschaftlich ausgerichtete Unternehmen gilt, dass sie jederzeit
zahlungsfähig bleiben und die am Unternehmenszweck ausgerichteten Leistungen
mit einem optimalen Einsatz an Ressourcen in technischer und ökonomischer
Hinsicht verwirklichen müssen.
In einem arbeitsteilig organisierten Unternehmen hat die Unternehmensführung
(das Management) zu gewährleisten, wer, wie und in welcher Form zur Erfüllung
der Unternehmensziele beiträgt.
In Unternehmen als sozialen Systemen kann man zwischen extrinsischer und
intrinsischer Motivation unterscheiden. Extrinsische Motivation bezieht sich auf
Belohnungen, die in der Tätigkeit selbst begründet liegen.
In Unternehmen arbeiten Menschen zusammen und kooperieren im Hinblick auf die
Erreichung der Unternehmensziele. Sie treten dabei sowohl als Individuen als auch
als Mitglied einer Gruppe in Erscheinung und bilden in ihrer Gesamtheit eine
spezifische Organisation. Deshalb bezeichnet man Unternehmen im Lichte der
Systemtheorie auch als zweckorientierte Systeme.
Ist das Management eines Unternehmens primär an den Eigenkapitalinteressen und
somit am Rentabilitätsstreben ausgerichtet, spricht man von
Stakeholderorientierung.
Loyalität, Selbstverwirklichung und innere Bindung kennzeichnen eine intrinsische
Motivation.
Nach der Anreiz-Beitrags-Theorie müssen Organisationen ihren Transaktionspartnern positive Anreize bieten, um sie zu einem koordinierten Handeln im Sinne des Organisationszwecks zu bewegen
Nach der Systemtheorie können Unternehmen als gedankliche Systeme angesehen
werden, die für den eigenen und den fremden Bedarf in Arbeitsteiligkeit Leistungen erbringen.
Systeminterne Koalitionspartner eines Unternehmens umfassen das Top
Management, die Bereichsleitung sowie die Belegschaft (übrige Systemmitglieder).
Unter systeminternen Koalitionspartnern versteht man das Top-Management, die
Bereichsleitung und die Belegschaft.
Unternehmen, die bedarfswirtschaftlich ausgerichtet sind, gelten als erfolgreich,
wenn sie Gewinne erwirtschaften und diese an die Eigentümer ausschütten.
Zu den systemexternen Koalitionspartnern eines Unternehmens zählen u.a. die Eigen- und Fremdkapitalgeber, die Lieferanten und Kunden
"Vermögen" ist der wertmäßige Ausdruck für die gesamten Finanzmittel, die dem
Unternehmen zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Verfügung stehen.
Als Wertschöpfung wird der von einem Unternehmen in einer bestimmten Periode
geschaffene Wertzuwachs bezeichnet. Er ist mit dem Beitrag eines Unternehmens
zum Sozialprodukt identisch.
Das Betriebsergebnis abzüglich des Finanzergebnisses und des außerordentlichen
Ergebnisses ergibt das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT).
Das Betriebsergebnis ergibt zusammen mit dem Finanzergebnis und dem außergewöhnlichen Ergebnis und unter Berücksichtigung der Steuern das Jahresergebnis.
Der Umsatzprozess in einem Unternehmen ist durch einen Güterstrom, einen
Geldstrom und durch verschiedene Informationsströme gekennzeichnet
Die Aufgabe der Unternehmensführung besteht in erster Linie darin, das betriebliche Leistungssystem und die damit verbundenen Güter- und Geldkreisläufe so zu steuern, dass die Ziele des Unternehmens langfristig erfüllt werden und das Unternehmen somit auch langfristig Bestand hat.
Die Ergebnisrechnung und die Vermögensrechnung beziehen sich auf unterschiedliche Unternehmenstatbestände und kommen daher auch zu unterschiedlichen Ergebnissen.
Die Finanzrechnung (Einnahmen-/Ausgabenrechnung) kann auch in einer Staffelform dargestellt werden, die der Trennung zwischen Betriebsergebnis, Finanzergebnis und außerordentlichem Ergebnis dient.
Die Finanzrechnung führt zu einem Abgang von 4.000, die Ergebnisrechnung zu einem Gewinn von 2.000. Der Abgang der Finanzrechnung vermindert in der Bilanz den Ausweis des Eigenkapitals, der Gewinn wird dem Bankbestand gutgeschrieben.
Die Finanzrechnung führt zu einem Abgang von 4.000, die Ergebnisrechnung zu einem Gewinn von 2.000. Der Abgang der Finanzrechnung vermindert in der Bilanz den Ausweis liquider Mittel oder erhöht den Bestand an kurzfristigen Verbindlichkeiten; der Gewinn erhöht den Eigenkapitalausweis.
Die Geschäftsprozesse eines Jahres sind hinsichtlich ihrer Zahlungswirkungen in einer Finanzrechnung (Gewinn- und Verlustrechnung) und hinsichtlich Ressourceneinsatz und der daraus bewirkten Leistungen in einer Ergebnisrechnung (Einnahmen-/ Ausgabenrechnung), darzustellen.
Die Mittelaufbringung aus dem Wertschöpfungsprozess sowie von außen durch die Bereitstellung von Eigen- und Fremdkapital wird als Finanzierung bezeichnet, die Mittelverwendung als Investition.
Die produktive Tätigkeit eines Unternehmens drückt sich in seiner Wertschöpfung aus. Sie bemisst sich aus dem Wert der abgesetzten Leistungen abzüglich des Wertes der von anderen Unternehmen bezogenen Vorleistungen
Die Salden der Finanzrechnung und der Ergebnisrechnung werden am Jahresende in der Schlussbilanz zusammengeführt und bilden dort das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT).