WIWI

Einführung für Juristen

Einführung für Juristen


M. V.
Diese Lernkarten decken grundlegende Konzepte der Betriebswirtschaftslehre auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf die Struktur und Funktionsweise von Unternehmen, einschließlich ihrer Systeme, Prinzipien und Tätigkeiten. Themen wie Gewinn, Finanzrechnung, Ergebnisrechnung und Unternehmensführung werden behandelt. Die Karteikarten sind ideal für Studierende, die ein tieferes Verständnis der betriebswirtschaftlichen Prozesse und der Organisation von Unternehmen erlangen möchten.
Karten
118
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
27.08.2018 / 26.01.2020

Lernkarten

Als "Marketing" wird eine Konzeption der Unternehmensführung bezeichnet, die alle

betrieblichen Aktivitäten im Interesse der Erreichung der Unternehmensziele konsequent

auf die gegenwärtigen und zukünftigen Erfordernisse der Märkte ausrichtet.

Bei Dienstleistungen ist ein direkter Käuferkontakt nicht notwendig.

Als "Unternehmensführung" sind alle Aufgaben der Lenkung und Steuerung eines

Unternehmens anzusehen. Als Kernaufgaben der Unternehmensführung werden Planung,

Organisation und Kontrolle angesehen. Dadurch unterscheidet sich die

Unternehmensführung vom "Management", das primär der betrieblichen Koordination

von Teilaufgaben und Teilverantwortlichkeiten dient.

Als "Wirtschaft" wird jenes Feld menschlicher Aktivitäten angesprochen, das der Erfüllung

menschlicher Bedürfnisse und Wünsche dient. Die zu ihrer Erfüllung geeigneten Güter

sind in der Regel nur in begrenztem Ausmaß verfügbar. Deshalb werden sie bewirtschaftet

(man trachtet, die verfügbaren Mittel so einzusetzen, dass ein möglichst hohes Maß an

Bedürfnisbefriedigung erreicht wird).

Als Theorie bezeichnet man die Erklärung und Prognose von Sachverhalten im Rahmen

eines Aussagensystems.

Bei den betrieblichen Funktionsbereichen auf der ersten (leistungswirtschaftlichen)

Ebene handelt es sich um "Finanzierung und Investition" sowie "Logistik".

Bei Dienstleistungen ist ein direkter Käuferkontakt nicht notwendig.

Bei Wirtschaftsverbänden und Genossenschaften steht die Förderung der

Mitgliederinteressen im Vordergrund. Sie können den Beschaffungs- oder Absatzbereich,

aber auch einen außerwirtschaftlichen Bereich (z. B. kulturelle Anliegen) betreffen

Beim Ökonomische Prinzip wird ein optimales Verhältnis zwischen ökonomischen

Einsatz- und Ergebnisgrößen angestrebt.

Betriebe, die im Marktwettbewerb nicht gewinnbringend arbeiten können, werden auch

als Nonprofit-Organisationen bezeichnet.

Betriebe, die vorrangig ein bestimmtes Leistungsprogramm zu erfüllen haben und keine

Gewinnerzielungsabsicht verfolgen, werden auch als Nonprofit-Organisationen (NPO)

bezeichnet. Entsprechend ihrer Trägerschaft können sie in staatliche NPO, halbstaatliche

NPO und private NPO untergliedert werden.

Das Leistungsprogramm eines Verbandes besteht aus der Bedarfsdeckung für die

Mitglieder, bei der öffentlichen Verwaltung umfasst es hingegen die individuelle

Fremdbedarfsdeckung.

Der Betrieb in einem planwirtschaftlichen System ist gekennzeichnet durch das

Autonomieprinzip, das erwerbswirtschaftliche Prinzip sowie das Prinzip des

Privateigentums und den daraus abgeleiteten Anspruch auf Alleinbestimmung.

Der spezielle Betriebstyp in marktwirtschaftlichen Systemen wird als Unternehmung

bezeichnet und ist gekennzeichnet durch das Organprinzip, das Prinzip der Planerfüllung

sowie das Prinzip des Gemeineigentums und den daraus abgeleiteten Anspruch der

Mitglieder des Gemeinwesens auf Mitbestimmung

Die betriebliche Tätigkeit wird durch drei (wirtschafts-)systemindifferente Tatbestände

gekennzeichnet:das Prinzip der Wirtschaftlichkeit, das Prinzip des finanziellen

Gleichgewichts sowie eine durch zielgerichtete Kombination von Produktionsfaktoren

erfolgende Leistungserstellung.

Die betriebswirtschaftliche Überwachung setzt sich aus der in den Leistungsprozess

eingebetteten Kontrolle und der außerhalb des Leistungsprozesses wahrgenommenen

Revision (Prüfung) zusammen.

Die betriebswirtschaftliche Überwachung setzt sich aus der in den Leistungsprozess

eingebetteten Revision und der außerhalb des Leistungsprozesses wahrgenommenen

Kontrolle zusammen.

Die Betriebswirtschaftslehre differenziert zwischen den Produktionsfaktoren

"menschliche Arbeit", "Grund und Boden" und "Kapital".

Die Betriebswirtschaftslehre differenziert zwischen den Produktionsfaktoren

"menschliche Arbeit", "Kapital" und "Verbrauchsgüter".

Die Betriebswirtschaftslehre differenziert zwischen dispositiver und ausführender

menschlicher Arbeit.

Die Betriebswirtschaftslehre entwickelte sich am Beginn des 20. Jh. aus den

Handelswissenschaften. Wesentliche Arbeiten stammen von Josef Hellauer, Heinrich

Nicklisch und Karl Oberparleiter

Die Betriebswirtschaftslehre ist ein eigenständiger Teilbereich der Volkswirtschaftslehre,

der in erster Linie die gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge der von den einzelnen

Wirtschaftsteilnehmern ausgehenden Aktivitäten untersucht.

Die Betriebswirtschaftslehre ist eine selbstständige Wissenschaft im Rahmen der

Wirtschaftswissenschaften und untersucht in erster Linie die gesamtwirtschaftlichen

Zusammenhänge der von den einzelnen Wirtschaftsteilnehmern ausgehenden Aktivitäten

Die Betriebswirtschaftslehre unterscheidet zwischen den Produktionsfaktoren

"menschliche Arbeit", "Gebrauchsgüter" (Betriebsmittel) und "Verbrauchsgüter"

(Werkstoffe).

Die Betriebswirtschaftslehre zählt im System der Wissenschaften zu den

Formalwissenschaften.

Die doppelte Buchführung, die Finanzmathematik sowie Planungs- und

Entscheidungstechniken gehören zu den Sonderformen der Betriebswirtschaftslehre

Die Kombination von Produktionsfaktoren, das Prinzip der Wirtschaftlichkeit

(ökonomisches Prinzip) und das Prinzip des finanziellen Gleichgewichts werden nach

Gutenberg als systemdifferente, also vom jeweiligen Wirtschaftssystem abhängige

Tatbestände bezeichnet.

Die Realwissenschaften beschäftigen sich mit real fassbaren, der Beobachtung

zugänglichen Sachverhalten und setzten sich aus den Geistes- und Naturwissenschaften

zusammen.

Die Zahl der Unternehmen, die auf Grund ihrer Gewerbeberechtigung von der

Wirtschaftskammer Österreich vertreten werden, beträgt knapp 400.000 Unternehmen.

Daneben sind die land- und forstwirtschaftlichen Unternehmen sowie die Freien Berufe (z.

B. Rechtsanwälte, Ärzte, Wirtschaftstreuhänder) von Bedeutung

Dienstleistungsbetriebe erbringen immaterielle Leistungen an Personen oder Sachen.

Ein System besteht aus diversen Elementen, die bestimmte Eigenschaften aufweisen und

zueinander in geordneten Beziehungen stehen.

Ein Unternehmen ist aus rechtlicher Sicht jede auf Dauer angelegte Organisation

selbstständiger wirtschaftlicher Tätigkeit, sofern diese auf Gewinn ausgerichtet ist.

Eine Unternehmung ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht eine spezielle Betriebsform in

einem marktorientierten Wirtschaftssystem. Sie ist nicht zwingend auf Gewinnerzielung

ausgerichtet.

Für bedarfswirtschaftlich orientierte Betriebe steht die Abdeckung eines vorhandenen

Bedarfs, Leistungs- oder Versorgungsauftrages im Vordergrund.

Für die Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre ist aus österreichischer Sicht die Wiener

Schule der Betriebswirtschaftslehre von Bedeutung, die eng mit dem fast 70 Jahre

währenden Lehr- und Forschungsmonopol der damaligen Hochschule für Welthandel in

Wien verbunden ist. Forscherpersönlichkeiten wie Josef Hellauer, Karl Oberparleiter,

Willy Bouffier, Hans Krasensky, Leopold L. Illetschko, Karl Lechner oder Erich Loitlsberger

prägten eine ganzheitlich ausgerichtete, angewandte Wissenschaftsauffassung.

Für ein bedarfswirtschaftlich orientiertes Unternehmen müssen das Leistungsprogramm

sowie der Standort frei wählbar sein.

Für ein erwerbswirtschaftlich ausgerichtetes Unternehmen ist die Dominanz der Sachziele

vor den Formalzielen prägend.

Für ein erwerbswirtschaftlich ausgerichtetes Unternehmen müssen das

Leistungsprogramm sowie der Standort frei wählbar sein.

Gemeinwirtschaftliche Unternehmen haben in erster Linie öffentliche Interessen zu

verfolgen und sollen keine Gewinne erzielen

Im Gegensatz zu den Rechtswissenschaften, welche dem Bereich der Sozialwissenschaften

zugeordnet werden, gehört die Betriebswirtschaftslehre zu den

Wirtschaftswissenschaften.

Lernen