Digital Strategy

Hochschule Luzern - Informatik Grundlage: Vorlesungsfolien FS2018 Dozenten: Prof. Dr. Ulrich Egle

Hochschule Luzern - Informatik Grundlage: Vorlesungsfolien FS2018 Dozenten: Prof. Dr. Ulrich Egle


U. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über digitale Strategien und Geschäftsmodelle im universitären Kontext. Sie behandeln Themen wie Digitalisierung, digitale Transformation, Plattformökonomie und Cloud-Computing, wobei der Fokus auf Dienstleistungen, Produkten und Geschäftsmodellen liegt. Unternehmen und Studierende profitieren von den Inhalten, um Prozesse zu optimieren, Kosten zu senken und innovative Lösungen zu entwickeln.
Karten
58
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
10.06.2018 / 14.06.2019

Lernkarten

Beschreibe vier geeinete Business Modelle (für die digitale Ära).

  • Supplier
  • Omnichannel Business
  • Modular Producer
  • Ecosystem Driver

Ökosysteme sind sehr anstrebenswert.

Nenne drei Themenfelder im Management der digitalen Transformation.

Digitalisierungsstrategie entwickeln

  • Ideen und Anstösse geben
  • Digitalisierungsstrategie einbinden
  • kummunizieren

Voraussetzungen für die Digitalisierung schaffen

  • IT-Landschaft vorbereiten
  • Personal vorbereiten
  • Innovationsfördernde Strukturen aufbauen
  • Unternhemenskultur verändern

Digitalisierungsprojekte steuern

  • finanzielle Ressourcen allokieren
  • Projektportfolio steuern
  • Projektdurchführung überwachen

Erkläre die Roadmap zur digitalen Transformation mit ihren 5 Schritten.

  1. Digitale Realität
  2. Digitale Ambition
  3. Digitale Potenziale
  4. Digitaler Fit
  5. Digitale Implementierung

1. Digitale Realität: In dieser Phase werden das bestehende Geschäftsmodell eines Unternehmens, Kundenanforderungen und die Wertschöpfungskette skizziert.

2. Digitale Ambition: Auf Basis der Digitalen Realität werden die Ziele für die Digitale Transformation festgelegt und priorisiert.

3. Digitale Potenziale: Innerhalb dieser Phase werden Best Practices und Enablerfür die Digitale Transformation erhoben, die als Ausgangspunkt für das Design des zukünftigen Geschäftsmodells dienen. Dazu werden je Geschäftsmodell-Element unterschiedliche Optionen abgeleitet und logisch miteinander kombiniert.

4. Digitaler Fit: Die im vorherigen Schritt erarbeiteten Optionen für die Ausgestaltung des digitalen Geschäfts-modells werden jetzt (z.B. mit Hilfe von Businessplänen) bewertet und priorisiert. Der Fit mit der Unternehmens-strategie, die Erfüllung von Kundenanforderungen und das Erreichen von Zielen spielen hier eine wesentliche Rolle.

5. Digitale Implementierung: Im Rahmen der Digitalen Implementierung erfolgt die Fertigstellung des transformierten Geschäftsmodells, also der Kombination an Optionen, die weiter verfolgt werden soll inklusive der Gestaltung der Kundenreise und des horizontalen und vertikalen Wertschöpfungsnetzwerks. Abschliessendwerden (üblicherweise in Projektform) Massnahmenfestgelegt, die zur Implementierung des transformierten Geschäftsmodells notwendig sind.

Welche Nutzenkategorien sollte das Kundenprofil vorweisen?

Funktionaler Nutzen: entsteht aus Basisfunktionen des Produkts und der Dienstleistung und ist mit dessen Verwendung verbunden.
Ökonomischer Nutzen: entsteht aus den unmittelbaren Produkt-und Dienstleistungseigenschaften (z. B. Kostenersparnis, Risikoreduktion).
Prozessbezogener Nutzen: entsteht durch einfache Beschaffung/Nutzung (z. B. Zeitersparnis).
Emotionaler Nutzen: entsteht durch positive Gefühle durch Nutzung des Produkts/der Dienstleistung (z. B. Marke).
Sozialer Nutzen: entsteht durch soziale Anerkennung bei der Nutzung des Produkts/der Dienstleistung.

Welche Rollen nehmen digitale Plattformen ein?

  • Innovationstreiber
  • Generator von Kundennutzen
  • Markterschliesser
  • Reduzierer von Transaktionskosten
  • Garant von Wohlfahrtseffekten

Beschreibe den Touchpoint-Managementprozess.

  1. Transparenz schaffen
  2. Kundenperspektive verstehen
  3. Kundenerlebnis entwickeln
  4. Kundenerlebnis kontrollieren
  5. Investitionen zielorientiert setzen
  6. Touchpoints steuern

 

Was versteht man unter digitaler Transformation?

Digitale Transformation steht für eine kontinuierliche Veränderung der Geschäftsmodelle, Geschäftsprozesse, Produkte und Dienstleistungen sowie der Kundeninteraktion im Zusammenhang mit neuen Technologien. Durch die Digitalisierung fallen Arbeitsplätze weg, es werden aber auch neue Jobs geschaffen.

Nenne Chancen und Risiken der Digitalisierung.

Chancen der Digitalisierung:

  • Prozessverbesserung (Effizienter, weniger Kosten)
  • Neue Kunden gewinnen
  • Erhöhung von Umsätzen
  • Neue Markte erschliessen
  • Kundenbindung
  • Halten oder Verbesserung der Wettbewerbsposition

 

Risiken der Digitalisierung:

  • Hohe Investitionen
  • Ausrichten der Unternehmenskultur an digitalen Wandel sehr langsam
  • Zu wenig hochqualifizierte IT-Fachkräfte (fehlende Erfahrung)
  • Zu geringe Geschwindigkeit der eigenen Entwicklung und Vermarktung digitaler Services
  • Neue Wettbewerber, wie z.B. Google, Amazon und Co.

Erläutere die 3 Horizonte von McKinsey zur Planung der digitalen Strategie.

Horizon 1: Optimieren

  • das bestehende Geschäftsmodell digital stärken
  • steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Effizienzsteigerung

 

Horizon 2: Innovieren

  • Neue Services und Produkte auf Basis ihrer aktuellen Wertschöpfung
  • Durch Sensoren neue Dienste schaffen
  • Kreativität

 

Horizon 3: Erneuern

  • neue disruptive Geschäftsmodelle entwickeln

Nenne 4 verschiedene Servicemodelle von Cloud Computing und beschreibe diese.

  • Public Cloud: Öffentlich und für jedermann zugänglich (z.B. Webmail-Dienste, Google Docs, Office 365)
  • Private Cloud: Aus Gründen von Datenschutz und IT-Sicherheit betreiben Unternehmen ihre IT-Dienste selbst und sind nur den Mitarbeitenden zugänglich. Der Endnutzer hat einen cloud-typischen Mehrwert (z.B. skalierbare IT-Infrastruktur, installations- und wartungsfreie Anwendungen über Webbrowser).
  • Hybrid Clouds: Mischform, bestimmte Services laufen über das Internet, während datenschutzkritische Anwendungen im Unternehmen betrieben und verarbeitet werden.
  • Community Clouds: von mehreren Unternehmen genutzt und bereitgestellt, um gemeinsam auf bestimmte Dienste zugreifen zu können. Nicht öffentlich, nur definierte Benutzer (z.B. in einem Projekt)

Die grossen Vorteile von Cloud-Computing sind die Flexibilität im Umgang mit der Ressource IT und die Skalierbarkeit.

Erkläre das Digital Business Model (von pwc) anhand einer Zahnbürste.

(Core Product) Kernprodukt:

Zahnbürste

(Digital Augmentation) Digitale Erweiterung:

wie kann man das Produkt weiterentwickeln? Zahnbürste mit Sensoren ausstatten, welche Bewegungsmuster erfassen und erkennen, wie gut man Zähne putzt.

(Digital Service) Digitale Dienstleistung:

Zahnbürste auswechseln, die Abnützung erfassen und automatisch nachbestellen → Mehrumsatz

(Digital Ecosystem) Digitales Ökosystem: 

erfasste Daten dem Zahnarzt übermitteln, welcher Kontakt aufnimmt, wenn eine Kontrolle fällig ist.

Beschreibe den Journey of Digital Business in seinen drei Phasen.

Pre Web

  • Beziehungen, die das Geschäft antreiben oder die Kosten senken, werden gestärkt
  • aukommende Technologien

 

Pre Nexus

  • Ausbreitung der Reichweite
  • Kundenbeziehungen verbessern
  • Internet, Big Data & Social Media

 

Post Nexus

  • Erweiterung der Produkte mit Sensoren
  • neue Mehrwerte generieren
  • 3D-Printing, Smart Machines, Automation

Was bedeutet digitale Disruption?

Bestehende Unternehmen reagieren zu langsam auf technologische Veränderungen. Neue Unternehmen sind agiler und drängen etablierte Unternehmen aus dem Markt.

Trägheit ist die grösste Gefahr!

Erkläre den Kostendegressionseffekt.

Bei der Plattformökonomie geht es nicht nur darum eine Plattform aufzuabuen, sondern eine brauchbare Menge zu erreichen. Durch hohe Standardisierung können Kosten eingespart werden.

Nenne die drei Ebenen des Aufbauschemas einer Plattform.

Datenmanagement-Ebene:

  • Kunden- und Lieferantendaten müssen stimmen
  • Algorithmen funktionieren

 

Netzwerkmarktplatz-Community-Ebene:

  • Angebot und Nachfrage soll auf die Plattform gebracht werden

 

Technologische Infrastrukturebene:

  • Plattform erstellen

Nenne die vier Perspektiven einer Balanced Score Card. Wozu dient die Balanced Score Card?

  • Finanzen
  • Prozesse
  • Kunden
  • Mitarbeiter

Mit der Balanced Score Card kann die Strategie heruntergebrochen werden, dadurch werden Dimensionen messbar.

 

Beschreibe 5 Stufen von der Automatisierung bis hin zur künstlichen Inteligenz.

Desktopautomatisierung

  • Workflow, Makros, etc.
  • Case Management

-> programmiert

 

Prozessautomatisierung mit Robotik

  • Automatisierung auf allen Ebenen
  • Unterstützungsfunktion

-> regelbasiert

 

kognitive Rpbotic Process Automation

  • Text Analyse
  • Data Mining

-> nutzt verschiedene Algorithmen

 

virtuelle Agenten und Analysen

  • Chatbots
  • Wahrnehmung von Handlung in Echtzeit

-> beurteilungsfähig

 

künstliche Intelligenz

  • Ausführung von Prozessen durch Maschinen
  • Automatisierung von intelligentem Verhalten

-> selbstlernend

Beschreibe die Bereiche von IoT.

IoT als Teil von Industrie 4.0

Vernetzung der Maschinen, der Menschen, der Produkte über die gesamte Wertschöpfungskette. Medienbrüche abschaffen, Automatisieren usw.

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