Finanzen

Betriebsabrechnung

Betriebsabrechnung


B. K.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Übersicht über die Finanzverwaltung auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Bereiche Gemeinkosten, Fertigung und Kalkulation, wobei Begriffe wie Kostenstelle, Auftrag und Kalkulationssatz im Mittelpunkt stehen. Die Karteikarten erklären detailliert, wie Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung und Kostenträgerrechnung funktionieren, sowie die Bedeutung von Einzelkosten und Gemeinkosten. Sie sind ideal für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die ein tiefes Verständnis der Kostenrechnung und Kalkulation erlangen möchten.
Karten
19
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Finanzen
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
28.11.2017 / 04.02.2024

Lernkarten

Kostenartenrechnung

Hier wird der Aufwand aus der Finanzbuchhaltung (FiBu) so korrigiert, dass daraus für die Betriebsbuchhaltung (BeBu) Kosten entstehen.

Kostenstellenrechnung?

Hier werden die Kosten, die nicht direkt dem Produkt zugerechnet werden können, auf die Kostenstellen verteilt.

Aus welchen drei Rechnungen besteht eine Betriebsabrechnung?

Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung (Kalkulation)

Kostenträgerrechnung (Kalkulation) ?

Hier werden mittels Kalkulationssätzen die Kosten der Kostenstellen auf die Produkte kalkuliert.

Wofür steht die Abkürzung EM, erklären Sie den Begriff?

EM - Einzelmaterial, kann direkt für den Auftrag erfasst werden (Auftragsmaterial).

Wofür steht die Abkürzung EL, erklären Sie den Begriff?

EL - Einzellohn, kann direkt für den Auftrag erfasst werden.

Wofür steht die Abkürzung EK, erklären Sie den Begriff?

EK- Einzelkosten, beinhaltet EM und EL.

Wofür steht die Abkürzung GK, erklären Sie den Begriff?

GK - Gemeinkosten können nur mittels Kalkulationssatz (indirekt) auf den Auftrag gerechnet werden.

Wofür steht die Abkürzung SK, erklären Sie den Begriff?

SK - Selbstkosten, Addition von EK und GK.

Weshalb müssen die Zahlen aus der Finanzbuchhaltung für die Betriebsbuchhaltung korrigiert werden?

Der Aufwand aus der FiBu entspricht nicht den Kosten, deshalb müssen sie korrigiert werden. Gründe für eine Korrektur können sein: Veränderung der stillen Reserven, Steueroptimierung (Unternehmerlohn, Spesen, privater Aufwand), fehlende kalkulatorische Kosten (Zins und Abschreibungen).

Mit welchem Satz (Begriff) werden die GK auf die Kostenträger (Produkte) gerechnet?

Kalkulationssatz

Erklären Sie den Begriff „Kalkulationssatz“ anhand der Kostenstelle Fertigung.

Kalkulationssätze beinhalten einen Teil Gemeinkosten pro Einheit Einzelkosten. Beispiel: 7.50 Fr./h = 7.50 Fr. pro EL-Stunde Fertigung.

Wie wird ein Kalkulationssatz berechnet, machen Sie ein Beispiel anhand der Fertigung.

Indem man alle Gemeinkosten, die bei einer Kostenstelle pro Jahr entstehen in ein Verhältnis zur gleichzeitiger Leistung dieser Stelle setzt. Beispiel: Die Kostenstelle Fertigung verursacht pro Jahr 750 Gemeinkosten (Anteil Miete, kalk. Abschreibungen, kalk. Kapitalzinsen etc.) bei einer Leistung von 100h. Dies ergibt einen Kalkulationssatz von 7.50 Fr./h. Berechnung: Gemeinkosten 750/ 100h

Wie wird ein Kalkulationssatz eingesetzt, machen Sie ein Beispiel anhand der Fertigung.

Der Kalkulationssatz dient zur Verrechnung der Gemeinkosten auf die Produkte. Beispiel: Dem Auftrag X werden pro Fertigungs-Stunde 7.50 Fr. berechnet, bei 20h würde der Auftrag X mit 150 Fr. belastet.

Beschreiben Sie den Inhalt einer Kostenstelle.

Die Kostenstellen geben darüber Auskunft, wo die Gemeinkosten anfallen. In ihr werden die Gemeinkosten gesammelt, die der Stelle zugeordnet werden können (Abschreibungen, Kapitalzinsen, Unterhalt u. Rep. etc.)

Beschreiben Sie die Kostenartenrechnung.

Der Aufwand aus der Erfolgsrechnung wird in der Kostenartenrechnung so korrigiert, dass daraus Kosten entstehen.

Wo wird der Aufbau der Kalkulation bestimmt?

In der Kostenstellenrechnung, den für jede Kostenstelle wird ein Kalkulationssatz errechnet, der dann in der Kalkulation gebraucht wird.

Beschreiben Sie die Gemeinkosten der Kostenstellen Fertigung, was beinhalten diese?

- Anteil am Hilfsmaterial (z.B. Nägel, Leim, Schleifpapier)
- Anteil an den GK-Löhne (Lohn für Arbeiten, die nicht direkt einem Auftrag zugeordnet werden können z.B. Aufräumen, Putzen, Unterhalt an Maschinen)
- Anteil am Mietzins bewertet nach benötigtem Raum für die Fertigung.
- Sonstiger Aufwand (z.B. Unterhalt und Reparaturen, Energie)
- Kalk. Kapitalzinsen für den Wert der Maschinen, Werkbänke etc.
- Kalk. Abschreibungen auf den Maschinen.

Wie unterscheidet sich die Einzelkalkulation von der Gesamtnachkalkulation?

In der Einzelkalkulation wird ein einzelnes Produkt/Auftrag vor- bzw. nachkalkuliert. In der Gesamtnachkalkulation wird eine vergangene Jahresproduktion nachkalkuliert. Unterteilt man die Jahresproduktion in einzelne Produktegruppen, so kann man die Stärken und Schwächen eines Betriebes herausfinden.

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