Fibu 1

Sachbearbeiter RW

Sachbearbeiter RW


M. W.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Einführung in die Grundlagen der Finanzbuchhaltung, insbesondere für Anfänger. Sie decken Themen wie Kontenklassen, Mehrwertsteuer (MWST), Verrechnungssteuer, Bankgeschäfte und verschiedene Erfolgsrechnungen ab. Die Karteikarten erklären die Bedeutung und Berechnung von EBIT, EBITDA und anderen finanziellen Kennzahlen, sowie die Verbuchung von Zinsen und Steuern. Ideal für Studierende und Berufseinsteiger im Finanzbereich, die ein solides Verständnis der Buchhaltungspraxis erlangen möchten.
Cartes-fiches
46
Utilisateurs
20
Langue
Allemand
Catégorie
Finances
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
04.11.2017 / 03.12.2024

Cartes-fiches

Wie wird der Gewinn bzw. Verlust bei einem Einzelunternehmen verbucht?

Gewinn / Eigenkapital

Eigenkapital / Verlust

Liquiditätsgrad 2 (LG2)

Formel und Bedeutung

kurzfristiges Fremdkapital = 100%

flüssige Mittel + Forderungen = ?

 

mind. 100 = Zahlungsbereitschaft gesichert

Eigenfinanzierungsgrad (EFG)

Formel und Bedeutung

Gesamtkapital = 100%

Eigenkapital = ?%

 

25%-40% = sicher

Eigenkapitalrendite (EKR)

Formel und Bedeutung

Ø Eigenkapital = 100%

Gewinn = ?%

 

mind. 4% über Zinssatz für Bundesanleihen = rentabel

Was wird in das Konto 4500 Energieaufwand zur Leisungsstellung verbucht?

extrem hoher Energieverbrauch, der in direktem Zusammenhang mit der Leistungserstellung (WE) steht.

Inhalte der Betriebsbuchhaltung

- Kostenrechnung

- Kostenstellenrechnnung

- Kostentägerrechnung

- Kalkulation

Inhalte der Finanzbuchhaltung

- erfassung von Geschäftsverkehr

-  Bilanz

- Erfolgsrechnung

- Anhang

- ev. Lagebericht

Quellen von verschiedenen Buchführungsvorschriften

- OR

- Swiss GAAP FER

- IFRS

- US GAAP

Unterschied Betriebsbuchhaltung und Finanzbuchhaltung

Fibu: extern orientiert

Bebu: intern orientiert, effektive Werte, (geheim)

Ziele Swiss GAAP FER usw.

  • Aussagekraft + Vergleichbarkeit der JR zu erhöhen
  • bestehende gesetzliche Bestimmungen konkretisieren

Hauptziel der Vorschriften über die Buchführung und Rechnugnslegung im OR

Schutz der Gläubiger

Woraus besteht die Buchführung?

erfassen von Geschäftsfällen

Woraus besteht die Rechnungslegung

  • erstellen der Bilanz und ER
  • ev Geldflussrechnung
  • Anhang
  • Lagebericht

Ziele der Buchführung

Buckführung nah einheitlichen Grundsätzen und die Prüfbarkeit nach einheitlichen Standards ermöglichen.

Ziele der Rechnungslegung

Aussagekraft + Vergleichbarkeit des Geschäftsberichts sichern

Wann muss eine Unternehmung eine doppelte Buchhaltung führen?

Ab einem Jahresumsatz von mind. CHF 500'000

Woraus besteht der Geschäftsbericht eines KMU?

aus der Jahresrechnung, darin enthalten sind Bilanz, ER und der Anhang

Welche Erfolge weist die dreistufige ER aus?

  • Bruttogewinn
  • Betriebsgewinn
  • Unternehmensgewinn

Wie berechnet man den Bruttogewinn?

  Kontenklasse 3 (WE)

- Kontenklasse 4 (WA)

Wie berechnet man den Betriebsgewinn?

     Kontenklasse 3 (WE)

   - Kontenklasse 4 (WA)

   - Kontenklasse 5 (Personalaufwand)

+/- Kontenklasse 6 (übriger betrieblicher Aufwand, Abschreibungen, WB und Finanzergebnis)

Wie berechnet man den Unternehmensgewinn?

     Kontenklasse 3 (WE)

   - Kontenklasse 4 (WA)

   - Kontenklasse 5 (Personalaufwand)

+/- Kontenklasse 6 (übriger betrieblicher Aufwand, Abschreibungen, WB und Finanzergebnis)

+/- Kontenklasse 7 (Betrieblicher Nebenerfolg)

+/- Kontenklasse 8 (Betriebsfremder Aufwand + ausserordentlicher Aufwand / Ertrag)

Welche Erfolge weist die siebenstufige Erfolgsrechnung aus?

  • Bruttogewinn
  • EBITDA
  • EBIT
  • Betrieblicher Gewinn vor Neben Erf.
  • Betrieblicher Gewinn nach Neben Erf.
  • Unternehmensgewinn vor Steuern (EBT)
  • Unternehmensgewinn

EBITDA Bedeutung

Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization

Erfolg vor Finanzerfolg, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immatriellem Anlagevermögen

EBITDA Berechnung

  Kontenklasse 3 (WE)

- Kontenklasse 4 (WA)

- Kontenklasse 5 (Personalaufwand)

- Kontenklasse 6 ohne 68+69 (übriger Betrieblicher Aufwand ohne Finanzerfolg + ohne Abschreibungen)

EBIT Bedeutung

Earnings before Interest and Taxes

Erfolg vor Finanzerfolg und Steuern

EBIT Berechnung

  Kontenklasse 3 (WE)

- Kontenklasse 4 (WA)

- Kontenklasse 5 (Personalaufwand)

- Kontenklasse 6 ohne 68 (übriger betrieblicher Aufwand ohne Finanzerfolg)

Was ist der Zweck der Verrechnungssteuer?

Verhinderung der Steuerhinterziehung

Welche Vermögenserträge unterliegen der Verrechnungssteuer?

  • Zinsen auf Konten, die pro Kalenderjahr mehrmals gutgeschrieben werden (mehrmals = ab CHF 0.- pflichtig)
  • Zinsen auf Konten, die pro Kalenderjahr einmal gutgeschrieben werden, sind erst ab CHF 200.- Verrechnungssteuerpflichtig (einmal = ab CHF 200.-)
  • Zinsen auf Schweizer Obligationen ^, Kassenscheinen usw.
  • Dividenden von Schweizer Aktien, Genussscheinen und Partizipationsscheinen
  • Lotteriegewinne von über CHF 1'000.00

Funktionsweise der Verrechnungssteuer

1. Die Bank schreibt dem Kunden den Nettozins gut

2. Die Bank überweist ie Verrechnungssteuer der Steuerverwaltung ohne Angaben des Kunden

3. Bankkunde deklariert den Bruttozins in seiner Steuererklärung

4. Die Verrechnungssteuer wird mit der Steuerschuld verrechnet bzw. zurückerstattet

Wie funktioniert die Rückerstattung der Verrechnungssteuer?

Natürliche Personen:

Die verrechnungssteuerpflichtigen Erträge werden in der Steuererklärung ausgewiesen. Das Verrechnungssteuerguthaben wird vom Kanton direkt von der Steruerschuld subtrahiert.

Juristische Personen:

Die Verrechnungssteuer muss mit dem dafür vorgesehenen Formular zurückgefordert werden.und wird durch den Bund mittels überweisung zurückerstattet.

 

Wie wird die Verrechnungssteuer verbucht?

Bank / Finanzertrag                           65%

Guthaben VST / Finanzertrag           35%

Wie wird die Rückerstattung der Verrechnungssteuer verbucht?

Bank / Guthaben VST    35%

Wie werden Kassendifferenzen verbucht?

Kassenmanko

sonstiger Betriebsaufwand / Kasse

Kassenüberschuss

Kasse / übriger Ertrag

Was sind die Unterschiede zwischen Debitorenkontokorrent, Kreditorenkontokorrent und Kontokorrentkonto mit wechselndem Kreditverhältnis?

Bezeichnungen aus Sicht der Bank.

Debitorenkontokorrent:

Schuld (Passivkonto) - Bank belastet Sollzins

Kreditorenkontokorrent:

Guthaben (Aktivkonto) - Bank schreibt Habenzins gut

Wechselndes Kreditverhältnis:

Je nach Saldo liegt ein Guthaben (Aktivkonto) oder eine Schuld (Passivkonto) vor - Soll- bzw, Habenzins werden ermittelt.

Wie werden Bankzinsen eines Kontokorrentkontos mit wechselndem Kreditverhältnis verbucht?

Sollzins (-)  Finanzaufwand / Bank

Habenzins (+) Bank / Finanzertrag

Die Verrechnungssteuer wird nur berechnet, wenn der Habenzins grösser ist als der Sollzins.

Welche Unternehmen sind von der MWST befreit?

  • Unternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als CHF 100'000.-
  • nicht gewinnstrebige, ehrenamtlich geführte Sport- oder Kulturvereine oder gemeinnützige Organisationen mit einem Jahresumsatz von weniger als CHF 150'000.-

Was ist das Steuersubjekt + das Steuerobjekt der MWST?

Steuersubjekt:

  • steuerpflichtige Unternehmen

Steuerobjekt:

  • im Inland gegen Entgelt erbrachte Leistungen
  • Einfuhr aus dem Ausland

Durch welche Eigenschaften zeichnet sich die MWST aus?

  • Fiskalsteuer: MWST finanziert Staatsausgaben
  • Verbrauchssteuer: Konsum von Sachen + DL werden besteurt
  • Allphasensteuer: Wird im Inland auf allen Stufen der Produktion, des Handels und des DL Sektors erhoben

Was ist der Unterschied zwischen MWST befreite und von der MWST ausgenommene Umsätze?

befreit:

  • Ausfuhr (Export) ⇒ Vorsteuerabzug erlaubt

ausgenommen:

  • Aus- und Fortbildung
  • Kulturelle DL
  • Entgelte für sportliche Anlässe
  • Versicherungen
  • Geld- und Kapitalverkehr
  • Umsätze und Verkehr von Grundstücken und Liegenschaften
  • ⇒ Vorsteuerabzug nicht erlaubt

Welche Elemente muss ein Beleg enthalten, damit er MWST-Konform ist?

  • Name und Ort des Leistenden + Unternehmens Identifikationsnummer
  • Name und Ort des Empfängers der Leistung
  • Datum oder Zeitraum der Leistung (wenn nicht RG-Nr.)
  • Art, Gegenstand und Umfang der Leistung
  • Entgelt fü Leistung
  • Steuersatz und Steuerbetrag

Kassenzettel: Beträge bis zu CHF 400.- kann auf die Angabe des Namens + Orts des Kunden verzichtet werden

Étudier