Betriebswirtschaftslehre
BWL Grundsätze DAA Technikum
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Cartes-fiches
Wie ist eine „Organisation“ definiert?
Eine Organisation wird aus zielorientierte, dauerhaft gültige Regelungen gebildet. Organisatorische Maßnahmen sind demnach dauerhaft gültig Regelungen zu Erledigung der laufenden Aufgaben in einem System.
Wann spricht man bei Organisation von einer „Überorganisation“?
Wenn es in einem Unternehmen zu viele Vordrucke und Vorschriften gibt der Papierkram zu groß ist und der Arbeitsprozess durch dies Schwerfällig wird und verlangsamt.
Erklären sie den Unterschied zwischen Struktur und System!
Ein Unternehmen ist ein System, das System hab eine bestimme Struktur. (Strukturieren ist ein ordnendes Gestalten in einem System)
Erklären Sie den Unterschied zwischen Organisation, Disposition, und Improvisation!
Organisation ist zielorientierte und dauerhafte angelegte Regelungen.
Disposition ist eine einmalige beschlossene Regelungen.
Improvisation ist eine vorläufige für ein begrenzten Zeitraum beschlossene Regelung.
Erklären Sie den Unterschied zwischen Aufgabe und Auftrag!
Aufgaben sind dauerhafte wirksame Aufforderung, Tätigkeit an Objekten zur Erreichung von Zielen durchzuführen.
Aufträge sind einmalige Aufforderungen, Tätigkeit an Objekten zur Erreichung von Zielen durchzuführen.
Wie ist der Begriff „Aufgabenanalyse“ definiert?
Die Aufgabenanalyse dient zur vollständigen und systematischen Erfassung aller für einen Untersuchungsbereich relevanten Aufgaben in ihrer notwendigen Tiefe.
Führen Sie mindestens drei Organisationsformen auf!
Liniensystem
Stabliniensystem
Mehrliniensystem
Teamarbeit
Organisationsplan
Stellenbeschreibung
Welche wichtigen Informationen sollen in einer Stellenbeschreibung vorhanden sein?
die Bezeichnung der Stelle und ihr Ziel
das Über- und Unterstellungsverhältnis
die Stellenvertretung
sämtliche Aufgaben und Nebenaufgaben
die übertragenden Kompetenzen
der Verantwortungsbereich
Wie ist der Begriff Aufbauorganisation definiert?
Aufbauorganisation ist ein dauerhaft wirksame Gestaltung von statischen Systemen
Wie ist der Begriff Ablauforganisation definiert?
Die Ablauforganisation regelt die Erfüllung bestimmter Aufgabenmengen zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort.
Erklären Sie die Zusammenhänge zwischen Aufbau- und Ablauforganisation!
Aufbau- und Ablauforganisation gehören zusammen. Die Aufbauorganisation stellt ein System im Ruhezustand dar. Der ablaufende Prozess (dynamische Komponente) ist dabei die Ablauforganisation. Eine Seite stellte dabei den Aufbau (statische Beziehung) und die andere Seite den Ablauf (dynamische Beziehung) des Systems dar.
Welche wesentlichen Unternehmensziele muss die Geschäftsführung festlegen?
Kostensenkung, Rentabilitätssteigerung
Produktionssteigerung, Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit
Arbeitserleichterung für den Aufgabenträger, d.h. Fixkostensenkung durch ggf. Übernahme
zusätzlicher Aufgaben
Nennen Sie mindestens zwei externe Rahmenbedingungen für die Ablauforganisation!
Konkurrenz
Kundenstruktur, Markt
Stand der Technik
Politik und Gesellschaft
Erklären Sie den Unterschied zwischen formaler und informaler Organisation!
Formale Beziehungen sind legitimiert und werden vom Organisator berücksichtigt. Informale Beziehungen sind nicht legitimiert. Sie können die Organisation eines Unternehmens unterstützen, behindern oder nicht berühren.
Ein Unternehmen kauf Waren zum Rechnungspreis von mit einem Tagen. Zahlt das Unternehmen innerhalb von
Skonto abziehen zu können, muss es sein Konto kurzfristig überziehen. Die 10 % p.a.
abziehen. Um den
20.000 €
Zahlungsziel von 30
10 Tagen, darf es 3 % Skonto
Kreditzinsen betragen
Lohnt sich der Skontoabzug , wenn das Unternehmen einen Kontokorrentkredit in Anspruch nimmt? Lohnt sich der Skontoabzug auch dann, wenn das Unternehmen Überziehungszinsen von 16 % bezahlen muss?
Skontoabzug = 20.000 € * 3 % = 600 €
Das Unternehmen müsste innerhalb von 10 Tagen 19.400 € zahlen. Kreditsumme 19.400 € über 20 Tage
Kreditzinsen Ersparnis
Kreditzinsen
Ersparnis
= 19.400 € * (10 : 100) + (20 Tage : 360 Tage pro Jahr) = 107.77 €
= 600 € (Skonto) – 107,77 € (Kreditzinsen) = 492,23 €
= 19.400 € * (16 : 100) + (20 Tage : 360 Tage pro Jahr) = 172.44 €
= 600 € (Skonto) – 172,44 € (Kreditzinsen) = 427.56 €
In beiden Fällen wäre es sinnvoll, den Skontoabzug in Anspruch zu nehmen weil die Ersparnis
größer ist als die Kreditzinsen.
Nennen Sie kurzfristige Kredite!
Lieferantenkredit (Ausnutzung des Zahlungsziels z.B. 30 Tage beim Lieferanten)
Lombardkredit (Verpfändung von Wertpapieren und Waren)
Avalkredit (Bank bürgt bei einem Dritten für die Schulden)
Kontokorrentkredit (Bank)
Nennen Sie langfristige Kredite!
Rückzahlungsdarlehen
Annuitätsdarlehen
Ratendarlehen
Schuldverschreibungen
Wandelschuldverschreibung
Wie unterscheiden sich Annulitätsdarlehen und Ratendarlehen?
Annulitätsdarlehen: Die Raten sind monatlich immer gleich hoch,Zinsanteil zuerst hoch dann sinkend im Gegenzug steigt so der Tilgungsanteil
Ratendarlehen: monatliche Zahlungen durch Zins- und konstant Tilgungszahlung erst hoch. Durch die konstante Tilgungszahlung wird die Restschuld kleiner und dadurch nehmen auch die Zinsen ab.
Nennen Sie drei Punkte die dem Umfang des Rechnungswesens eines Betriebes bestimmten!
Erzeugnisarten
Erzeugnismengen
Fertigungsverfahren
Betriebsgröße
In welche fünf Bereiche Gliedert sich das betriebliche Rechnungswesen?
Geschäfts- oder Finanzbuchhaltung
Betriebsbuchhaltung
Kostenrechnung
Betriebsstatistik
Planungsrechnung
Nennen Sie vier Aufgaben der Kostenrechnung!
Schwachstellenanalyse in der Produktion
Erkennung der Rationalisierungsschwerpunkte
Ermittlung der Selbstkosten einzelner Erzeugnisse
Beurteilung der Ertragsfähigkeit eines Erzeugnisses (Vor- und Nachkalkulation)
Wirtschaftlichen- und Verfahrensvergleich zwischen unterschiedlichen
Produktionsmöglichkeiten
Welche Aufgabe hat die Betriebsstatistik einer Unternehmung?
Aufbereitung von betrieblichen Daten in Form von Zahlentabellen, Kennziffern und Diagrammen, die für betriebliche Entscheidungen oder Maßnahmen dienen können.
Erklären Sie den Unterschied zwischen Ausgaben und Aufwand!
Ausgaben: Ausdruck des Zahlungsverkehrs, zeitpunktbezogene Geldabfluss aus einem Unternehmen (z.B. Materialeinkäufe, Betriebsmitteleinkäufe)
Aufwand: Ausdruck der Gewinn- und Verlustrechnung, periodenbezogene Geldaufwand von Gütern und Diensten innerhalb eines Abrechnungszeitraumes.
(z.B. Wertminderung an Maschinen, in einem Zeitraum immer wiederkehrenden Löhne und Gehälter)
Vergleichen Sie die Begriffe Kostenarten, Kostenstellen, Kostenträger!
Kostenarten: Kostenart umfasst alle auf gleiche Merkmale zurückzuführende Kosten. z.B. Einzelkosten – Gemeinkosten; fix Kosten – variable Kosten; Sachkosten – Dienstleistungskosten
Fragestellung: Welche kosten sind Entstanden?
Kostenstellen: Sind Stellen, Abteilungen, Maschinengruppen oder einzelne Arbeitsplätze
an denen Kosten verursacht werden und diese Kosten auch zugerechnet werden können.
Fragestellung:Wo sind die Kosten angefallen?
Kostenträger: Sind Erzeugnisse oder Dienstleistungen denen alle von ihnen verursachten
Kosten zugerechnet werden können. Fragestellung:Wofür sind Kosten angefallen?
In welchen Kostenarten gliedert sich die Kostenartenrechnung nach „Verrechnung der Kosten in der Kalkulation“?
Einzelkosten
Gemeinkosten
kalkulatorische Kosten
Erläutern sie die Begriffe:
Materialeinzelkosten
Fertigungslohnkosten
Materialgemeinkosten
Fertigungsgemeinkosten
Verwaltungsgemeinkosten
Vertriebsgemeinkosten
Materialeinzelkosten
Sind Kosten für Rohstoffe, Halbzeuge, Konstruktions- und Normteile und Verbrauche von Hilfs- und Betriebsmittel zu Herstellung eines Erzeugnisses.
Materialgemeinkosten
Fassen die im Bereich Material anfallenden Gemeinkosten zusammen wie Materialeinkauf, -annahme, -prüfung.
Fertigungsgemeinkosten
Sind alle Kosten die bei der Vorbereitung, Überwachung und Kontrolle der Fertigung entstehen und die keinen Kostenträger direkt zugerechnet werden können. z.B. Planung, Steuerung und Kontrolle der Fertigung.
Fertigungslohnkosten
Sind alle Kosten die wären der Produktions eines Erzeugnisses entstehen um dieses herzustellen
Verwaltungsgemeinkosten
Sind z.B. Kosten für die Werksleitung, des Personalbüro, die Buchhaltung oder Poststelle.
Vertriebsgemeinkosten
Sind z.B. Werbemaßnahmen, Messeveranstaltungen oder den Kundendienst.
Erläutern sie den Begriff „mengenabhängige Kosten“ sowie „zeitabhängige Kosten“ nach der „Kostenrechnung in Abhängigkeit vom Beschaffungsgrad“!
zeitabhängige Kosten: Sind konstante Kosten die in einem definierten Zeitraum für die Bereitstellung von Produktionsmittel wie Gebäude, Maschinen und Arbeitskraft entstehen unabhängig davon ob produziert wird oder nicht
mengenabhängige Kosten: Sind leistungsabhängige Kosten da sie von der Mengenleistung, der Anzahl der produzierten Mengeneinheiten abhängig sind. Sie sind im Wesentlichen stückbezogene Materialeinzelkosten und Fertigungslohnkosten.
Nennen Sie fünf Beispiele für Kostenstellen in einem Unternehmen!
allgemeiner Bereich ( Pförtner, Sanitätsstellen, Werkschutz)
Fertigungsbereich (Fräserei, Montage)
Fertigungshilfsbereiche (Arbeitsvorbereitung, Instandhaltung)
Materialbereich (Einkauf, Wareneingangsprüfung)
Entwicklung und Konstruktion
Verwaltung
Vertrieb
Welche Aufgabenstellungen sollen durch den Betriebsabrechnungsbogen (BAB) erfüllt werden?
Kostenstrukturen und die Kostenentwicklung der Kostenstellen darstellen die zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit dienen.
Durch die Daten sollen die Gemeinkosten möglichst genau den Einzelerzeugnissen (Einzelkosten) zugeordnet werden.
Kostenplanung unterstützen
Zugschlagsätze ermitteln
Erläutern Sie die Begriffe Vorkalkulation, Mitkalkulation, Nachkalkulation und ihren zeitlichen Bezug zur betrieblichen Leistungserstellung!
Vorkalkulation: Ermittlung der voraussichtlichen Kosten eines Erzeugnisses. Sie wird vor Beginn der zu kalkulierenden Leistungserstellung gemacht.
Mitkalkulation: Ermittlung der bisher angefallenen Kosten bei der Fertigung eines Erzeugnisses (bei langen Fertigungsprozessen). Sie wird wärende der zu kalkulierenden Leistungserstellung gemacht.
Nachkalkulation: Ermittlung der tatsächlichen entstandenen Kosten zur Fertigung eines Erzeugnisses. Sie wird nach Fertigstellung der zu kalkulierenden Leistungserstellung gemacht.
Aus welchen Gründen ist in meinem Maschinenorientierten Betrieb die Maschinenplatzkostenrechnung anzuwenden?
Um so mehr Maschinen sie in einem Betrieb befinden desto weniger eignet sich der Fertigungslohn zur Bestimmung der Zuschlagsatzes, da sich durch die Technisierung des Betriebes die Fertigungslöhne verringern. Maschinenkosten für Abschreibungen, Zinsen Werkzeuge oder Vorrichtungen aber Steigen.
Erläutern Sie den Begriff „Restfertigungsgeneinkostenzuschlagsatz RFZ“!
Er kann für die Zuschlagkalkulation aus dem Restfertigungsgemeinkosten RFGK bezogen auf die Basis Fertigungslohneinzelkosten FLK ermittelt werden.
RFZ = RFGK : FLK
Erläutern Sie die Begriffe Minimalprinzip und Maximalprinzip!
Minimalprinzip: Ein bestimmter Betrag wir mit geringsten Mitteln erreicht.
Maximalprinzip: Mit gegebenen Mitteln wird ein größtmöglicher Ertrag erzielt.
Nennen Sie drei Möglichkeiten Maßnahmen zu Erhöhung der Wirtschaftlichkeit!
schnellere Bearbeitung
schnellerem Arbeitsfluss
dauerhaften Fehlerbeseitigung
Leistungssteigerung der Mitarbeiter
Erhöhung der Qualität