SIU Modul 1 - Allgemeine Unternehmensführung

SIU Modul 1 - Allgemeine Unternehmensführung

SIU Modul 1 - Allgemeine Unternehmensführung


F. R.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der allgemeinen Unternehmensführung, insbesondere im Kontext des St. Galler Management Modells (SGMM). Sie behandeln zentrale Themen wie Vision, Mission und Leitbild, strategische Erfolgspositionen, sowie die Bedeutung von Risk-Management und SWOT-Analysen. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und Berufstätige in der Betriebswirtschaftslehre, die ihr Verständnis von Unternehmensführung vertiefen und praktische Werkzeuge wie Businesspläne und Leitbilder anwenden möchten.
Karten
46
Lernende
17
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
11.03.2017 / 02.06.2025

Lernkarten

Was bedeutet Mitarbeiterführung?

Führen bedeutet, zielgerichtet und beabsichtigt Einfluss auf die Motivation, die Leistung und das Verhalten anderer Personen auszuüben.

Nennen Sie die Elemente des St. Galler Management (SGMM)  Modells.

Nennen Sie die Umweltsphären der Unternehmung in Bezug auf das St.Galler Management Modell (SGMM).

- Natur: Ökologische Umwelt, betrifft den Gesamthaushalt der Natur (Umgang mit Ressourcen etc)

- Technologie: Sie umfasst alles, was in den Bereich Technik und Forschung fällt.

- Gesellschaft: Soziales Umfeld, betrifft den / die Menschen (Geschichte, Kultur, Politik etc)

- Wirtschaft: Ökonomisches Umfeld, betrifft wirtschaftliche Rahmenbedingungen (Konjunktur etc)

 

Umweltsphären bezeichnen relevante Bezugsräume im Umfeld der Unternehmung. Dieses steht in Wechselwirkung dieser Systeme, weshalb sie sehr genau auf Trends und Veränderungen zu analysieren sind.

Nennen Sie die Anspruchsgruppen (Stakeholder) in Bezug auf das St.Galler Management Modell (SGMM).

- Kapitalgeber

- Kunden

- Mitarbeitende

- Öffentlichkeit/ Medien/ NGO`s 

(NGO`s= non-Gonvernmental-Organizations = Nichtregierungs-Organisationen wie z.B. WWF oder Max Havelaar)

- Staat

- Lieferanten/ Partner

- Konkurrenten

Nennen Sie die internen Anspruchsgruppen und deren Interessen (Ziele) in Bezug auf das St.Galler Management Modell (SGMM).

Nennen Sie die externen Anspruchsgruppen und deren Interessen (Ziele) in Bezug auf das St.Galler Management Modell (SGMM).

Nennen Sie die Interaktionsthemen in Bezug auf das St.Galler Management Modell (SGMM).

- Ressourcen

- Normen und Werte

- Anliegen und Interessen

 

Nennen Sie die Ordnungsmomente und erklären Sie diese in Bezug auf das St.Galler Management Modell (SGMM).

- Strategie

--> beruht auf langfristigen Entscheidungen, die dem Aufbau von Wettbewerbsvorteilen dienen.

--> zeigt den Weg auf, auf welchem gesetzte Ziele mittel- resp. Langfristig erreicht werden sollen.

- Strukturen

--> werden benötigt, um das nötige Mass an Arbeitsteilung zu definieren und diese Teilbereiche effektiv zu koordinieren.

--> dies geschieht durch Aufbaustrukturen (Organigramm) und Ablaufstrukturen (Festlegung, welche Aufgaben in welcher Abfolge zu erledigen sind, bsp. Prozessplan).

- Kultur

--> bezeichnet die gegebenen, hintergründigen Strukturen einer Unternehmung.

--> dazu gehören Normen und Werte, Einstellungen und Haltungen, Verhaltens- und Argumentationsmuster etc.

--> in der Kultur kann ein wesentlicher Erfolgsfaktor einer Unternehmung sein

Nennen Sie die Prozesse und erklären Sie diese in Bezug auf das St.Galler Management Modell (SGMM).

Prozesse bezeichnen routinierte Abläufe, die das Alltagsgeschehen einer Unternehmung prägen. In der überlegenen Beherrschung dieser Routinen, vor allem in einer kurzen Durchlaufzeit, liegt eine wichtige Voraussetzung für unternehmerischen Erfolg. Sie sind das betriebswirtschatliche Knowhow der Führungstätigkeiten.

 

 

- Managementprozessen

--> umfassen alle grundlegenden Aufgaben, die mit der Gestaltung, Lenkung (Steuerung) und Entwicklung von zwecksorientierten soziotechnischen Organisationen zu tun haben.

--> dabei wird zwischen normativen Orientierungsprozessen, strategischen Entwicklungsprozessen und operativen Führungsprozessen unterschienden.

--> dazu gehören auch sämtliche Planungs-, Koordinations-, Sicherungs- und Controlling-Tätigkeiten sowie die Mitarbeiterführung.

- Geschäftsprozessen

--> verkörpern die Kernaktivitäten einer Unternehmung, die unmittelbar auf Kundennutzen ausgerichtet sind.

--> Sie umfassen Kundenprozesse, die Leistungserstellungsprozesse sowie die Leistungsinnovationsprozesse.

--> Das Unternehmen führt seine Kernaktivitäten innerhalb des Marktes aus und konzentriert sich dabei auf den Kundennutzen.

--> Sie bestehen oft aus Einzeltätigkeiten, die evtl. Auch schrittweise funktionsübergreifend ausgeführt werden, um gesetzte Ziele zu erreichen.

- Unterstützungsprozessen

--> hier werden unternehmensinterne Dienstleistungen für einen effektiven Vollzug der Geschäftsprozesse vollbracht. 

--> dazu gehören z.B. Prozesse der Bildungsarbeit (Lernprozesse) und der Personalarbeit (Weiterbildungsprogramme).

--> auch dazu gehören Infrastrukturbewirtschaftung, Informationsbewältigung und Kommunikation.

--> Unterstützungsprozesse gelten als Support, die den Kernbereich unterstützen (IT, Buchhaltung etc), abe meistens keinen direkten Kundennutzen haben.

Nennen Sie die Entwicklungsmodi und erklären Sie diese in Bezug auf das St.Galler Management Modell (SGMM).

Entwicklungsmodi bezeichnen die verschiedenen Arten der Weiterentwicklung einer Unternehmung (Wandel der Organisation).

Die ständig laufende Verbesserung des Bestehenden wird als Optimierung bezeichnet, während die sprunghaft stattfindende Schaffung von völlig Neuem als Erneuerung bezeichnet wird.

- Optimierung

--> hier nimmt man ein "Fine-Tuning" innerhalb gegebener Strukturen vor. Nach einer solchen Veränderung können die Mitarbeitenden das eigene Aufgabenfeld leicht wiedererkennen.

--> Optimierung geschieht parallel zum Tagesgeschäft.

- Erneuerung

--> hier baut man z.Bsp. neue Kernkompetenzen auf. Nach einer solchen Erneuerung fällt es den Mitarbeitenden oft schwer, sich wieder zurechtzufinden. Es liegt eine Bruchstelle vor.

--> Erneuerung bedarf daher des Aufbaus einer Wandelorganisation. Diese entwickelt das Neue und passt es schliesslich in den Arbeitsalltag der Mitarbeitenden ein.

Nennen Sie die 3 Grundsätze der Nachhaltigkeit.

- es sollte Gerechtigkeit bestehen zwischen den Generationen.

- wir sollten nicht mehr Ressourcen verbrauchen als nachwachsen können.

- es sollte fairen Handel zwischen den reichen Ländern. Und den Entwicklungsländern geben.

Erklären Sie das Bruttoinlandprodukt (BIP)

Das BIP entspricht dem Wert aller Güter (Sachgüter und Dienstleistungen), die während eines Jahres im Inland produziert wurden, berechnet zu Marktpreisen.

Als Marktpreis bezeichnet man die beim Kauf erzielten Preise.

Nicht der Umsatz ist beim BIP von Bedeutung, sondern der Mehrwert, den die Unternehmung erarbeitet. Dieser Mehrwert wird Werschöpfung genannt.

Die Wirtschaftstätigkeit spielt sich in jedem Land in 3 Wirtschaftssektoren (Wirtschaftszweigen) ab.

Nennen Sie die 3 Wirtschaftssektoren.

- primärer Sektor:

--> Sie gewinnen die Naturprodukte (Betriebe der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei, des Bergbaus und der Energieerzeugung).

 

- sekundärer Sektor:

--> dazu zählen die Unternehmungen der Güterverarbeitungs- und Veredelungswirtschaft. Sie verarbeiten Rohstoffe zu Halb- und Fertigfabrikaten und werden deshalb als Produktionsbetriebe bezeichnet. Dazu gehören die Industrieunternehmungen (z.B. Chemische Industrie, Maschinen-, Uhren-, Textil-, Nahrungs- und Genussmittelindustrie) sowie die Handwerks- und Gewerbebetriebe (z.B. Möbelschreinerei, Druckerei, Spenglerei, Baugewerbe).

 

tertiärer Sektor:

--> sie stellen keine Güter her, sondern vollbringen eine Arbeitsleistung, einen Dienst am Kunden. Die Dienstleistungsbetriebe werden mit zunehmendem Wohlstand immer zahlreicher und wichtiger. Als Dienstleistungsbetriebe gelten:

- Handelsbettriebe

--> Beschaffung, Lagerung und Verteilung von Waren aus der ganzen Welt (z.B. Detailhandel und der Grosshandel).

- Banken:

--> Vermittlung von Geld und Krediten sowie andere Dienstleistungen (Vermögensverwaltungen, Börsengeschäfte, Aufbewahrung von Wertschriften etc).

- Versicherungen:

--> Gewährung von Versicherungsschutz

- Verkehrsbetriebe:

--> Beförderung von Menschen, Gütern

- Gastgewerbebetriebe:

--> Beherbergung und Verpflegung von Menschen

- Andere Dienstleistungsbetriebe:

--> Radio, Fernsehen, Reisebüro, Treuhandbüro,Rechtsanwalt, Spital, öffentliche Verwaltung

Ein weiteres Kriterium zur Charakterisierung des unternehmens ist seine Grösse. Als Massgrössen werden am häufigsten verwendet:

- Anzahl Beschäftigte

- Umsatz

- Bilanzsumme

Jedes Unternehmen ist in eine Rechtsform eingebettet. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Einzelunternehmen und Gesellschaften. Bei den Einzelunternehmen werden die Leistung und das Kapital durch eine Person verkörpert.

Bei den Gesellschaften handelt es sich um einen Zusammenschluss von mehreren Personen.

Dies können Rechtsgemeinschaften oder Körperschaften sein.

Erklären Sie die beiden Begriffe.

Rechtsgemeinschaften: sind die Personengesellschaften wie einfache Gesellschaft, Kollektivgesellschaft und Kommanditgesellschaft.

Körperschaften: sind Aktiengesellschaft, Kommanditaktiengesellschaft, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Genossenschaft und Verein.

Nennen Sie für die Wahl der Rechtsform wichtige Kriterien.

- die Haftung

- das Risiko

- die Steuerbelastung

- der Kapitalbedarf

- die Grösse des Unternehmens

- die Anonymität des Eigentümers

- die Trennung zwischen Geschäft und Privat

Welche Probleme gibt es bei der Messung der Unternehmensgrössen?

Es existieren keine eindeutigen Messkriterien.

Als Massgrössen werden am häufigsten verwendet:

- Anzahl Mitarbeiter

- Bilanzszmme

- Umsatz

Was ist ein Leitbild?

Welchen Nutzen, Zweck erfüllt ein Leitbild?

In welche Teilbereiche lässt sich ein Leitbild gliedern?

Was ist ein Leitbild?

--> Die oberste Zielsetzung einer Unternehmung

Welchen Nutzen, Zweck erfüllt ein Leitbild?

--> Alle Entscheide und Handlungen werden zielkonform ausgerichtet. Es ist ein Werkzeug zur Führung der Unternehmung.

Als PR-Werkzeug schafft es Vertrauen der Anspruchsgruppen.

In welche Teilbereiche lässt sich ein Leitbild gliedern?

--> Leistungswirtschaftliche Ziele

--> Finanzwirtschaftliche Ziele

--> Soziale Ziele

Beschreiben Sie die Wertschöpfungskette anhand der Ihnen bekannten Wirtschaftssektoren am Beispiel eines Kunststoffmäppchens.

Primär: Gewinnung von Rohöl

Sekundär: Raffinierung, Erzeugung von Kunststoffgranulat, Spritzen von Kunststofffolien, Zuschneiden und verschweissen zu einem Mäppchen.

Tertiär: Beratung und Handel

Welche Teilbereiche umfasst eine Situationsanalyse?

Unternehmens- und Umfeldanalyse

Welche wichtigen Informationen werden neben der Situationsanalyse und der SWOT-Analyse noch benötigt?

Marktwachstum

Konkurrenzsituation

Nennen Sie 4 wichtige Gründe für ein Unternehmen, Verbindungen mit anderen Unternehmungen einzugehen.

- Globalisierung

- Synergienutzung

- vertärkter Wettbewerbsdruck

- hohe Innovationskosten

Nennen Sie 3 Vorteile und 3 Nachteile für ein Unternehmen, Verbindungen mit anderen Unternehmungen einzugehen.

Vorteile:

- Synergienutzung

- Konzentration auf Kernkompetenz

- Zugang zu neuen Märkten

Nachteile:

- Beschränkung der Entscheidungsfreiheit

- Abhängigkeit

- Zusatzkosten

Erklären Sie kurz die Vorgehensweise und den Nutzen einer SWOT-Analyse

Mit der SWOT-Analyse werden - durch die Beurteilung der externen und internen Umfelder und Bereiche - die zukünftigen Chancen und Risiken eines Unternehmen beurteilt und die Stärken und Schwächen analysiert.

Erklären Sie was man unter strategischen Erfolgspositionen (SEP) versteht.

SEPs sind strategische Kernkompetenzen oder strategische Wettbewerbsvorteile zur Differenzierung und Positionierung des Unternehmens in der Zukunft im Markt.

Erklären Sie, was man unter Risk-Management versteht.

Unter Risk-Management versteht man eine systematische und laufende Risikoanalyse des Unternehmens und der Geschäftsabläufe; das Ziel ist, die betriebswirtschaftlich optimale Sicherheit und nicht die maximal mögliche Sicherheit zu erreichen.

Der "shareholder" ist auch ein "stakeholder".

Wenn die SNB die Leitzinsen erhöht, kann man davon ausgehen, dass die konjunkturelle Entwicklung positiv verlaufen wird.

Wirtschaftswachstum entsteht durch Produktivitätsfortschritte und die Erhöhung der Produktionsfaktoren.

Oberstes Ziel einer Nationalbank ist die Preisstabilität.

Erklären Sie kurz die Begriffe Vision, Mission und Leitbild.

Vision:

--> Die Vision der Unternehmung ist die zentrale Kernaussage (Daseinsberechtigung); die Vision beantwortet folgende Fragen: wohin wollen wir? wofür stehen wir?

Mission:

--> Die Mission nennt die Tätigkeitsbereiche oder Kernkompetenz einer Unternehmung, welche ihre Existenz rechtfertigen; sie beschreibt den Zweck der Daseinsberechtigung, den Auftrag, welchen sie sich selber gegeben hat; die Mission beantwortet folgende Frage: was bewirken wir für wen?

Leitbild:

--> Im Leitbild werden knapp, aber aus ganzheitlicher Sicht, die generellen Ziele und Verhaltensweisen festgehalten.

Nennen Sie 2 Gründe für die detaillierte Konzeption eines Buisnessplans.

1. zwingt zum ganzheitlichen, systematischen Durchdenken des Vorhabens.

2. verlangt eine umfassende Analyse zur Erhebung der im Plan darzustellenden Informationen.

Nennen Sie 6 Kriterien (Gliederungspunkte), welche Sie in einem Buisnessplan aufarbeiten wollen.

- Zusammenfassung (management summary)

- Beschreibung der Ausgangslage / Unternehmung

- Beschreibung der Gründer

- Produkte / Dienstleistungen

- Marktanalyse, Marketingplan

- Unternehmensanalyse

- Finanzierung, Budgetierung / Planrechnungen

- Organisation und Management

- Produktion und Infrastruktur

- Risikoanalyse

Unter Stagflation versteht man die Preisbildung auf Devisenmärkten.

Wenn die SNB die Leitzinsen senkt, kann man davon ausgehen, dass die konjunkturelle Entwicklung positiv verlaufen wird.

Langfristiges Wirtschaftswachstum entsteht durch die Erhöhung der Geldmenge.

Oberstes Ziel einer Nationalbank ist die Haltung der Goldreserven eines Landes.

Unter antizyklischer Konjunkturpolitik versteht man, dass der Staat durch Massnahmen immer eine Hochkonjunktur fördert.

Inflation bedeutet eine Zunahme des Geldwertes.

Wenn der Schweizer Franken an Wert verliert, profitiert die Importbranche.

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