Unternehmensführung
WS 16/17
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Cartes-fiches
Beschreibe die beiden Planungsphilosophien nach Prozessform!
1. Synoptischer Planungsansatz (Grand Design): -> Maximizing/Optimierung
- ganzheitlicher Planungsansatz, vorrausschauende Gesamtlösung anstrebt, geht von vollständigen Infos aus
- normativer Planungstyp (Realitätspostulat), plandeterminierte UF, unrealistisch, unabhänig vom IST-Zustand SOLL-Zustand definieren, langfristig
2. Inkrementale Planung: -> Satisficing/ Mindestbefriedigung
- situationsangepasste Lösung, weder vollständige infos noch vollst. durchdachte Handlungsoptionen
- empirischer Planungstyp (beschränkte Rationalität),
Überblick Planung!!! Zusammenhänge!!!
- synoptische + inkrementelle Planung -> prozedurale Perspekttive der UF, beschreibt Ausgangslage & Herangehensweise
- Strat./Takt./Opt. Planung beschreiben den Inhalt
- synoptische + strategische Planung -> vorrausschauend, langfristig, GF
- inkrementelle + operative -> kurzfristig, kleine Schritte
Nenne den Zweck betrieblicher Ziele!
Orientierung, Koordination, Motivation, Problemerkennung, Rechtfertigung (Legitimation)
Nenne die Zielebenen! (Zielarten/Zielinhalte)
Individualziele <-> Organisationsziele
Gesamtziele <-> Teilbereichsziele
Unterscheide die beiden Zieltypen!
Strategische Sachziele (defining the business): - Definition grundlegender Tätigkeitsbereich bzw. U-Zweck
Strategische Formalziele (defining the business mission): - Definition Erfolgserwartung (z.B. Image, Marktanteil,...)
Nenne die drei möglichen Zielbeziehungen!
1. Konfliktionäre Beziehung (Zielkonkurrenz)
2. Komplementäre Beziehung (Zielharmonie)
3. Indifferente Beziehung (Zielneutralität)
Nenne die Ansatzpunkte des Konfliktmanagements bei Zeilkonkurrenz!
- Zielgewichtung
- Umformulieren von Zielen
- Anspruchsanpassung
- Sequenzielle Zielverfolgung
Nenne die Anforderungen an ein effektives Zielsystem!
- Relevanz
- Widerspruchsfreiheit
- Beeinflussbarkeit der Zielerreichung
- Interne und Externe Durchsetzbarkeit
- Überprüfbarkeit (Operationalität)
Erläutere die Vorgehensweise einer Chancen/Risiken-Analyse!
1. Erkennen von umweltbedingten Erfolgschancen und Risiken
2. Unterteilung in verschiedene Bereiche
3. ausgewählte faktoren analysieren -> Zusammenstellen der Chancen und Risken
Infoquellen: intern/extern, primär/sekundär
Beschreibe die Stärken/Schwächen-Analyse!
- Analyse sächliche und intellektuelle Ressourcen eines Unternehmens
-> Kritische Erfolgsfaktoren, wichtigste Konkurrenten, ein Ideal
Beschreibe die Erstellung einer Wettbewerbsvorteilsmatrix und welche Vorteile sich daraus ergeben!
- Ermmittlung relevanter Wettbewerbskriterien
- relative Wettbewerbsposition ermitteln (Unternehmensanalyse
-Wettbewerbsvorteilsmatrix: Bewertung der Wichtigkeit der Kriterien nach Kundensicht
-> Strategien ableiten
Vorteile: -Erweiterung C./R.-Analyse, zeigt strategische Stärken und Schwächen, zeigt Anforderungen und Leistungen
Nenne die abgeileiteten Strategien zur Wettbewerbsvorteilsmatrix!
W.-vorteil: Position halten bzw. ausbauen
w.-nachteil: Kompetenz unbedingt verbessern
Overspending: abbauen, halten (Zukunft)
Akzeptabel: wie WV
Was sind Planungsinstrumente?
Planungsinstrumente sind qualitative oder quantitative Techniken, die die Planungsträger bei der Arbeit effizienzsteigernd einsetzten.
Nenne die vier Planungsinstrumente!
- analytische
- heuristische
- prognostische
- entscheidungsunterstützende
Beschreibe das analytische Planungsinstrument!
- gesammelte/vorhandene Daten analysieren
- aus logischen Zusammenhängen Schlussfolgerungen bilden
-> Untersuchung und Ordnung eines problems/Sachverhalts
- z.B. Ist-/Plankostenrechnung, Stärken/Schwächen-Analyse
Beschreibe das heuristische Planungsinstrument!
- kreative Suchprozesse, die bei Nicht-Anwendbarkeit herkömmlicher Algorithmen neue Lösungen finden
- spontan neue Ideen erzeugen
- mit begrenztem Wissen zu wahrscheinlichen aussagen kommen
- z.B. Brainstorming, Methode 635, Morphologische Methoden
Beschreibe das prognostische Planungsinstrument!
- Vorhersagen treffen (extern/intern)
-> Verbesserung der eigenen Infobasis
- qualitative (subjektiv) und quantitative (objektiv) Prognosetechniken
- z.B. Delphi-Methode, Szenario-Technik
Beschreibe das entscheidungsunterstützende Planungsinstrument!
- Reihung vorhandener Handlungsalternativen nach dem Grund ihrer Zielwirksamkeit
- Vereinfachung komplexer Zusammenhänge durch Beschränkung auf Kernfaktoren
- z.B. Break-Even-Analyse, Investitionsrechnung
Beschreibe den Morphologischen Kasten nach Fritz Zwicky!
- Kreativitätstechnik, systematische Aufsprürung von Innovationen und weitgehende Eleminierung der Zufälle
- Ziel: Erzeugung aller denkbaren Lösungen eines Problems
- Ablauf: 1. Zergliederung Merkmale & Ausprägungen, 2. Auflistung und graf. Darstellung, 3. Bewertung der Kombis im Hinblick auf Zielerfüllung und Konsistenz
- erfordert Fachwissen (ansonsten Inkonsistenz), Kombis im Sinn des Unternehmens
Beschreibe die Szenario-Technik und den Forward- bzw. Backward-Approach!
-Erarbeitung eines Szenarios anhand logischer und schlüssiger Annahmen
- Simulation der betr. Handlungen und Erarbeitung konditionaler Handlungsprogramme (mögl. Entwicklugen)
FA: klassischer Ablauf (Gegenwart -> Zukunft), Erarbeitung Deskriptoren + Projektionen -> Szenarien
1. Identifikation zukunftsbestimmender Schlüsselfaktoren (Deskriptoren), 2. Erwarbeitung Zukunftsentwicklung (Projektion), 3. Zusammenstellung und Kombination schlüssiger Szenarien
BA: Zukunft -> Gegenwart
Beschreibe die Delphi-Befragung/Prognose (Olaf Helmer)!
- qualitatives prognostisches Planungsinstrument
- Experten-Befragung zu einem Thema -> Vorhersagen Innovationen, Proritäten, Einschätzung zuk. Marktsituation
- Ende bei Fund eines Konsens (erst anonym dann öffentlich, Kreislauf)
+ versch. Meinungen wirken Infoverbessernd, keine gegenseitige Beeinflussung
- hoher Zeit/Kosten-Aufwand, Tendenz zur Mitte, Auswahl Experten subjektiv, Experten müssen Meinung nicht ändern
Nenne 3 Fehlertypen die auftreten können!
- interlektuelle + materielle Beschränktheit -> Kommunikation
- Ungewissheit der Planungssituation
- Spannungsverhältnisse
Nach welchem Prinzip erstellt man gute Prognosen?
CHAMP
Comparison, History, Average Opinions, Mathematical Models, Predictable Biases
Beschreibe die Grundzüge des Homo oeconomicus!
- "rational actor model", objektiver Entscheider, vollkommen rational, vollständige Infolage, perfekter Entscheider
- kennt alle Konsequenzen/Möglichkeiten einer Entscheidung
- Alternativen werden frei von Emotionen und persönlicher Referenzen beurteilt/ausgewählt
-> sehr unrealistisch, absolut idealtypisch, und theoretische Vorstellung
Welche zwei Ansätze werden in der Unterscheidungstheorie unterschieden?
Ordne ne Homo oeconomicus in die Ansätze ein!
Empirisch: - verhaltenswissenschaftlich (Realität), deskriptiv, Manager als rational limitierter Entscheider, keine Sicht in die Zukunft, unfollständige Infos, Entscheidungen zufällig (garbage can), Bounded rationality, Prospect theory
Normativ: - mathematisch geprägt (so sollten Entscheidungen sein), Infolage vollständig, Problem ist zufreffend und vollständig beschrieben, existiert Zielfunktion, nach formalen Modellen, Prozess der Entscheidungsfindung (empirisch) im Hintergrund
HOE: -> normativ
Die formale Entscheidungstheorie kennt welche drei Fälle?
Entscheidung unter - Sicherheit (eine Handlungskonsequenz, ein Ergebniszustand) - Bsp. Standort
- Unsicherheit (mehrere Konsequenzen, keine Eintrittswahrscheinlichkeiten) - Bsp. Personal, Aktien
- Risiko (mehrere Konsequenzen, mit Eintrittswahrscheinlichkeiten) - Bsp. Würfel
Unterscheide die Entscheidungsregeln! (Entscheidungsmatrix -> Umwelt, Handlung)
-> normative Entscheidungstheorie, Hilfe bei Handlungsalternativen
Minimax-Regel: pessimistisch, devensiv, ungünstigeste Zukunft - bestes Ergebnis (höchstes Zeilenminimum)
Maximax-Regel: optimistisch, offensiv, günstigste Zukunft - bestes Ergebnis (höhchstes Zeilenmaximum)
Bernoulli-Prinzip: Erwartungswert, Maximiere den erwartungswert der Zielgröße
Savage-Niehans-Regel: Minimiere den max. Nachteil , Regel des geringsten Bedauerns
Erläutere "Bounded Rationality"! (H.Simon) ->empirisch
1. Interlektuelle Beschränkung (begrenzte Problemlösungskapazität, Zeit, Ressourcen) - Personal
2. Politische Beschränkung (Konflikt Individual,Bereichs, Orgaziele; Systemwerlt) - Gehälter Manager steigen <-> Kosten
3. Kontextuale Beschränkung (Akzeptanzproblem, Konz. auf politisch machbare) - Ersatzteile trotz oher Kosten
4. Historische Beschränkung (Dominanz hist. Denkmuster, Routinen) - feste Zulieferer
Was ist Nudging?
- Verhaltenökonomik
- Verhalten beeinflussen
- (gute) Entscheidungen anstoßen
Was ist Framing?
- unterschiedliche Formulierungen (bei gleichem Inhalt) können das Verhalten beeinflussen (Füller, Zeitung, Anzüge)
Was ist die cognitive Bias?
- systematischer, menschlicher Fehler
- unterbewusste Wahrnehmungsverzerrung die bei Entscheidungen unter Risiko/Unsicherheit auftreten
- Grundlage für Heuristiken
-Bsp.: Vorurteile, Bestätigungsfehler (hört das was man hören will)
Vergleiche Bounded Rationality und die Prospect Theory!
- beide: empirisch, Abkehr vom Homo, Entscheidungen Risiko/Unsicherheit
- ähnlich: historische Beschränkungen und Repräsentationsheuristiken (vertraute Muster)
- bei beschränkter rationalität werden Entscheidungsheuristiken notwendig
- kognitive Verzerrungen beeinflussen mehr, wenn die beschränkte Rationalität stärker wirkt
Von wem ist das Mülleimer Modell und welchem entscheidungstheoretischem Ansatz kann man es zuordnen?
- Cohen, March, Olsen (1972)
- empirisch, Metapher für Entscheidungsarena, beschreibt Verhalten in Organisationen
Welche Bedingungen führen zu Mülleimerprozessen?
- Inkonsistente und unoperationale Ziele, Präferenzen inkonsistent/instabil/schlecht definiert
- fehlt Wissen über Umweltbedingungen und grundlegende Urasachen-Wirkungs-Zusammenhänge
- bei teilnehmern variiren Präsenz und Energie (Fluid Participation) -> versch. Charaktere
Erläutere die vier Ströme des Mülleimer-Modells!
1. Probleme (Aktualität, Dauer)
2. Entscheidungsarenen (Unabhänig von Problemen)
3. Teilnehmer (Gestzl. oder freiwillig)
4. Lösungen (oft ohne konkretes Problem)
Welche Hauptfunktionen nehmen Führungskräfte wahr?
1. Lokomotionsfunktion: Untergeben und Mitarbeiter zur Zielerreichung bringen -> Motivation, Unterweisen, Anleiten
2. Kohäsionsfunktion: Atmosphäre schaffen, die die Untergebenen emotional zusammen schweißt