WS 16/17


T. H.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Unternehmensführung auf universitärem Niveau. Sie decken zentrale Themen wie Planung, Kontrolle, Managementprinzipien und strategische Entscheidungen ab, wobei auch spezifische Modelle wie das Board-System und die Prinzipal-Agenten-Theorie behandelt werden. Zudem werden Aspekte der Mitarbeiterbeteiligung, Betriebsratsarbeit und Corporate Governance erläutert. Die Karteikarten richten sich an Studierende und Berufstätige, die ihr Wissen in Betriebswirtschaft vertiefen möchten, insbesondere in den Bereichen Führung, Kontrolle und Unternehmensorganisation.
Flashcards
108
Students
4
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
19.12.2016 / 10.02.2017

Lernkarten

Grenze zwei Arten der Motivation ab!

Extrinsisch: von außen motiviert, Mittel zum Zweck, Indirekte Bedürfnisbefriedigung (Belohnung) -> Geld, Fließbandarbeit

Intrinsisch: von innen/sich selbst motiviert,Arbeit ist Zweck, direkte bedürfnisbefriedigung (Interesse Arbeit/Ergebnis) ->Hobbies

Erläutere die Bedürfnispyramide von Maslow!

Erläutere Management-by-Exception!

- Führung im Ausnahmefall

- MA übernimmt Routineaufgaben im Verantwortungsbereich

- VG interveniert nur wenn nötig

- Anders als beim MbO geht es beim MbE mehr um die Aufgabenerreichung und Kontrolle

- Annahmen: VG weiß und bestimmt alles, Nicht alle vörgänge im Unternehmen sind gleich wichtig

- Führungsprozess so organisieren: VG Kontrollfunktion ohne permanent einbezogen zu werden (Fließbandarbeit)

Erläutere Management-by-Objectives!

- Führung durch Zielvereinabarung (Drucker 1955)

- Ablauf: 1. VG und MA setzten Ziele und Verantwortungsbereich 2. Gemeinsamer Abgleich Soll-Ist

- Zielelemente: Inhalt, Ausmaß, Horizont -> SMART-Prinzip

- Hintergründe: gesellschaftlich (Demokratisierung), verhaltenswissenschaftlich (Motivation), pragmatisch (Zielakzeptanz)

- VG/MA auf "Augenhöhe", Unterstützung vom VG

-> MbO betont strukurelle führung, ideal für Wissensarbeiter

Aber: Vereinbarungen nur Rahmen, sehr zeitaufwendig

Was ist das SMART-Prinzip?

Zielfestlegung

Spezifisch, Messbar, Aktiv beeinflussbar, Realistisch, Terminiert

Erläutere Management-by-walking around!

- Führung durch Präsenz vor Ort

- menschliches Interesse und fachliche Nähe soll symbolisiert werden

->Motivation

- MA können sich Überwacht fühlen

Grenze Betrieb und Unternehmen ab!

Unternehmen (rechtliche Einheit, übergeordnet) kann aus x betrieben bestehen

Welche Hauptaufgaben haben Aufsichtsrat und Arbeitsdirektor?

AR: Mitglieder AG+AN-Vertreter, kontrolliert/überwacht Vorstand, bestimmt Vorstand

AD: höchstes Vertretungsorgan im Personal- / Sozialwesen, Sozialprobleme direkt in Uplanung, Ziel Interessen AN wahren

Nenne die drei wichtigsten MitbestG auf Unternehmensebene!

Montan-Mitbestimmungsgesetz 1951

Allgemeines Mitbestimmungsgesetz 1976

Drittelparitätsgesetz 2004

Montan-Mitbestimmungsgesetz 1951

Allgemeines Mitbestimmungsgesetz 1976

Drittelparitätsgesetz 2004

Beschreibe die Ziele des Betriebsverfassungsgesetz (1972)!

- wichtigstes Mitbestimmungsgesetz auf Betriebsebene (u.a. Kündigungsschutz, Arbeitszeitordnung, Mitbest.)

- Zielstellung: Arbeitsrechtlicher Schutz (Individualrechte), innerbetriebliche Demokratie (Kollektivrechte)

- Mitwirkungsrechte (Info, Vorschlags, Anhörungs, Beratungsrechte), Mitbestimmungsrechte (Zustimmungsverweigerung, Veto, Initativrechte)

Regelungsbereiche: soziale, personale, wirtschaftliche  Angelegenheiten

Nenne die Grundnorm des BVG!

Koorperationsgebot

- Verbot des Arbeitskampfes

- Verbot von Betätigungen, die den Arbeitsablauf oder den Betriebsfrieden stören

- Verbot der parteipolitischen Aktivität

Was ist der Betriebsrat und welche Aufgaben hat er?

- AN Vertretung im betrieb

- wählbar bei min. 5 ständigen AN, alle 4 Jahre

- alle ab 18, die mind. 6 (3) Monate im Betrieb sind dürfen gewählt werden (dürfen wählen)

- nicht rechtsform- oder branchenabhänig.....aber größenabhänig

-> Interessen der AN vertreten, Beschäftigung im Betrieb fördern und sichern

Was spricht gegen einen BR?

- Kosten (AG ist verpflichtet)

- niedrige Wahlbeteiligung (Legitimation)

- Verletztung Koorperationsgebot

- Mitglieder Kündigungsschutz

- verlangsamt Entscheidungen des AG

- Imageschaden bei Klage 

Wie nennt man das Einkommen des AG's und des AN's?

Residualeinkommen ("Rest") und Kontrakteinkommen (Arbeitsvertrag, inkl. Prämien)

Unterscheide die Formen der materiellen Personalbeteiligungen!

1. reine Erfolgsbeteiligung (Leistung,Ertrag,Gewinn)

2. reine Kapitalbeteiligung (indirekte (zwg. Institution) direkte (Verträge) ->EK oder FK Beteiligung)

3. laboristische Kapitalbeteiligung (Investivlohn)

Nenne Motive und Probleme aus AN und AG Sicht bei der materiellen Beteiligung!

MAG: Motivation (Identifikation), Mitarbeiterbindung, pos. Finazstruktur & Liquditätseffekte, gesell. Stabilisierung, produktiver

MAN: Erfolg zahlt sich aus, einfach Möglichkeit für Kapitallenkung

PAG: schleichende Dominanz, Verwaltungsaufwand, Gewinnreduktion für externe Kapitalgeber

PAN: trägt Geschäft mit, Felxibilität sinkt (Bindung), alt. Kapitaleinlagen günstiger, "pseudo partizipation", Entsolidarisierung 

Unterscheide die klassische (Ex-Post) Kontrolle und Kontrolle im modernen Sinn!

Kontrolle: ständige Überprüfung der planverursachenden Selektionsentscheidungen auf Zieldienlichkeit und Erreichungsgrad (Effizienz/Effektivität)

Ex-Post Kontrolle (klassische Kontrolle) :

- periodischer Vergleich Plangrößen und Realisationsgrößen -> Soll-Ist -> Feedback

moderne Kontrolle:

- Einbezug prognostischer Größen, Voraus-Kontrolle (feedforward, Wird-Ist, Soll-Wird)

- nicht nur Bestandsaufnahme sondern systematische Abweichungsanalyse als Erklärungsgrundlage

-> Kontrolle permanent steuernde Funktion im Managementprozess 

Was sind die Mängel der klassischen Kontrolle?

1. Zeitaspekt (Infos)

2. Reflektionsaspekt (hinterfragt)

3. Kompensationsaspekt (Abweichungen)

Nenne die Kennzeichen der strategischen Kontrolle!

- Hat Steuerungs-, Sicherheits- und Lenkfunktion im Unternehmen

- Vorwärtsorientierung (Vorauskontrolle), Vernetztheit/Ganzheitlichkeit (Tanaland), Verstärkte Einbeziehung von Soft Facts (Stimmung, Image), Bezug zur Gesamtunternehmenseben

Nenne die Grundtypen der strategischen Kontrolle!

1. Durchführungskontrolle (Milestones, operative Ebene, parallel Realisierungsprozess)

2. Prämissenkontrolle (überprüft Gültigkeit, Prognosetechniken)

3. strategische Überwachung (Sicht aufs Ganze, scannt Beobachtungsbereiche (Umwelt)-> Entwicklungen, deckt Fehler auf)

Nenne den Hintergrund und die Grundgedanken des Corporate Governance!

H.: Manager sind nur Angestellte ohne Kapitalrisiko - > Effizienz/Treue der Führungsorgane zweifelhaft

G.: - Vorgabe Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung

- Regeln guter UF (moralisch/ethisch)

- im Sinne der Interessengruppen handeln

- Marklich (Deutscher CG-Kodex) oder gesetzlich (Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im U-bereich) festgelegt

- Sicherung von Qualität und Transparenz der Managerarbeit

- U verpflichten sich selbst und müssen nicht zwangsläufig Teil des CG sein

Nenne die Regelungstatbestände des Corporate Governance!

- geeignete Führungsstrukturen und -personen (Kompetenzen, Unabhänigkeit, etc.)

- Ausgleich typischer Interessenkonflikte ( Shareholder vs. Stakeholder)

- Regelungen zur leistungsevaluation der Führungskräfte (Audits)

- Unternehmenskommunikation intern und extern (Transparenz)

- gesetliche Gehaltsvorschriften

- verschiedene CG-Modelle stehen im Systemwettbewerb ((un)attraktiver für Investoren)

Was ist die Prinzipal-Agenten-Theorie?

- beschreibt Beziehung zwischen Auftragnehmer (Agent) und Auftraggeber(Prinzipal) -> AN hat Infovorsprung

Asymetrische Informationen:

- Hidden Characteristics/Information/Action (Leistungsfähigkeit/Qualität/Beobachtung)

-> unvollständige Verträge + Infoasymetrie -> opportnistisches Verhalten

- AR soll veranlassen, dass im Sinne der U-eigner gehandelt wird

-Kreis-> Prinzipal -> Auftrag/Delegation -> Agent -> Gestaltung/Ausführung -> Ergebnis -> Konsequenzen -> Prinzipal

Erläutere das Board-Modell!

- Vereinigung von Führung und Kontrolle in einem Organ -> Board of Directors -> one tier-System

- Inside Directors (executive directors): für GF verantwortlich

- Outside Directors (non-executive directors): Beratungs + Kontrollfunktion, Externe/keine Angestellten, nicht Hauptberuf

- Vorsitzender (Chairman, meist CEO)

- vereinigt Funktion des Vorstandes und AR, Mitglieder von Anteilseigner bestimmt (Hauptversammlung)

-> Interessen der Shareholder, stark marktorientiert, Realisierung kurzfristiger Gewinne

- vertritt das Unternehmen nach außen

Nenne Vor- und Nachteile des Board-Systems bzw. des deutschen Systems!

Board: + Non-Executive Directors besser mit dem Geschäft vertraut, Initative an sich ziehen

             - fehlende Unabhänigkeit der Kontrolleure (Supervisor)

             -> Wirkungsbefund: starkte Tendenz zu Lasten anderer (meist nichtkommerzieller) Interessengruppen

dS: + Vorstand kann schnell vertrauliche Beschlüsse fasse, wenig Energieaufwand, Kontrolleure unabhänig

       - AR oft nicht ausreichend qualifiziert oder primär politisch motiviert, Abschottung vom Vorstand

       -> Wirkungsbefund: Ineffizienz

Étudier