Lernkarten

Blabla Blibli
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Lernende 7 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 27.12.2010 / 01.10.2017
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Musikalische Mündigkeit

Musikalisch mündig bzw. musikalisch allgemein gebildet nennen wir Menschen, die sich verständig in verschiedenen Musikkulturen / Musikpraxen bewegen können.

Musikalische Mündigkeit ist das Ziel aller musikpädagogischen Beziehungen bzw. die Auswirkung von erfüllenden Erfahrungen im Musikunterricht.

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Erfüllte Wahrnehmungsvollzüge als Ziel von gelungenem Musikunterricht

Musikunterricht wird dann als gelungen oder attraktiv beurteilt, wenn er „erfüllte Wahrnehmungsvollzüge“ ermöglicht.

Das Entscheidende für diese Erfahrung von Erfüllung bzw. Qualität im Musikunterricht ist die Relation zwischen Wahrnehmendem und Gegenstand: Erfüllung hängt von beidem ab, vom Gegenstand einerseits und von meiner Einstellung als Betrachtende/r dazu andererseits.

Damit Lernen stattfindet, braucht es die aktive Entscheidung des Lernenden, sich einem Gegenstand zuwenden zu wollen.

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Zusammenhang soziale Struktur und Kulturmuster

Unsere aktuellen (Musik-)Lehrpläne orientieren sich immer noch stark an einem industriellen Kulturmuster, obwohl sich unsere Gesellschaft entscheidend weiter entwickelt hat.

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Die 5 Umgangsweisen

- Grobinhalte

- Themen

1. (Re-)Produktion

- Praktisches Musizieren, Gelerntes wiedergeben, wiederholen, interpretieren

- Alles, was von bestehender Musik ausgeht und auf ein Produkt/Ergebnis hinführt

2. Rezeption

- (zu-) hören, akustisches Wissen

- Bewusst hören, gestalten einer akustischen Umgebung, Lärm/Stille

3. Transposition

- übertragen, umsetzen, umformen, anwenden

- Noten schreiben und lesen, Musik zeichnen, in Zeichen und Bewegung darstellen

4. Improvisation

- ausprobieren, erfinden, experimentieren

- Nachahmen von Klängen, Körper- und Rauminstrumente

5. Reflexion

- Nachdenken, Hinterfragen, Ergründen

- Sprache für Musik, nachdenken und sprechen lernen

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Pädagogische Begründung für die 5 Umgangsweisen

Es gab eine Befragung von 22 Nicht-Musiker/innen über das Musikalische in ihrem Leben. Alle schätzten die Musik in ihrem Leben als wichtig bis sehr wichtig ein. Gründe / Ergebnisse:

- Milieueinfluss

- Ausmass und Qualität der erlebten Musikwirkungen

- Motivation zu musikalischer Aktivität

- Gegenwärtige musikalische Aktivität

negativ:

- starke Ängste beim Vorsingen

- Blossstellen

- Langeweile

--> Die musikalischen Bildungsangebote und deren Gestaltung müssen überprüft und verändert werden!!

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Alternative Themenkreise zum heutigen Lehrplan

- Aesthetik ("Stimmigkeit" von Musik, Eigener und fremder Schönheitsbegriff, Form-Inhalt-Relation, Subjektivität)

- Ausdruck (Klang-, Rhythmus-, Körpersprache, Tanz, Improvisation, Singen / Musizieren)

- Emotion (Als Verbindung der Wahrnehmungs- und der Ausdrucksebene, "Innere" Resonanz / musikalische Fantasie)

- Kommunikation (Musik als Sprache, Interkulturalität, Innerkulturalität, Call-Reponse, Musik und Medien)

- Reflexion (Wirkungen von Musik, Eigenes und fremdes Tun reflektieren, KünstlerInnen und ihre Werke)

- Sachthemen (Musik schreiben und lesen, Wissen um musikalische Ercheinungen, Akustische Phänomene)

- Soziales Handeln, Interaktion (Gemeinsames Singen und Musizieren, Gruppenfähigkeiten, Ensemble, Ich- Du- Wir)

Wahrnehmung (Hören, gehört werden, Bedeutungsbildung / Sinnstiftung, Musik und Sinnesorgane, Selbst- und Fremdwahrnehmung)

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Musikalisches Lernen

Ich brauche eine innere Klangvorstellung, um überhaupt die richtigen Töne zu finden. Je ausgeprägter diese Vorstellung repräsentiert ist, desto weniger bin ich auf eine Figur angewiesen und desto leichter kann ich mich in der Form (z.B. der Tonleiter) bewegen. Der Weg führt also von der figuralen zur formalen Repräsentation und hat als Ziel die Audiation. Was das Visualisieren für den optischen Bereich darstellt, ist die Audiation im akustischen, nämlich die Fähigkeit, innere Bilder von Klängen, Tönen, musikalischen Strukturen zu haben, Musik erinnern und innerlich hören zu können.

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Wie hängen "hören" und "verstehen" zusammen?

Das Hören stellt einen physiologischen Vorgang dar, das Verstehen, das gleichzeitig geschieht eine psychologische Reaktion. Es erfasst die Absicht / Bedeutung, die mit dem Schallereignis verbunden ist. Das Hören führt somit zu einer Wahrnehmung (Perzeption), das Verstehen zu einem Erkennen (Kognition), was allgemein zu einem Höreindruck, einer Gefühlsreaktion führt. (Das Hören-Verstehen-Schema)