Lernkarten

Maximilian Starke
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Lernende 3 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 20.12.2013 / 25.01.2018
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Außenfinanzierung - Schematische Darstellung

siehe Bild

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Abgrenzung von Beteiligungs- und Kreditfinanzierung 1

1. Ansprüche/Pflichten bezüglich zukünftiger Zahlungen
a) Anspruch auf Kapitalerträge
- Beteiligungsfinanzierung: ergebnisabhängig ("Residualanspruch)
- Kreditfinanzierung: feste, ergebnisunabhängige Zinszahlungen (aber: Ausfallrisiko)

b) Anspruch auf Rückzahlung des Kapitals
- Beteiligungsfinanzierung: Residualanspruch bei Liquidität
- Kreditfinanzierung: Nominalanspruch

c) Pflicht zum Kapitalnachschuss
- Beteiligungsfinanzierung: teilweise
- Kreditfinanzierung: NIE

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Abgrenzung von Beteiligungs- und Kreditfinanzierung 2

2. Mitwirkungs-/Leitungsrechte 
Beteiligungsfinanzierung:
Ja, da zukünftige Kapitalerträge von Unternehmensentscheidungen abhängen

Kreditfinanzierung:
Nein, da zukünftige Kapitalerträge nicht von Unternehmensentscheidungen abhängen
Covenant (Notoption für Kreditgeber)
--> Bilanzrelationsklauseln

3. Recht auf Veräußerung des Finanztitels
Beteiligungsfinanzierung:
- Freie Veräußerbarkeit (Verkaufsrecht) (z.B. Inhaberaktie) 
- Eingeschränkte Veräußerbarkeit (z.B. OHG, vinkulierte Namensaktien)

Kreditfinanzierung:
- in der Regel frei Veräußerbarkeit (z.b: Anleihen (Aktien für FK))

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Intermediation zwischen Finanzmärkten und Banken

Rolle der Banken und Finanzmärkte

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Die Rolle der Banken im Finanzierungsprozess

a) Mengentransformation (Losgrößentranformation)
- Unternehmen brauchen große Kreditvolumina.
- Anleger haben nur kleine Kreditvolumina

b) Fristentransformation:
- Unternehmen wollen langfristige Kredite.
- Anleger wollen kurzfristige Anlagen.

c) Risikotransformation
- Unternehmen wollen Kredite, auch wenn sie mit Ausfallrisiken behaftet sind.
- Anleger wollen sichere Anlagen.

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2. Banken als direkte Eigenkapitalgeber
 

- Beteiligung der Banken aus Eigenhandel (--> Aktien als Anlagemöglichkeit
- Beteiligung der Banken aufgrund der Unternehmensstrategie (z.B. Verkauf weiterer Produkte wie Kredite)
- Beteilgung der Banken im Rahmen von Sanierung (Abwendung einer Insolvenz)

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3. Banken als (gebührenpflichtige) Vermittler am Kapitalmarkt

a) Banken überbrücken Informationsdefizite (Analysten, Ratings)

b) Banken übernehmen Risiken (Bürgschaften)

c) Banken ermöglichen / organisieren Kapitalbeschaffung (z.B. Gang an die Börse)

d) Banken begleiten Übernahmen und Zusammenschlüsse (M&A)

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Bank-  vs. Marktbasierte Finanzsysteme

Intermediation im internationalen Vergleich:
Anglo-amerikanischer Raum:
Unternehmensfinanzierung eher über Kapitalmarkt
Deutschland, Japan:
Bankkredite und -beteiligungen häufiger

In Deutschland traditionell großer Einfluss der Banken durch...
- Depotstimmrechte (auch über Fonds)
- Beteiligungen
- Aufsichtsratspositionen

Mögliche Probleme:
- Bankbasiertes System: Corporate Governance Problem bei Doppelrolle als Kreditgeber und Kapitaleigner!
- In beiden Systemen: Interessenkonflikte

Aber: inzwischen Annäherung des deutschen Systems!