Lernkarten

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Lernende 2 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 20.09.2019 / 13.10.2019
Lizenzierung Keine Angabe     (ZHAW)
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Was sind Lernstörungen?

Wie äussern sie sich?

 

= Minderleistungen beim absichtsvollen Lernen

- darin, dass das gewünschte Können, Wissen und Verhalten (z.B. Lesen, Rechnen, Schreiben, Mitarbeit)
– Nicht in ausreichender Qualität...
– Nicht mit ausreichender Sicherheit...
– Nicht in der vorgesehene Zeit

erworben wird

 

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Lernstörungen

- Was passiert dabei mit den erwarteten Leistungsergebnissen?

- Was bedeutet dies für die Schüler/innen?

- werden trotz angemessener Lernangebote nicht erreicht

- somit werden den betroffenen Schülerin/innen mehr oder minder umfangreiche Störungen des Lernens zugeschrieben

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Lernstörungen

- Wo finden sich weitgehend übereinstimmende Klassifikationen solcher Störungen? (2 Pkte.)

- Wann sind demzufolge (X?) Lernstörungen bzw. "umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten" zu diagnostizieren? (3 Pkte.)

- im ICD10 ("Internationale Klassifikation Psych.Störungen" der WHO)
- DSM-IV-TR ("Diagnostisches + Statistisches Manual Psych.Stör.")

- nach diesen beiden Diagnosesystemen (X) nur dann,
1) wenn gravierende Leistungsdefizite in einem spezifischen schulischen Inhaltsbereich festgestellt werden...
2)  zugleich aber gilt, dass sich die allg. Denkfähigkeit (Intelligenz) im "Normalbereich" befindet (IQ > 70)...
3) und das Niveau der schulischen (Minder-)Leistung deutlich übertrifft (sogn. Diskrepanzkriterium)

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Was bedeutet es praktisch, wenn bei einem Kind eine Lernstörung diagnostiziert wird? (2 Pkte.)

Was gilt für die Grundlagenforschung? (+ 2 Bsp.)

1) es muss eine gravierende schulische Minderleistung im Vergleich zu seiner Altersgruppe aufweisen (PR </= 10%)...
2) zugleich muss es aber eine Intelligenz verfügen, die deutlich über dem Niveau seiner eigenen Schulleistung liegt

noch strengere Kriterien:
- z.B. schulische Minderleistung muss 2 SD unterhalb des Mittelwerts der Altersgruppe liegen
- Ausschluss der Diagnose, dass Mängel in der Beschulung, Sinnestörungen oder neurologische Schädigungen für Minderleistung verantwortlich sind

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Welche Arten von Lernstörungen gibt es nach Klauer und Lauth (1997)? (4-Felder-Tafel)

(+ Bsp.)

                                      Bereichsspezifisch (partiell)             Allgemein (generell)

Vorübergehend      Lernrückstände in Einzelfächern      Schulschwierigkeiten, Neurotische Störung
(passager)                                                                                                                                          

Überdauernd          Lese-Rechtschreibschwäche             Lernschwäche, Lernbehinderung, Lern-
(persisiterend)        Rechenschwäche                                  beeinträchtigung, Geistige Behinderung

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Inhaltlich begrenzte Lernstörung - Definition?

(+ 5 Bsp.)

- deutliche Minderleistungen in einem Lernbereich,
- während in den sonstigen Unterrichtsfächern eine gute Lernfähigkeit vorliegt
- und die allg. Intelligenz ein mittleres Niveau aufweist

* Lesestörung (DSM-IV) bzw. Lese- & Rechtschreibstörung (ICD-10)
* Isolierte Rechtschreibstörung
* Störung des schriftlichen Ausdrucks
* Rechenstörung

 

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Allgemeine Lernstörungen - Definition? (3 Pkte.)

(+ 4 Bsp.)

- das Lernen ist "auf breiter Front" in den meisten schulischen + teilweise auch in ausserschulischen Bereichen beeinträchtigt
- bei einer leichten geistigen Behinderung sind die intellektuelen Fähigkeiten begrenzt (IQ zw. 50 und 70)
- Schulfähigkeit ist aber gegeben

* kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten
* nicht näher bezeichnete Lernstörung
* Lernbehinderung
* leichte geistige Behinderung

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Vorübergehende Lernstörungen - Worauf beziehen sie sich meist? (+ 4 Bsp.)

- auf Leistungseinbussen, die als Reaktion auf kritsche Ereignisse + situative Umbrüche auftreten (Schul- / Klassenwechsel, Reifungskrisen, Erlebnisstörungen, Neuorientierung)