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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 13.08.2019 / 27.08.2019
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Im Einführungskapitel haben Sie vier verschiedene Forschungsansätze, die für die kognitive Psychologie relevant sind, kennengelernt. Welches sind die Schwächen der experimentellen kognitiven Psychologie (im klassischen Sinne)?

Es wurde kein übergreifendes Modell der Kognition als Ganzes entwickelt.

Es werden teilweise artifizielle Aufgaben verwendet, wodurch es zu einer verringerten ökologischen Validität kommen kann.

Die entwickelten Theorien sind teilweise unpräzise.

Es konnten bisher keine zentralen Theorien und Paradigmen entwickelt werden.

Da die experimentelle kognitive Psychologie (im klassischen Sinne) erst in den 1970er Jahren entwickelt wurde, hat sie nur eine sehr kurze Tradition.

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Welche der folgenden Aussagen beschreiben Grundannahmen der kognitiven Neuropsychologie?

Neuronale Plastizität

Subtraktivität

Funktionale Modularität

Einheitlichkeit der funktionalen Architektur über Personen hinweg

Interindividuelle Unterschiede

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Welche der folgenden Aussagen beschreiben Nachteile der kognitiven Neurowissenschaft?

Die Methoden (TMS, fMRT, PET etc.) verursachen oft vergleichsweise hohe Kosten.

Studien werden oft mit zu geringen Stichproben durchgeführt.

Die Methoden erlauben keine Kausalschlüsse.

Es lassen sich keine theoretischen Kontroversen lösen, da diese nur durch rein behaviorale Methoden aufgeklärt werden können.

Die Methoden erlauben generell nur eine sehr schlechte zeitliche Auflösung, wodurch sich viele Fragestellungen der Bearbeitung entziehen.

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Welche der folgenden Aussagen beschreiben Nachteile der komputationalen Kognitionswissenschaft?

Emotionale und motivationale Faktoren werden oft nicht ausreichend beachtet.

Die Idee des verteilten Wissens konnte bisher nicht empirisch gestützt werden.

Die entwickelten Modelle sind meist zu rigide, da diese nicht genug freie Parameter beinhalten.

Einige der vorgeschlagenen Modelle sind neurologisch nicht plausibel.

Die Hervorhebung interaktiver Aktivation passt nicht zur aktuellen Befundlage.

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Welche der folgenden Aussagen zur Reizübertragung vom Auge zum Kortex beim Sehen sind richtig?

Die sogenannten retinalen Ganglien-Zellen leiten den Input von hunderten Zapfen oder einigen Stäbchen über den Thalamus weiter zum primären und sekundären Kortex.

Bei OFF-Zentrums-Ganglienzellen führt eine Belichtung des Zentrums des rezeptiven Feldes dieser Zelle zu einer Hemmung der Zelle, während eine Belichtung der Peripherie des rezeptiven Feldes zu einer Erregung führt.

Bei der lateralen Hemmung werden durch wechselseitige Inhibition von verschalteten Nervenzellen wahrgenommene Kontraste abgeschwächt.

Bei den retino-genikulären Bahnen lassen sich grob zwei Pfade unterscheiden: der magnozelluläre Pfad, der retinale Schirmzellen mit besonders großen dendritischen Feldern umfasst und der parvozelluläre Pfad, der sich durch Zwergzellen mit eher kleinen dendritischen Feldern auszeichnet.

In der Sehnervenkreuzung (chiasma opticum) kreuzen sich die Nervenfasern aus den beiden Augen, so dass die Information aus dem rechten Auge nur in das linke Corpus geniculatum laterale und die aus dem linken Auge nur in das rechte Corpus geniculatum laterale weitergeleitet wird.

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Im Zuge der visuellen Weiterverarbeitung der in den Kortex projizierten Reizinformationen, kommt es laut Zekis Theorie der funktionalen Spezialisierung zu einer Aufgabenteilung, wobei verschiedene Areale jeweils eine bestimmte Aufgabe übernehmen. Welche Aussagen sind in diesem Zusammenhang richtig?

Die Areale V3 & V3a sind exklusiv für die Formwahrnehmung zuständig.

Neurone im sekundären visuellen Kortex weisen tendenziell komplexere rezeptive Felder auf als Neurone im primären visuellen Kortex.

Die transkraniale magnetische Stimulation des Areals V4 führte in einer Studie von Banissy et al. von 2012 zu einem Verlust des ansonsten beschleunigenden

Das Areal V5 ist wichtig für die Bewegungswahrnehmung, daher kann eine Läsion in V5 zu einer Prosopagnosie führen.

Zur Klärung des Zusammenführungsproblems (binding problems), also der Frage wie zusammengehörige Informationen nach der Bearbeitung in den spezifischen Arealen wieder kombiniert werden, haben Singer und Gray die binding-by-synchrony-Hypothese aufgestellt, die besagt, dass die Integration anhand ähnlicher Muster neuronaler Aktivität über die Zeit geschieht.

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Milner und Goodale unterscheiden in ihrer Theorie der zwei visuellen Systeme zwei

Ströme der visuellen Verarbeitung. Welche Aussagen sind in diesem Zusammenhang richtig?

Der dorsale Strom erhält über den magnozellulären Pfad Input überwiegend aus der Peripherie.

Patienten, die unter optischer Ataxie leiden, haben aufgrund einer Schädigung im lateralen okzipitalen Kortex Probleme bei der Ausführung visuell gesteuerter Handlungen.

Eine Schwäche der Theorie von Milner und Goodale ist, dass der ventrale Strom genau genommen nur für rudimentäre Handlungen benötigt wird.

Wenn wir uns einer optischen Illusion, beispielsweise der Müller-Lyer-Täuschung, annähern oder Zeig-Gesten verwenden, wird das Ausmaß der Illusion geringer, da das Vision-for-action System verwendet wird.

Das Greifen nach Objekten erfordert beide visuellen Systeme insbesondere dann, wenn wenig Zeit für die Planung zur Verfügung steht.

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Welche der folgenden Aussagen zur Farbwahrnehmung sind richtig?

Die Wahrnehmung von Farbe kann anhand von unterschiedlichen Wahrnehmungsdimensionen beschrieben werden. Dabei bezeichnet beispielsweise die Sättigung die wahrgenommene Lichtintensität.

Nach der Dreifarbentheorie reagieren die Zapfenrezeptoren, die am sensitivsten für langwelliges Licht sind, ausschließlich auf Reize der Farbe Rot.

Das Phänomen der Farbkonstanz bezeichnet die Tendenz eine Oberfläche trotz Änderung der Beleuchtung in derselben Farbe wahrzunehmen.

Das Phänomen der Farbkonstanz beruht auf der gleichbleibenden Erregung der drei Zapfenrezeptoren bei Änderung der Beleuchtung

Automatische Kompensationsmechanismen, wie beispielsweise die chromatische Adaption, erlauben es Farbkonstanz wahrzunehmen, führen aber andererseits auch zu Fehlwahrnehmungen durch Farbillusionen.