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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 07.07.2019 / 18.08.2019
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Gesundheitsförderung 

Die Gesundheitspsychologie geht dabei von dem umfassenden Gesundheitsverständnis der Weltgesundheitsorganisation (WHO; Grad, 2002) aus, demzufolge Gesundheit mehr ist als nur die Abwesenheit von Krankheit und Gebrechen, sondern ein Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens.

Im englischen wird im Gegensatz zum deutschen Sprachraum eine deutliche Differenzierung zwischen Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention.

Gemeinsames Ziel von Maßnahmen beziehungsweise Interventionen zur Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention ist die Verbesserung und Erhaltung von Gesundheit auf individueller und kollektiver Ebene durch die Reduktion von Krankheitsrisiken sowie die Förderung gesundheitlicher Ressourcen.

Salutogenese (Antonovsky): Identifizierung von Risikofaktoren, gesundheitsschädlichen Verhaltensweisen.

Pathogenese ist ein Ansatz der Gesundheitsförderung.

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Gesundheitsförderung und Prävention

Die Gesundheitsförderung beschäftigt sich mit der Frage, was den Menschen krank macht.

Die Prävention orientiert sich an biomeidzinischen Kranheitsmodellen, die sich damit beschäftigen, was den Menschen krank macht.

Dem präventiven Ansatz zufolge befinden sich Gesundheit und Krankheit auf einem Kontinuum.

Dem präventiven Ansatz zufolge ist Krankheit ein regelwidriger Zustand (Diagnostik mit ICD-10 der WHO).

Gesundheitsförderung = biopsychosozial

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Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention 

Gesundheitsförderung ist ausgerichtet auf das Ausschalten bzw. Zurückdrängen von Risikofaktoren.

Salutogenese und Pathogenese sind gleichbedeutend.

Die salutogenetische Sichtweise interpretiert Gesundheit und Krankheit als einander ausschließende Zustände.

Gesundheitsförderung zielt darauf ab, die ermittelte Position einer Person auf dem Gesundheits-Krankheits-Kontinuum nach links, also in Richtung des Endpunkts Gesundheit, zu verschieben.

Gesundheit ist nach dem ressourcenorientierten beziehungsweise salutogenetischen Ansatz nach Antonovsky dynamisch.

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Gesundheitsförderung 

Gesundheitspolitische Relevanz der Gesundheitsförderung, die auch angesichts steigender Prävalenzraten von chronischen Erkrankungen in Form von Maßnahmen zur gesundheitsbezogenen "Hilfe zur Selbsthilfe" zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Auf der ersten internationalen Konferenz zur Gesundheitsförderung wurde die "Oklahoma-Charta zur Gesundheitsförderung" (WHO, 1986) verabschiedet.

Die Ottawa-Charta enthält zwei wesentliche Kerngedanken: Gesundheitsförderung ist erstens eine Aufgabe aller Politikbereiche, und zweitens ist die Stärkung der Kompetenzen, die es Individuen und Gruppen ermöglichen, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen, die eigenen Stärken zu erkennen und Einfluss auf ihre Umwelt auszuüben, der zentrale Ansatzpunkt der Gesundheitsförderung.

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Ottawa-Charta Definition von Gesundheitsförderung 

Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen.

Um ein umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden zu erlangen, ist es nicht notwendig, dass sowohl einzelne als auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre Wünsche und Hoffnungen wahrnehmen und verwirklichen sowie ihre Umwelt meistern bzw. verändern können.

In diesem Sinne ist die Gesundheit als ein wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens zu verstehen also als vorrangiges Lebensziel.

Gesundheit steht für ein negatives Konzept, das in gleicher Weise die Bedeutung sozialer und individueller Ressourcen für die Gesundheit betont wie die körperlichen Fähigkeiten.

Die Verantwortung für Gesundheitsförderung liegt nicht nur bei dem Gesundheitssektor, sondern bei allen Politikbereichen und zielt über die Entwicklung gesünderer Lebensweisen hinaus auf die Förderung von umfassendem Wohlbefinden hin.

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Gesundheitsförderung & Krankheitsprävention

Eine wichtige Voraussetzung für gezielte Interventionen ist die Kenntnis salutogenetischer Dynamiken, das heißt der Entstehung und Aufrechterhaltung von individuellen und kollektiven Gesundheitsstadien.

Die von der WHO (1986) in der Ottawa-Charta verankerten Handlungsprinzipien einer "New Individual Health" beinhalten somit weitaus mehr als die Minimierung von Krankheitsrisiken, sondern vielmehr die Kompetenzen "Interessen vertreten" (engl.: advocate), "befähigen und ermöglichen" (engl.: enable) und "vermitteln und vernetzen" (engl.: mediate).

In der Ottawa-Carta wurden sieben vorrangige Handlungsebenen genannt.

Die Ottawa-Charta verfolgt den Mehrebenen-Ansatz.

Oberste Ebene ist die der Politik.

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Ottawa-Charta

Die Reihenfolge der Ebenen (von oben nach unten): Politik, Gemeinwesen, Institutionen, Gruppen, Individuen

Die Reihenfolge der Ebenen (von oben nach unten): Politik, Gemeinwesen, Gruppen,Institutionen, Individuen.

Gesundheitsbezogene Gemeinschaftaktionen unterstützen: Institutionen.

Gesundheitsdienste neu orientieren: Gemeinwesen.

Gesundheitsförderliche Lebenswelten: Gemeinwesen.

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Gesundheitsförderung, was stimmt?

Auf der obersten Ebene der Ottawa-Charta ist die Entwicklung einer gesundheitsfördernden Gesamtpolitik angesiedelt, die sich nicht auf die Sicherung der medizinischen und sozialen Versorgung beschränkt.

Die Möglichkeit zur Entwicklung persönlichergesundheitsbezogener Kompetenzen ist umso weniger gegeben, je umfassender auf den übergeordneten Ebenen gesundheitsfördernde Bedingungen realisiert sind.

Setting-Ansatz, Kernstrategie der Gesundheitsförderung

Gesundheitsförderung nach dem Setting-Ansatz der Ottawa-Charta der WHO (1986) umfasst neben Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit durch Vermittlung und Stärkung von Gesundheitskompetenzen ebenso eine Veränderung der Lebensverhältnisse von Menschen und den Abbau sozialer Ungleichheiten.

Grundidee des Setting-Ansatzes: Gesundheit als abstraktes Ziel.