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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 17.01.2019 / 18.01.2019
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Aufgabe der Soziologie: Wie funktioniert Soziales Handeln

Menschliches Handeln basiert auf der Interpretation von Ereignissen in Form von Sinn. Vielzahl an Deutungsmöglichkeiten, die seinen Handlungen einen kontingenten Charakter verleihen

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Was macht eine soziale Situation aus

  • Unbestimmtheit und Offenheit der Situation
  • Ego und Alter: Für mich, aber auch für den/die andere (“doppelte Kontingenz“)
  • Interpretationsnotwendigkeit (Wir müssen aus der Vielzahl der Möglichkeiten wählen
  • Es besteht eine (Ent)Täuschungsmöglichkeit
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Warum und inwiefern gelingt es

  • Gewohnheiten, Konventionen, Regeln. à soziales Handeln gelingt deshalb, weil wir uns an dies halten und uns daran orientieren
  • Gemeinsamer Erfahrungshintergrund (kulturell vermittelt) à dort wo dies fehlt, zum Beispiel beim Arbeiten mit Migranten, wird das Soziale Handeln oft schwieriger
  • Gegenseitige Erwartungen (zum Beispiel Erwiderung vom morgendlichen Grüssen) Dadurch gelingen oft soziale Situationen.
  • Soziale Normen
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Allgemeine Handlungstheorie

soziales Handeln zu verstehen und kausal zu erklären

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Der eigentliche Objektbereich der Soziologie bei Max Weber:

Wie lässt sich soziales Handeln bestimmen, wann liegt es vor? 4

  • das eigene Handeln wird am Handeln anderer (Menschen) orientiert
  • Auch Unterlassen (absichtsvolle Passivität) oder Duldung sind als soziales Handeln zu bestimmen
  • Soziales Handeln mit anderen führt zu Handlungsverkettungen (wechselseitige Bezogenheit) und damit zur Interaktion
  • auch Konflikte sind soziales Handeln
  • Verstehende Soziologie – Ausgangspunkt vom Handeln des Einzelnen
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Verhalten, Handeln und Sinnverstehen

  • Verhalten umfasst unbewusste und reflexhafte Tätigkeiten oder Äusserungen (inneres und äussers Tun)
  • Handeln können demnach in diesem Sinne nur Menschen à Handeln ist als ein Verhalten zu verstehen, dem ein subjektiver Sinn beigemessen wird, d.h. es ist zielgerichtet, antizipierend und in die Umwelt eingreifend.
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Zwei Dimensionen des Sinnverstehens:

  1. Ein aktuelles (alltäglich und praktisches) Verstehen des gemeinten Sinns: à Es wird verstanden, dass jemand handelt und was die handelnde Person gerade tut.
  2. Erklärendes und motivationsmässiges Verstehen à Der Sinnzusammenhang oder auch der Handlungskontext wird als Motiv (Grund) der Handlung verstanden.

Soziologisches Verstehen (verallgemeinernd und typisierend – Konstruktion von Idealtypen) à Aussage über Gesellschaft oder Gruppenn.

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Subjektiver Sinn und Handlungsverlauf à

„Um der Intention des Handelnden gerecht zu werden, glaubt Weber nach dem subjektiv je gemeinten Sinn einer Handlung fragen zu müssen. Gefordert ist die analytische Trennung von subjektiv gemeintem Sinn und tatsächlichem Verlauf der Handlung.“ (Schöllgen, Weber)