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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 07.01.2019 / 12.01.2019
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91 Exakte Antworten 1 Text Antworten 0 Multiple Choice Antworten
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Was unterscheidet Motive von Trieben?

Ø  Motive sind zeitlich stabile Wahrnehmung- und Bewertungsdispositionen, sie sind die Inhaltsklasse von Handlungszielen. Sie werden angeregt durch passende situative Hinweise.Triebe generieren hingegen eine aktivierende Anspannung, dessen Reduktion als befriedigend und lustvoll erlebt wird.Der Hauptunterschied besteht in der Stabilität der Motive und der zeitlich begrenzten Anspannung der Triebe.
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Welcher Zusammenhang besteht zwischen Bedürfnissen und Anreizen?

Ø  Je nach Bedürfnis bekommen dieselben Anreize unterschiedliche Bewertungen und entsprechende affektive Reaktionen. Ein Bedürfnis entsteht aus Mangelzuständen und Wachstumsorientierung, es geht um physiologische, psychologische und soziale Bedürfnisse. Ein Anreiz ist der Wert eines Objekts oder einer Situation für eine Person. Es geht bei der Person um eine affektive Reaktion auf bedürfnisrelevante Reize, intrinsische Tätigkeits- und extrinsische Ergebnisanreize.
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 Was ist ein Ziel?

Ø  Ein Ziel ist das Anstreben einer positiv bewerteten Umweltveränderung (Endzustand) durch einen Verhaltensakt (Mittel). Man kann Ziele hierarchisch in Ober- und Unterziele organisieren.
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Mit welchen konzeptuellen Problemen hat die Motivationspsychologie zu kämpfen?

Ø  Die konzeptuellen Probleme mit der die Motivationspsychologie zu kämpfen hat sindo    Terminologische Verwirrungen (Abgrenzung von Motiv, Trieb, Bedürfnis....)o    Probleme der Motivklassifikation (Anzahl von Motiven?)o    Der richtige Abstraktionsgrad (Welche Hierarchiestufe wird betrachtet?)o    Gefahr der Zirkularität: Motive werden aus Verhalten erschlossen und Motive erklären Verhalten.
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 Erläutern Sie zwei allgemeine Prinzipien der Verhaltensregulation.

Ø  Die zwei allgemeinen Verhaltensprinzipien sind der Hedonismus und die Homöostase. Hedonismus bedeutet Streben nach Lust und Vermeiden von Unlust, es hat eine günstige Affektbilanz durch Selbstregulation.Homöostase ist die Aufrechterhaltung eines Gleichgewichtzustanden, die Verringerung der Diskrepanz zwischen einem IST-Wert und einem Soll-Wert
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 Erläutern Sie den Unterschied zwischen motivationspsychologischen Druck- und Zugvariablen.

Ø  Druckvariablen sind vor allem Instinkte, Triebe und Emtionen. Sie drängen uns ein Verhalten aufzusuchen. Die Wirkung ist stärker internal. Druck st angetrieben von innen, passiv, unterwofen. Man gelangt von einem negativen zu einem neutralen Zusatnd und fühlt ErleichterungZugvariablen sind vor allem Anreize und Ziele. Sie zu erreichen stellt einen erstrebenswerten Zustand dar, sodass wir versuchen, zu ihnen zu gelangen. Die Wirkung ist stärker external. Der Zug kommt von außen, ist aktiv, selbst entscheidend und führt von einem neutralem zu einem positivem Zustand der Freude.
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 Was sind implizite und explizite Messverfahren der Motivationspsychologie und was messen sie? Warum ist diese Unterscheidung für eine Verhaltensvorhersage wichtig?

Ø  Explizite Messverfahren sind bewusste, verbalisierte Vorlieben und Handlungspräferenzen. Die Messung erfolgt über Selbstberichte, Interviews und Fragebögen.Implizite Motivmessung dient der Messung von unbewussten affektiven Vorlieben und Reaktionsfromen, die der reflektierenden Selbstbeobachtung nicht unmittelbar zugänglich sind. Sie zeigen sich in Situationen, die Freiraum für spontane, selbstiniziierte Handlungen und Interpretationen lassen. Die Messung erfolgt über projektive Verfahren mit mehrdeutigen, interpretationsoffenen Reizvorlagen oder offenen Antwortformat (e.g. TAT).Die Unterscheidung ist wichtig, da es eine geringere Manipulierbarkeit von impliziten Tests durch Einfluss sozialer Erwünschtheit bestimmter Themen gibt. Motivation hat sowohl explizite als auch implizite Moitivanteile, die nur durch entsprechende Verfahren gemessen werde können
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Beschreiben Sie den Thematischen Auffassungstest und nennen Sie methodische Mängel des TAT. Mit welchem Verfahren können diese Mängel beseitigt werden?
 

Ø  Bei dem TAT werden Probanden 10 Bilder gezeigt, zu denen sie Geschichten erzählen sollen. Durch eine qualitative Antwortanalyse schließt man auf die Motive des Probanden.Mängel sind die geringe Auswertungsobjektivität, geringe Reliabilität, die Verfälschung durch soziale Erwünschtheit. Dies kann man beseitigen durch die Standardisierung von Geschichten, durch das schaffen einer Auswertungsskala oder die Umwandlung in Multi-Motiv-Gitter (ein semiprojektives Verfahren, Bilder aus Lebenssituatiinen mit verschiedenen Motiven und Fülleritems à hohe Retestreliabilität, keine Verfälschung durch soziale Erwünschtheit)