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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 27.12.2018 / 22.01.2019
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Indirekte Führung

auch strukturelle Führung oder Rahmenführung

  • Unternehmensführung (Strategie, Struktur und Prozesse, Kultur, Werte)

  • Personalmanagement (Gewinnung, Beurteilung, Entwicklung, Honorierung des Personals)

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direkte Führung

acuh persönliche  oder individuele Führung

  • Personalführung (Beziehungen zwischen Führenden und Geführten)
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wissenschaftliche Betriebsführung nach Taylor

  • Die extreme Spezialisierung/Arbeitsteilung, die durch die Zerstückelung der Prozesse in einfache Teilschritte erreicht wird.
  • Steigerung der Produktivität und des Gewinns anhand einer Optimierung von Arbeitsabläufen – es wird der «one beste way» der Erledigung der Arbeitsaufgabe definiert

 

Merkmale:

  • One best way      Definierter „one best way“ zur Erledigung der Arbeitsaufgabe
  • Arbeitsteilung     Zerstückelung eines Arbeitsprozesses in viele kleine Einzelschritte
  • Trennung von Kopf und Hand        Management denkt, Mitarbeiter handeln
  • Hierarchisch steile Struktur            Es wird kein Widerspruch geduldet
  • Das Personal ist leicht ersetzbar, da die Arbeiten leicht erlernbar sind und kein Fachpersonal dafür benötigt wird.
  • Das mechanische Menschenbild: Der Mensch wird nur als Teil der Maschine angesehen.
  • Die Denkhaltung, dass der Mensch faul ist und nur Arbeitet weil er das Geld braucht. Unbeaufsichtig würde jeder Mitarbeiter möglichst langsam arbeiten.
  • Das Management trifft alle Entscheidungen à «indirekte Führung»
  • Trennung von «Kopf» und «Hand», Widerspruch wird nicht geduldet
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Homo Oeconomicus

  • Der Durchschnittsmensch ist verantwortungsscheu, weil Arbeit Mühe und Plage ist und Anstrengung verursacht
  • Mensch ist primär durch monetäre Anreize motivierbar
  • Bedürfnisse sind stabil und linear in die Zukunft gerichtet, unabhängig von anderen Personen
  • Mensch strebt ständig nach der Maximierung seines persönlichen Nutzens
  • handelt völlig zweckrational
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Klassische Organisationsstruktur - fünf Dimensionen nach Kirchler

Die Organisationsstruktur bestimmt die Organisation der Tätigkeite, die Personalpolitik und die Art der Verteilung der Ressourcen

1. Hierarchie und Autorität
Je hierarchischer eine Organisation ist, desto mehr Ebenen gibt es; Entscheidungen werden auf der oberen hierarchischen Ebenen getroffen und weitergegeben.

2. Spezialisierung und Arbeitsteilung
Je spezialisierter die Arbeitsteilung, desto weniger Aufgaben werden pro Arbeitsplatz verrichtet; größere Unternehmen haben mehr Möglichkeiten zur Spezialisierung.

3. Kontrollspanne
Je enger die Kontrollspanne ist, desto weniger MitarbeiterInnen sind einer Führungskraft zugeordnet; desto weniger Entscheidungsspielraum wird dem einzelnen Mitglied eingeräumt.

4. Entscheidungs- und beratende Positionen
Beratende Positionen werden meist von jungen Mitgliedern übernommen; sie sammeln Informationen, bündeln sie, treffen aber selbst keine Entscheidungen.

5. Ausmaß an Zentralisierung
Je weniger zentralisiert eine Organisation ist, desto mehr werden Entscheidungen an hierarchisch niedrigere Ebenen weitergegeben; Anzahl der rein beratenden Personen ist gering.

 

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Sie verstehen, mit welcher Art von Führungsstil klassische Organisationsstrukturen assoziiert sind.

Stark hierarchische Struktur, Autorität mit Überwachung, Befehlen und Androhen von Bestrafung durchgesetzt. Patriarchalisch à patriarchalischer bis autoritärer Führungsstil

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Wieso gab es hohe Fluktuation in Ford-Werkstätten in den 1920ern?

Kennzeichen des Taylorismus sind einseitige Belastungen durch immer wiederkehrende gleiche Bewegungsformen (Monotonie), Fremdbestimmtheit, minimaler Arbeitsinhalt und dadurch die Unterforderung der physischen und psychischen Möglichkeiten des Menschen. >> Film

Es entstand eine hohe Personalfluktuation, weil die Mitarbeitenden wie oben erwähnt sehr einseitig eingesetzt wurden, kaum Abwechslung in seinem Tun hatte und entsprechend keine Verantwortung übernehmen musste.

 

  • Gewerkschaften waren verboten
  • «indirekte» und autoritäre Führung, kein Mitspracherecht
  • Mensch wird nur als Teil der Maschine angesehen à Menschlichkeit geht verloren
  • Verschnaufpausen gab es nicht, das Fliessband lief gnadenlos weiter («working like a clockwork»
  • Die ursprünglichen Mitarbeiter waren gelernte Berufsfachkräfte mit viel Erfahrung. Diese fühlten mit der neuen Arbeitsweise unterfordert, nicht mehr wertgeschätzt und wurden wohl auch schlechter bezahlt.
  • Der interne Sicherheitsdienst (Schlägertruppe) inkl. Spitzel trugen sicherlich auch nicht zu einem angenehmen Betriebsklima bei.
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7 primäre Charakteristika, mit denen Organisationskultur beschrieben werden kann

  1. Autoritär: Vorgesetzter trifft Entscheidungen und kündigt sie an
  2. Patriarchalisch: Vorgesetzter «verkauft» Entscheidungen
  3. Beratend: Vorgesetzter schlägt Ideen vor und erwartet Fragen
  4. Konsultativ: Vorgesetzter schlägt Versuchsentscheidung vor, die geändert werden kann
  5. Partizipativ: Vorgesetzter zeigt das Problem, enthält Lösungsvorschlag und entscheidet
  6. Delegativ: Vorgesetzter gibt Grenzen an und fordert Gruppe auf, die Entscheidung zu fällen
  7. Kooperativ: Vorgesetzter gestattet der Gruppe, innerhalb systembedingter Grenzen frei zu handeln