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Angststörungen

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Panikattacke 

Defnintion

  • Eine Panikattacke ist eine plötzliche Anflutung intensiver Angst oder intensiven Unbehagens, die innerhalb von Minuten einen Höhepunkt erreicht, wobei in dieser Zeit vier (oder mehr) der folgenden Symptome auftreten: (Anflutung kann aus einem Ruhezustand oder einem ängstlichen Zustand heraus eintreten)
    • Palipationen, Herzklopfen oder beschleunigter Herzschlag
    • Schwitzen
    • Zittern oder Beben
    • Gefühl der Kurzatmigkeit  oder Atemnot
    • Erstickungsgefühle
    • Schmerzen oder Beklemmungsgefühle in der Brust
    • Übelkeit oder Magen-Darm-Beschwerden
    • Schwindelgefühle, der Ohnmacht nahe sein
    • Kälteschauer oder Hitzegefühle
    • Parästhesien (Taubheit oder Kribbelgefühle)
    • Derealisation (Gefühl der Unwirklichkeit)
    • Oder Depersonalisation (s. von eigener Person losgelöst fühlen)
    • Angst, Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden
    • Angst zu sterben (im Total 13 körperliche oder kognitive Symptome)
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Panikattacke

Risikofaktoren 

  • Temperament — negative Affektivität, Angstsensivität
  • frühere Angstanfälle
  • Rauchen
  • negative Ereignisse
  • Drogenkonsum
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Panikattacke

Verlauf

  • Teufelskreis der Angst
  • beginnt abrupt
  • startet mit Körperlichen Symptomen
  • danach Angst vor erneuter Attacke
  • allein Vorstellung kann neue Attacke auslösen
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Panikstörung 

Diagnostische Merkmale 

A. Symptomatik einer Panikattacke

B. Mind. ein Monat nach Attacke

  • Anhaltende Besorgnis über weitere Attacken oder deren Konsequenzen
  • Deutlich fehlangepasste Verhaltensänderung um weitere Anfälle zu vermeiden 

C.  nicht Folge physiologischer Wirkung einer Substanz oder medizinischen Faktors

D.  Störungsbild kann nicht durch andere psychische Störung erklärt werden

 

 

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Panikstörung 

erwartet vs unerwartet 

erwartete Panikattacke — offensichtliche Hinweisreize / Situationen

unerwartete Panikattacke — ohne Hinweisreize, aus heiterem Himmel, nächtliche Attacken

—> Notwendig für Diagnose!

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Panikstörung 

Komorbidität 

  • tritt selten ohne andere Störungen auf
  • erhöhte Prävalenz bei anderen Angststörungen, Major Depression und bipolarer Störung (auch Substanzkonsum)
    • Bei Patienten mit Major Depression und PS tritt die PS meist zuerst auf 
    •  
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Panikstörung 

Risikofaktoren 

Temperament

  • negative Affektivität
  • Angstsensivität — Panikattacken und Sorgen über Panik
  • Behavioral Inhibition

Umwelt

  • sexueller und körperlicher Missbrauch in Kindheit
  • Rauchen
  • Belastungsfaktoren in den Monaten vor ersten Panikattacke

Genetische und Physiologische Faktoren

  • Eltern mit Angst-, depressiven oder bipolaren Störung
  • Respiratorische Beeinträchtigung in Kindheit — Asthma

Kognitive Faktoren

  • Interpretations bias, attention bias, memory bias
  • elterliche Modelle
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Panikstörung 

Prävalenz 

  • 12-Monatsprävalenz Erwachsene und Jugendliche 2-3%
  • vor 14 Jahren <0.4%
  • Prävalenz über 64 Jahre 0.7%
  • Frauen sind häufiger betroffen
  • Kulturelle Besonderheiten
    • Lateinamerikaner, Afroamerikaner, Asiatische Amerikaner — niedrigere Prävalenz
    • indianische Herkunft — signifikant höher