Wirtschaftsrecht
Klausurvorbereitung
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Was ist das Weisungrecht des Arbeitgebers?
- §106 GewO regelt Weisungsrecht
- ist das Recht Aufgaben zu erteilen
- dient der Konkretisierung der Arbeitsleitung
- führt AN berechtigte Anweisungen nicht aus verletzt er Arbeitsvertrag
- führt AN unberechtigte Anweisung nicht aus dürfen ihn keine Nachteile entstehen
Nenne den Umfang des Weisungsrecht des Arbeitsgebers?
- Einsatzgebiet
- Arbeitsplatz
- Hilfmittel
- Zusammenarbeit mit anderen AN
- Befugnisse
- anzustrebende Ergebnisse
Nenne die Grenzen des Weisungsrechts
- Auferlegung von Nebenarbeiten z.B. Putzen nur wenn es in der Postion üblich ist
- Arbeitgeber muss Gesetze einhalten ( Urlaub, AGG, Arbeitszeiten)
- Arbeitgeber hat Schutzvorschriften
- Gebote der Fairness und der guten Sitten
A kauft sich ein Wagen und vereinbart fixen Liefertermin. Liefertermin gerät in Verzug und A holt sich Mietwagen. Kann er die Kosten des Mietwagens verlangen?
Nach §286 BGB gerät der Schuldner auch ohne Mahnung sofort in Verzug, da ein Liefertermin ausgemacht war.
Dadruch kann er nach §280 BGB Schadensersatz wegen verzögerter Leistung fordern. Alternativ wäre sogar Rücktritt nach §323 BGB möglich
Was sind die Vorausetzungen für eine BGB Gesellschaft?
- auch GbR oder BGB Gesellschaft genannt
- geregelt in den §§705-740 BGB
- min 2 Gründer
- kein fester Kapital
- keine Mindesteinlage
- kein Eintrag ins Handelsregister
- kein Gesellschaftsvertrag
- gemeinsame Zweckverfolgung (wenn Handelsgewerbe dann OHG oder KG)
A ruft Taxi. Später will er nicht zahlen da keine Vergütung ausgemacht wurde. zu Recht?
- mit Einsteigen ins Taxi wurde ein Antrag gestellt ( §145 BGB )
- losfahren des Taxifahrers war die Angebotsannahme (konkludentes Handeln nach §151 BGB)
- somit Leistungsvertrag nach entstanden (§631 BGB)
- gegenseitiger Austausch von Leistung und Entgelt
- Vergütung wurde stillschweigend vereinbart (§632 BGB)
- Die Vergütung ist sofort fällig (§641 BGB)
Fahrgast muss zahlen
A will Bekanten in Frankfurt besuchen und nimmt Urlaub. Chef bittet ihn ein Paket in der Nähe abzuliefern. A verlangt danach 30€ Fahrtkosten für den Umweg und 52€ Vergütung . Zu Recht?
Es war außerhalb der Arbeitszeit deswegen war es eine Gefälligkeit. Somit tritt §662 BGB in Kraft, da er sich vorher verpflichtet Auftrag unentgeltlich zu leisten.
A kann aber den Ersatz von Aufwendungen nach §670 BGB verlangen
--> A kann Fahrtkosten aber nicht Vergütung in Rechnung stellen
Arbeitnehmer geht zur Beerdigung seines Opas - kann er Lohnfortzahlung verlangen?
- fällt unter Sonderurlaub
- regelt eigentlich 616 BGB -> es besteht Anspruch auf Lohnfortzahlung
- wird aber dort nicht genau definiert -> ist also eher dispositiv
- solche Sachen werden in den meisten Arbeits- und Tarfiverträgen geregelt
Arbeitnehmer kommt zu spät wegen Stau - hat er Anspruch auf Lohnfortzahlung?
- AN und AG haben Dienstleistungsvertrag nach §611 BGB
- AN brint Leistung und hat Anspruch auf Vergütung
- Anspruch auf Vergütung entfällt wenn wenn AN nach § 275 BGB von Leistungspflicht befreit wird (§326 BGB)
--> AN hat keinen Anspruch auf Lohn in der Zeit die er nicht da ist, da auch §616 BGB (Vorübergehene Verhinderung) nicht zu trifft
AN will nach Kündigung qualifiziertes Zeugnis. AG will aber nur einfaches Zeugnis austellen. Kann AG qualifiziertes Zeugnis verlangen?
Ja nach §630 BGB kann AG ein qualifiziertes Zeugnis verlangen
Was bedeutet verlängerter Eigentumsvorbehalt?
§929 regelt Einigung und Übergabe
§449 regelt Eigentumsvorbehalt: Eigentumrechte verbleiben beim Verkauf einer Ware beim Verkäufer, bis die Schuld vollständig beglichen wurde
§185 regelt verlängerten Eigentumsvorbehalt: zwischen Vorbehaltskäufer und Zwischenhändler wird vereinbart, das der Ziwschenhändler die Ware weiterverkaufen darf obwohl er kein Eigentümer ist
Nenne die wirtschaftliche Bedeutung des Eigentumsvorbehalt für den Lieferanten!
Lieferant lässt sich, die aus dem Weiterverkauf entstehenden Forderung schon im Voraus abtreten. Lieferant wird Gläubiger der Kaufpreisforderung
Betrunkener verschenkt 20€ - Kann er das Geld später zurück fordern?
§515 BGB regelt Schenkung -> Einigung einem Dritten eine Sache unentgeltlich zu überlassen
nach §104 (2) BGB Geschäftsunfähigkeit: ist der jenige der sich in einer dauerhaften Störung der Geistestätigkeit befindet - geschäftsunfähig -> trifft nicht auf Betrunken sein zu, da nicht dauerhaft
ABER: §105 (2) BGB erklärt die Nichtigkeit der Willenserklärung, dann gegeben wenn eine vorübergehende Störung der Geistestätigkeit vorhanden ist --> trifft zu
Geld kann zurück gefordert werden!
A will ein Bild kaufen, kann es aber nicht mitnehmen und bezahlt es erst bei Abholung. Ist er schon Eigentümer des Bildes geworden?
Mit §145 (Antrag) und §151 (Annahme) ist der Vertrag entstanden.
Aus diesen ergeben sich nach §433 vertragstypische Pflichten. Käufer muss Ware bezahlen und Verkäufer muss Ware übegeben. Die Übergabe geschieht gemäß §929 wenn sich beide darüber einig sind wann die Ware übergeben werden soll. Erst dann wird A Eigentümer des Bildes
Nenne Inhalt und Rechtswirkung eines kaufmännischen Bestätigungsschreibens!
- gesetzlich nicht normierter Handelsbrauch
- Inhalt gilt als angenommen wenn man nicht unverzüglich widerspricht
- dient dazu mündlich vorgenommene Willenserklärungen schriftlich zu fixieren
- kein neuer Antrag sondern Wiederholung
Wann treten die Wirkungen eines kaufmännischen Bestätigungsschreibens ein?
- Empfänger und Absender müssen Kaufmann sein oder im großen Umfang am Geschäftsleben teilhaben
- Es müssen tatsächliche Vertragsverhandlungen vorangegangen sein
- das Schreiben muss unmittelbar nach Vertragsverhandlung abgeschicht werden
- muss nach §130 BGB dem Empfänger zu gehen
- Absender muss der Meinung sein das Inhalt auch Vereinbarung entspricht und nur Abweichung enthält die Empfänger billigt
- Empfänger darf dem nicht unverzüglich widersprochen haben
K kauft einen Roller von V. Der Roller ist eine Spezialanfertigung. Nach einer Woche stellt K einen Schaden am Tank fest und verlangt einen neuen Roller. Zu Recht?
Nach §433 ist Kaufvertrag mit vertragstypischen Pflichten entstanden. V muss daher Sache frei von Mängel liefern. K hat nun das vorangige Recht auf Nacherfüllung:
- Lieferung einer mangelfreien Sache --> fällt aus weil Sonderanfertigung und damit unverhältnismäßige Kosten
- kann V nach §275; 439 (3) BGB verweigern
- Beseitigung des Mangels
- muss V machen -> wenn er das nicht macht kann K vom Kaufvertrag zurücktreten
AN arbeitet befristet bis zum 31.12. bei AG. Am 2.01. befristet AG den AN wieder um ein halbes Jahr. Ist ein befristeter Vertrag zu Stande gekommen?
§3 TzBfG definiert Begriff des befristeten Arbeitsvertrages -> demnach ist ein befristeter Vertrag zu Stande gekommen
Prüfung ob Befristung zulässig:
- §14 TzBfG bis zu einer Dauer von 2 Jahren ohne sachlichen Grund zulässig (kann maximal 3 mal verlängert werden) + AN darf nicht schon vorher dort gearbeitet haben
- §15 TzBfG wird ein befristeter Vertrag ohne Widerspruch des AG fortgesetzt, wird er zu einem unbefristeten Vertrag
Liegt beides nicht vor --> daher ist der Vertrag zustande gekommen
Jemand hebt bei einer Versteigerung zum Gruße die Hand - er gewint dadurch das Gebot. Kam eine Willenserklärung zu Stande?
§119 definiert den Erklärungsirrtum --> er kann Willenserklärung anfechten
nach §142 BGB führt die Anfechtung der Willenserklärung nach §143 BGB rückwirkend zur Nichtigkeit dieser
AN geht zur Beerdigung des Großvaters hat er Anspruch auf Lohnfortzahlung?
nach §616 BGB besteht Anspruch auf Lohnfortzahlung. Voraussetzung: geringe Zeit, ohne Verschulden des MA, Grund durch eine andere Person -> durch Arbeitsvertrag und Tarifvertrag wird es aber genauer geregelt.
Nenne die Paragraphen die Regelungen für eine Kündigung treffen!
§620 BGB Beendigung des Dienstverhältnisses -> ordentliche Kündigung
§622 BGB Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen
§102 BetrVG Mitbestimmung bei Kündigung -> Zustimmung des Betriebsrats
§632 BGB Kündigung bedarf der Schriftform -> mündlich oder elektronisch nicht zulässig
§130 I (1) Wirksamkeit einer Willenserklärung gegenüber Abwesenden -> ist erst ab Zugang wirksam
§1 II (1) KSchG Sozial ungerechtfertige Kündigung
Aus welchen Gründen ist eine Kündigung erlaubt?
- Betriebsbedingt: z.B. Schließung und Auslagerungen von Abteilungen
- Personenbedingt: wenn PErson nicht mehr geeignet für seinen Arbeitsplatz ist
- Verhaltensbeding: Fehlverhalten im Leistungsbereich muss nachgewiesen werden
Nenne Merkmale eines Arbeitnehmers!
- §5 ArbGG Begriff des Arbeitnehmers
- Anspruch auf bezahlten Urlaub
- Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
- AG zahlt Beiträge zur Renten und Krankenversicherung
- AN ist Weisungsgebunden
- es gilt Arbeitsrecht und Arbeitsschutz
- muss Abwesenheit rechtfertigen
- unterliegt dem Disziplinkotex
Merkmale eines freien Mitarbeiters!
- §84 HGB definiert Begriff des Handelsvertreters
- Vergütung ist ergebnisorientiert
- trägt selbt Risiko
- Vergütung erst nach Fertigstellung des Werkes
- teilt sich Arbeit selbt ein
- braucht Abwesenheit nicht rechtfertigen
- kein Disziplinarkodex
Wann verjähren bei einem Kaufvertrag die Mangelansprüche?
§438 I 3 BGB --> 1 Jahre Gewährleistungspflicht wegen Sach- und Rechtsmängel
Was sind die abgestuften Rechte, wenn die Kaufsache mit einem Mangel behaftet ist?
§§ 437 I; §439 BGB
- Vorangrig: Nacherfüllung vom Verkäufer:
- Beseitigung des Mangels
- Lieferung einer Mangelfreien Sache
- Nachrangig nach Ablauf einer Frist:
- vom Kaufvertrag zurücktreten (§323, 326 BGB)
- Kaufpreisminderung (§437, 44, 280)
- Schadensersatz (§281, 283, 311a )
Ab wann ist ein Mensch rechtsfähig?
lt §1 BGB sind Menschen ab Geburt rechtsfähig
Wann sind Menschen beschränkt geschäftsfähig?
§106
- wenn sie das 7. Lebensjahr noch nicht vollendet haben
Welche Maßgaben zählen in der beschränkten Geschäftsfähigkeit?
§107 - 113 BGB
Wann benötigt man die Einwilligung des gesetzlichen Vertreters nicht?
§107 BGB
- wenn man nur eine einen rechtlichen Vorteil erlangt
Wann kann man einen Arbeitnehmer frislos kündigen?
es muss ein wichtiger Grund nach §626 I BGB vorliegen
- Einzelfall entscheidet ob Grund wichtig genug war
- vorherige Abmahnung muss vorliegen (es sei denn es ist ein schwerwiegender Grund)
- Kündigung muss innerhalb einer Frist von 2 Wochen geschehen
- alle milden Mittel ausgeschöpft
Kann eine Willenserklärung unter Täuschung und Drohung abgegeben werden?
Nein , §123 BGB besagt das man Verträge unter Drohung rückgängig machen kann, wenn diese Drohung widerrechtlich war.
Die Anfechtungsfrist ist nach §124 BGB ein Jahr
Nenne Merkmale einer GmbH und 3 Vor- und Nachteile
Organe:
- Geschäftsführer
- Gesellschafterversammlung
- Aufsichtsrat bei >500 Arbeitnehmer oder wenn es in Satzung steht
- Vorteile:
- weniger Pflichtorgane als bei einer AG
- Gesellschaftsvertrag kann flexibel gestaltet werden
- Übertragung von Geschäftsanteilen nur mit notarieller Beurkundung
- Nachteil:
- Kapitalbeschaffungsmöglichkeit begrenzt
- Gündung erfordert viel Stammkapital 25.000
- Nachschusspflicht der Gesellschafter kann vereinbart werden
Nenne Merkmale einer AG und 3 Vor- und Nachteile
Organe:
- Vorstand
- Aufsichtsrat
- Hauptversammlung
Vorteile:
- leichtere Kapitalbeschaffung als bei GmbH
- Bestand ist auch bei Wechsel der Aktionäre nicht in Gefahr
- Sicherheit des Unternehmens wird durch große Anzahl an Teilhabern verbessert
Nachteile:
- Fremdeinfluss schwerer zu kontrollieren als bei GmbH
- Stückelung des Grundkapitals in Aktien ist zwingend
- Strenge Vorschriften für Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat
Nenne zulässige Fragen beim Vorstellungsgespräch!
- berufliche und fachliche Fähigkeiten
- bisheriges Gehalt
- gravierende Krankheiten
- Wettbewerbsverbote
- bezugnehmende Vorstrafen
- was unmittelbar für die Druchführung der Tätigkeit von Bedeutung ist
Nenne unzulässige Fragen beim Vorstellungsgespräch!
- Schwangerschaft/Familienplanung (Ausnahme: wenn es dem Personenschutz dient z.B. Laborarbeiten)
- Gewerkschaft/Partei/Religionszugehörigkeit
- Vermögensverhältnisse
- Freizeitaktivitäten
- Gesundheitszustand
Welche Möglichkeiten gibt es einen Arbeitsvertrag zu beenden?
- Kündigung ordentich und außerordentlich -> bedarf beides Schriftform
- Aufhebungsvertrag -> in beidseitigem Einverständnis (§1a KSchG)
- Befristung/Zeitablauf --> keine Kündigung nötig endet mit Ablauf der Zeit
- Wegfall Grundlage: Tod, Konkurs etc.
Zulieferer von Unternehmen A streiken, darf ein Arbeitnehmer von Unternehmen A trotzdem Lohnfortzahlung verlangen?
Nach §614 BGB ist eine Vergütung erst nach Fälligkeit zu verrichten
Aber §615 BGB regelt das das Betriebsrisiko beim Arbeitgeber liegt, dies gilt auch wenn durch eine Fernwirkung nicht gearbeitet werden kann. der Arbeitgeber muss die ausgefallene Arbeit auch nicht nachleisten.
Person A holt sich Angebot für die Errichtung eines Rohbau ein, welche Gesetze sind wichtig?
§145 BGB Bindung an den Antrag --> Angebot anfordern = Antrag
§311 BGB Rechtsgeschäftliche Schuldverhältnisse
§241 II BGB Pflichten aus dem Schuldverhältnis
§631 BGB Vertragstypische Pflichten beim Werkvertrag
Grenze die Begriffe Auftrag, Dienstvertrag und Werkvertrag ab!
Auftrag: §662 BGB regelt Vertragstypische Pflichten beim Auftrag
- unentgeltliches Tätigwerden = Geschäftsbesorgung
Dienstvertrag: Regelungen in §611 BGB
- Entgeltliches Tätigwerden
- Verpflichter trägt Leistungsrisiko
- Entgelt bei erbachter Lesitung unabhängig vom Erfolg
Werkvertrag: §631 BGB
- Entgeltliches Tätigwerden + Erfolg
- Verpflichter trägt Erfolgsrisiko
- Entgelt nur bei Erfolgseintritt
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Flashcards
AN geht zur Beerdigung des Großvaters hat er Anspruch auf Lohnfortzahlung?
nach §616 BGB besteht Anspruch auf Lohnfortzahlung. Voraussetzung: geringe Zeit, ohne Verschulden des MA, Grund durch eine andere Person -> durch Arbeitsvertrag und Tarifvertrag wird es aber genauer geregelt.