Kosten- und Leistungsrechnung
Bilanzbuchhalter-Niveau
Bilanzbuchhalter-Niveau
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Lernkarten
Welche kostenunabhängigen Vorteile bietet die Eigenfertigung? Nennen Sie drei Beispiele.
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Unmittelbarer Einfluss auf die Produktqualität
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Beschäftigungssicherung
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Unabhängigkeit vom Lieferanten
Welche kostenunabhängigen Vorteile bietet der Fremdbezug? Nennen Sie drei Beispiele.
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Qualität (bei Spezialfirma)
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keine Mittelbindung
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Flexibilität bei Kapazitätsengpässen
Unter welcher Voraussetzung ist beim Kostenvergleich Eigenfertigung – Fremdbezug bei freien Kapazitäten die Eigenfertigung vorzuziehen?
Sofern die variablen Herstellkosten/Stück geringer sind als der Bezugspreis/Stück, ist die Eigenfertigung zu bevorzugen.
Inwiefern spielen Opportunitätskosten bei der Entscheidung Eigenfertigung – Fremdbezug eine Rolle?
Bei den Kosten der Eigenfertigung müssen neben den variablen Herstellkosten/Stück auch die Opportunitätskosten („Kosten des entgangenen Nutzens“) berücksichtigt werden, sofern aufgrund einer Engpasssituation die Eigenfertigung nur möglich ist, wenn ein bisher selbst gefertigtes Erzeugnis nicht oder nur noch eingeschränkt produziert wird.
Grenzen Sie die langfristige von der kurzfristigen Preisuntergrenze ab.
PUGlangfristig – Verkaufspreis deckt fixe und variable Kosten (= Stückkosten)
PUGkurzfristig– Verkaufspreis deckt nur variable Kosten
Was haben die Gewinnschwellenmenge und die langfristige Preisuntergrenze gemeinsam? Wodurch unterscheiden sie sich?
Gemeinsamkeit: Die Kosten sind vollständig durch die Erlöse gedeckt, das Betriebsergebnis beträgt Null.
Unterschied: Bei der Gewinnschwellenmenge ist der Verkaufspreis gegeben, die Menge wird gesucht. Dagegen ist bei der langfristigen Preisuntergrenze die Menge gegeben und der Verkaufspreis wird gesucht.
Wozu dient die Kostenkontrolle?
Die Kostenkontrolle soll durch Überwachung der Kostenentwicklung die Aufdeckung von Unwirtschaftlichkeiten im Betrieb ermöglichen und ist somit die Basis wirtschaftlichen Handelns.
Geben Sie an, ob bei einer Kostenüberdeckung der tatsächliche Gewinn größer oder kleiner ist als der kalkulierte Gewinn.
Istkosten < Normalkosten → Kostenüberdeckung → tatsächlicher Gewinn > kalkulierter Gewinn.
Nennen Sie die Methoden der Plankostenrechnung.
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starre Plankostenrechnung
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flexible Plankostenrechnung auf Vollkostenbasis
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flexible Plankostenrechnung auf Teilkostenbasis (Grenzplankostenrechnung)
Was versteht man unter einer Preisabweichung und wie wird diese ermittelt?
Preisabweichung = Differenz der tatsächlich bezahlten Preise zu den geplanten Preisen
Preisabweichung = Istkosten zu Istpreisen - Istkosten zu Planpreisen
Preisabweichung = Istmenge × Istpreis - Istmenge × Planpreis
Was ist für die starre Plankostenrechnung kennzeichnend?
Bei der starren Plankostenrechnung erfolgt keine Aufteilung der Kosten in fixe und variable Kostenbestandteile; sie ermöglicht daher lediglich die Ermittlung einer Gesamtabweichung.
Unter welchen Voraussetzungen ist die Anwendung der starren Plankostenrechnung sinnvoll?
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Die Istbeschäftigung weicht nicht oder nur gering von der Planbeschäftigung ab und/oder
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im Betrieb oder der Kostenstelle sind kaum fixe Kosten vorhanden
Welchen Vorteil bietet die flexible Plankostenrechnung?
Die flexible Plankostenrechnung ermöglicht aufgrund der Kostenauflösung in fixe und variable Bestandteile eine Anpassung der Plankosten an verschiedene Beschäftigungsgrade, neben der Gesamtabweichung kann demnach auch die Berechnung von Beschäftigungs- und Verbrauchsabweichungen erfolgen.
Definieren Sie den Begriff Sollkosten.
Sollkosten = Plankosten auf Basis der Istbeschäftigung.
Beurteilen Sie, ob folgende Aussage richtig ist: „Die Sollkosten können gleich den Plankosten sein.“
Die Aussage ist richtig für den Fall, dass die Istbeschäftigung mit der Planbeschäftigung übereinstimmt.
Was gibt eine Verbrauchsabweichung an?
Die Verbrauchsabweichung gibt den Mehr- oder Minderverbrauch von Kostengütern an.
Wie hoch ist der Anteil der Nutzkosten an den fixen
Kosten, wenn die Istbeschäftigung um 22 % unter der Planbeschäftigung liegt?
Leerkosten = 22 % → Nutzkosten = 78 % (100 % - 22 %)
Was gibt der Variator an?
Der Variator gibt den Anteil der variablen Plankosten an den gesamten Plankosten bei Planbeschäftigung an.
Welche Besonderheit besteht bei der Grenzplankostenrechnung?
Mithilfe der Grenzplankostenrechnung ist lediglich die Ermittlung einer Verbrauchsabweichung möglich, eine Beschäftigungsabweichung kann nicht auftreten.
Wann ist eine Preis- bzw. Verbrauchsabweichung als „positiv“ zu werten?
PA < 0 → Istpreise < Planpreise
VA < 0 → Minderverbrauch von Kostengütern
Geben Sie an, wer für eine negative Verbrauchs- bzw. Beschäftigungsabweichung verantwortlich ist.
Verbrauchsabweichung – Kostenstellenleiter, Meister
Beschäftigungsabweichung – Geschäftsleitung, Vertrieb
Unterscheiden Sie die Begriffe Kostencontrolling und Kostenmanagement.
Kostencontrolling bedeutet, Planungsvorgaben zu machen, diese Pläne zu verfolgen und die Ergebnisse – evtl. mit Verbesserungsvorschlägen – festzuhalten.
Kostenmanagement hat die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens zum Ziel, welche durch eine genaue Kostenanalyse mit bewusster Beeinflussung der Kosten erreicht werden soll.
Wodurch unterscheidet sich die Zielkostenrechnung von der klassischen Kostenrechnung?
Zielkostenrechnung: retrograde Kalkulation: Ermittlung von Zielkosten ausgehend von der Marktsituation und den Kundenbedürfnissen („Welchen Preis akzeptieren die Kunden?“)
Klassische Kostenrechnung: Ermittlung des Verkaufspreises durch Addition der Selbstkosten und des gewünschten Gewinnaufschlags.
Wodurch unterscheidet sich die Zielkostenrechnung von der klassischen Kostenrechnung?
Zielkostenrechnung: retrograde Kalkulation: Ermittlung von Zielkosten ausgehend von der Marktsituation und den Kundenbedürfnissen („Welchen Preis akzeptieren die Kunden?“)
Klassische Kostenrechnung: Ermittlung des Verkaufspreises durch Addition der Selbstkosten und des gewünschten Gewinnaufschlags.
Beschreiben Sie kurz die Phasen der Zielkostenrechnung.
Phase 1 – Zielkostenplanung:
Bestimmung des Zielverkaufspreises unter Berücksichtigung der Ergebnisse einer zuvor durchgeführten Marktanalyse Zielverkaufspreis abzüglich Gewinnmarge = Zielkosten
Phase 2 – Zielkostenspaltung:
Verteilung der Zielkosten auf Produktkomponenten/Produktfunktionen
Phase 3 – Zielkostenerreichung:
Überprüfung der Zielkostenerreichung durch Ermittlung eines Zielkostenindex
Nennen Sie drei Vorteile der Zielkostenrechnung.
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Optimale Anpassung der Produkte an die Kundenwünsche
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Frühe Kostenbeeinflussung im Produktlebenszyklus
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Hohe Qualität bei sinkenden Durchschnittskosten
Was ist das Ziel der Prozesskostenrechnung?
Ziel der Prozesskostenrechnung ist es, den stetig größer werdenden Anteil der Gemeinkosten an den Gesamtkosten verursachungsgerecht auf die Kostenträger zu verteilen.
Beschreiben Sie in knapper Form den Aufbau der Prozesskostenrechnung.
Schritt 1: Tätigkeitsanalyse
Schritt 2: Zusammenfassung zu Teilprozessen
Schritt 3: Verdichtung zu Hauptprozessen
Schritt 4: Ermittlung der Kostentreiber
Schritt 5: Ermittlung der Prozesskostensätze
Unterscheiden Sie lmi-Prozesse von lmn-Prozessen und nennen Sie jeweils ein Beispiel.
lmi-Prozesse: Teilprozesskosten abhängig von der Outputmenge (z. B. „Lieferantenauswahl").
lmn-Prozesse: Teilprozesskosten unabhängig von der Outputmenge (z. B. „Abteilung leiten").
Was versteht man unter Kostenstrukturkennzahlen?
Kostenstrukturkennzahlen geben den prozentualen Anteil einer Kostenart an den Gesamtkosten an. Der Bezug auf die Umsatzerlöse ist ebenfalls möglich.
Nennen Sie die Kostenbegriffe
- Nutzkosten
- Leerkosten
- Mischkosten
- Zielkosten
- Istkosten
- Normalkosten
- Plankosten
- Vollkosten
- Teilkosten
- Einzelkosten
- Gemeinkosten
- Primäre Kosten
- Sekundäre Kosten
Erklären Sie Leerkosten
Leerkosten grenzen sich von den Nutzkosten ab. Sie sind angefallen, obwohl sie nicht im Leistungsstellungsprozess entstandne sind.
(Möbelfahrer mußte Umweg zum Ziel nehmen, was den Auftraggeber zwar Geld kostet, Ihm aber keinen Nutzen bringt.)
Erklären Sie Nutzkosten.
Nutzkostn sind die Kosten, die für die Produktion tatsächlich angefallen sind und benötigt werden.
Erklären Sie Mischkosten
Mischkosten sind ein Kostenblock, der noch nicht in variable und fixe Kosten aufgespalten wurde.
Erklären Sie Zielkosten
Zielkosten besagen, wie hoch die Kosten für ein Produkt maximal sein dürfen, damit es sich am Markt noch verkauft.
Erklären Sie Istkosten
Istkosten sind der effektive Verbaruch an Kostengütern, bewertet zu den tatsächlich gezahlten Preisen.
Erklären Sie Normalkosten
Normalkosten sind die Durchschnittswerte, die sich aus den Kosten der vergangengen Perioden berechnen.
Erklären Sie Plankosten
Plankosten sind die Kosten, die für eine Abrechnungsperiode im Voraus geplant werden. (nur kalkolatorisch)
Erklären Sie Vollkosten
Volllkosten sind die gesamten Kosten, ohne eine Aufteilung in fixe und variable Kostenestandteile
Erklären Sie Teilkosten
Teilkosten sind identischmit den variablen Kosten (Einzelkosten, Stückkosten)