Passiver Bewegungsapparat

MGL 161 Lernziele

MGL 161 Lernziele

Diese Lernkarten behandeln die Anatomie des passiven Bewegungsapparates und richten sich an Fortgeschrittene. Sie konzentrieren sich auf die Struktur und Funktion von Wirbeln, Rippen, Becken, Gelenken und Knochen der Extremitäten. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachleute, die ihr Wissen über die knöchernen Strukturen des Körpers vertiefen möchten, um Diagnosen und Behandlungen zu verbessern.
Karten
59
Lernende
14
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
18.12.2021 / 25.01.2026

Lernkarten

Den Aufbau eines Wirbels beschreiben

C3 bis L5 einheitlicher Aufbau mit folgenden Strukturen:

  • 1 Wirbelkörper (Corpus vertebrae)
  • 1 Wirbelbogen (Arcus vertebrae)
  • Einschnitte für das Zwischenwirbelloch
  • Wirbelkanal (Canalis vertebralis)
  • 1 Dornfortsatz (Proc. spinosus)
  • 2 Querfortsätze (Proc. trans.)
  • 4 Gelenkfortsätze (Proc. Artikulares)
  • die Brustwirbel weisen von Th1-10 noch zusätzliche Gelenkflächen für die Rippenansätze auf

 

Wirbelkörper und Wirbelbogen bilden das Wirbelloch

AlleWirbellöcher die oberhalb des Kreuzbeins liegen bilden zusammen den Wirbelkanal=darin ist Rückenmark mit 3 Hirnhäuten

Besonderheiten der Wirbelkörper im WS-Verlauf nennen

  • Atlas und Axis (1. und 2. Halswirbel), Atlas trägt den Kopf und hat keinen Wirbelkörper= Knochenring,                          Axis besitzt zahnartigen Fortsatz (Dens axis) der in den Atlas hineinragt

 

  • Vertebra Prominens (C7), Dornfortsatz springt am weitesten nach hinten (dorsal): beim tasten stellt dieser einen guten Anhaltspunkt des Übergangs der Cervikale(=Halsteil) zum Thorakalen dar

 

  • thorakale Wirbel mit Gelenkflächen für die Rippen (Th1-10)

 

  • Promontorium, der ventral vorstehende Oberrand des Sakrums, Übergang 5. Lendenwirbel zum Kreuzbein

 

  • Os sacrum

Erkläre wie an der WS C7, Th3, Th7 und L4 geortet werden können

  • C7- Prominens- Kopf nach vorne fallen lassen, Prominens tritt stark hervor, leicht kopf hin und her drehen lassen, leichte Drehbewegung, bei 1. Brustwirbel keine Bewegung

 

  • Th3- 3. Brustwirbel- Der Dornfortstatz liegt ungefähr auf Verbindungslinie der beiden Schulterblattgräten                     (Spina scapulae). Der Patient sollte Arme locker hängen lassen

 

  • Th7- 7. Brustwirbel- liegt auf derVerbindungslinie der unteren Schulterblattwinkel

 

  • L4- 4. Lendenwirbel- Verbindungslinie der höchsten Punkte der Darmbeinkämme

Den Aufbau und Funktion der Bandscheiben erläutern

Discus vertebralis Aufbau:

  • Anulus fibrosus (äusserer Ring aus Faserknorpel)
  • Nucleus pulposus (innerer Gallertkern)

Funktion:

  • Stossdämpfer
  • ermöglichen Bewegung

WBS besitzt 23 Bandscheiben mit unterschiedlicher höheHWS 3mm-LWS 9mm

Aufbau des Thorax erklären

  • Brustbein Sternum
    • Manubrium sterni (Schwertgriff)
    • Corpus sterni (Brustbeinkörper)
    • Processus xiphoideus (Schwertfortsatz)
  • Rippen Costae 
    • 1.-7. echte Rippen 
    • 8.-12. unechte Rippen
      • 8.-10. verbinden sich mit der 7.Rippe und setzen über knorpeligen, ventralen Ende dirket ans Brustbein an
      • bilden die zwei Arcus costales (Rippenbögen), werden deshalb auch als Costae arcuariae bezeichnet
      • 11. und 12.Rippe sind nicht mit dem Rippenbogen verbunden, sind also frei, zuweilen auch als fliegende Rippen (Costae fluctuantes) bezeichnet
  • 12 Brustwirbel (BWS) Vertebrae thoracicalis

Costovertebralgelenke Erklären

Wirbelkörper-Rippen-Gelenk

  • Brustwirbel Th1-10
  • Querfortsätze zusätzliche Gelenkflächen für Rippenansätze
  • echte Gelenke
  • ermöglichen Beweglichkeit des Brustraumes, zum einen wichtig für die Beweglichkeit des Zwerchfells und somit für die Atemmechanik

Knöcherne Zusammensetzung des Schultergürtels benennen

  • Verbindet Rumpf mit oberen Extremitäten
  • unvollständiger Knochenring, da nur sternum-clavicula und clavicula -acromion knöchernden kontakt aufweisen
  • Dorsal zwischen den Scapulae ist er offen und wird durch ein Muskelring zusammengehalten
  • gelenkige Verbindung mit Rumpf über Art sternoclavicularis(innere) und Art.acromionclavicularis(äussere)

wird gebildet aus:

  • Clavicula (Schlüsselbein)
  • Scapula (Schulterblatt)

Knochen der oberen Extremitäten

  • Oberarmknochen Humerus
  • Elle Ulna
  • Speiche Radius
  • 8 Handwurzelknochen corpus
  • 5 Mittelhand- metacorpus
  • und 14 Fingerknochen Ossa digitorum manus

Gelenke der oberen Extremitäten

  • Schultergelenk (Articulatio humeri)
  • Ellenbogen-Gelenk (Articultio cubiti, besteht aus drei Teilgelenken)
  • Handgelenk (Art manus) proximal/distal
  • Mittelhand Finger Gelenke 

Unterteilung kleines und grosses Becken (Pelvis)

  • Trennlinie= Linea terminalis, verläuft durch den Symphysenoberrand und das Promontorium (Übergang L5 und Kreuzbein)
  • das grosse Becken (Pelvis major) wird seitlich durch die Beckenschaufeln des Darmbeins begrenzt
  • das kleine Becken (Pelvis minor) wird seitlich durch Schambein und Sitzbein begrenzt

Die knöcherne Zusammensetzung des Beckengürtels nennen:

  • Os sacrum (Kreuzbein)
  • 2 Ossa coxae (Hüftbeine)
  • Os ilium (Darmbein)
  • Os ischii (Sitzbein)
  • Os pubis (Schambein)

die wichtigsten anatomischen Strukturen am Becken (Pelvis) kennen:

  • Spina iliaca anterior superior ist ein Knochenvorsprung am vorderen Ende der Crista iliaca
  • Darmbeinkamm
  • kleines und grosses Becken
  • Sitzbeinhöcker
  • Schambeinfuge

Knochen der unteren Extremitäten aufzählen

  • Femur (Oberschenkelknochen)
  • Patella (Kniescheibe)
  • Tibia (Schienbein)
  • Fibula (Wadenbein)
  • 7 Ossa tarsalia (Fusswurzelknochen)
  • 5 Ossa metarsalia (Mittefussknochen)
  • 14 Ossa digitorum pedis (Zehenknochen)

die wichtigsten Gelenke der unteren Extremitäten auzählen

  • Articulatio coxae (Hüftgelenk)
  • Articulatio genus (Kniegelenk)
  • Art. tibiofibularis (Schienbein-Wadenbein-Gelenk)
  • Art. talocruralis, Art. talotarsalis (oberes und unteres Sprunggelenk)

Wichtige Strukturen der Knochen der unteren Extremitäten

  • grosser und kleiner Rollhügel- 
  • Trochantor major und minor
  • innerer und äusserer Knöchel- 
  • Malleolus medialis tibiae und Malleolus laterlis fibulae

Aufbau des Art. genus 

Kniegelenk                                                     (kombiniertes Gelenk) primär=Scharnier,Sekündär=Drehgelenk)

  • Seitenbänder
  • Kreuzbänder
  • Menisken (zwischenknorpelscheiben
  • Patella
  • Patellarsehne

liegt am distalen Ende des Femurs und Proximalem Ende der Tibia der Patella

 

 

Funktion:

Ermöglicht roll und gleitbewegung der beteilligten Gelenkkörper.

Flexion beschränkt rotativ

bei Fortbewegung bessere Anpassung der Bodenunebenen

Den Aufbau und Funktion des Längs- und Quergewölbe des Fusses

  • Längsgewölbe 
    • medial stärker ausgeprägt als lateral
    • Stützpunkte Fersenhöcker und die Köpfchen des 1. und 5. Mittelfussknochens
    • Funktion: krafttragende Basis ergibt ein Dreieck
  • Quergewölbe
    • überspannt zwischen den lateralen und medialen Anteilen der Fusswurzel- und Mittelfussknochen quer das Längsgewölbe
    • zudem sind sämtliche Fusswurzel- und Mittelfussknochen untereinander durch straffe Bänder verbunden
    • Funktion: gibt Stabilität und Elastizität

Die physiologischen Krümmungen der Wirbelsäulenabschnitte nennen

  • HWS= Lordose
  • BWS= Kyphose
  • LWS= Lordose
  • Os sacrum (Keuzbein) =Kyphose
  • Os coccygeus (Steissbein) =Kyphose

Die Bezeichnung der einzelnen Wirbel mit einem Buchstaben und Zahl vornehmen

 

  • HWS= 7 freie Wirbel C1-7,    
  • BWS= 12 freie Wirbel Th1-12
  • LWS= 5 freie Wirbel L1-5,   
  • Os sacrum (Keuzbein)
  • Os coccygeus (Steissbein) 

Lernen