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A. H.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Kriminalprognose und deren Instrumente, mit Fokus auf Rückfallrisiken, Risikomanagement und Prognoseverfahren. Sie erklären die Unterschiede zwischen idiographischen und nomothetischen Ansätzen, sowie die Anwendung von Prinzipien wie Risk, Need und Responsivity. Die Karteikarten richten sich an Studierende und Fachleute, die sich mit der Einschätzung und Kontrolle von Straftätern beschäftigen, um präzisere Prognosen und Behandlungsmethoden zu entwickeln.
Karten
73
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geschichte
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
08.06.2021 / 11.02.2024

Lernkarten

Was ist die Sensitivität im Kontext der Kriminalprognose?

Anzahl der korrekt identifizierten Rückfälligen, anhand den tatsächlich Rückfälligen ((RP/(RP-FP))

Was ist die Spezifität im kontext der Kriminalprognose?

nteil der korrekt als nicht rückfällig eingeschätzten fälle, an den tatsächlich nicht rückfälligen
(RN/(RN+FP))

Was ist der positive Prädiktionswert im Kontext der Kriminalprognose?

 

Anteil der richtig tatsächlich rückfälligen, an allen positiv rückfällig eingeschätzten Fällen. Dieser Wert soll möglichst hoch sein. Antwort auf die Frage, wie wahrscheinlich es ist, rückfällig zu werden.

Was ist der Positive Likelihood Quotient im Kontext von Kriminalprognosen?

Bedingte Rückfallwahrscheinlichkeit in Bezug zur Basisrate oder
relatives Maß für Rückfallneigung in Relation zum allgemeinen Rückfallrisiko.

Welche Prinzipien gibt es beim Risk‐Needs‐Responsivity‐(RNR)‐Prinzip nach Andrews und Bonta?

  • Risk Principle
  • Need Principle
  • Responsivity Principle
  • Integrity 

Was ist das Risk Principle?

Intensität der Behandlung nach ind. Rückfallrisiko

Was ist das Need Principle? 

Schwerpunkt der Behandlung liegt auf der Veränderung kriminogener Risikofaktoren

Was ist das Responsivity Principle?

Auswahl verhaltensnaher, problemorientierter Behandlungsmethoden

Was ist das Integrity Principle?

Konzepttreue Umsetzung der Behandlung

Wasist eine integrative Kriminalprognose?

nutzt die idiographische und nomothetische Prognose und prüft, ob diese übereinstimmen

Welche Risikoprognoseinstrumente erlauben genauere Vorhersagen?

strukturiert-mechanische/aktuarische Risikoprognoseinstrumente erlauben genauere Vorhersagen von Gewaltdelikten
als intuitive klinische Einschätzungen

Wie ergibt sich die Einteilung in ein «erhöhtes», «geringeres» oder «durchschnittliches» Risiko, rückfällig zu werden?

Aktuarisch ermittelte Rückfallwahrscheinlichkeiten in Relation zur Basisrate (für diesen Deliktsbereich) setzen

Sind reine Prognosechecklisten eher idiographsich oder nomothetisch/aktuarisch?

gehören zur ideografischen Herangehensweise (trotz ihrer Ähnlichkeit zu aktuarischen
Prognoseinstrumenten) da diese nicht zu einem Prognoseinstrument weiterentwickelt wurden, beinhalten keine
Operationalisierung für die reliable Erfassung der Merkmale und liefern keinen „Prognosescore“ und/oder eine
Einschätzung der Rückfallrisiken.

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