GS1


Stefan Karlik
Diese Lernkarten vermitteln grundlegende Konzepte der Logistik für Studierende der Betriebswirtschaftslehre. Sie behandeln Modelle, Prozesse und Steuerungsmethoden wie Bestellverfahren, ABC/XYZ-Analysen oder Just-in-Time-Prinzipien, die für die effiziente Planung und Kontrolle von Lieferketten entscheidend sind. Besonders relevant sind sie für angehende Fachkräfte, die Materialflüsse, Lagerbestände und Beschaffungsstrategien in Unternehmen optimieren möchten.
Karten
59
Lernende
157
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
13.02.2013 / 02.10.2026

Lernkarten

Traditionelles Modell der Logistik => Definition

Beschaffungs-, Produktions-, Distributions-, Entsorgungslogistik

Wertkette nach Porter => Definition

  • Unternehmensinfrastruktur
  • Personal
  • Technologieentwicklung
  • Bescahffung
  • Beschaffungslogistik
  • Produktionslogisitk
  • Distributionslogistik
  • Marketing und Vertrieb
  • Kundendienst

=> Gewinn

PS. Mit diesem Modell von Porter wurde das Prozessdenken eingeläutet!!!

XX_SCOR-Modell => Definition

SCOR = Supply Chain Operation Reference- Modelle

von SCC (Supply Chain Council)

ist eine Non-Profit-Organisation

Ziel: Beschreibung aller unternehmensinternen und unternehmensübergreifenden Geschäftsprozesse.Die Idee, eine Standard-Methode zu entwickeln, die alle Gesichtspunkte einer Supply Chain (SC) analysieren und beschreiben kann.

4 Ebenen:

1. Ebene: Prozesstypen: 5 Managementprozesse => Planen, Beschaffen, Herstellen, Liefern, Retournieren

2. Ebene: ????

3. Ebene: ????

4. Ebene: Implementierungs-, Geschäftsprozessebene nicht durch ds SCOR-Modell definiert

 

St. Galler Management-Modell => Definition

Definition:

  • Die Vielfalt von Elementen und vn dynamischen Wechselwirkungen zwischen diesen Elementen begründet die Komplexität eines Systems
  • Ein wirtschaftliches System muss "rentieren"
  • Zweckorientiert und multifunktional bediennt das Unternehmen viele andere Systeme
  • Als sozi-technisches System erfüllt das Unternehmen in einem arbeitsteiligen Prozess bestimmte Aufgaben zugunsten ihre Anspruchsgruppen

Strategie => Grundlegende Stossrichtung

Strukturen => Organisation, Regeln, Abläufe, usw.

Kultur => das "menschliche", Unsichtbare

Managementprozesse => Gestaltung, Lenkung und Entwicklung einer Unternehmung

Geschäftsprozesse => Kernaktivitäten, die auf die Stiftung von Kundennutzen ausgerichtet sind.

Unerstützungsprozesse => Erstellung interner Dienstleistungen, damit Geschäftsprozesse effizient vollzogen werden können.

Erneuerung, Optimierung => stetiger Wandel

Mission => Warum wir existieren

Grundwerte => an das wir glauben

Vision => Wo wir hin wollen. Der Erfolg, den wir uns wünschen

Strategie => Die Hypothesen (unbewiesene Annahmen) für die gewünschte Pos. unserer Unternehmung. Die Strategie ist ein Schritt in einem logischen Kontinuum, das die Organisation von der übergeordneten Missionsebene in die operativen Ebenen der Mitarbeiteraktivitäten überführt

Strat. Ziele => stufengerechte formulierte Ziele, Messgrössen, Vorgaben und Massnahmen widerspiegeln die Strategie für die Perspektiven "Finanzen", "Kunden", Unternehmensinterne Belange (Prozesse), Lernen und Entwickeln

7-S-Modell (Peters/Waterman) => Definition

Definition => stellt eine Unternehmung durch sieben Kernvariablen dar, die für die Gestaltung des Unternehmens wesentlich sind. Ursprünglich als Tool für externe Unternehmensberater konzipiert, kann das Modell auch als Unternehmensführungskonzept zur Gestaltung einer Unternehmung und der Sicherung von Wettbewerbsvorteilen genutzt werden.

  • Strategie (strategy)=>Strategie muss einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil gewährleisten
  • Struktur (structure)=> Aufbauorganisation ist das hierarchische Gerüst einer Organisation
  • Systeme (systems)=> Systeme bilden den Rahmen für weitere Prozesse
  • Spezialfertigkeiten (skills)=>charakteristische Fähigkeiten, die das Unternehmen als Ganzes am besten beherrscht (Corporate Skills).
  • Stammpersonal (staff
  • Stil (style/culture)=>Unternehmenskultur sollte sowohl vom Management definierte als auch historisch entwickelte Elemente berücksichtigen
  • Selbstverständnis (shared values/superordinate goals)=>Unternehmensleitbild vermittelt Werte und Normen (Corporate Identity)

5-Kräfte-Modell von Porter => Definition

Das Modell basiert auf der Idee, dass die Attraktivität einer Branche durch die Ausprägung der fünf wesentlichen Wettbewerbskräfte bestimmt wird:

Definition: Ist eine Branchenstrukturanalyse, welches als Basis für die Unternehmenstrategie dient. Die Ergebnisse fliessen oft in eine SWOT-Analyse oder Umweltanalyse ein.
  1. Rivalität unter den bestehenden Wettbewerbern/brancheninterner Wettbewerb (zentrale Triebkraft) (engl. intensity of competitive rivalry bzw. industry rivalry)
  2. Bedrohung durch neue Anbieter (engl. potential entrants) (auch Zugangsbeschränkung, engl. barriers to entry oder threat of entry).
  3. Verhandlungsstärke der Lieferanten (engl. bargaining power of suppliers)
  4. Verhandlungsstärke der Abnehmer (engl. bargaining power of buyers bzw. bargaining power of customers)
  5. Bedrohung durch Ersatzprodukte (Substitution) (engl. threat of substitutes)

Logistik => Definition

  • Logistik ist die Organisation, Planung, Steuerung, Abwicklung und Kontrolle des gesamten Warenflusses mit den damit verbundenen Informations- und Werteflüssen.
  • Der logistische Auftrag besteht darin, die richtige Menge, der richtigen Objekte als Gegenstände der Logistik (Waren, Personen, Energie, Informationen), am richtigen Ort (Quelle, Senke) im System, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Qualität, zu den richtigen Kosten, zum richtigen Kunden zur Verfügung zu stellen..... 7-R-Regel
  • Die Logistik befasst sich mit der Organisation, Steuerung, Bereitstellung und Optimierung von Prozessen der Güter-, Informations-, Energie-, Geld- und Personenströme entlang der Wertschöpfungskette sowie der Lieferkette.

Funktionsbereich der Logistik => Aufzählen

  • Innerbetrieblicher Transport
  • Ausserbetrieblicher Transport
  • Umschlag (Beladen, Entladen sowie Umladen)
  • Lagerhaltung/Bestandsmanagement
  • Versand von Gütern
  • Warenprüfung und Handhabung
  • Lagerung und Kommissionierung
  • Verpackungen
  • Steuerung von Produktionsabläufen
  • Koordinaion von Prozessen
  • Organisation von Personal
  • Verteilung von Gütern

Organisation => Definition

Das Gestalten, Einführen und Weiterentwicklung der Prozesse, die sich mit der Planung, Steuerung, Abwicklung und Kontrolle des Warenflusses und mit dem damit verbundenen Informations- und Werteflüssen befassen.

Konzeption => Definition

Beschreibung von Abläufen jnd der zugehörigen Methoden und gegebenenfalls der unterstützenden Werkzeuge/Tools (zB. EDV, Transportsysteme, Produktionssysteme, Lagersysteme, etc.)

Gestaltung => Definition

Kreativer Prozess mit dem Ziel, etwas Neues zu schaffen oder etwas bestehendes zu verändern.

Planung => Definition

Systematisches, zukunftsbezongenes Durchdenken ( = gedankliche Vorwegnahme) von in der Zukunft liegenden Aktivitäten. Ziele: Effektivität (die richtige Dinge tun), Effizienz, Risiko-Management, Klarheit bez. Ziel, Weg, Ressourcen (Mittel).

Spezifisch für die Logistik: Systematischer Prozess mit dem der Materialnachschub unter Berücksichtigung aller benötigten Ressourcen (Anlagen, Betriebsmittel, etc.) mit dem zukünftigen Bedarf abgestimmt ist.

Stuerung => Definition

Der Waren-, Informations- und Wertefluss trotz ungeplanten Störeinflüssen durch Korrekturmassnahmen möglichst gemäss den geplanten Vorgaben aufrecht  erhalten.

Abwicklung => Definition

Das Durchführen eines (logistischen) Prozesses, Schritt für Schritt.

Kontrolle => Definition

Das Überwachen des gesamten Warenflusses mit Hilfe von spezifischen Messgrössen.

Globaisierung => Definition

  • Bildung eines Weltmarktes ohne Handelsschranken und grenzenlose Mobilität von Kapital
  • Intensivierung der Interaktionen, Querverbindungen und gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Staaten, Gesellschaften und Unternehmen

Antriebskräfte der Globalisierung => Aufzählen

  • technologische und organisatorischer Fortschritt auf dem Gebiet der Kommunikation und des weltweiten Transports von Waren und Dienstleistungen

TEU => Definition

Twenty Foot Equivalent Unit

= Standardcontainer

ist eine international standardisierte Einheit zur Zählung von ISO-Containern verschiedener Größen und zur Beschreibung der Ladekapazität von Schiffen und des Umschlags von Terminals beim Containertransport.

  • Ein TEU entspricht einem 20-Fuß-ISO-Container
  • Ein FEU (Forty-foot Equivalent Unit) ist gleich einem 40-Fuß-ISO-Container

Hauptaufgabe Logistik => Definition

Sicherung der Lieferfähigkeit

mt minimalen Vorräten

zu minimalen Kosten

6 R Logistik => Definition

  • die richtige Ware
  • in der richtigen Menge
  • am richtigen Ort
  • zum richtigen Zeitpunkt
  • in der richtigen Qualitt
  • zu den richtigen Kosten
  • zum richtigen Kunden
  • mit der richtigen Information
  • der richtigen Auszeichnung
  • in der richtigen Reihenfolge
  • in der richtigen Verpackung
  • ....

Einfluss der Logistik auf die Kapitalrendite => Erklärung

(Umsatz - fixe Kosten - varialble Kosten) : (Anlagevermögen + Umlaufvermögen) = Gewinn : Kapitaleinsatz = Kapitalrenditie

Weshalb Bestände => Aufzählen

  • hohe Transportzeiten
  • Schlechte Planung
  • Maschinenausfälle
  • Kommunikationsprobleme
  • Qualtitätsprobleme
  • schlechte Ausbalancierung
  • hohe Umrüstzeit
  • Unordnung
  • Kundenänderungen

Bestände => Aussagen

  • verdecken Probleme, verursachen Kosten
  • benötigen Lager- und Liegeflächen, behindern den Arbeitsablauf
  • verhindern eine wirkliche Kontrolle und Steuerung der Prozesse
  • verführen zu Routine und Bequemlichkeit
  • verhindern die Möglichkeit zu Verbesserungen

Stock flow Diagramm => Definition

Beispiel Bibliothek

Stellenwert der Logisitk wächst => Gründe

  • Globalisierung
  • Neue Informationstechnologien
  • Umweltschutz
  • Zeit- und qualitätsbasierte Wettbewerb

Aufgabe der Beschaffung => Definition

Die primäre Aufgabe der Beschaffung ist die Versorgung der Untersnehmung mit den notwendigen Ressourcen.

Die sekundäre Aufge:

  • Kostenkontrolle und Kostenreduktion
  • Beherrschung der Beschaffungsrisiken
  • Beiträge zur Produkt- und Przessinnovation

Direkte Güter => Definition

Produkte gehen ins Produkt ein

Indirekte Güter => Definition

Produkt geht nicht ins Produkt ein

Bedarfsermittlung => Definition

= Planung der künftig benötigten Materialmengen

Bedarfsermittlung eines Materials stehen drei Verfahren zur Auswahl => Aufzählen

  • Programmorientierte Materialsplanung => Determinnistische Bedarfsermittlung (Stückliste)
  • Verbrauchsorientierte Bedarfsermittlung => Stochastische Bedarfsermittlung (Vergangenheitszahlen)
  • Subjektive Bedarfsermittlung => Heuristische Bedarfsermittlung (Schätzung)

In der Mengenentscheidung wird zwischen Primär-, Sekundär- und Tertiärbearf unterschieden => Defintion

  • Primärbedarf = Bedarf verkaufsfähiger Baugruppen und Ersatzteilen in Form eines auch kapazittmässig grob agbestimmten Produktionsprogramm
  • Sekundärbedarf => Bedarf an Rohstoffen, Einzelteilen und Baugruppen, die zur Erstellung des Primärbedarfs benötigen werden.
  • Tertiärbedarf = Bedarf an Hilfsstoffen, Betriebsstoffen und Verschleisswerkzeugen die zur Herstellung des Sekundär- und Primärbedarfs notwendig sind

Zusatzbedarf => Definition

= Bedarf für Ausschuss, Verschleiss, Schwund oder Verschnitt. Dieser Bedarf wird mit einem prozentualen Aufschlag vom Sekundärbedarf oder als feste Menge, basierent auf Vergangenheitsdaten, ermittelt.

Bruttobedarf => Definition

= Gesamtbedarf, der aus Sekundär- bzw. Tertiärbedarf und dem Zusatzbedarf zusammengefasst wird.

Nettobedarf => Definition

= Bruttobedarf - Lagerbestand - Bestellbestand + Reservierungen + Sicherheitsbestand

ABC-Analyse => Definition

= betriebswirtschaftliche Analyseverfahren

- teilt ein Menge von Objekten in 3 Klassen auf (A, B, C) und ordnet diese absteigend nach der Bedeutung

- Einsatz vielfältig. Ziel ist die Komplexität grosser Zahlen handbar zu machen

- Zielsetzung der Analyse ist zum Bsp. die höchsten Kosten oder Leistungserbringer mit einem hohen Aufwand zu steuern (A-Teile, -Lieferanten) oder zu pflegen (A-Kunden). Anderseits für C-Kategorie stark reduzieren (Pauschalabwicklung) oder vollständig beseitigen (Bsp. Lagerbestückung durch Lieferant)

- Die ABC Analyse in der Beschaffung hat sich bewährt und beruht auf Erfahrungen, dass ein relativer kleiner Teil von Einkaufsgütern einer Gesamtmenge einen hohen Anteil am Gesamtwert der Güter hat. Deshalb ordnet man die verschiedenen Güter/Materialarten nach ihrem relativen Anteil am Gesamtwert in A-Güter, B-Güter und C-Güter.

- A-Artikel Anteil von ca. 70 bis 80% am Bestellwert

- B-Artikel Anteil von ca. 15 bis 20% am Bestellwert

- C-Artikel Anteil von ca. 5 bis 10 % am Bestellwert

ABC-Analyse => Ablauf

  1. Materialnr., Einstandspreis und Menge pro Jahr
  2. Ermittlung wertmässiger Jahresverbrauch/Material
  3. Absteigend sortieren nach dem wertmässigen Jahresverbrauch
  4. prozentualer Anteil am wertmässigen Gesamtjahresverbrauch sowie prozentualer Anteil der jeweiligen Menge an der Gesamtjahresmenge ermittelt
  5. Wert- und mengenmässige %-Anteil jeweils in einer neuen Spalte aufsummiert ("kummuliert")
  6. ABC Klassifikation vornehmen

Wie wird die XYZ-Analyse auch noch genannt => Antwort

RSU-Analyse = regelmässig, saisonal/trendförmig und unregelmässige Analyse

XYZ-Analyse => Definition

X-Güter = konstanter Bedarf mit hoher Vorhersagegenauigkeit

Y-Güter = schwankender Bedarf mit mittlerer Vorhersagegenauigkeit

Z-Güter = unregelmässiger Bedarf mit geringer Vorhersagegenauigkeit

- Ziel XYZ-Analyse ist herauszufinden, welche Vorhersagegenauigkeit ein Gut hat

 

Geignete Verfahren zur Materialplanung in ABC-/XYZ-Analyse => Aufzählen

AX, AY, AZ

BX, BY, BZ

CX, CY, CZ

Kubus-Analyse => Definition

ABC-/XYZ mit DLZ

Lernen