Lernkarten

Désirée Frey
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Lernende 13 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 27.02.2010 / 18.02.2020
Lizenzierung Kein Urheberrechtsschutz (CC0)
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Disinhibitorische Syndrome nach Hirnschädigung

• Affektive Störungen und manische Symptomatik

• Affektive Instabilität

• Pathologisches Lachen oder Weinen

• Angst und Panik

• Aggression

• Distanzlosigkeit

• Andere Arten sozial auffälligen Verhaltens

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Neuropsychologie in den Forensischen Wissenschaften

= interdisziplinäre Erfahrungswissenschaft: untersucht neuropsychologische Bedingungen, Prozesse und Funktionen, die dem abweichenden/delinquenten Verhalten vorausgehen, dieses begleiten oder als Folge zu erwarten sind.

Ziel: Neue Theorien und Erklärungsansätze erstellen, die eine über die bisherigen Ansätze hinausgehende Bedeutung besitzen (inkrementelle Validität = Zusatznutzen erzielen).

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Das Dysexekutive Syndrom

• Unfähigkeit in neuen, unerwarteten Situationen adäquat zu reagieren.

• Inflexibles, stereotypes und situationsinadäquates Verhalten

• Perseverationen

• Dissoziation von Wissen über erforderliches Verhalten und der Fähigkeit dieses tatsächlich umzusetzen (knowing-doing-dissociation)

• Unorganisiertes und wenig zielgerichtetes Verhalten

• Anosognosie (=wenig oder keine Einsicht in Störung) trotz offensichtlicher Schwierigkeiten im Alltag.

• Breites und heterogenes kognitives Störungsmuster

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Depression

Konkret umschreibbares Krankheitsbild, das an verschiedenen seelischen und körperlichen Krankheitszeichen zu erkennen ist:

• Sie beeinträchtigt das soz. Leben und die soz. Beziehungen

• Sie ruft ein Leidens- oder Krankheitsgefühl hervor

• Dieses Gefühl dauert mindestens zwei Wochen lang unverändert und unbeeinflussbar an.

• Traurige Verstimmung, Rat- und Hoffnungslosigkeit

• Gefühlserstarrung, Gefühle innerer Leere

• Interessen-, Lust- und Entschlusslosigkeit

• Angst, innere Unruhe

• Denkhemmung (Denken blockiert, zähflüssig, gebremst), pessimistisches Denken, Grübelneigung

• Schlafstörungen

• Versagensgefühle, Selbstvorwürfe, Schuld- oder Minderwertigkeitsgefühle

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Depression

• Selbstisolierung, Kontaktarmut, sexuelles Desinteresse

• Vernachlässigung sonst selbstverständlicher Normen hinsichtlich Kleidung und Hygiene

• Allgemeine körperliche Abgeschlagenheit, Mattigkeit

• Appetitstörungen, Gewichtsverlust

• Kopfschmerzen oder unterschiedliche Schmerzzustände in nahezu allen Körperregionen

• Missempfindungen und Funktionsstörungen im Bereich von Herz, Kreislauf, Atmung, Magen oder Darm

• Druckgefühl im Hals- oder Brustbereich

• Libidoverlust, Impotenz, Frigidität, Ausbleiben Monatsblutung

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Depression

Lebenszeitprävalenz:

• Leichte: 5.6 %

• Mittelschwere: 7.3 %

• Schwere: 4.2 %

• Gesamt: 17.2 %

Punktprävalenz: 10.3 %

Ätiologie:

• Psychosoziale Belastung

• Genetische Prädisposition

• Persönlichkeitsfaktoren

• Physikalische Einwirkungen

• Traumatische Erfahrungen

=> Störung der Neurotransmitter

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Fehler im Umgang mit depressiven/suizidalen Krisen

• Nicht-Anerkennung der Krankheit des Patienten

• Therapeutische Überaktivität als Abwehr von Betroffenheit

• Klassifikation von Suizidalen als Versager oder Erpresser

• Geheime Suizidpakte schliessen

• Vermeidung von direktem Nachfragen

• Nichtbeachten von Zeichen

• Mangelnde Exploration der Umstände, die zu Suizidalität geführt haben

• Bagatellisierung von Not und Krise

• Mitmachen von Bagatellisierungstendenzen des Patienten

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Depression-Forensische Relevanz

• Delinquenz ist selten

• Delinquenz resultiert aus

o Autoaggressiven Tendenzen

=> Erweiterter Suizid

o Einbezug von Angehörigen

=> Altruistische Motive

o Planung und Vorbereitung der Tat sprechen nicht gegen krankheitsbedingte Tatmotivation

o Tötungshandlungen kosten viel Kraft

o Energie reicht oft nicht mehr aus, um den Suizid durchzuführen

• Diebstahlshandlungen

o Erregung von Aufmerksamkeit für das eigene