Lernkarten

Désirée Frey
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Lernende 13 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 27.02.2010 / 18.02.2020
Lizenzierung Kein Urheberrechtsschutz (CC0)
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Manie

• Stimmung ist gehoben

o Stimmung schwankt zwischen sorgloser Heiterkeit und unkontrollierbarer Erregung

• Gesteigerte Aktivität oder motorische Ruhelosigkeit

• Rededrang

• Ideenflucht, subj. Gefühl von Gedankenrasen

• Verlust normaler sozialer Hemmungen

• Vermindertes Schlafbedürfnis

• Überhöhte Selbsteinschätzung (oder Grössenwahn => Manie mit psychotischen Symptomen)

• Ablenkbarkeit, Wechsel von Aktivitäten oder Plänen

• Tollkühnes oder rücksichtsloses Verhalten

• Gesteigerte Libido oder sexuelle Taktlosigkeit

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Schizophrene Störungen ICD-10: Symptomatik, Dauer, diagnostischer Algorithmus, Ausschlusskriterien, Subtypen, Verlauf

Symptomatik: 8 Symptomgruppen (u.a. Wahn, Ich-/Denkstörungen, Halluzinationen)

Dauer: mind. 1 Monat

Diagnostischer Algorithmus: bestimmte Anzahl an Symptomen

Ausschlusskriterien: u.a. organische Gehirnerkrankung

Subtypen: 7 Subtypen

Verlauf: 5 spezifische Verlaufstypen (u.a. kontinuierlich, episodisch mit/ohne Residuum)

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Unterformen, Verlaufsformen

Paranoide Schizophrenie (wahnvorstellungen, akustische Halluzinationen) => alle Verlaufsformen

Hebephrene Schizophrenie (Affekt- und Antriebsstörungen, formale Denkstörungen) => Verlaufsprognose ungünstig

Katatone Schizophrenie (psychomotorische Störungen) => Verlaufsprognose eher ungünstig

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Schizophrene Störungen: Epidemiologie

Prävalenzraten: 1.4 - 3.9/1000

Morbiditätsrisiko: > 1%

ersterkrankungsalter: M: 15-25 Jahre; W: 25-35.

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Differentialdiagnose Schizophrenie

Psychische Störungen:

-andere Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis

-Depressive Episode

-Zwangsstörung

-Autismus

-Persönlichkeitsstörung

-Simulation

Somatische Erkrankungen

-Epilepsie, Tumor, SHT, ZNS-Infektionen, Endokrinopathien, Metabolische Störungen, Autoimmunerkrankungen, Vitaminmangel, Intoxikationen

Substanzinduzierte Psychosen

-Psychostimulanzien

-Halluzinogene

-Alkohol

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Schizophrenie: Begutachtung im Strafrecht

Akuter Schub mit florider psychotischer Symptomatik (Wahn, Hallus, Ich-Störungen)

- Schuldunfähig!

- Handeln nicht mehr von allgemeinverbindlichen Rechtsgedanken geleitet

- es kann nicht sinnvoll zwischen Einsichts- und Steuerungsfähigkeit.

-Katatone erregungszustände, Zustände dysphorischer Vverstimmung oder impulsiver Spannung bei hebephrener oder ausgeprägter Residualsymptomatik

-meist Schuldunfähig

- Kranke mit leichten Restzuständen:

- Steuerungsfähigkeit

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Anhaltende wahnhafte Störung

>Synonyme:Paranoia, sensitiver Beziehungswahn

>Symptomatik:

>Wahn steht im Vordergrund

>Halluzinationen oder Verstimmungen können vorübergehend auftreten

>Formale Denk-und Antriebsstörungen oder psychomotorische Auffälligkeiten und Ambivalenz fehlen

>Leben wird von einem dauerhaften, systematisierten Wahn beeinflusst

>Meist auf ein Thema beschränkt, z.B.

—Verfolgungswahn

—Liebeswahn (Erotomanie, Clerambault-Syndrom)

—Eifersuchtswahn (Othello-Syndrom)

—Querulantenwahn

—(Induzierter Wahn = Folie à deux)

>Diagnoseoft schwierig, weil Realitätstestung häufig nicht möglich ist, häufig auch Relativierung von Seiten des Betroffenen

>Behandlung:schwierig, kaum spez. Ansprechen auf Psychopharmaka

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Psychologische Therapieansätze: Zielbereiche

>Symptomatik: Akut-und Residualsymptomatik

>Non-Compliance, fehlende unzureichende Krankheitseinsicht

>Rückfallverhinderung

>primäre und/oder sekundäre Defizite:

—basale Störungen der Informationsverarbeitung

—soziale Defizite i.w.S.

—Schwierigkeiten Lebensführung

—Selbstwertprobleme