Das verhaltensorientierte Handlungskonzept der Sozialpädagogik
1. Beschreibung und Analyse des Problemverhaltens 2. Auswertung und Planung 4. Bewertung
1. Beschreibung und Analyse des Problemverhaltens 2. Auswertung und Planung 4. Bewertung
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Lernkarten
Einleitung
Wissenschaftliche Grundlage: Lerntheorien, insb. die Konditionierungstheorie
Grundannahme: alles Verhalten, auch das unangepasste(Störung), ist erlernt und kann wieder verlernt werden
Ziel: - Abbau des unerwünschten Verhaltens -Aufbau des erwünscht
1. Beschreibung und Analyse des Problemverhaltens
a) Verhaltensanalyse
- Verhaltensebene: Art, Häufigkeit u. Intensität des Problemverhalten
- Kognitive Ebene: Beschreiben des Vorgehens in der Person bzw. Erlebens
- Physiologische Ebene: Beschreiben von körperlichen Reaktionen auf problematische Situationen
1. Beschreibung und Analyse des Problemverhaltens
b) Klärung der Bedingungen
- welchen Situationen das problematische Verhalten häufig auftritt#
- welche Reize dieses auslöst bzw. aufrecht erhält
- in welchen Situationen es kaum bzw. überhaupt nicht auftritt
-> Techniken des klassischen oder operanten Konditionierens
- Entlastungsfunktion: durch das problematische Verhalten verschafft sich der Klient Erleichterung bzw. reduziert Belastungen
- Ersatzfunktion: durch das problematische Verhalten versucht der Klient Defizite, unerfüllte Bedürfnisse etc. auszugleichen
- Alibifunktion: für das problematische Verhalten sucht der Klient Ausreden und Rechtfertigungsgründe
1. Beschreibung und Analyse des Problemverhaltens
d) Ermittlung von Lern- und Verhaltensdefiziten
sie sind nicht erforderlich zur Bewältigung des unerwünschten Verhaltens
-> Vorgehen sollte nicht nur defizitorientiert sein, sondern sich auf die Ressourcen des Klienten beziehen
2. Auswertung und Planung
a) Festlegung von notwendigen und gewünschten Verhaltensänderung
- Welche unerwünschten Verhaltensweisen sollen abgebaut werden?
- Welche erwünschten Verhaltensweisen sollen aufgebaut werden?
3. Handlung bzw. Verhaltensmodifikation
Praktische Umsetzung der in der therapeutischen Planung entwickelten Schritte der
Verhaltensanalyse in eigener Anstrengung des Klienten
-> Techniken des Modelllernens, des operanten oder des klassischen Konditionierens
4. Bewertung
- Durch das Verhaltenstraining erzielten Erfolge für das schrittweise Stabilisieren
- Erfassen von Anfangserfolgen
- frühzeitiges Erkennen von Stagnationen oder Rückschlägen im
- Nachkontrolle in größeren zeitlichen Abständen, ob es gelungen ist, den Klienten und seine Umgebung zu befähigen, durch eigene Initiative künftige Schwierigkeiten sinnvoll zu bewältigen
- Vorliegende Umweltbedingungen müssen miteinbezogen werden
2. Auswertung und Planung
b) Ausarbeitung eines Vorgehensplanes
Informationen werden ausgewertet und interpretiert
- Gemeinsam werden mögliche Schritte vom Ist-Zustand zum Soll-Zustand der
angestrebten Veränderungen nach einer individuell abgestimmten und
strukturierten Verfahrensweise (Modelllernen, operantes oder klassisches
Konditionieren) entwickelt - Vorgehen wird mit dem Klienten und der sozialen Umwelt abgesprochen