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Sprache Deutsch
Stufe Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert 26.08.2015 / 06.04.2019
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A.1.3.4

Gesetzte und Regelungen anwenden:

Ich wende die Gesetzte und Regelungen, die das Bankenumfeld betreffen, im Kundengespräch und am Telefon (im Alltag) an.

  • Ich entscheide anhand von Indikatoren, ob eine Transaktion ausgeführt werden kann, oder ob vertiefte Abklärungen notwendig sind.
  • Ich halte jederzeit das Bankkundengeheimnis ein (z.B. Identifikation des Kunden).
  • Ich gehe mit sensitive Daten jederzeit verantwortungsbewusst um.

-       Transaktionen:
Transaktion mit einem Betrag über CHF 100‘000.00 ist Geldwäschereigesetzpflichtig. Das heisst abklären des Wirtschaftlich berechtigten (Formular A)
Transaktionen können nur ausgeführt werden wenn der Kunde eine Vollmacht auf den Kunden (oder das Konto) besitzt und auch die passende Unterschrift im System vermerkt ist. Vom Kunden stets einen Ausweis verlangen. Wenn der Kunde reklamiert dann darauf hinweisen dass es zu seinem besten ist.

-       Bankkundengeheimnis
Wieder spielt die Identifikation des Kunden eine Rolle, da wir nur Auskunft über einen Kunden, Konto, etc. geben dürfen wenn der nachfragende eine Vollmacht besitzt oder der Inhaber selbst ist. Ansonsten darf nicht mal darüber informiert werden dass der Kunde überhaupt bei unserer Bank ist. Ausnahme: der Nachfragende hat einen Richterlichen Beschluss
Man muss vorsichtig damit umgehen wem und was man erzählt.

 

Zusammengefasst: am besten gibt man keine Auskunft über gar nicht solange man nicht genau weiss wer vor einem steht oder wer am anderen Ende der Leitung ist.

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A.3.1.2

Vorsorgesystem und Vorsorgeprodukte erklären

Ich erkläre das Altersvorsorgesystem der Schweiz mit den drei Säulen, zeige Entwicklungen auf und beschreibe entsprechende Produkte und Dienstleistungen meiner Bank.

  • Ich erkläre mehrmals während es Einsatzes Kunden oder Mitarbeitenden anhand der drei Säulen das Altersvorsorgesystem der Schweiz.
  • Ich zeige Kunden oder Mitarbeitenden Entwicklungen des Altersvorsorgesystems auf.
  • Ich beschriebe Kunden oder Mitarbeitenden entsprechende Vorsorgeprodukte und Dienstleistungen des eigenen Betriebes.

Das schweizerische «Drei Säulen Konzept»

Die 1. Säule zur Existenzsicherung

Die Renten der AHV/IV gewähren allerdings nur eine sichere Existenz, was bedeutet, dass sie den absolut notwendigen Lebensbedarf decken sollen. Wer mit den Renten und aus Vermögen den Unterhalt nicht bestreiten kann, hat seit 1966 Anrecht auf Ergänzungsleistungen zur AHV/IV. Versichert ist die gesamte Wohnbevölkerung, also Arbeitnehmende, Selbständigerwerbende und Nichterwerbstätige.

Die 2. Säule zur Sicherung des gewohnten Lebensstandards

Um die gewohnte Lebenshaltung weiterführen und Bedürfnisse, die über die Existenzgrundlage hinausgehen, abdecken zu können, bedarf es zusätzlicher Absicherung. Deshalb entschied der Schweizer Gesetzgeber, per 1. Januar 1985 die Berufliche Vorsorge einzuführen. Damit wurden die Arbeitgeber verpflichtet, ihre Arbeitnehmenden bei einer Vorsorgeeinrichtung zu versichern und, analog zur AHV/IV, mindestens die Hälfte der Beiträge aller Arbeitnehmenden des Unternehmens zu übernehmen. Allerdings sind bei der beruflichen Vorsorge nur Arbeitnehmende obligatorisch versichert, deren Lohn den Betrag der maximalen Vollrente der AHV übersteigt. Andere Arbeitnehmer und Selbständigerwerbende können sich freiwillig der beruflichen Vorsorge anschliessen. Nichterwerbstätige können dies nicht.

Die 3. Säule als zusätzliche private Absicherung

Die obligatorischen Leistungen aus der 1. und 2. Säule decken im Alter etwa 60 Prozent des bisherigen Einkommens ab, und zwar nur bis zu einem Einkommen von 84'600 Franken (Stand: 2015). Hinzu kommt, dass aufgrund der demografischen Entwicklung in der Schweiz künftig immer weniger Erwerbstätige für die Finanzierung der Altersleistungen von immer mehr Rentnern aufkommen müssen. Eine individuelle Vorsorge auf privater Basis, die so genannte 3. Säule, gewinnt deshalb zunehmend an Bedeutung

Entwicklung:

Auch die Vorsorge leidet unter der Entwicklung der Bevölkerung und der Wirtschaft. Zum Beispiel gibt es immer mehr alte, welche Rente beziehen aber immer weniger jugendliche welche in die PK und sonstiges einzahlen. Auch ist die private Vorsorge (3. Säule) nicht mehr so attraktiv wie früher da auch bei diesen Konti die Zinsen sinken wegen der Wirtschaft.

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A.3.2.1

Lage an den Finanzmärkten beurteilen

Ich beurteile die aktuelle Lage an den Finanzmärkten und zeige die Wirkung von verschiedenen Einflussfaktoren auf. Dabei stehen mir Hilfsmittel (z.B. Charts, Factsheets) zur Verfügung.

  • Ich beschriebe laufend während des Einsatzes die aktuelle Lage an den Finanzmärkten unter Berücksichtigung von verschiedenen Einflussfaktoren.
  • Ich begründe laufend während des Einsatzes nachvollziehbar meine Einschätzungen.
  • Ich setzte zur eigenen Meinungsbildung Hilfsmittel laufend unterstützend ein.

Finanzmarkt Schweiz: gemessen an den drei Faktoren Bruttoinlandsprodukt (BIP); Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) & Inflation (Teuerung)

 

BIP: Das BIP misst den Gesamtwert aller Güter die innerhalb eines Jahres im Landesinnern einer Volkswirtschaft hergestellt wurden.

Das BIP der Schweiz ist gestiegen, was eine positive Auswirkung auf den Markt hat, da mehr produziert und mehr konsumiert wurde.

 

LIK: Der Landesindex misst die Teuerung der Konsumgüter in der Schweiz. Der LIK zeigt, um wie viel die Konsumgüter beispielsweise gegenüber dem Vormonat oder dem Vorjahr teurer geworden sind.

Er ist einer der wichtigsten und am häufigsten angewandten Wirtschaftsindikatoren.

 

Inflation: Anstieg des allgemeinen Preisniveaus während mehreren aufeinanderfolgenden Zeitperioden. Gegenteil von Deflation.

 

Der Finanzmarkt schwankt zur

zeit stark, da die Schweiz sich in einer Deflationsphase (Die SNB spricht UNInflation) befindet. Das hat zur Folge das die Produkte in der Schweiz immer billiger werden. Dadurch steigt zwar das BIP aber dafür sinkt der Marktwert.

Auch wird der Finanzmarkt durch entscheide und Geschehnisse in der ganzen Welt beeinflusst. Sei es, dass die SNB den Euromindestkurs aufhebt, ein Terroranschlag der IS, oder die Finanzkrise in Griechenland oder dass das BIP der USA etc. steigt. Jede Entscheidung der Länder, jedes Problem der Länder und jedes Attentat, alles hat Einfluss auf den Finanzmarkt.

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C.1.1.1

Wertpapiere und deren Übertragungsart erklären

Ich erkläre den Begriff Wertpapier und die Übertragungsarten für jede Wertpapiergattung.

  • Ich erkläre während des Einsatzes mehrmals den Begriff Wertpapier gegenüber Kunden oder Mitarbeitenden.
  • Ich erkläre und zeige anhand unterschiedlicher Kundenbedürfnisse in der Praxis die Übertragungsarten für jede Wertpapiergattung auf.
  • Ich zeige anhand verschiedener Praxisbeispiele während des Einsatzes den Vorgang einer Übertragung auf.
Lizenzierung: Keine Angabe

Ein Wertpapier ist eine Urkunde, die ein Recht verkörpert. Ohne diese Urkunde kann man seine Rechte weder geltend machen noch übertragen.

Die verschiedenen Rechte:

  • Forderungsrechte (Geldforderung (z.B. wie bei Obligationen, Zinsen oder Sachforderung Konnossoment)
  • Beteiligungsrechte (z.B. Aktien)
  • Mit Forderungsrecht verknüpftes Pfandrecht (z.B. Schuldbrief, Geldleistung und zusätzliche Pfändung)
  • Optionsrechte (Wahlrechte)

 

Die Übertragungsarten:

Inhaberpapiere (z.B. Inhaberaktien)

  • Einigung über das Geschäft + Übergabe der Urkunde

Namenpapiere (Namenkassenobligationen)

  • Einigung über das Geschäft + Zession (Abtretung) des verbrieften Rechts + Übergabe der Urkunde

Orderpapiere (Namenaktien, Checks)

  • Einigung über das Geschäft + Indossament der Urkunde + Übergabe der indossierten Urkunde
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C.1.1.2

Wertpapiere nach Kriterien unterscheiden

Ich unterscheide Wertpapiere nach den Kriterien: Rechte, Pflichten, Laufzeit und Erträge.

  • Ich erkläre Kunden oder Mitarbeitenden die Unterscheidung der Wertpapiere nach Rechte und Pflichten.
  • Ich unterscheide die Wertpapiere aufgrund der Laufzeiten.
  • Ich unterscheide die Wertpapiere im Alltag nach Erträgen.
     
Lizenzierung: Keine Angabe

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C.1.1.3

Verjährungsfristen kennen und den Wertpapieren zuordnen

Ich zeige die Verjährungsfristen von Kapital- und Zinsforderungen auf. Ich ordne die Verjährungsfristen den entsprechenden Wertpapieren zu.

  • Ich zeige anhand mehrerer  Praxisbeispiele während des Einsatzes auf, ob die Kapitalforderung verjährt ist.
  • Ich zeige anhand mehrerer Praxisbeispiele während des Einsatzes auf, ob die Zinsforderung verjährt ist.
  • Ich erkläre Kunden oder Mitarbeitenden während des Einsatzes die unterschiedlichen Verjährungsfristen der entsprechenden Wertpapiere.
Lizenzierung: Keine Angabe

siehe bild

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C.1.1.4

Verjährungsfristen kennen und den Wertpapieren zuordnen

Ich zeige die Verjährungsfristen von Kapital- und Zinsforderungen auf. Ich ordne die Verjährungsfristen den entsprechenden Wertpapieren zu.

  • Ich zeige anhand mehrerer  Praxisbeispiele während des Einsatzes auf, ob die Kapitalforderung verjährt ist.
  • Ich zeige anhand mehrerer Praxisbeispiele während des Einsatzes auf, ob die Zinsforderung verjährt ist.
  • Ich erkläre Kunden oder Mitarbeitenden während des Einsatzes die unterschiedlichen Verjährungsfristen der entsprechenden Wertpapiere.

Beteiligungspapier:

  • Partizipationsschein

Der PS (Partizipationsschein) ist ein Wertpapier mit Nennwert, jedoch ohne Mitbestimmungsrecht.

  • Genussschein

Genusscheine sind Beteiligungspapiere ohne Nennwert und ohne Stimmrecht. Nur mit Gewinnbeteiligung. Man unterscheidet verschiedene Arten:

  • Gründeranteilscheine entschädigen Mitgründer der Firma für ihre Arbeiten, von denen später alle Aktionäre profitieren konnten.
  • Sanierungsanteilscheine entschädigen den Gläubiger für seinen Verzicht auf Forderungen bei einer Firmensanierung.
  • Gewinnanteilscheine gewähren den Inhabern ebenfalls einen bestimmten Anteil am Reingewinn. Sie sind meist untrennbar mit Aktien verbunden.
  • Anlagefonds-Anteilschein

Die Anlagefonds-Anteilscheine geben das Recht auf Beteiligung am Vermögen und am Ertrag des Anlagefonds. Sie haben keinen Nennwert und verbriefen die Rechte eines Anlagefonds-Anlegers.

  • Genossenschaftsanteilschein

Genossenschaftsanteilscheine sind aktienähnliche Papiere, ohne Wertpapiere zu sein. Sie gewähren Vermögensrechte in einer Genossenschaft. Sie werden auf den Namen ausgestellt.

Gläubigerpapiere:

  • Floating rate bonds (Anleihen mit variablem Zinssatz)

Bei diesen Anleihen ist der Zinssatz nicht für die gesamte Laufzeit festgelegt, sondern wird periodisch, meist alle sechs Monate, neu angepasst nach dem Londoner Interbankensatz (LIBOR).

Die Ausgabe von Floaters ist vor allem in Zeiten hoher Kapitalmarktzinsen für den Schuldner attraktiv.

  • Zero bonds

Das sind couponlose Obligationen mit einer Null-Prozent-Verzinsung. Jedoch werden sie weit unter dem Nennwert ausgegeben, und bei Fälligkeit zahlt der Schuldner den Nennwert zurück. Die Differenz zwischen Ausgabepreis und Nennwert ist als Einkommen zu versteuern

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C.1.2.1

Rating und Renditeberechnung eines Gläubigerpapiers erklären

Ich erkläre den Begriff Rating in Zusammenhang mit einer Obligation. Ich zeige den Zusammenhang zwischen Rating, Zinssatz und aktuellem Kurs eines Gläubigerpapiers auf. Ich berechne eine Rendite auf Verfall.

  • Ich erkläre Kunden oder Mitarbeitenden den Begriff Rating im Zusammenhang mit einer Obligation verständlich.
  • Ich erkläre Kunden oder Mitarbeitenden den Zusammenhang zwischen Rating, Zinssatz und aktuellem Kurs eines Gläubigerpapieres verständlich.
  • Ich interpretiere und beurteile relevante Kennzahlen anhand konkreter Praxisbeispiele.

Das Rating bewertet ein Unternehmen. Je höher das Rating einer Unternehmung, desto sicherer die Rendite.

Die 2 wichtigsten Ratingorganisationen sind

  • Standard & Poor’s
  • Moody’s

AAA / Aaa ist das beste Rating, was für beste Qualität, ausserordentlich grosse Kapazität für Zins- und Kapitalrückzahlung steht. Von da an geht es abwärts (AA/Aa, A/A, BBB / Baa etc.) D ist dann das schlechteste Rating bei welchem das Unternehmen im Das Rating gibt an wie sicher ein Unternehmen ist und die Rendite gibt an, wie viel Gewinn / Verlust man erzielen kann. Je besser eine Unternehmung bewertet ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie das geschuldete Kapital und die Zinsen zurückzahlen kann. Ein gutes Rating ist auch für die Unternehmung von Vorteil. Dieses kann zu günstigeren Konditionen Kapital aufnehmen, da der Risikozuschlag (Ausfallrisiko) bei der Zinsbildung kleiner ist. Denn viele Anleger bevorzugen eine höhere Sicherheit gegenüber einer besseren Rendite.