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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 30.05.2015 / 21.05.2018
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PROLEGOMENA: Was meint Christologie?

Griechisch Xristos = Messias vom Hebräischen "maschiach" = der gesalbte Gottes. 

Jesus als der Christus, der Gesalbte Gottes. 

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PROLEGOMENA: Was ist Aufgabe der Christologie?

Nicht die Verkündigung des Christusglaubens sondern die denkerische Auseinandersetzung mit den biblischen und theologiegeschichtlichen Aussagen über Jesus Christus. Nicht Proklamation sondern diskursive Argumentation. 

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PROLEGOMENA: Was ist das zentrale Thema der Christologie?

Die Vergeschichtlichung des Wortes Gottes. Christus ist die "Hermeneutik" Gottes. Christus kann nur in hermeneutischer Weise, d.h. als geschichtliche Gestalt nach geschichtlich verfassten Deutemustern, verstanden werden. Jesus Christus gibt es nur in (geschichtlichen) Christusbildern.

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PROLEGOMENA: Was ist der Unterschied zwischen Christologie und Soteriologie und wie stehen die beiden zu einander?

Die Christologie fragt nach der Person Jesu (Christologie im engeren Sinn) während die Soteriologie nach der Bedeutung seines Wirkens fragt - Worin besteht das Werk Jesu. 

Einige ordnen die Christologie der Soteriologie vor, andere die Soteriologie der Christologie. 

Vorordnung der Christologie: Erst wenn man weiss, wer Jesus ist, kann man sein Handeln recht interpretieren. (Pannenberg)

Vorordnung der Soteriologie: Erst wenn man sein Wirken erfahren hat, stellt sich die Frage nach der Identität der Person. (Tillich / Ohlig)

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PROLEGOMENA: Welche zwei Grundtypen von Christologie gibt es? Was ist ihre Auffassung?

Christologie von oben: Wählt ihren Ansatz beim ewigen Gottesohn und seiner Menschwerdung. Zweiheit der göttlichen und menschlichen Natur des Gottessohnes wird als immer schon dagewesen vorausgesetzt. 

Christologie von unten: Setzt beim irdischen Jesus von Nazaret als letztentscheidender Norm des Glaubens und und als Motiv und tragendem Grund der Nachfolge. Jesus als Weg zu Christus. 

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PROLEGOMENA: Nenne eine/n Vertreter/in für Christologie von oben und von unten.

Christologie von oben: Erste Vatikanisches Konzil (1869-1870). Jesus Christus als der Überbringer der göttlichen und ewigen Wahrheiten. Karl Barth (1886-1968). Selbstmitteilung Gottes in Christus als der eine und einzige Ausgangspunkt für alle Theologie, Soteriologie und Christologie.

Christologie von unten: Jon Sobrino (1938) "Dass was er (Jesus) war und getan hat, muss erkannt und untersucht werden. (...) ermöglicht den Glaubensschritt: Jesus ist der Christus. (...)". Wir müssen auch heute noch, wie es die ersten Jüngen gingen, den Weg, der zum Ergebnis führt gehen. Jesus kann als Weg zu Christus verstanden werden. 

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PROLEGOMENA: Ausgangspunkt beim historischen Jesus oder beim Christus praesens. Was ist damit gemeint?

Unterscheidung von Historizität und Geschichtlichkeit. Geschichtlichkeit meint das, was mich betrifft, mich aus meiner Existenzverfassung herausruft. Daher auch kerygmatische Christus. Kerygma = Proklamation der Heilsbedeutung Jesu Christi.

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PROLEGOMENA: Nenne einige Vertreter, für welche der Christus praesens (geschichtlich, kerygmatisch) entscheidend ist.

  • M. Kähler (1835-1912). Hält einen Vortrag über den sog. historischen Jesus und geschichtlich, biblischen Christus (1982)
  • K. Barth (1886-1986). Sieht als Mittelpunkt des Evangeliums den als auferstandenen bezeugten Christus. Beruft sich, ebenso wie R. Bultmann (1884-1976), auf 2. kor 5,16 wo Paulus vom dem Jesus "nach dem Fleisch" spricht, der für ihn soteriologisch und theologisch irrelevant ist.