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Bibelkunde AT - Thora (TDS)

Bibelkunde, TDS Aarau, Prüfungsvorbereitung Thora (Genesis, Exodus, Levitikus, Numeri, Deutronomium) Stand: 2016; Erstellt: Dez 2016 Rev: April 2017
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1

Welche Textgattung braucht die Thora um ihre Funktion zu erfüllen?

In Form von:

  • narrativen Texten.
  • kultische, sakramentale Texte.
  • Gesetzestexte.
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2

Nach welchen 2 Gesichtspunkten kann man Gesesis strukturieren?

Kp. 1-11 - Urgeschichte: Schöpfung, Sündenfall,...

Diese Kapitel dienen als Einleitung in die jüdische Heilsgeschichte, die dann im Gegensatz zur allgemeinen Menschheitsgeschichte an einen Bund geknüpft ist.

Kp. 12-50 - Vätergeschichte: Abraham, Isaak, Jakob,Joseph...

Aus dem Meer der Völker erwählt sich Gott einen Einzelnen und macht mit ihm seine Geschichte.

 

Toledot-Formel: „Dies ist die Geschichte von...“.

Einleitung der Lebengeschichte.

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3

Worin besteht der Unterschied im Menschenbild zwischen den biblischen und anderen nahöstlichen Schöpfungsmythen?

  • Bibel: Mensch = Ebenbild Gottes! Da dies alle Menschen betrifft, ist die Herrschaft von Menschen über Menschen generell in Frage gestellt.
  • Nahöstliche Schöpfungsmythen: Mensch = Niedriger Diener der Götter, der mit seinen Opfern für die Götter sorgen muss. Schatten (=Ebenbild) Gottes ist nur der Herrscher, die anderen Menschen sind Schatten des Herrschers.
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4

Genesis 1 und 2: zwei Schöpfungsberichte oder was? Erkläre!

Genesis 1+ 2 sagen nicht, wie Gott die Welt erschaffen hat, sondern dass Gott der Schöpfer dieser Welt ist.

Es ist ein theologischer Bericht und kein naturwissenschaftlicher.

Form des Parallelismus, der wiederum eine Form hebräischer Poesie ist.

Beide Berichte zentrieren um Gott und seinen Wunsch Leben zu schaffen.

Gen 1: Gott als der Schöpfer von allem was ist; er schenkt dem was nicht ist Leben und Lebensraum. Sabbath: erst die Ruhe vollendet das Werk Gottes. 

Gen 2: Gottes verschwenderische Grosszügigkeit: Gott schafft einen Park, indem alles reichlich vorhanden ist (Text von und für Beduinen der Wüste geschrieben).

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5

Erkläre die theologischen Schlussfolgerungen aus der Kain/ Abel Geschichte.

  • Gott hat den Konflikt zwischen den zwei Brüdern verschärft. Deshalb: Mensch soll sich nicht mit Gott anlegen und nicht Hand an seinen Bruder legen!
  • Gott wollte das Blutvergiessen zwar verhindern, konnte es aber nicht -> Mensch kann seine Verantwortung in Bezug auf sein Verhalten nicht an Gott delegieren.
  • Auch der unfair behandelte Kein hatte Eigenverantwortung für sein Tun, sondern er wäre auch für seinen Bruder verantwortlich. Verantwortung = wichtig: wir haben alle eine Eigenverantwortung für unser Tun.
  • Gewalt wird von Gott geahndet, doch auch der Gewalttäter kann unter seinem Schutz weiterleben, ist also kein Vogelfreier und nicht schutzlos den Rächern ausgeliefert.
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6

Worin liegt in Bezug auf Gott die überraschende Aussage in der Geschichte der grossen Flut?

Vor der Flut sagt Gott: „Der Mensch ist böse!“ Darum will er die menschen vernichten. Noah wird Gottes auserwählter Held. Nach der Flut kommt Gott zum Schluss: „Menschen sind immernoch schlecht!“ Doch er verspricht ihnen nie mehr eine flut zu schicken.

→ Somit ist Gott der Einzige, der sich verändert. Er wird treuer!

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7

Wie durchbricht Gott gemäss dem Buch Genesis den endlosen Leerlauf der Menschheitsgeschichte und was ist an seinem Vorgehen überraschend?

  • In Form von Ahnenreihen. Leben und sterben von Generation zu Generation, ohne besondere Änderung, ohne Gott.
  • Gott wählt Abraham aus, um aus diesem Leerlauf auszubrechen.
  • Gerade Abraham ist besonders in diesem Leerlauf gefangen. Er hat keine Kinder, da seine Frau nicht fruchtbar ist. Er droht im Leerlauf zu verschwinden. Gott wählt den Schwächsten aus.
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8

Wer sind die Seevölker und welche Rolle spielen sie für die Bibel?

Indo-Germanische Stämme aus der Ägäis (Kreta)

Die Seevölker waren schon im ägyptisch-hetithischen Krieg beidseitig eingesetzte Söldnertruppen, die später die Küsten Kleinasiens und Palästinas förmlich überschwemmten und auch nach Ägypten vordrangen. Zu ihnen gehörten u.a. auch die Philister und sie drangen etwa zur gleichen Zeit nach Palästina wie Israel. Obwohl Pharao Mernepha in Nordafrika eine Gruppe Seevölker besiegen konnte, waren die Grossreiche durch die langjährigen Kriege geschwächt. Während das Hetitherreich ganz von den Seevölkern überrannt wurde, fiel Ägypten nie in ihre Hände