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Bibelkunde AT Thora (TDS)

Dozent: Matthias Wenk, TDS Aarau, Prüfungsvorbereitung Thora (Genesis, Exodus, Levitikus, Numeri, Deutronomium) Stand: 2014; Erstellt: Dez 2016
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1

Mit welchen literarischen Mitteln wird das Anliegen der Thora kommuniziert?

In Form von:

  • narrativen Texten.
  • kultische, sakramentale Texte.
  • Gesetzestexte.
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2

Nach welchen 2 Gesichtspunkten kann man Gesesis strukturieren?

Kp. 1-11 - Urgeschichte: Schöpfung, Sündenfall,...

Diese Kapitel dienen als Einleitung in die jüdische Heilsgeschichte, die dann im Gegensatz zur allgemeinen Menschheitsgeschichte an einen Bund geknüpft ist.

Kp. 12-50 - Vätergeschichte: Abraham, Isaak, Jakob,Joseph...

Aus dem Meer der Völker erwählt sich Gott einen Einzelnen und macht mit ihm seine Geschichte.

 

Toledot-Formel: „Dies ist die Geschichte von...“.

Einleitung der Lebengeschichte.

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3

Worin bestehen die Übereinstimmungen und worin die wesentlichen unterschiede zwischen biblischen und anderen nahöstlichen Mythen?

Übereinstimmungen:      

  • Am Anfang Chaos (Wasser).
  • Schöpfungsreihenfolge.
  • Enden mit Ruhe Gottes.

Unterschiede:

Nahöstliche Mythen

  • Mehrere Götter (Polytheismus)
  • Götter= Superlative der Menschen
  • Menschen als Diener...

Biblisch

  • ein Gott
  • der andere Gott
  • Mensch als Ebenbild.
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4

Genesis 1 und 2: zwei Schöpfungsberichte oder was? Erkläre!

Genesis 1+ 2 sagen nicht, wie Gott die Welt erschaffen hat, sondern dass Gott der Schöpfer dieser Welt ist.

Es ist ein theologischer Bericht und kein naturwissenschaftlicher.

Form des Parallelismus, der wiederum eine Form hebräischer Poesie ist.

Beide Berichte zentrieren um Gott und seinen Wunsch Leben zu schaffen.

Gen 1: Gott als der Schöpfer von allem was ist; er schenkt dem was nicht ist Leben und Lebensraum. Sabbath: erst die Ruhe vollendet das Werk Gottes. 

Gen 2: Gottes verschwenderische Grosszügigkeit: Gott schafft einen Park, indem alles reichlich vorhanden ist (Text von und für Beduinen der Wüste geschrieben).

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5

Welche theologische Schlüsse können aus der Geschichte von Kain und Abel gezogen werden?

  • Gott verschärfte Konflikt zwischen Brüdern. Mensch soll sich mit Gott anlegen und nicht Hand an seinen Bruder legen.
  • Gott wollte Blutvergiessen verhindern, konnte aber nicht. Mensch kann Verantwortung in Bezug auf sein Verhalten nicht an Gott delegieren.
  • Unfair behandelte Kain hat Eigenverantwortung für sein Tun.
  • Gewalt wird von Gott geahndet, jedoch kann der Gewalttäter unter Gottes Schutz weiter leben.
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6

Worin liegt in Bezug auf Gott die überraschende Aussage in der Geschichte der grossen Flut?

Vor der Flut sagt Gott: „Der Mensch ist böse!“ Darum will er die menschen vernichten. Noah wird Gottes auserwählter Held. Nach der Flut kommt Gott zum Schluss: „Menschen sind immernoch schlecht!“ Doch er verspricht ihnen nie mehr eine flut zu schicken.

→ Somit ist Gott der Einzige, der sich verändert. Er wird treuer!

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7

Genesis 11+12: Wie wird der Leerlauf der Menscheiheitsgeschichte literarisch dargestellt, wie reagiert Gott darauf, und was ist so „unerwartet“ daran?

  • In Form von Ahnenreihen. Leben und sterben von Generation zu Generation, ohne besondere Änderung, ohne Gott.
  • Gott wählt Abraham aus, um aus diesem Leerlauf auszubrechen.
  • Gerade Abraham ist besonders in diesem Leerlauf gefangen. Er hat keine Kinder, da seine Frau nicht fruchtbar ist. Er droht im Leerlauf zu verschwinden. Gott wählt den Schwächsten aus.
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8

Wer sind die Seevölker und welche Rolle spielen sie für die Bibel?

Indo-Germanische Stämme aus der Ägäis (Kreta)

Die Seevölker waren schon im ägyptisch-hetithischen Krieg beidseitig eingesetzte Söldnertruppen, die später die Küsten Kleinasiens und Palästinas förmlich überschwemmten und auch nach Ägypten vordrangen. Zu ihnen gehörten u.a. auch die Philister und sie drangen etwa zur gleichen Zeit nach Palästina wie Israel. Obwohl Pharao Mernepha in Nordafrika eine Gruppe Seevölker besiegen konnte, waren die Grossreiche durch die langjährigen Kriege geschwächt. Während das Hetitherreich ganz von den Seevölkern überrannt wurde, fiel Ägypten nie in ihre Hände