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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 25.01.2020 / 24.02.2020
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Konzepte

- sind allgemeine Vorstellungen, die Gegenstände, Ereignisse, Eigenschaften oder Beziehungen auf der Basis von Ähnlichkeit strukturieren.

-4 wichtige Themen in diesem Zusammenhang: - Anlage und Umwelt (Kontroverse zwischen Nativisten und Empiristen) - Aktives Kind - Mechanismen der Veränderung -Soziokultureller Kontex

- zentrales Element der Kategorisierungsfähigkeit

- unendliche Anzahl möglicher Konzepte - Konzepte helfen uns, die Welt zu verstehen indem wir aus vorangegangen Erfahrungen verallgemeinern.

- es gibt 2 Arten von Konzepten: die einen erfassen Dinge, die in der Welt vorkommen, die andere Dimensionen

- die Zuordnung zu Klassen ermöglicht es den Kindern Schlussfolgerungen über unbekannte Objekte zu ziehen

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Objekte in Klassen einteilen

-> Teilen die Dinge, die sie wahrnehmen, in die drei allgemeinen Kategorien ein: unbelebte Objekte, Menschen und andere Lebewesen

-

- einige Forscher vermuten, dass Kinder ihre Beobachtungen zu diesen Kategorien anhand informeller Theorien organisieren

-> drei solcher Theorien, mit deren Hilfe kleine Kinder ihr Wissen über die Welt ordnen:

-> Theorie der Physik (unbelebte Objekte)

-> Theorie der Psychologie (Menschen)

-> Theorie der Biologie (andere Lebewesen)

 

-Wichtige, diesen (rudimentären) Theorien (dennoch) gemeinsame Merkmale, durch die sich auch wissenschaftliche Theorien auszeichnen:

1. Spezifikation grundlegender Einheiten, um Objekte und Ereignisse in grundlegende Kategorien einzuordnen

2. Erklärung vieler Phänomene anhand weniger Grundprinzipien

3. Erklärung von Ereignissen anhand nicht beobachtbarer Kausalzusammenhänge 

 

-

- wann werden diese Theorien ausgebildet?
- Spelke: Kinder verfügen möglicherweise über eine primitive Theorie der Physik, die für unbelebte Objekte gilt

- Wellmann und Gelman: Theorie der Psychologie tritt im Alter von ungefähr 18 Monaten auf; erste Theorie der Biologie im Alter von etwa 3 Jahren; erste Theorie der Psychologie: im Zusammenhang mit dem Verständnis dafür, dass Verhalten anderer Menschen deren Bedürfnisse widerspiegelt

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Kategorienbildung von Objekten in der frühen Kindheit

- schon in den ersten Monaten ihres Lebens -> Kinder bilden Klassen von Objekten

(Katzenbilder von verschiedenen Rassen-> habituieren; Dishabituieren bei anderen Rassen -> auch bei Hund/Katze als Säugetier usw.)

- wahrnehmungsbasierte Klassifikation=Die Gruppierung von Objekten mit ähnlichem Erscheinungsbild. -> ist zentrales Element der Kategorisierungsfähigkeit des Kindes

 

- Kinder klassifizieren Objekte anhand vieler Wahrnehmungsdimensionen wie Farbe, Größe und Bewegung

-> oft stützt sich Klassifikation in hohem Maße auf spezifische Teile der Objekte und nicht auf die Objekte als Ganzes (z.B. Beine -> Tiere)
- um das 2. Lebensjahr: Kinder klassifizieren Kinder zunehmend auf der Basis der Gesamtform – Anhand der Form kann meist besser angegeben werden, worum es sich handelt

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Klassenhierarchie

Kategoriebildung nach der frühen Kindheit --> Kinder fangen an, hierarchische und kausale Beziehungen zwischen Kategorien zu erfassen

 

- helfen, dass Kinder Objekte innerhalb einer Kategorie unterscheiden können

-> Klassenhierarchie – Klassen oder Kategorien, die durch Ober-/UnterbegriffRelationen verknüpft sind wie zum Beispiel Tier – Hund – Pudel

- Kinder bilden sprachliche Kategorien auf Basisebene zuerst

- Basisebenen der Kinder stimmen nicht immer mit denen der Erwachsenen überein

- Wie gelangen Kinder weiter zu übergeordneten und untergeordneten Kategorien -> Eltern/ andere Personen nutzen die Basisebenenkategorie als Grundlage für das Erklären spezifischer und allgemeinerer Kategorien; Beispiele, die Kind bereits kennt

 

 

Übergeordnete Ebene – Die allgemeinste Ebene einer Klassenhierarchie, so wie „Tier“ im Beispiel Tier – Hund – Pudel.

 Untergeordnete Ebene – Die niedrigste Ebene einer Klassenhierarchie, so wie „Pudel“ im Beispiel Tier – Hund – Pudel.

 Basisebene – Die mittlere und oft zuerst gelernte Ebene einer Klassenhierarchie, so wie „Hund“ im Beispiel Tier – Hund – Pudel.

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Kausales Verstehen und Kategorisierung

- für die Bildung von Begriffsklassen ist das Verstehen von Kausalbeziehungen unerlässlich

-> Wugs und Gillies (Ausgestattet mit bestimmten Merkmalen zum Flüchten bzw. zum Kämpfen - Die Kinder, denen man erklärt hatte, warum Wugs und Gillies ihre jeweiligen Merkmale besitzen, konnten die Bilder besser der zutreffenden Kategorie zuordnen; erinnerten sich den Tag später auch besser

 Verstehen von Ursache- Wirkungs- Beziehung hilft beim Lernen und Behalten

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Wissen über sich selbst und andere

- allgemeiner Grad an Menschenkenntnis, über den jeder verfügt

- Alltagspsychologie schon ab 3 Jahren erkennbar

-> naive Psychologie = – Das Alltagsverständnis von sich selbst und anderen Menschen.

- entscheidende Fähigkeiten, die uns als Menschen auszeichnet

- im Zentrum der naiven Psychologie stehen 3 Konzepte, die wir alle heranziehen, um das Menschliche Verhalten zu verstehen

-> Wünsche, Überzeugungen, Handlungen 

 

- Nativisten: angeboren; Empiristen: erlernt das verstehen von Absichten und die geteilte Aufmerksamkeit + Intersubjektivität treten zum Ende des 1j auf 

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THeory of Mind

Ein grundlegendes Verständnis davon, wie Geist und Psyche (mentale Prozesse wie Intentionen, Wünsche, Überzeugungen, Wahrnehmungen, Emotionen) das Erleben und Verhalten beeinflussen – im Gegensatz zu einer Theorie des Geistes, die nur geistige Einflüsse auf das Bewusstsein beschreibt, tritt ab dem Vorschulalter auf

z.B. Wissen, dass Überzeugungen häufig auf Wahrnehmungen beruhen, auf dem, was man selbst sieht oder erzählt bekommt; dass Wünsche physiologisch bedingt sein können wie Hunger oder Schmerz oder psychisch wie das Bedürfnis, einen Freund zu sehen; und dass Wünsche und Überzeugungen Handlungen hervorbringen

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wichtige Bestandteile der Theory of Mind

- Theory of Mind eines Kindes entwickelt sich später noch weit länger als in dieser frühen Phase: zumindest einige Aspekte dieser Entwicklung hängen von spezifischen Erfahrungen ab (Beispielsweise Erfahrung mit Theaterspielen -> besseres Verständnis für die Gedanken anderer Menschen)

 

-

Verstehen der Verbindung zwischen den Wünschen anderer Und ihren Handlungen -> Taucht erst gegen Ende des 12. Lebensjahres auf

- gegen Ende des ersten Lebensjahres – so vermutete man daraufhin – entwickelt sich das Verständnis dafür, dass die Wünsche eines Menschen seine Handlungen leiten

-Im Alter von zwei Jahren hat sich das Verständnis der Kinder fest verankert, dass Wünsche zu Handlungen führen -> wissen aber wenig darüber, dass auch Überzeugungen einflussreich sind

-Mit drei Jahren bringen Kinder ein gewisses Verständnis für den Zusammenhang von Überzeugungen und Handlungen auf; Wissen auch, wie Überzeugungen entstehen