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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 10.01.2020 / 21.02.2020
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Welche Aussagen zu den Antezedenzien und Konsequenzen von Diversitätserfahrungen sind (nach Aberson, 2010) korrekt?

Studierende, die offener für Diversität sind, nehmen häufiger (freiwillig) an Kursen zum Thema Diversität teil.

Weiße, die Diversität schätzen, sind stärker an Kontakt zu Fremdgruppenmitgliedern interessiert.

Studierende, die bereits vor dem Studium einen diversen Freundeskreis hatten, sind stärker an Kursen zum Thema Diversität interessiert.

Angestellte, die bereits kompetent mit Diversität umgehen können, sind weniger an Diversitätstrainings interessiert

Wenn Offenheit für Diversität und ähnliche Einstellungen konstant gehalten (d. h. statistisch kontrolliert) werden, haben Diversitätserfahrungen keine positiven Konsequenzen mehr.

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Welche Kriterien sollten Evaluationen von Bildungsprogrammen laut Cameron und Turner (2010) erfüllen?

Es müssen geeignete, vorab getestete Variablen verwendet werden, die reliabel sind und alle relevanten Komponenten und Outcomes der Intervention abdecken.

Es sollten experimentelle Designs mit Randomisierung verwendet werden.

Neue Interventionsmethoden sollten zunächst einzeln auf ihre Wirksamkeit überprüft werden, bevor sie mit anderen Methoden kombiniert werden.

Evaluationen sollten die zugrundeliegenden Wirkmechanismen (z. B. Empathie) identifizieren.

Es sollten quasiexperimentelle Designs mit passenden Kontrollgruppen verwendet werden.

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Welche Aussagen zum sog. „shifting“ (Verlagern) und „persisting“ (Beharren) und deren Komponenten sind nach Chen (2012) korrekt?

„Shifting“ und „persisting“ hing bei an Asthma erkrankten Kindern mit einem niedrigen sozioökonomischen Status, mit geringeren krankheitsbedingten Beeinträchtigungen zusammen.

„Shifting“ und „persisting“ ist für Personen mit einem hohen sozioökonomischen Status weniger geeignet als andere Stressbewältigungsstrategien.

Sowohl für Personen mit einem niedrigen sozioökonomischen Status als auch für Personen mit einem hohen sozioökonomischen Status bestand ein Zusammenhang zwischen dem wahrgenommenen Sinn des Lebens und positiven Auswirkungen auf die Gesundheit (niedrigere Entzündungsmarker im Blut).

Bei Erwachsenen, die in einer Familie mit einem hohen sozioökonomischen Status aufgewachsen waren, war die allostatische Last (allostatic load) niedriger, wenn sie hohe Werte in „shifting“ und „persisting“ hatten als wenn sie niedrige Werte in „shifting“ und „persisting“ hatten.

Pessimistische Personen mit einem niedrigen sozioökonomischen Status hatten höhere (d. h. schlechtere) Blutdruckwerte als optimistische Personen mit einem niedrigen sozioökonomischen Status.

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Welche Aussagen zu den von Luthar und Latendresse (2005) berichteten Studien zum Wohlbefinden benachteiligter versus privilegierter Kinder und Jugendliche sind korrekt?

 

Die An- bzw. Abwesenheit von Erwachsenen spielte für das Wohlbefinden der Jugendlichen keine Rolle.

Häufige gemeinsame Abendessen mit zumindest einem Elternteil hingen mit der Anpassung und der Schulleistung der Jugendlichen zusammen (unabhängig von ihrem sozialen Umfeld).

Perfektionistische Jugendliche und Jugendliche, die einen hohen Leistungsdruck seitens der Eltern empfanden, hatten mehr Ängste und Depressionen und konsumierten mehr Drogen als Jugendliche, die weniger inneren und äußeren Leistungsdruck berichteten.

Die Teenager in den wohlhabenden Vororten konsumierten weniger Drogen als die Teenager in benachteiligten Stadtteilen.

Bei den Teenagern aus den wohlhabenden Vororten hingen Ängste und depressive Symptome mit einem höheren Drogenkonsum zusammen

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Welche möglichen Ursachen berichten Luthar und Latendresse (2005) für die Anpassungsprobleme von Jugendlichen aus wohlhabenden Familien?

. Die Jugendlichen haben oft zu viele Termine (v. a. Freizeitaktivitäten, die sich später gut im Lebenslauf machen).

Die Eltern arbeiten zu viel, können ihre Arbeitszeit jedoch nicht verringern, da in Führungspositionen lange Arbeitszeiten erwartet werden.

Schulpsycholog*innen trauen sich manchmal nicht, Probleme anzusprechen, wenn die Eltern wohlhabend sind.

Die Eltern wollen nicht, dass andere wissen, dass ihre Kinder Probleme haben.

Klinische Psycholog*innen schätzen die gleichen Symptome bei wohlhabenden Jugendlichen als weniger schwerwiegend ein als bei weniger privilegierten Jugendlichen

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Welche Aussagen zum Thema Altersdiskriminierung (nach Mayer & Rothermund, 2009) sind korrekt?

Ein Beispiel für Altersdiskriminierung ist die Ungleichbehandlung von älteren und jüngeren Menschen.

Höhere Versicherungsprämien für ältere Menschen aufgrund von Risikozuschlägen (z. B. bei Auslandskrankenversicherungen) sind ein Beispiel für Altersdiskriminierung.

Die Verweigerung einer Hüftoperation mit der Begründung, dass sich die Operation bei hochbetagten Personen „nicht mehr lohnt“ ist als Altersdiskriminierung einzustufen

Ageism und Altersdiskriminierung sind zwei Begriffe für dasselbe Konzept.

Ein Beispiel für Altersdiskriminierung ist die Benachteiligung älterer Menschen im Vergleich zu jüngeren Menschen.

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Was versteht man nach Jones (1994) unter „affirmative diversity“?

die Förderung einer positiven Einstellung zu Diversität

die Art und Weise, wie Diversität dazu beiträgt, dass Kraft und Resilienz in Individuen und Gruppen gestärkt werden

die Entdeckung von Wegen, wie konfliktbehaftete oder feindliche Umgebungen angepasst werden können

die Förderung menschlichen Wohlergehens durch Pluralismus

die Art und Weise, wie Diversität dazu beiträgt, die Leistungsfähigkeit von Individuen und Gruppen zu steigern

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Welche Aussagen zum Thema Bikulturalität sind korrekt?

Junge Migrant*innen bevorzugen meist eine bikulturelle Form der Akkulturation.

Sowohl für junge als auch für ältere Migrant*innen kann es (aus unterschiedlichen Gründen) schwierig sein, bikulturell zu werden.

Bikulturalität hat im Vergleich zu anderen Akkulturationsstrategien tendenziell die besten soziokulturellen und psychologischen Outcomes.

Bikulturalität ist in manchen (z. B. multikulturellen) Kontexten möglicherweise adaptiver als in anderen (z. B. monokulturellen) Kontexten.

Diskriminierung führt dazu, dass sich die Bikulturalität von Migrant*innen tendenziell verstärkt.